Spielerisch mit Mengen arbeiten

Heute stelle ich Euch mal wieder etwas aus dem Bereich Lernen und Fördern vor. Ich habe ein Material erstellt, mit dem man sich spielerisch und sehr variabel Mengen erarbeiten kann. Warum dies so wichtig ist, erfahrt Ihr natürlich auch. Da es gerade Dezember ist, habe ich die Weihnachtsvariante als Freebee für Euch.

Mengenerfassung als Vorläuferfähigkeit

Die Mengenerfassung ist ein wichtiger Grundstein für die spätere Rechenfähigkeit. Es schadet daher nicht, schon im Vorschulalter ein Augenmerk darauf zu legen und dem Kind Anlässe zu bieten, sich den Mengen anzunähern.

Simultane Mengenerfassung im Alltag mit allen Sinnen

Die simultane Mengenerfassung meint, kleinere Mengen „auf einen Blick“ erfassen zu können. Das sollte für ungeordnete Mengen bis 4 möglich sein, bei den geordneten Würfelbildern sollten die Mengen bis zur 6 sofort erkannt werden. Doch es zählen nicht nur die Augen, sondern auch die Hände und Ohren:

Lasse Dein Kind den Tisch decken bzw. bitte es beispielsweise vier kleine Löffel zu decken. Nun kannst du beobachten: Greift das Kind in die Besteckschublade, holt die Löffel einzeln heraus und zählt sie ab oder greift es in die Schublade und holt mit einem mal die vier Löffel heraus?

Spielt ein Klopfspiel. Klopfe zweimal, dreimal, viermal schnell unter den Tisch. Dein Kind sollte zuhören und sofort die Menge benennen können, ohne abzuzählen.

Mengenkärtchen als Freebie

Ich habe kleine Kärtchen mit Weihnachtsbäumen vorbereitet, mit denen man einige verschiedene Spiele spielen kann. Für die kleineren Kinder kann man Mengen mit 5 oder 6 auch zunächst aussortieren. Drei mögliche Spiele möchte ich Euch nun hier vorstellen:

Ein kleines Schneckenrennen: Würfelbilder und ungeordnete Mengen

Man legt die Kärtchen in Schneckenhausform auf den Tisch. Mit zwei Figuren (oder weihnachtlich: Nüssen) geht es dann ins Rennen. Es wird gewürfelt und die Nuss darf vorrücken zu einem Weihnachtsbaum, der die gleiche Anzahl Kugeln hat wie der Würfel Augen zeigt.

Variante ohne Spielfiguren: Die Karten liegen auf dem Tisch. Es wird gewürfelt und wer zuerst ein passendes Bäumchen findet, darf es behalten.

Weihnachtsgeschenke: Mengen anschaulich zuordnen

Die Kärtchen werden gestapelt, eine Schale Nüsse (Steinchen, Bohnen o.a.) daneben gestellt. Abwechselnd werden Kärtchen gezogen und mit geschlossenen Augen die Mengen herausgesucht: „Unter dem Baum liegen so viele Schätze wie Kugeln an ihm hängen.“

Variante: Da die Kugeln an den Weihnachtsbäumen meist zwei verschiedene Farben haben, kann man auch „sehend“ zwei verschiedene Sorten Nüsse oder Steine passend als Schätze dazulegen.

Hier kann man auch Aufgaben finden, die die Mengen zeigen: 4 = 2+2 oder 5 = 3+2 ….

Glücksspiel mit Mengenvergleich

Auch beim Mengenvergleich zeigt sich die Fähigkeit der simultanen Mengenerfassung. Ich persönlich mag die Komponente „Glück“ auch sehr bei diesen Spielen, weil sie den bekannten mathematischen Druck etwas herausnehmen.

Hier legt man zwei Stapel Kärtchen nebeneinander – und zwar so verdeckt, dass man nicht erkennen kann, was sich jeweils darunter verbirgt. Nun setzt man wie beim Roulettespiel seine Nuss auf einen Stapel – und hofft, dass die dort verdeckte Karte eine größere Menge Kugeln anzeigt als das Kärtchen daneben.

Download und Losbasteln

Hier kommt Ihr direkt zu den Kärtchen: Einfach downloaden, ausdrucken, ausschneiden und auf Pappe kleben oder laminieren. Bei Eduki biete ich auch noch eine Ganzjahresvariante mit Marienkäfern an (statt zwei Farben gibt es hier Punkte auf den beiden Flügeln).

Schnelle, vegane Weihnachtsplätzchen

Reife Bananen in der Obstschale eignen sich prima als Eiersatz für die vegane Küche. So entstand bei uns in der Adventszeit dieses schnelle und einfache Plätzchenrezept. Da die Margarine aus dem Kühlschrank kam, war es ohne weitere Kühlung möglich, den Teig sofort zu verarbeiten – was auf jeden Fall ein Pluspunkt ist, wenn man mit Kindern backt. Hier das Rezept:

Da die Banane leicht zu schmecken ist, sind die Plätzchen sicherlich auch mit Schokoglasur sehr lecker. Viel Spaß beim Nachbacken!

a tempo – bald erscheint meine erste Kolumne

Heute kann ich endlich eine tolle Neuigkeit verkünden und gleichzeitig möchte ich die Werbetrommel für das a tempo Magazin rühren. Im Juni war ich mit meinem Podcastpartner Dustin noch auf dem Titelbild des Magazins, wir hatten ein langes und schönes Interview mit dem Magazin. Nun schreibe ich dort selbst: Im Januar erscheint meine erste Kolumne – und ab dann jeden Monat. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, das man das ganze Jahr über genießen kann – ein Abo des a tempo Magazins ist auf jeden Fall eine schöne Idee.

Über meine Kolumne

Hier schreibe ich querbeet aus meinem Alltag über alles, das mich bewegt. Im Januar geht es um eine Situation aus meiner Klasse, die mir einmal mehr zeigte, was Kinder eigentlich wirklich lernen wollen und sollten. Seid gespannt!

Über das a tempo Magazin

a tempo ist ein Magazin für das Leben mit der Zeit. Ihr findet dort Reportagen, Interviews über und mit Menschen, die ihre Lebenszeit und ihr Lebensumfeld zukunftsweisend gestalten. So wird Aufmerksamkeit für die Momente und feinen Unterschiede im Leben geweckt, die unsere Zeit so wertvoll machen – mit einem Fokus auf die Dinge, die morgen noch Bestand haben werden.

Über das Geschenkabo

Ein Geschenkabo läuft genau 12 Monate lang und muss nicht extra gekündigt werden. Dazu gibt es die Gutscheinkarte, die Ihr oben auf dem Bild auch sehen könnt.

Natürlich kann man auch ein zeitlich unbefristetes Abo abschließen 🙂

Hier geht es zum Bestellformular

Mit diesem Abo habt Ihr ein ideales Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk gefunden! Ich freue mich, wenn Ihr mich auch dort lest.

Ein selten schönes Weihnachtsgedicht

Auf der Suche nach einem schönen, stimmungsvollen Weihnachtsgedicht für meine Klasse bin ich auf dieses wunderbare Gedicht, aus dem Althochdeutschen übersetzt, gestoßen. Ich freue mich so, es gefunden zu haben und teile es gern mit Euch. Allen Leser:innen einen schönen ersten Advent!

Weihnachtshymne

Aus der Höh´ein Stern uns glänzet
in erhabenem Geleucht,
der dem ganzen Erdkreis schimmert
und die dunkle Nacht verscheucht.

Als die Hirten auf dem Felde
gramvoll ruhten in der Nacht,
hat ein heller Himmelsherold
ihnen Frohes kundgemacht.

Jubelhymnen ließ erschallen
die beglückte Engelschar:
Friede kommt aus Himmelshallen
allen Menschen immerdar.

Dessen Hand umspannt des Himmels
Weiten und den Erdenball,
arm in Windlein liegt er weinend
als ein Kindlein hier im Stall.

Freue, Himmel, dich mit deinem
tausendfachen Engelheer,
freut euch, weite Erdgebiete,
Sterne, Ströme, Weltenmeer!

Wahlafried Strabo, Insel Reichenau (800 – 849)

Als Kärtchen zum Download

Kleine Erinnerung: Ein etwas anderer Adventskalender

Im letzten Jahr habe ich einen Adventskalender für das Glücksglas erstellt. Wer noch etwas in dieser RIchtung sucht, wird hier fündig!

Ich wünsche Euch eine friedvolle Vorweihnachtszeit!

Die Klangkugel auf dem Sternenweg

Klangkugeln sind sind einfach und immer wieder schön. Die Haptik, der Klang, das Miteinander – es ist interessant und kurzweilig, mit ihnen zu arbeiten. Diesmal stelle ich Euch ein Spiel für Fortgeschrittene vor. Man benötigt dazu fünf Mitspieler und für den Anfang Kreppband oder Kreide, evt. Bohnensäckchen. Los geht`s….

Den Stern markieren….

Gerade, wenn die Sternenform noch nicht räumlich ergriffen wurde, kann man die Form zart mit Kreide vorspuren und nacheinander den Weg zunächst selbst schreiten. Hat man das Spiel einige Male gemacht, genügt es mit der Zeit, die Spitzen des Sterns beispielsweise mit Bohnensäckchen zu markieren. Das übernehmen die Kinder gern selbst.

Auf die Position, die Sternspitzen gehen….

Fünf Spitzen hat der Stern, an jeder Spitze sitzt ein Kind und jeder Spitze wird auf dem Sternenweg einmal die Klangkugel zugerollt – immer zum Kind der übernächsten Sternspitze. Zum Schluss kommt die Klangkugel dann wie von selbst zurück an ihren Startpunkt. Ist eine weitere Runde gewünscht?

und aufmerksam dem Weg lauschen

Es ist angenehm, dabei einfach nur der Kugel zu lauschen. Die Form in Kombination mit dem Kugelklang fördert Aufmerksamkeit und Konzentration. Das rhythmische Element der Bewegung bzw. die endlose Spur harmonisieren. Um Variation in das Spiel hinein zu bringen und gleichzeitig auch die Wahrnehmung von Sprache zu fördern, können die fünf Wege zu den Sternspitzen mit einem kleinen Vers oder Gedicht begleitet werden.

Entweder man spricht den ersten Vers Wort für Wort – an jeder Spitze eines – oder Vers für Vers. Probiert es aus. Beim versweisen Sprechen lieben die Kinder es auch, beim letzten Wort, der Ankunft der Kugel, diese anzuheben und ihrem Klang ganz nah am Ohr zu lauschen.

Hier die Verse dazu:

Ich wünsche viel Freude mit dem Spiel.

Hier ist auch noch ein einfacheres, weihnachtliches Klangkugelspiel, für den Einstieg oder mit kleineren Kindern.

Zur Klangkugel in meinem kleinen Shop.

Selbstreflektion mit dem Fingertrick

Lernen braucht ein bestärkendes Mindset. Solch ein Mindset braucht Selbstfürsorge. Selbstfürsorge braucht Selbstreflektion. Und das beginnt – wie der Name schon sagt – bei sich selbst. Auch die Kinder sollen für ihren Lernerfolg ein positives Mindset aufbauen und wissen: Wie nehme ich mich und meine Empfindungen wahr? Wie kann ich das vor allem auch sichtbar machen, zum Ausdruck bringen? Dazu fiel mir vor kurzem, an einem sehr stressigen Tag, wieder die 5-Finger-Skala wieder ein.

Ich habe den Kindern diese Übung im Rahmen einer Erzählrunde vorgestellt, an einem Tag, der für mich seit den frühen Morgenstunden schon alles andere als rund lief. Den 5-Finger-Trick habe ich, bezogen auf mein Beispiel, einmal laut vorgemacht. Die Kinder hatten gut zugehört und mich auch daran erinnert, was trotz der Kette von Missgeschicken an diesem Tag in meinem Falles alles gut war. Seitdem machen wir diese Übung zwischendurch gemeinsam, aber jeder für sich. Ich kann dabei gut wahrnehmen, wie es einzelnen Kindern geht. Auch viele Kinder sind schon in der Lage, um sich herum die Situation einiger Mitschüler:innen wahrzunehmen.

Hier die Übung einmal schnell erklärt:

Daumen: D wie Dankbarkeit

Die Frage lautet: Wofür bin ich heute dankbar? Tippe den Daumen an für jede einzelne Sache, die dich heute dankbar macht.

Zeigefinger: Z wie Ziel

Alles, was ich mir für heute vorgenommen habe: Mich in der Stunde mindestens dreimal melden, am Nachmittag meine Freunde treffen, mein Haustier pflegen….. Die Tagesstruktur findet sich auch hier wieder.

Mittelfinger: M wie Mein Gefühl

Dieser Finger ist ein Stimmungsbarometer: Geht es mir gut? Je höher, desto besser.

Ringfinger: R wie Ratgeber

Wer steht mir zur Seite? Familienmitglieder, Freunde, Mitschüler:innen, Lehrer:innen…. Tippe für jede Person, die Dir in den Sinn kommt und spüre, wie viele liebe Menschen Dich umgeben.

Kleiner Finger: K wie Kraft

Wie fühlt sich mein Körper heute an? Ist er in seiner Kraft oder gibt es etwas, das ihn hemmt. Auch der kleine Finger ist eine Anzeige: Je höher der „Stand“, desto mehr Energie habe ich.

Ich wünsche Euch viel Erfolg und gute Gedanken mit dieser kleinen Mindset-Übung!

Die Zeit zwischen St. Martin und Advent

Wie bunt und schön war der Herbst bis jetzt. Doch allmählich verschwinden die bunten Farben. Die Bäume stehen leer, auch die Tiere ziehen sich zurück. Mit dem Martinsfest und vielen Lichtern wurde nun wieder auf die bevorstehende, dunkle Jahreszeit geschaut. Mit dem Eindruck der Herzenslichter geht es nun in Richtung Advent. Welche schönen Rituale es für die Zwischenzeit gibt, das möchte ich Euch nun zeigen.

Ritual 1: Der „Adventsputz“

Es wird wieder aussortiert und geputzt, zu Hause und in der Schule. Jeden Tag nehme ich mir etwas vor – und wenn es an stressigen Tagen nur eine Schublade ist, die entrümpelt wird. Das Sortieren, Ausmisten, Ordnen und Reinigen öffnet auch innerlich für die Adventszeit. Ist alles ordentlich und sauber, kann bald festlich geschmückt werden für die heilige Zeit.

Ritual 2: Eine kleine Dankbarkeits-Meditation

Gönne Dir eine tägliche kurze Auszeit von nur 5 bis 10 Minuten. Suche Dir dazu einen gemütlichen Ort, den Du wahlweise

  • mit Kerzenlicht
  • ätherischem (Lieblings-)duft

und dazu

  • einer Klangschale oder
  • frisch gekochtem Tee

herrichtest und beginne

  • mit drei Atemzügen: Dabei atmest Du jeweils durch die Nase ein und langsam durch den Mund wieder aus. Beim Einatmen zählst Du bis 4, beim Ausatmen im selben Tempo bis 8.

Schließe Deine Augen, lenke Deine Gedanken auf das, wofür Du an diesem Tag besonders dankbar ist und begib Dich innerlich ganz dorthin. Schaue dabei so detailreich wie möglich Deine inneren Bilder und fühle die Dankbarkeit.

Du beendest Deine kleine Meditation mit dem Klang der Klangschale oder dem Genuss des frischen Tees Deine kleine, erholsame Meditation, die Dich ganz auf die Vorweihnachtszeit einstimmt.

Ritual 3: Gedichte und Lieder ziehen ein

Ich werde in den nächsten Tagen passende Sprüche, Lieder und Gedichte teilen. Man kann sie gut in einem ruhigen Moment lesen, hören und wirken lassen.

Ritual 4: Tätigwerden für den Advent

Zu den schönsten vorbereitenden Tätigkeiten zählen wohl das Filzen kleiner Dekorationen, das Kerzenziehen oder Basteln von Fenstersternen. Es gibt viele schöne kleine Tätigkeiten, mit denen wir uns innerlich einstimmen können.

Ritual 5: Jeden Tag ein kleiner Schatz

Wer einen kleinen Moosgarten herrichten oder Adventskranz binden möchte, legt jeden Tag einen kleinen Schatz bereit: Das kann eine Walnuss oder ein kleiner Apfelkern, ein Edelstein oder eine schöne Glasmurmel sein – der Kreativität und dem Sinn für kleine, achtsame Dinge sind dabei keine Grenzen gesetzt. Der kleine Schatz des Tages wird dann in den Moosgarten gelegt und die Kinder lieben es auch, die Schätze jeden Tag auf`s Neue so hinzulegen, dass es immer wieder und bis zum 1. Advent stimmig aussieht.

Ich hoffe, Ihr habt nun die eine oder andere neue Idee gefunden und schaut weiter hier vorbei. Ich wünsche Euch eine schöne „Zwischenzeit“!

Basare, Märkte und der Waldorfshop

Der November ist an vielen Waldorfschulen die Zeit der Martinsmärkte und Weihnachtsbasare. Auch an unserer Schule wird dem Event entgegengefiebert. In der aktuellen Folge 19 von „Kaffee, Kreide, Morgenspruch“ erzählen Dustin und ich über diese Zeit und wie diese auch im Hintergrund organisiert wird. Zu Gast ist in dieser Folge Sebastian Neu, der Geschäftsführer des Waldorfshops. Wir sprechen mit ihm über die Philosophie und Waldorf-Botschafterrolle des Shops – und natürlich auch die Vorweihnachtszeit.

Endlich wieder Basarzeit

Dieses Jahr soll es endlich wieder klappen: An meiner Schule wird am 19. November der (üblicherwiese) alljährliche Erlebnis-Basar stattfinden. Dabei geht es nicht nur darum, Einnahmen für die Schule zu erzielen, die unserer Arbeit mit den Kindern zugute kommen.

Basarzeit, das ist das große Wir-Gefühl unserer Schulgemeinschaft, das Wiedersehen mit Ehemaligen, das lockere Gespräch mit Familien, eine Größe im ganzen Stadtteil – und nicht zuletzt eine Einstimmung auf das diesjährige Weihnachtsfest.

Erlebnis-Basar

Bei uns gibt es eine tolle kulinarische Verpflegung, ganz viel Kinderspaß wie Bastelaktionen, Kerzenziehen, den Kinderbasar oder das Kindercafè, das in diesem Jahr meine 5. Klasse ausrichtet.

Natürlich ist der Basar selbst auch ein Erlebnis. Hier gibt es viel Handwerkliches und Selbstgemachtes, Holzspielzeug, Edelsteine, Bücher, Kleidung, Deko – man wird immer fündig für das eine oder andere Weihnachtsgeschenk.

Besondere Stände

Mein Kollege bietet ein orientalisches Cafè und auch ich habe einen kleinen Stand, an dem ich meine Bücher (Rosinas Wolle, Der Klang der Sonnenstrahlen und die Klangschalenspiele) mit ergänzenden Produkten wie Klangschalen und -kugeln, Kinderyoga-Artikel, Märchenwolle und Filzfiguren verkaufe.

Im Religionsunterricht läuft das Adivasi-Teeprojekt. Hier verkaufen meine Schüler:innen fair gehandelten Tee und Pfeffer und unterstützen damit Ureinwohner Indiens.

Der Waldorfshop

In der aktuellen Folge „Kaffee, Kreide, Morgenspruch“ stellt Sebastian Neu als Geschäftsführer den Waldorfshop vor, der als 8.Klass-Projekt von einem Waldorfschüler gegründet wurde und seitdem stark gewachsen ist. Es ist ein sehr interessantes Interview, denn der Shop hat sich in den letzten Jahren neu aufgestellt, folgt einer besonderen, achtsamen Firmenphilosophie und ist auch ein Botschafter der Waldorfpädagogik – hört unbedingt mal in diese Folge hinein:

Überall, wo es Podcasts gibt (am besten direkt abonnieren) und auf allerschnellstem Wege hier:

Kaffee, Kreide, Morgenspruch Folge 19.

Dustin und ich wünschen Euch gute Unterhaltung und freuen uns über viele positive Bewertungssterne!

Waldorfshop B2B Programm

Kooperation –> gegenseitige Namennennung und Verlinkung, kein Honorar

Der Waldorfshop bietet jetzt auch für Kindergärten, Schulen und andere Einrichtungen wie Gesundheitszentren und Arztpraxen ein B2B-Programm an. Schaut gern einmal hier vorbei.

Handwerk und künstlerisches Schaffen im zweiten Jahrsiebt

Im Rahmen unserer Themenreihe „Das zweite Jahrsiebt“ ist dieser Gastbeitrag über die künstlerischen Fächer an der Waldorfschule entstanden. Die Autorinnen sind Wiebke Vos (Text) und Felicitas Bannatz (Bilder).

Freude am Leben, Liebe zum Dasein, Kraft zur Arbeit, alles das erwächst für das ganze Leben aus der Pflege des Schönheits- und Kunstsinnes. Und das Verhältnis von Mensch zu Mensch, wie wird es veredelt, verschönt durch diesen Sinn …

R. Steiner in „Die Erziehung des Kindes“

Mit diesem Zitat wird die Aufgabe, die in der Waldorfpädagogik den künstlerisch-praktischen Fächern zugeschrieben ist, ersichtlich.

Das handwerkliche und künstlerische Arbeiten hat an der Waldorfschule den gleichen Stellenwert wie Naturwissenschaften, Deutsch oder die Sprachen. Malen und Zeichnen findet in der Unterstufe während des Hauptunterrichtes statt, wird aber auch in anderen Fächern wie Religion immer wieder aufgegriffen.

Handarbeit

Ab der ersten Klasse gibt es auch Handarbeitsunterricht. Die Schüler:innen lernen dort das Häkeln, Stricken und Sticken. Sie erstellen kleine Figuren und praktische Dinge wie Flötenbeutel, Ballnetze uvm.

Die Arbeit mit den Händen schult die Feinmotorik. Gleichzeitig wirkt sie sich positiv auf die Konzentration aus. Gleichzeitig trägt es zu einer gesunden Entwicklung des Gehirns bei: Je geschickter sich die Finger bewegen, desto lebendiger entfalten sich die Gedanken. Gleichzeitig erleben die Schüler:innen, wie sie selbst etwas herstellen.

Werkunterricht in der Mittel- und Oberstufe

In der Mittelstufe kommt der Werkunterricht dazu. Dieser wird oft parallel zum Handarbeitsunterricht gegeben. Die Kinder machen die Erfahrung, dass sie sich auf die Gegebenheiten des Materials einstellen müssen. Der jeweilige Werkstoff setzt den Schüler:innen eigene „Grenzen“, wodurch die Lehrenden gar nicht korrigierend eingreifen müssen. Während am Werkstück gearbeitet wird, findet Selbsterziehung und Willensschulung statt.

Auch in der Oberstufe werden weiterhin praktische Fächer unterrichtet. Hierbei steht zum einen das Begreifen des Materials im Fokus. Mögliche Aktivitäten sind: Kupfer treiben, schreinern, plastizieren, steinmetzen, Weiden flechten, Wolle spinnen, weben, schneidern, zeichnen und malen, Kartonage, Buchbinden. Andererseits sollen die Arbeiten von anderen wertgeschätzt werden. Manche Schüler:innen finden dabei sogar ihr „Lieblingsmaterial“, das sie ihr weiteres Leben als Künstler:in begleiten wird.

Gartenbau

Der Gartenbauunterricht führt ab der Mittelstufe über mehrere Jahre in die unterschiedlichen Gartenarbeiten ein. Hierbei steht immer der Anbau unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten im Zentrum der Arbeiten sowie die zugehörige Pflege. Natürlich werden die Arbeiten im Jahreslauf fortgesetzt und schaffen somit ein besseres Bewusstsein für die Jahreszeiten.

Bei uns an der Schule, wie an vielen anderen auch, müssen zudem Tiere versorgt, gefüttert un gehütet werden. In diesem Unterricht werden die grob- und feinmotorischen Fähigkeiten wiederum geschult.

Die wesentlichen Soft Skills der praktischen Fächer

von N.Mescher

Handarbeit ab Klasse 1: Sinnesschulung, motorische Fähigkeiten, Selbstwirksamkeit

Werkunterricht: Willensschulung und Sorgfalt. Die Arbeit am Werkstück muss stets planvoll und sorgsam geschehen. Fehler lassen sich kaum korrigieren – ist ein Stück Holz oder Stein abgeschlagen, ist der Werkstoff nicht mehr so, wie er vorher war.

Gartenbau: Alles zu seiner Zeit – Gartenplanung ist langfristig. Monatelang wird gepflegt, was reifen und Ernte bescheren soll. Ist Erntezeit, kann wiederum nicht aufgeschoben werden. Und auch der beste Garten ist der Natur und dem Wetter ausgeliefert.

Dies ist nur eine grobe Übersicht. Es werden noch viele weitere Fähigkeiten und Kompetenzen entwickelt!

Über die Martinsbrezeln

Bald ist wieder Sankt Martin. Die Symbole des Martinsfestes sind tief in uns verankert: Die Laternen bringen Licht in die Dunkelheit (und in die Herzen), die Martinsbrezeln werden miteinander geteilt. Nachdem ich ein wenig der Frage nachgegangen bin, warum eigentlich ausgerechnet Brezel das „Martinsgebäck“ wurden, habe ich eine kleine Geschichte dazu aufgeschrieben.

Der genau Ursprung ist nicht bekannt

Es gibt viele verschiedene Quellen, Gedanken und Legenden dazu – wie immer, wenn eine Tradition sehr alt ist und sich in mehreren Ländern und Regionen erhalten hat. Eine Legende gefiel mir allerdings besonders gut (Quelle: Brotexperte.de): Ein Bäcker wurde wegen Betruges angeklagt und um einer Strafe zu entgehen, sollte er ein Brot backen, durch das die Sonne dreimal durchscheinen kann. So kam er auf die Form des Brezels, die auch an gekreuzte Arme beim Gebet erinnert und die übrigens daher auch ihren Namen hat (Ableitung vom lateinischen Begriff Bracchium, der Arm). Als ich das las, entstand bei mir die Idee, diese Legende ein Stückweit nachzuerzählen.

Meine Geschichte dazu

In meiner Geschichte hat der Bäcker sein Urteil angenommen und wünscht sich zutiefst eine Wiedergutmachung. Dabei nimmt er seine gutherzige Frau zum Vorbild, um ein noch besserer Mensch zu werden. Am Ende wird ihm verziehen und er kann zudem seine guten Gedanken an viele andere Menschen weitergeben und somit ebenfalls teilen.

Geschichte und Rezept

Die Geschichte kann vorgelesen und erzählt werden, bevor man gemeinsam Brezeln backt – oder vor dem gemeinsamen Essen und miteinander Teilen am Martinstag.

Hier ist die Geschichte als Download

Und hier ab dem 7.11.22 als Montagsmärchen in meinem Podcast „Märchen mit Klang“.

Gern teile ich an dieser Stelle mit Euch auch wieder mein Lieblings-Brezelrezept.

Ich wünsche Euch einen schönen Martinstag mit Euren Lieben!