Auf die Liebe

Da ist sie nun, die Weihnachtszeit, das Fest der Liebe. Oft als Konsumfest in der Kritik, als Stressfaktor und dieses Jahr im Lockdown.

Das Schönste und Wertvollste ist aber das Unbezahlbare

Was ist Schöner? Das gemeinsame Vorbereiten oder das Verschenken?

Die liebevollen kleinen Weihnachtsfreuden. Was ist eigentlich schöner – das gemeinsame Vorbereiten und Basteln oder das Verschenken an den Festtagen? Ich kann es gar nicht sagen. Dann der Weihnachtsduft in der Küche, aus der Weihnachtsbäckerei. Kerzenduft und Kerzenlicht. Kleine Heimlichkeiten, Überraschungen. Gemeinsam verbrachte Zeit.

Letztendlich machen doch all diese Dinge am Ende die Weihnachtsfreude aus – und die besten Erinnerungen, noch viele Jahre später.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

In diesem Sinne wünsche ich frohe Festtage!

Auf die Liebe

Das Schönste und Wertvollste an Weihnachten ist das Unbezahlbare!
Liebe, Sicherheit, Willkommen sein,.

Goldtröpfchen-Seife als dufte Geschenkidee

Mein Beitrag für den #waldorfmitmachadventskalender auf Instagram 🙂

Die Mischung ätherischer Öle, die sonst mit Mandelöl im Ölkrug ist, kommt in die Seifenbasis.

Meine Klasse mag ihr Goldtröpfchen-Öl. Daher habe ich mir für den Klassenkalender überlegt, dass die Kinder in diesem Jahr von mir eine selbstgemachte Goldtröpfchen-Seife von mir bekommen. Heißt: Die Mischung der ätherischen Öle, die auch in dem Pflegeöl enthalten ist, kommt diesmal in eine Seifenbasis.

Das ist nicht nur ein sehr persönliches Geschenk – selbstgemacht und vertrauter Duft – sondern auch ein kleine Vorfreude auf das „richtige“ Seifensieden in der anstehenden Handwerkerepoche.

Dieses Rezept ist ein Schnellverfahren, aber für die Seifenherstellung zwischendurch völlig in Ordnung und einfach umzusetzen. Hier für Dich als Download

Und hier die Beschreibung:

Benötigtes Material:

  • Seifenfrei, parfümfrei, aus 100 % pflanzlichen und biologischen Ölen
  • Mischung der ätherischen Öle – ich nehme gern Rosengeranie mit Sandelholz im Verhältnis 4:1 oder zusätzlich Vanille 3:1:1 – oder noch einfacher: eine fertige Mischung.
    • Bei der Zugabe ätherischer Öle finde ich es sehr wichtig, auf 100 % Bioqualität und Naturreinheit zu achten, da die Öle ja auch über die Haut aufgenommen werden.
  • optional: Mischung getrockneter Blüten, am besten in Lebensmittelqualität, gern Rose.
  • Pralinenförmchen, hier: Sternform

Zubereitung

Die Seifenflocken werden im Wasserbad geschmolzen. Ich habe für 30 kleine Seifen ca. 300 g Seifenflocken geschmolzen und etwa 25 Tropfen ätherische Öle hinzugegeben. Das ätherische Öl habe ich direkt in die flüssige Seifenmischung gegeben und gründlich verrührt.

Die Pralinenförmchen habe ich mit der Blütenmischung vorbereitet und dann das flüssige Gemisch in die Form gegossen – fertig.

Fantasiereise in der Martinszeit

Die Fantasiereise des Monats November ist ab sofort für Euch verfügbar – sie ist passend zur Martinszeit geschrieben.

Was, wenn man auf einmal gar nicht zusammen Lieder singen, Laternen basteln, Brezel und Punsch teilen darf? Meine Klasse kann aus bekannten aktuellen Gründen dieses Jahr in der Martinszeit nicht wie sonst zusammen sein. Morgens im Unterricht sind nur acht oder neun Kinder. Aber wir denken aneinander! Wir teilen gute Gedanken und Wünsche – und das feiern wir.

Gute Gedanken öffnen Schranken

Wir wollen aneinander denken und vor Ort wie auch im Homeschooling gibt es dazu eine Fantasiereise. Ich nehme meine Therapieklangschalen mit zur Schule, doch auch die Kinder im Homeschooling werden nicht leer ausgehen.

An die schönen Erinnerungen anknüpfen

Die Geschichte fiel mir vor ein paar Tagen ein und ich habe sie sofort aufgeschrieben. Sie heißt „Die Lichter Deiner Straße“ und führt durch eine vertraute Straße, in der es viele Lichter mit guten Gedanken und Wünschen gibt. Ebenso ist dort Raum, um selbst an liebe Menschen zu denken und mit Ihnen etwas Gutes zu teilen, das unsichtbar ist. In meinem Podcast „Märchen mit Klang“ ist die Fantasiereise als Bonusmaterial gekennzeichnet und kann dort angehört und genossen werden.

Wenn Du sie selbst durchführen oder nachlesen möchtest, ist sie zum kostenlosen Download hier hinterlegt. Ich wünsche eine schöne Martinszeit, eine gute Erholung und – immer positiv bleiben!

St. Martin – lauschen, spüren, klingen

Ein kleines Erinnerungsbild: Unsere selbst gebastelten Laternen in Klasse 1

Die erste Klasse in Musik zu unterrichten, ohne in der Martinszeit die beliebten Lieder zu singen und zu musizieren, erschien mir zunächst als eine größere Herausforderung. Doch glücklicherweise ließ die zündende Idee nicht lange auf sich warten: Klasse 1 erlebt nun die Geschichte mit ersten Bodypercussion-Übungen zur Aktivierung und körperlichen Wahrnehmung. Im zweiten Schritt werden wir dann verschiedene unkonventionelle Instrumente dazu kennen- und spielen lernen und natürlich passende Klänge finden.

Sich selbst spüren und lauschen, wie man selbst klingt – die Kleinen werden so wach und aufmerksam. Diese kleinen Übungen, bei denen man sich selbst spürt, haben aber auch noch weitere Vorteile:

  • Wer zuerst seinen eigenen Körper stimmt, lernt, sich etwas zuzutrauen
  • Das Kind entwickelt ein erstes Gefühl für Bodypercussion, bevor dann später die Rhythmusübungen beginnen
  • Wenn es sich selbst zum „Klingen“ gebracht hat, versteht es, dass auch Instrumente achtsam und mit Gefühl gespielt werden sollten.

Ich habe also die Martinsgeschichte mit eigenen Worten aufgeschrieben und diese kleinen Elemente des Körperklangs zum selber Spüren mit eingebunden. Auch für den späteren Einsatz mit den Klanginstrumenten habe ich meine Notizen und Vorschläge eingefügt.

Ich wünsche viel Freude mit dieser kleinen Übung!

Die Schöpfung als Kunstwerk

Über unsere künstlerische Arbeit zum Schuljahresbeginn und die Idee, mit sehr viel Kunst das Schuljahr zu beginnen. Das ist seelisches Erleben und außerdem war jetzt deutlich zu spüren: Es ist wieder richtig SCHULE

Die Kinder konnten sich 5 Monate nicht als ganze Klasse erleben

Was hat während der Zeit des Lockdowns gefehlt? Genau das, was kein Homeschooling der Welt jemals ersetzen kann: Das Miteinander, das gegenseitige Wahrnehmen und die besondere künstlerische Arbeit, die es so nur in der Schule gibt: Das Aquarellmalen nass-in-nass, das Weben, das gemeinsame Lauschen und Spielen von besonderen Klanginstrumenten. Dabei die anderen Kinder erleben, voneinander lernen, sich miteinander austauschen. Und gerade das künstlerische Element wirkt stark im Seelischen. Ein Kind lernt nicht vom Blatt oder Bildschirm – es ist die Begegnung, das Vorbild der lieben Lehrperson und die Gemeinschaft mit anderen Kindern, die das Lernen fördert.

Jeder Schöpfungstag durfte erklingen

Am ersten Unterrichtstag sprach die Klasse darüber, was eigentlich der Mensch alles durch sein Schaffen auf diese Welt gebracht hat. Die Kinder stellten sich eine Welt vor ohne die Dinge, die von Menschenhand entstanden sind. Es entwickelte sich ein sehr lebhaftes Unterrichtsgespräch darüber, wie es dann heute auf der Erde aussehen würde. Es fiel den Kindern gar nicht schwer, sich eine Natur ohne Bauwerke, Lärm und sonstigen künstlichen Dingen vorzustellen. Sie sahen die unberührte Natur gleich deutlich vor ihrem inneren Auge. Fast wie von selbst kam dann die Frage auf, wie denn die unberührte Welt mit den Pflanzen, Steinen und Tieren denn eigentlich entstanden sein konnte. So war das Unterrichtsgespräch auf den Urbeginn gelenkt. Davon wurde den Kindern dann erzählt und dies mit in die Nacht genommen.

Am zweiten Unterrichtstag ging es los mit der künstlerischen Arbeit. Die in den ersten Schuljahren gesammelten Klangerfahrungen halfen sehr. Die Finsternis sollte durch den Klang eines Gongs entstehen. Man war sich schnell einig, der Kupfergong sollte es sein und viele Kinder meldeten sich, um ihn einmal spielen zu dürfen. Dabei war man schon innerlich mit der Schöpfungsgeschichte verbunden: Obwohl der Umgang mit dem Instrument nicht durch bestimmte Vorgaben eingeschränkt war, spielte kein einziges Kind den doch recht imposanten Gong unangemessen laut oder lang. 

Das Tätigwerden der Engel Gottes wurde durch das Spiel von Koshi Klangspielen begleitet, Gottes Geist und Herz ertönte in Form der Herz-Klangschale. An diesem Unterrichtstag war ein guter Grundstein für die weitere gemeinsame Arbeit gelegt. Es wurde vom ersten Schöpfungstag erzählt und dieses innere Bild wieder mit durch die Nacht genommen.

So vertieften wir mit jedem Schöpfungstag mehr und mehr unsere Arbeit. Das klanglische Zusammenspiel entwickelte sich intuitiv und sehr harmonisch. Das Erlebnis des Einhörens, der Wechsel zwischen Stille und Klang, sorgte erkennbar für eine ruhige und ausgeglichene Stimmung in der Klasse. Die ungewöhnlichsten Instrumente waren im Einsatz: Neben den Klangschalen, dem Carillon von Choroi und den Koshi Klangspielen gab es eine Schale mit Steinchen, eine Klangschale voll Wasser, ein Muschelwindspiel, Schwingstäbe aus Bronze, ein Windspiel aus Nüssen, eine Primleier, verschiedene Rasseln, Glöckchen und mehr.

So wie in der täglichen Erzählung die Schöpfung immer reicher wurde, entwickelten sich auch die Klänge. Kein Tag der Schöpfungsgeschichte klang gleich – und doch war jedesmal zu hören, wie aus der geistigen Welt die finstere Welt mehr und mehr belebt wurde. Bereits nach wenigen Unterrichtstagen war dann zu beobachten, dass die Kinder ein sehr feines Empfinden dafür hatten, welches Instrument wann besonders passend erklingen konnte. Und man begann außerdem, „seinen“ Klang zu finden. Der Klang, der für einen selbst besonders wirksam war.

Nachdem wir dann die sechs Schöpfungstage gemeinsam zum Erklingen brachten, wiederholten wir dies an den folgenden Tagen. Mit den Tieren kam Gott dem Menschen schon sehr nah und alles, was Gott bis dahin erschaffen hatte, fand sich auch im Menschen wieder. Jetzt war es an der Zeit, den „Menschen“ in seiner Vielfalt erklingen zu lassen. Dabei aufeinander zu hören und selbst zu empfinden, wann ein Klang an der Reihe ist, entwickelte sich zu einer wahren Hörkunst. Stille zuzulassen. Während anfangs nur sehr zaghaft einzelne Instrumente erklungen waren, kam es zunehmend auch zu einem Zusammenspiel, das aber durchgehend angenehm zu hören war. Wie die Kinder mit der Zeit Klänge sehr passend miteinander kombinierten, überraschte und faszinierte gleichermaßen. So waren die Fische im Wasser ein Zusammenspiel aus einer kleinen Klangschale und der Wasserschale. Und dann kann es nicht verwundern, dass am Ende der Mensch auch klanglich aus allem zusammengewebt war und die Kinder dies so darstellten. 

Aquarellmalen

Auch die Aquarellbilder wurden immer reicher. Wir begannen mit dunklen Blautönen, dann kamen erst Gelb (Licht) und Rot (Feuer) dazu. Die unterschiedlichsten Tiere wurden mit Wachsmalstiften vorgemalt und als das „Paradies“ am Ende aquarelliert wurde, erhielt jedes Kind die drei Grundfarben und mischte für sein Bild passend die Vielfalt der Farben.

So hatte jedes Kind einen künstlerischen Zugang über das Hören, Farberleben und die eigene Selbstwirksamkeit.

Ein Auge Gottes am Ende der Epoche

Die Kinder haben gelernt, dass der Mensch nach der Vertreibung aus dem Paradies auf Erden selbst tätig werden musste. Und dass die Nähe zu Gott immer wieder durch Kunstwerke gesucht und gefunden wurde. Das „Auge Gottes“, ein Brauch südamerikanischer Urvölker (gefunden in der Zeitschrift „Vorhang auf“), ihren Kindern ein Symbol des göttlichen Schutzes mit auf den Weg zu geben, wurde am letzten Epochentag gebastelt. Dazu legt man zwei Holzstäbchen über kreuz und verwebt drum herum bunte Wollstücke. Die Enden der vier Holzspieße wurden mit Knetwachs in den Farben der vier Elemente modelliert.

Menschenkundlicher Hintergrund

Beim Übergang vom 9. zum 10. Lebensjahr geschieht bekanntlich bei den Kindern mit dem Rubikon ein weiterer Entwicklungsschritt, bei dem sie sich plötzlich nicht mehr inmitten ihrer Umwelt empfinden und eng mit ihr verwoben sind. Die Nachahmungskräfte des ersten Jahrsiebts bilden sich zurück. Die Kinder beginnen in diesem Zuge, die Welt um sich herum von nun an äußerlich, objektiv zu betrachten. Häufig wird dieser Schritt als endgültiger Verlust des vorherigen „Paradieszustands“ bezeichnet – was für eine Parallele zur Schöpfungsgeschichte.

Die Kinder werden also vom Nachahmer zum Selbstaktiven. Dem natürlichen Drang der Nachahmung folgen jetzt andere Kräfte, die eigene Wahl- und Entscheidungsfreiheiten ermöglichen.

Und so war es für die dritte Klasse ein guter Zeitpunkt, auch ihre bisherigen Klangerfahrungen in selbstwirksame, selbstbestimmte Klangerlebnisse umzuwandeln. Die Farben selbst zu mischen. Das Auge Gottes selbst zu gestalten. Wir werden tätig. Wir packen an. Der Auftakt ist gemacht.

Johanni Ideen

Sommerferien, lange Tage, kurze Nächte. In diese wunderbare Stimmung fällt das Johannifest.

Das Johannifest im Jahreslauf

Über das ganze Jahr hinweg gibt es in jeder Jahreszeit ein schönes Fest, das man feiern kann. So begrüßen wir die dunkle Jahreszeit im Herbst mit dem Michaelifest an St. Michael, an dem wir uns mutig wie der heilige Michael zeigen. Im Winter steht das Weihnachtsfest, die Geburt Jesu, im Mittelpunkt und im Frühling ist Auferstehung mit dem Osterfest und dem Aufwachen der Natur ein schönes Fest, das Kinder lieben. Im Sommer, am 24. Juni, wird bei uns Johanni gefeiert. Es ist der Geburtstag von Johannes dem Täufer und gleichzeitig steht es im Jahreslauf genau dem Weihnachtsfest gegenüber. Das ist ein schönes Sommerfest, wenn draußen alles bunt blüht!

Der Johanni Spruch

Es gibt natürlich mehr als einen Spruch. Mir persönlich gefällt dieser Spruch hier am besten. Leider weiß ich nicht, wer ihn gedichtet hat. Sollte mir jemand weiterhelfen können, verweise ich sehr gern auf die richtige Quelle:

Wir öffnen die Herzen,
wir heben die Hände,
wir grüßen des Jahres
fruchtbringende Wende.
Wir grüßen des Lichtes
gesegneten Lauf.

Sonnenwendfeuer,
flamm´ auf, flamm´ auf!

Die Wunschblume

Die Kinder haben verschiedenste bunte Blumen mitgebracht und am Ende des Schultages durften sie sich ein kleines Sträußchen mitnehmen, das mit einem Wunsch bedacht wurde. Das Sträußchen wird getrocknet und aufgehängt, so dass es das Kind über die ganzen Sommerferien mit dem Wunsch begleiten kann.

Am letzten Schultag vor den Ferien haben die Kinder meiner Klasse viele schöne Blumen aus dem Garten und Feldern mitgebracht, so dass wir einen tollen bunten Strauß bekommen haben.

Das Feuerglas

Viele Johannibräuche sind auch mit der Sommersonnenwende verknüpft, insbesondere das Feuer. Als Vorbereitung für den schönen Sommertag – oder auch Sommerabend – kann man mit Kindern auch ein „Feuerglas basteln“ und dekorieren.

Die „Feuerstelle“ mit einfachen Steinen drum herum.

Für meine Klasse muss in diesem Jahr das geplante Johannifest in der Schule leider ausfallen, wir haben aber die kleinen Feuergläser gebastelt, um am Johannitag bei Kerzenschein aneinander zu denken. Für die Feuergläser benötigt man jeweils 1 altes Glas, etwas gelbes, orangenes, rotes oder braunes Transparentpapier, 1 Klebestift, 1 Schere, 1 Teelicht. Wie es geht, zeige ich im Video. Besonders schön wird es, wenn die Kinder am Johannitag noch Naturmaterialien wie Steine, Zweige, Moos usw. suchen und um das Glas herum eine „Feuerstelle“ dekorieren.

Beeren Tarte und Stockbrot

Vielleicht gibt es in der einen oder anderen Familie auch ein kleines Lagerfeuer mit Stockbrot oder schon nachmittags Johannisbeerentorte. So kann man gemütlich beisammen sitzen und den langen Sommerabend genießen.

Am besten frisch gepflückt, doch gefrorene Beeren kann man genau so gut verwenden.
Fertig ist die Johanni Tarte!

Mein Lieblings Stockbrot-Rezept geht auch ganz schnell. Man nehme:

  • 400 g Dinkelmehl 630
  • 2 TL Kräutersalz
  • 1 Würfel Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 3 EL Olivenöl kaltgepresst
  • 230 ml lauwarmes Wasser

Die Zutaten werden zu einem Teig verkneten, der anschließend 30 Minuten lang ruht. Danach formt man ca. 20 cm lange Rollen, die wiederum 10 – 15 Minuten lang ruhen. Anschließend kann man die Rollen um einen Stock wickeln und am Lagerfeuer backen. Dazu passt ganz wunderbar Bärlauchbutter.

Ich wünsche einen schönen Johanni-Abend!

Schere, Stein, Papier mal anders

Neue Varianten eines Fingerspielklassikers in 3 Schritten

Wir kennen es alle – Schere, Stein, Papier. Manch einen hat es schon die eine oder andere langweilige Autofahrt gerettet. Doch irgendwann ist auch hier die Luft raus. Etwas Neues muss her. Eine Variante tut es aber auch. Damit keine Langeweile aufkommt, sind Phantasie und Kreativität gefragt. Denken wir uns als erstes eine Geschichte aus.

Schritt 1: Eine Geschichte gemeinsam ausdenken…

Meine Idee war: Der Wettlauf der Tiere. Drei sehr unterschiedliche Tiere wollen einen Wettlauf machen. Der Größte gewinnt sowieso? Wohl kaum! Aber erst einmal alles von Anfang an. Der kleine Hase hat eines Tages große Langeweile. Er hat einfach keine Lust mehr, mit den anderen Hasen durch die Wiesen und Büsche zu hüpfen. Er möchte gern etwas Neues, Aufregendes erleben. Da fällt ihm ein, dass er ja der wahrscheinlich beste Läufer – oder eher Hüpfer – weit und breit ist und das möchte er auch anderen Tieren unter Beweis stellen. So fordert er die kleine Spinne heraus, die sich immer vom Apfelbaum abseilt. Diese freut sich auch auf etwas Abwechslung und hält sich mit ihren 6 Beinen ohnehin für eine klasse Läuferin. Außerdem erinnert sich der Hase an die gemütliche, freundliche Schnecke, die der täglich beim Hoppelspiel mit den anderen Hasen überholt. Auch sie wird zu diesem besonderen Wettlauf der Tiere eingeladen. Der kleine Hase ist siegessicher. Aber weit gefehlt: Beim Wettlauf kann er wohl die Spinne überholen, doch er rutscht gehörig auf der Schleimspur der Schnecke aus. Aber auch die Schnecke kann nicht gewinnen – sie ist so langsam, dass die Spinne sie sogar mit einem Netz einfängt. Und so kann das Fingerspiel beginnen….

Schritt 2: Drei Handzeichen für Hase, Spinne und Schnecke

Man überlegt sich, wie der Hase als schnelles Handzeichen – wie bei Schere, Stein, Papier – wohl aussehen könnte. Gar nicht so schwer…Gleiches gilt natürlich auch für Spinne und Schnecke. Es geht los:

  • Spinne und Schnecke: Spinne wickelt Schnecke ein
  • Spinne und Hase: Hase überholt Spinne
  • Hase und Schnecke: Hase rutscht auf Schleimspur aus

Schritt 3: Spielen, spielen, spielen – ohne Spielzeug!

Kinder lieben es, ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen zu können. Mit so einfachen Mitteln kann ein Spiel viele Varianten haben und unendlich weiter gespielt werden. Dabei muss man nicht immer ganz von vorn anfangen und sich neue Protagonisten ausdenken. So kann man die Geschichte mit den Dreien auch mal ganz anders erzählen: Spinne überholt Hase, klebt aber plötzlich auf Schleimspur fest, weil….. ja warum eigentlich? Vielleicht hat unsere Schnecke in der Zwischenzeit ein geheimes Schneckenschleimrezept entdeckt, um das Rennen doch noch für sich zu entscheiden. Da gibt es so viele tolle Möglichkeiten, man kann sich viele lustige Dinge erzählen und verbringt eine schöne Spielezeit ganz ohne Spielzeug. Ich wünsche viel Spaß dabei!

Schneckenbänderliebe

Schöne, vielseitige Schneckenbänder sind ein wunderbares Spielzeug: Eine Anleitung gibt es bei Sandra. Häkeln kann man sie als Zweitklässler schon selbst!

Allseits beliebt sind Schneckenbänder.

Schulkinder können beim Ein- und Ausrollen das „Gespräch einer Schnecke mit sich selber“ von Christian Morgenstern sprechen.

Gespräch einer Haus-Schnecke mit sich selber

Soll i aus meim Hause raus? 
Soll i aus meim Hause nit raus? 
Einen Schritt raus? 
Lieber nit raus?
Hause nit raus –
Hauseraus
Hausenitraus
Hausenaus
Rauserauserauserause … 

Chr. Morgenstern

Ist das Schneckenband erst einmal ausgerollt, lassen sich viele schöne Dinge damit machen. Hier nur 5 Ideen, Kinder kommen von selbst auf so viel mehr.

  • im freien Spiel: Pferdeleine, Haustür, Murmelspielfeld, Stirnband oder Hundeschwanz beim Verkleiden und so viel mehr.
  • „Montagsmaler“ spielen, indem man Bilder legt.
  • Hilfe beim Formenzeichnen: Die Form zuerst mit dem Schneckenband legen, dann mit dem Finger immer wieder abfahren und schließlich malen.
  • Spiegelspiel für mindestens 2 Spieler: Das Band wird zum Spiegel, ein Kind stellt sich vor den Spiegel, das andere Kind ist das Spiegelbild
  • Start oder Ziellinie beim selbst gebauten Parcours

Viel Spaß mit den unzähligen Möglichkeiten des Schneckenbands!