Gastbeitrag: Warum Kinder die Welt mit den Händen begreifen – und wir ihnen dafür mehr Raum geben können.

Ein Gastbeitrag von Gabriella (Zauberer Sandolin) Kinder wollen nicht nur sehen, hören und erklärt bekommen. Sie wollen anfassen, ausprobieren, spüren und mit dem ganzen Körper erleben. Gerade im Alltag, zwischen Terminen, Ordnung und dem Wunsch nach etwas weniger Chaos, vergessen wir manchmal, wie wichtig diese unmittelbaren Sinneserfahrungen für Kinder sind.

Kinderhände sind eigentlich ständig unterwegs. Sie fahren über Baumrinde, kneten Teig, graben im Sand, sammeln Steine, prüfen Blätter, drücken Knete, matschen mit Wasser oder streichen über Stoffe, die sich interessant anfühlen. Manchmal passiert das ganz nebenbei. Manchmal genau dann, wenn wir Erwachsenen eigentlich weiter möchten.

„Komm jetzt bitte“, sagen wir dann. Oder: „Fass das nicht an.“ Oder auch: „Nein, das macht nur Dreck.“ Und natürlich ist das alles verständlich.

Der Alltag mit Kindern ist nicht immer ein stilles Naturpädagogik-Seminar mit warmem Tee im Hintergrund.

Manchmal ist es einfach Montagmorgen, die Jacke fehlt, der Bus kommt gleich und das Kind steht versunken vor einer Pfütze, als hätte es gerade ein neues Weltwunder entdeckt. Wahrscheinlich hat es das sogar. Nur eben aus seiner Perspektive.

Mit den Händen denken

Das Wort „begreifen“ gefällt mir in diesem Zusammenhang sehr. Wir benutzen es, wenn wir etwas wirklich verstanden haben. Bei Kindern beginnt dieses Begreifen oft ganz wörtlich: Sie nehmen die Welt in die Hand.

Ein Kind, das Sand durch die Finger rieseln lässt, beschäftigt sich nicht nur irgendwie. Es erfährt etwas über Menge, Gewicht, Widerstand und Veränderung. Ein Kind, das Wasser umfüllt, lernt nicht nur, dass danach der Badezimmerboden nass sein kann. Es erlebt, wie Flüssigkeit fließt, wie ein Gefäß voll wird, wann etwas überläuft und wie sich die eigene Bewegung auf das Ergebnis auswirkt.

Das klingt jetzt vielleicht größer, als es im Moment selbst wirkt. Denn im Alltag sieht es eben oft nicht nach Lernen aus. Es sieht nach Kleckern aus. Nach Verzögerung. Nach „Muss das jetzt sein?“

Aber ja, manchmal muss es vielleicht genau jetzt sein.

Kinder lernen nicht nur über Sprache. Sie lernen über ihren Körper, über Wiederholung, über Versuch und Irrtum. Gerade in den ersten Lebensjahren ist der Tastsinn ein wichtiger Zugang zur Welt. Was weich ist, was hart ist, was kalt ist, was klebt, was nachgibt, was sich formen lässt, all das wird nicht durch Erklärungen wirklich erfahrbar, sondern durch Erleben.

Warum einfache Dinge oft so lange spannend bleiben

Viele Eltern kennen diesen etwas ernüchternden Moment: Man hat ein schönes Spielzeug ausgesucht, vielleicht sogar etwas Pädagogisches, Holz natürlich, hübsch, sinnvoll, und das Kind interessiert sich am Ende mehr für den Karton, den Löffel oder den Reißverschluss an der Tasche.

Das hat nichts mit Undankbarkeit zu tun. Es ist oft schlicht kindliche Neugier.

Einfache Dinge lassen mehr offen. Ein Stock kann alles sein. Ein Tuch kann verschwinden lassen, wärmen, verbinden, eine Höhle bauen oder einfach nur durch die Luft fliegen. Sand kann rieseln, kleben, formen, zerfallen. Wasser kann beruhigen, überraschen, daneben gehen.

Kinder brauchen nicht immer fertige Funktionen. Manchmal brauchen sie Material, das nicht sofort vorgibt, was daraus werden soll.

Gerade offene Materialien laden dazu ein, dranzubleiben. Nicht, weil sie besonders spektakulär sind, sondern weil Kinder selbst etwas mit ihnen machen können. Sie dürfen ausprobieren, verändern, wiederholen. Und Wiederholung ist bei Kindern kein Zeichen von Langeweile. Sie ist oft ein Zeichen dafür, dass gerade etwas verstanden werden will.

Manchmal greifen wir zu schnell ein

Ich glaube, viele Erwachsene greifen nicht ein, weil sie Kindern Erfahrungen verwehren wollen. Sie greifen ein, weil der Tag voll ist. Weil es schon wieder spät ist. Weil niemand Lust hat, noch mehr aufzuwischen. Weil es anstrengend ist, immer die Person zu sein, die am Ende mit dem Lappen dasteht.

Das darf man ruhig ehrlich sagen.

Trotzdem lohnt sich manchmal dieser kleine Moment vor dem Eingreifen. Nicht als weiterer Anspruch an Eltern, bitte noch geduldiger, noch achtsamer, noch pädagogisch wertvoller zu sein. Davon gibt es ohnehin genug. Eher als kurze innere Nachfrage: Ist das gerade wirklich ein Problem? Oder ist es vor allem unbequem?

Es gibt einen Unterschied zwischen gefährlich, respektlos, zerstörerisch und einfach nur unordentlich. Im Alltag verschwimmt das manchmal. Dann wird aus einem Kind, das ausprobiert, schnell ein Kind, das „schon wieder Quatsch macht“.

Dabei steckt hinter vielen dieser Situationen keine Absicht gegen uns, sondern ein Impuls zur Welt hin.

Sinneserfahrung als Sinnesbegegnung

Wenn Kinder fühlen, erfahren sie nicht nur etwas über Dinge. Sie erfahren auch etwas über sich selbst: Was mag ich? Was ist mir zu viel? Was fühlt sich angenehm an? Was möchte ich lieber nicht berühren? Wie stark muss ich drücken, damit etwas nachgibt? Wie vorsichtig muss ich sein, damit etwas nicht zerbricht?

Das alles sind kleine Übungen in Wahrnehmung und Selbstregulation.

Ein Kind, das merkt, dass ihm bestimmtes Material unangenehm ist, lernt etwas über seine Grenzen.

Ein Kind, das sich in eine Tätigkeit vertieft, erlebt Konzentration. Ein Kind, das immer wieder ausprobiert, wie etwas funktioniert, erlebt Selbstwirksamkeit.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum manche Kinder bei solchen Tätigkeiten so ruhig werden. Nicht immer natürlich. Manchmal wird es auch laut, nass und klebrig. Aber es gibt diese Momente, in denen ein Kind plötzlich ganz bei sich ist. Beim Kneten. Beim Graben. Beim Umfüllen. Beim Sortieren von Steinen, die für Erwachsene alle gleich aussehen.

Solche Momente sind unscheinbar, aber nicht beliebig.

Mehr Raum heißt nicht grenzenlos

Natürlich bedeutet das nicht, dass Kinder alles anfassen, ausschütten oder auseinandernehmen dürfen. Ein Familienalltag braucht Grenzen. Auch Erwachsene haben Grenzen. Und nicht jeder Tag eignet sich für Experimente mit Mehl, Wasser und guter Laune.

Mehr Raum für Sinneserfahrungen heißt nicht, dass alles erlaubt sein muss. Es kann auch heißen, bewusst kleine Gelegenheiten zu schaffen, in denen Ausprobieren möglich ist.

Ein Tablett mit Sand oder Knete. Eine Schüssel mit Wasser auf einem Handtuch. Beim Backen ein kleines Stück Teig zum eigenen Kneten. Draußen fünf Minuten mehr für Steine, Stöcke und Blätter. Kleidung, die schmutzig werden darf. Eine Ecke, in der nicht alles sofort wieder ordentlich sein muss.

Oft braucht es gar nicht viel. Nur ein bisschen weniger Eile. Und manchmal die Entscheidung, eine ungefährliche Sauerei auszuhalten, weil sie für das Kind gerade mehr ist als eine Sauerei.

Vielleicht auch ein Blick auf uns selbst

Mich berührt an diesem Thema auch, dass Kinder uns daran erinnern, wie sehr wir Erwachsenen uns vom unmittelbaren Erleben entfernt haben. Wir wissen viel, planen viel, erklären viel. Aber wir fühlen oft wenig wirklich nach.

Kinder bleiben stehen. Sie prüfen. Sie staunen. Sie nehmen Dinge ernst, die wir übersehen.

Vielleicht nervt uns das manchmal nicht nur, weil es Zeit kostet. Vielleicht auch, weil es unser Tempo unterbricht. Weil Kinder nicht einfach mitlaufen in unserer erwachsenen Effizienz.

Und vielleicht ist genau das manchmal heilsam, auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt.

Die Welt darf berührt werden

Kinder brauchen keine perfekt vorbereitete Kindheit. Sie brauchen keine ständige Förderung und nicht jeden Nachmittag ein besonderes Angebot. Vieles, was sie brauchen, liegt längst im Alltag. Erde, Wasser, Teig, Stoff, Holz, Sand, Blätter, Steine, Wärme, Kälte, Widerstand, Bewegung.

Sie brauchen Erwachsene, die nicht immer alles sofort erklären, verbessern oder beenden. Erwachsene, die manchmal aushalten, dass Lernen nicht ordentlich aussieht. Dass Entwicklung nicht immer leise passiert. Dass Begreifen manchmal klebrige Finger macht.

Vielleicht dürfen Kinder die Welt wieder etwas öfter anfassen, bevor sie erklärt bekommen, wie sie funktioniert.

Und vielleicht dürfen wir ihnen dafür ein bisschen mehr Raum lassen. Nicht immer. Nicht grenzenlos. Aber öfter, als es im schnellen Alltag manchmal passiert.

Ganz herzlichen Dank an Gabrielle! Verlinkung ohne Gegenleistung

Der Mosaikfisch als Lernmaterial: Farbspektrum und Auge-Hand-Koordination

Sehr sehr gern setze ich Montessori-Material ein. Mit dieser kleinen Reihe stelle ich Euch einige der Materialien vor, die ich auch in der Schule verwende. Den Anfang macht der wunderbare Mosaikfisch.

Die Schuppen des Fisches sind kleine farbige Rauten, die ein kleines Puzzle bilden. Wozu ist das gut?

Schritt 1: Erst einmal den Fisch bunt gestalten

Hier werden spielerisch die Auge-Hand-Koordination, die Feinmotorik sowie Konzentration geübt. Es geht erst einmal darum, den Fisch überhaupt zu gestalten und die Teile zu legen. Bereits Kinder ab etwa 3 Jahren lieben es, dem Fischi ein eigenes Aussehen zu geben!

Schritt 2: Genauer hinsehen

Es gibt mehr farbige Schuppen, als in den Fisch passen – und das aus gutem Grund: Die einzelnen Farben sind in ihrer Intensität verschieden. Das Farbspektrum umfasst verschiedene Blau- und Rottöne. Dazu schwarz (in Abgrenzung zu dunkelblau) und grün (in Abgrenzung zu mittelblau). Man muss also genau hinsehen und Kinder nehmen so die verschiedenen Farbabstufungen wahr, lernen sie zu benennen.

Schritt 3: Optische Differenzierung

Wer schreiben und lesen lernen möchte, schult nicht nur die Auge-Hand-Koordination, sondern auch auch die optische Differenzierung. Hierzu gibt es Kärtchen mit vorgegebenem „Schuppenmuster“. Nun gilt es, die farbigen Puzzleteile so anzuordnen, dass der Fisch am Ende genau so aussieht wie auf dem gewünschten Kärtchen. Das Kärtchen ist also das Passfoto oder Spiegelbild. Was nach einer kleinen Sache aussieht, ist in Wirklichkeit eine große Transferleistung und der Weg zum nächsten Meilenstein.

Bei meinem Kooperationspartner Montessori Lernwelten könnt Ihr den Fisch bestellen und gleichzeitig mit Eurem Einkauf den Betrieb meines Blogs unterstützen.

Die erste Zeit im neuen Schuljahr: Von Ferienerlebnissen und anderen Erzählrunden

Mein beliebtester Beitrag im Blog ist dieser hier: Ferienausklang in der Schule – drei kreative Spiele für spannende Erzählrunden. So findet man einen guten Wiedereinstieg nach der längeren Pause. Und damit es danach bestmöglich weitergehen kann, darf ich Euch endlich mein neues, praktisches Helferlein präsentieren: Sprechen und Zuhören im Erzählkreis, mein bereits drittes Werk mit dem Don Bosco Verlag und ganz frisch erschienen.

Hier geht es nicht nur um Erzählanlässe, das Zuhören und die Erweiterung des Wortschatzes der Kinder. Im Schulalltag braucht es gute Gewohnheiten und eine positive Kommunikation miteinander, die letztendlich die ganze Klassengemeinschaft stärkt. Auch mein Lieblingsthema darf natürlich nicht fehlen: Kindern einen Raum für Gott und die Welt zu geben, sie philosophieren zu lassen.

Die Karten hat man auch im Eifer des Gefechts sehr schnell griffbereit. Ich bin gespannt, wie Euch die praktischen Karten gefallen! Schreibt mir gern, ich freue mich.

Wenn Du über meinen Thalia-Link bestellst, unterstützt Du automatischen meinen Blog und die Podcast-Projekte, der trotz Technik- und Serverkosten, Domains usw. werbefrei sind und bleiben.

Noch mehr Klangschalenliebe: Neue Bildkarten und ein Kurs

Mit ganz viel Liebe geschrieben und endlich ganz echt in Händen zu halten ist mein neues Kartenset „30 Klang-Yoga-Bildkarten – Körperwahrnehmung und Selbstvertrauen mit Kinderyoga„. Es ist eine sehr schöne und passende Ergänzung zu den „30 Klangschalenspielen für Entspannung und Körperwahrnehmung.„

Passend dazu habe ich mir überlegt, dass ich für alle Klangschalen-Starter unter Euch einen kleinen online Kurs anbiete, bei dem Ihr Schritt für Schritt in die Welt der Klangschalen für Euch selbst und natürlich auch Eure Lieben eintauchen könnt. An jeweils drei Terminen erfahrt Ihr alles Wissenswerte und könnt Eure Fragen stellen. Da wir uns dreimal online Treffen, kann auch schon ein erster Erfahrungsaustausch stattfinden. Hier geht`s zur kleinen Kurswelt.

Ich hoffe, Euch gefällt dieses kleine Angebot und natürlich auch die Bildkarten 🙂

Zeit statt Zeug im Advent

Es ist der erste Dezember. Die Kinder haben zu Hause das erste Törchen ihres Adventskalender geöffnet… Oder? In der Schule lässt sich heraushören, dass es durchaus auch manchmal mehr als ein einziges Törchen ist. Inzwischen scheint es keine Seltenheit mehr zu sein, dass sich zu Hause gleich mehrere Kalender nebeneinander reihen oder für die Kinder an verschiedenen Orten, bei verschiedenen Menschen, Kalender bereitstehen.

Ideen, wie man weniger konsumiert und dabei mehr schenkt

Ich mag sehr die Aktion Zeit statt Zeug (unbeauftragte Werbung). Hier finden sich tolle Ideen, gerade jetzt zur Weihnachtszeit. Ideen, die mir besonders gut gefallen:

  • anstatt einen Welpen zu verschenken, regelmäßig mit einem Hund aus dem Tierheim Gassi gehen.
  • gemeinsam Blumen pflanzen, anstatt im Blumengeschäft einen teuren Strauß zu kaufen.
  • Vorlesezeit statt Buch verschenken
  • Kochabend statt Kochbuch

Der immerwährende Zeit-Adventskalender

Dies sind 24 Karten mit verschiedenen Inspirationen und Ideen, wie man die Dezembertage bis Weihnachten liebevoll füllt. Geschrieben hat „Unser Advent“ meine liebe Schwester Dr. Daniela Heidtmann (daher eine Herzempfehlung + Affiliate Link).

Von Bastelideen über Streichelspiele bis hin zu kleinen Meditation ist alles dabei, was die Adventstage entschleunigt und das Herz erwärmt. Es ist für Kinder ab 3 Jahren geeignet.

Wenn man von der Nummerierung der Karten absieht, finden sich hier tolle kleine Rituale und Ideen für den ganzen Winter mit vielen langen Nachmittagen.

Klangroutine: Bewegung zwischendurch

Ein kleines, einfaches Bewegungsspiel vor der Arbeitsphase? Ja, gerne! Im bewegten Klassenzimmer geht es besonders unkompliziert. Man braucht dazu nur die Bänkchen und ein pentatonisches Glockenspiel. Routine Nr. 2 #10tage10klangroutinen

Auf geht`s

Die Kinder stehen vor ihren Bänkchen und hören zu, wo sie hingehen sollen:

  • hinter das Bänkchen
  • auf das Bänkchen
  • rechts neben das Bänkchen
  • links neben das Bänkchen
  • unter das Bänkchen

Dann werden die sieben Töne gespielt. Mit dem letzten Ton sollen alle Kinder an dem vorgesehenen Platz sein.

Im besten Fall wählt ein Kind den nächsten Ort aus, spielt eigenständig das Glockenspiel und reicht es an das nächste Kind weiter.

Stufe 2

zu den verschiedenen Orten kommen noch Varianten wie:

  • sitzen
  • stehen
  • liegen
  • hocken
  • knien
  • auf einem Bein …..

Was bringt die Übung?

  • das Glockenspiel lässt das Zeitfenster wahrnehmen
  • die Bewegungsabläufe schulen die Orientierung im Raum
  • In der schülerzentrierten Variante wird die Selbstwirksamkeit gefördert
  • und natürlich Koordination, Aufmerksamkeit sowie aktives Zuhören.

Und wenn ich nur ein diatonisches Glockenspiel habe?

Dann entferne einfach die Klangplatten der Töne c und f.

Ich wünsche viel Freude mit dem kleinen Bewegungs-Snack!

Ich betreibe diesen Blog für Euch werbefrei und auf eigene Kosten. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr über meine Shop-Links einkauft oder bei Thalia sogar Klassensätze bestellt, denn teilweise bekomme ich eine Provision, die ein Teil der Kosten deckt. Vielen Dank!

Klangroutine: Zur Ruhe führen

Man kennt es: Gerade nach Pausen ist die Klasse noch miteinander beschäftigt und betritt ausgelassen den Raum . Die Lautstärke beim Ankommen ist oft richtig hoch. Wer da halbherzig hineinruft oder kraftvoll auf die Klangschale schlägt, um sich „Gehör zu verschaffen“, muss sich nicht nur unnötig anstrengen, der Stresspegel steigt schon spürbar zu Stundenbeginn. Hier hilft das Gegenteil.

Wer`s hört, wird leis´

Lautstärke begegnen wir am besten mit ganz leisen Klängen und Präsenz im Raum. So nimmt man alle Kinder wahr und um die leisen Klänge gut hören zu können, muss nunmal gelauscht werden. Während Du also aufmerksam mit Deiner Klangschale herumgehst und sie bedächtig anschlägst, schaust Du Dich um, wer Dir schon Gehör schenkt (es ist besser, Gehör geschenkt zu bekommen, als es „sich zu verschaffen“, oder?)

Dieses Kind darf als nächstes herumgehen, leise spielen und auch die Klangschale weitergeben an aufmerksam Zuhörende.

Die Ruhe stellt sich von ganz allein ein

Du brauchst also lediglich Gelassenheit, Präsenz und eine Klangschale – schon ist Dein erstes Klangritual angelegt. Bereits am zweiten Tag freuen sich schon die ersten Anwärter:innen auf die Klangschale.

#10Tage10Klangroutinen

Sehr gern weise ich an dieser Stelle hin auf das von mir als Autorin verfasste Kartenset
„30 Klangschalenspiele für Entspannung und Körperwahrnehmung“, erschienen 2o22 im Don Bosco Verlag.

Freude an Klängen und Spiel

Übungen und kleine Routinen mit Klang zu versehen, kann den Alltag mit Kindern wirklich bereichern – sowohl in der Schule, als auch zu Hause. Ich möchte in den nächsten Tage zehn Spiele und Übungen vorstellen, bei denen man mit kleinen Mitteln für viel Freude sorgt.

Ihr werdet überrascht sein, wie einfach die Dinge sein können. Gerade die Übergänge zwischen den verschiedenen Unterrichts- oder Tagesphasen lassen sich so gut und sinnvoll nutzen.

In den nächsten Tagen lernt Ihr kennen:

  • Was die Füße mit der Konzentration zu tun haben
  • Dass man Lautstärke nicht durch Lautstärke zur Ruhe führt (eigentlich kein Aha-Erlebnis)
  • Wie man überall ein bisschen Klang und ein bisschen Bewegung einstreut, was das Miteinander entspannt und die Konzentration fördert.

Mit von der Partie sind

  • Die Klangschale
  • Das pentatonische Glockenspiel
  • Das selfmade-Miniglöckchen
  • Die kleine Kalimba
  • Die Klangkugel
  • Die Djembé
  • Die Zimbeln

10 Tage lang jeden Tag eine kleine spielerische Übung

(Hier wird am Ende ein YouTube-Zusammenschnitt eingefügt.)

Ich betreibe diesen Blog für Euch werbefrei und auf eigene Kosten. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr über meine Shop-Links einkauft oder bei Thalia sogar Klassensätze bestellt, denn teilweise bekomme ich eine Provision, die ein Teil der Kosten deckt. Vielen Dank!

Ein Jahr Klangschalenspiele

Vor einem Jahr sind meine „30 Klangschalenspiele für Entspannung und Körperwahrnehmung“ beim Don Bosco Verlag erschienen. Die verschiedenen Übungen sind aus der praktischen Arbeit heraus entstanden und erfreuen sich inzwischen nicht nur in „meinen“ Kindergruppen großer Beliebtheit. Ein kleiner, freudiger Rückblick.

Ende Juli 2022

Da lag das Kartenset vor mir. Nach Monaten einer sehr unkomplizierten und einfach sehr stimmigen Zusammenarbeit mit meiner Lektorin sowie der Illustratorin waren die Freude riesig und die Anspannung groß: Wie wird das Kartenset bei den Nutzer:innen ankommen?

Mein Blogbeitrag zum Verkaufsstart des Kartensets auf dem Blog von Don Bosco findet Ihr übrigens hier:

Kinder und Klänge

Herbst / Winter 2022

Absolutes Herbst-Highlight war für mich, dass es das Kartenset in die Top Ten des Herbstprogramms beim Don Bosco Verlag geschafft hatte.
Im Adventskalender des Verlages wurde eine Übung aus dem Set präsentiert.

Frühling 2023

Die erste Auflage ist bereits vergriffen, am 2. Mai ist die zweite Auflage erschienen. Wieder große Freude!

Sommer 2023

Happy Birthday, liebe Klangschalenspiele, und ein riesengroßes Dankeschön an das liebe Team des Bon Bosco Verlages für die wunderbare Zusammenarbeit. Eine Rezension:

5,0 von 5 Sternen Tolle Karten am 23. Februar 2023

Ich habe die Karten gekauft und bin begeistert. Gut beschrieben und tolle Spiele. Die Kinder sind begeistert, setze es auch bei Menschen mit Behinderungen ein.

Quelle: Amazon

Fortsetzung folgt….

Hier noch ein achtsames Klangschalenspiel für Euch: Zaubersterne, Zauberblumen.

Lernen durch Spiel, Lernen in Bewegung

Ein Spiel geht immer – auch noch in der Sekundarstufe. Gemeinsames Spiel lockert auf, sorgt für eine gute Lernatmosphäre und schult mit Freude die sozialen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder. Besonders in Fächern, die mitunter auch sehr anstrengend sind – wie Mathematik – , ist ein spielerischer Zugang weniger stressvoll und damit stets willkommen.

Probleme lösen, Freiheit erfahren, selbstbewusst werden

Beim Spielen lernen Kinder, Probleme zu lösen, Konflikte zu bewältigen und ihre Kreativität zu entfalten – mit ein bisschen Fantasie lassen sich für alle Fächer kleine Spiele zum Stundeneinstieg kreieren. In meiner Klasse bringe ich nicht unbedingt ein fertiges, ausgeklügeltes Regelwerk mit, sondern gebe den Kindern auch die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen einzubringen. Wie oft entsteht so ein richtig ausgeklügeltes, pffifiges System! Und eine solche spielerische Freiheit fördert zudem die Selbstwirksamkeit, Selbstständigkeit und damit auch das Selbstbewusstsein.

Spielen ist ein Lernprozess

Kinder lernen also durch Spiel auf verschiedenen Ebenen. Besonders bei Bewegungsspielen werden die Dosierung der Kräfte geübt, das Durchhaltevermögen gefordert sowie Feinmotorik und Hand-Augen-Koordination trainiert. Und nebenher müssen immer wieder neue Informationen verarbeitet und an eine neue Situation angepasst werden.

Spielen formt die Klassengemeinschaft

Das Spielen hat auch eine wichtige soziale Komponente. Kinder lernen, mit anderen Kindern immer sicherer zu interagieren. Auf diesem Wege entwickeln sie mit der Zeit ein Verständnis für die Gefühle und Bedürfnisse anderer – der Schlüssel zu Mitgefühl und Empathie.

Unsere erprobten Spiele zur Bruchrechnung

Drei Bewegungs- und drei Tafelspiele haben unsere Epochen zur Bruchrechnung begleitet. In einem kleinen Heft habe ich sie beschrieben, auch zwei Arbeitsblätter als Kopiervorlage gehören dazu. Hier findet Ihr sie bei EDUKI.

Weitere Spiele aus den Klassen 1 – 4

Rechenbingo – das Verdoppeln und Halbieren üben

Verschiedene Spiele mit den Stapelsteinen

Rechtschreibspiele

Erzählkreis-Spiele

Mengenspiel für Klasse 1

Zehnerübergang – die Zahlenfreunde