Mit Waldi Waldmaus kann man rechnen

Ein Gastbeitrag von Frauke Beckers,
Waldorflehrerin und Gründerin des Verlags WachsMalBlöckchen

Kleines Vorwort vom Montagskind: Waldi Waldmaus leistet mir und den Kindern neuerdings im Förderraum Gesellschaft und ich bin sehr angetan von ihr. Sie ist liebevoll handgenäht und bringt ein nachhaltig produziertes Rechenheft aus Graspapier mit, mit dem sich wunderbar arbeiten lässt. Ich habe daraufhin Frauke Beckers erneut als Gastautorin eingeladen. Diesmal schreibt sie also über ihr ganz besonderes Projekt Waldi Waldmaus.

Waldi ist in unserem Förderraum eingezogen und es scheint ihr zu gefallen……

Wenn das Rechnen keine Freude macht….

Warum bloß ist das Rechnen lernen für viele Kinder ein Graus? Manchmal liegt es an eigenen negativen Schulerfahrungen von Eltern und LehrerInnen, die sich auf die Kinder übertragen und manchmal ist die Lehrmethode einfach nicht die passende für das Kind. So kommt es, dass es Kinder gibt, die schon im 1. Schuljahr sagen: „Rechnen kann ich nicht!“ oder „Mathe ist doof!“.

Auch in Waldorfschulen tun sich einige LehrerInnen schwer damit, den Umgang mit Zahlen altersgemäß und ehrlich begeistert zu vermitteln, denn die Mathematik ist ein logisch und klar aufgebautes Fach und mathematische Aufgabenstellungen bieten häufig augenscheinlich nicht viele Möglichkeiten für einen freien, individuellen und kreativen Lösungsansatz. Meistens ist die Lösung fest vorgeschrieben und den LehrerInnen und Eltern auf einen Blick klar. Für die Kinder ist es dann nicht selten frustrierend, wenn ihnen die Lösung nicht auf Anhieb klar ist und sie im Dunkeln tappen.

Und wenn man dies als Lehrer:in auch selbst gefühlt hat…

Ich war als Kind so ein frustriertes Kind mit eher mäßigen Leistungen im Fach Mathematik. Und das als Tochter eines Mathematiklehrers. Nach dem Frust kam die Angst davor und die Abneigung gegen dieses Fach. Als Erwachsene war mir gleich klar: So kann und will ich als Lehrerin meine Kinder nicht beim Rechnen begleiten. Ich entdeckte über das Knobeln und Malen die Mathematik im Studium für mich neu, erkannte ihre logischen Strukturen, ihre Schönheit und Klarheit und die Möglichkeiten des Spielens mit den Zahlen. Mathe war auf einmal mein Fach und ich sah alles mit ganz anderen Augen.

Jedes Kind kann seinen eigenen Weg finden

Jedes Kind ist anders! Das zu bedenken ist insbesondere für einen erfolgreichen und freudigen Rechenunterricht existentiell. Es gibt zwar häufig nur eine Lösung, aber die Anzahl der möglichen Wege dorthin ist tatsächlich meist unendlich. Um den Kindern zu ermöglichen, ihren eigenen Weg zu finden und sich frei und freudvoll darauf weiter zu bewegen, habe ich die Waldi Waldmaus Rechengeschichte geschrieben. Bisher sind zwei Bücher erschienen, die sich am Lehrplan der ersten Schuljahre orientieren und die eine fachliche und mental positive Grundlage für weitere mathematische Erfahrungen legen. Mit Geschichten und Bildern lassen sich Kinder jeden Temperaments erreichen und in den Waldi Waldmaus-Büchern gebe ich LehrerInnen und Eltern Anstöße, wie sie mit Hilfe der kleinen Rechenmaus Waldi jedes Kind für die Zahlenwelt begeistern und ihnen Sicherheit vermitteln können. Sagt ein Kind erstmal „Rechnen macht Spaß!“ und „Ich kann das!“, kann es zukünftigen Herausforderungen motiviert und gestärkt entgegen gehen.

Foto: Frauke Beckers

Zum Inhalt

Waldi Waldmaus wohnt in einem Baumstammhaus tief im Wald. Die Kinder begleiten die süße Maus durch die Erlebnisse des Tages und begegnen dabei den verschiedenen Zahlen und Rechenoperationen. Die vier Grundrechenarten werden mit vier verschiedenen Temperaments- bzw. Gefühlsregungen der Waldimaus eingeführt, sodass sich jedes Kind darin wieder finden kann und in seinem individuellen Rechenweg bestärkt wird. Immer wieder laden freie Aufgabenfelder zu kreativen Lösungen ein, die eine natürliche Differenzierungsmöglichkeit des Schwierigkeitsgrades bieten.

Band 1

Waldi Waldmaus führt die Kinder behutsam und altersgemäß in die abstrakte Welt der Zahlen. Immer wieder wird das Kind positiv darin bestärkt, was es alles schon kann. Bei der Anzahl der Aufgaben geht stets Qualität vor Quantität, sodass die Inhalte mit dem Herzen aufgenommen und später im Schlaf gut verarbeitet und verinnerlicht werden können.

Zum Ende des Heftes erfahren die Kinder, welch großer Schatz es ist, in allen vier Grundrechenarten (Plus, Minus, Mal und Geteilt) rechnen zu können. Sie spüren: Nicht nur im Rechnen sollte alles im Gleichgewicht sein. Das ganze Leben fordert uns heraus, die eigene Mitte zu finden, um sich wohl zu fühlen. In diesem Sinne möchte die Geschichte den Kindern mehr vermitteln als die reine Ausführung von Rechenoperationen.

Band 2

In Band 2 macht sich Waldi Waldmaus auf den Weg zur Feldmausfamilie Mathematikus. Dabei begibt sich die kleine Rechenmaus auf eine Reise mit spannenden Rechenabenteuern. Am Ende wird sie im Zauberwald des Einmaleins mit eindrucksvoll silberfunkelnden Zahlensternen belohnt, die für weitere Rechenaufgaben und Schuljahre wegweisend leuchten.

In diesem Arbeitsbuch werden die vier Grundrechenarten im Zahlenraum bis 100 mit abwechslungsreichen und kindgemäßen Aufgabenstellungen erklärt und vertieft. Die Möglichkeit zur Selbstkontrolle gibt Waldi Waldmaus unten auf den Buchseiten. Rechenrahmen, Einmaleinsfächer und Einmaleinssterne dienen als strukturiertes und motivierendes Anschauungs- und Übungsmaterial.

Unterschiede und Zusammenhänge der vier Grundrechnarten werden durch die vier Elemente sowie die vier Temperamente der Familienmitglieder deutlich herausgearbeitet. Rätsel, Merksprüche, Spielideen, sinnvolle Geschichten und Waldi Waldmaus als treuer Rechenfreund helfen das Rechnen ganzheitlich und mit spielerischer Freude zu begreifen.

“Waldi Waldmaus im Hunderterhaus” baut inhaltlich auf Band 1 „Waldi Waldmaus im Rechenhaus” auf, kann aber auch als eigenständiges Übungsbuch für Kinder der 2. Klasse und zu Wiederholungszwecken für Kinder der 3. Klasse verwendet werden. Das Buch kann sowohl als roter Faden und Übungsheft im schulischen Unterricht wie auch lehrwerksunabhängig fürs häusliche Lernen verwendet werden.

Waldi Waldmaus im Rechenhaus: Alle Infos 

3. Auflage/2021, Format DinA4, 112 Seiten, umweltfreundlich und ressourcenschonend auf Graspapier (110g) gedruckt, in s/w, Umschlag farbig

ISBN 978-3-9823872-0-8

Alle 4 Grundrechenarten mit narrativer Einführung und ansprechenden Übungsaufgaben

Waldi Waldmaus im Hunderterhaus 

1. Auflage/2022, Format DinA4, 116 Seiten, umweltfreundlich und ressourcenschonend auf Graspapier (110g) gedruckt, in s/w, Umschlag farbig

ISBN 978-3-9823872-1-5

– Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division im Zahlenraum bis 100

– Schwerpunktteil Einmaleins

Herzensempfehlung

Dies ist unbezahlte Werbung! Ich möchte Frauke und ihr sehr gelungenes Projekt einfach gern unterstützen.

Spielerisch mit Mengen arbeiten

Heute stelle ich Euch mal wieder etwas aus dem Bereich Lernen und Fördern vor. Ich habe ein Material erstellt, mit dem man sich spielerisch und sehr variabel Mengen erarbeiten kann. Warum dies so wichtig ist, erfahrt Ihr natürlich auch. Da es gerade Dezember ist, habe ich die Weihnachtsvariante als Freebee für Euch.

Mengenerfassung als Vorläuferfähigkeit

Die Mengenerfassung ist ein wichtiger Grundstein für die spätere Rechenfähigkeit. Es schadet daher nicht, schon im Vorschulalter ein Augenmerk darauf zu legen und dem Kind Anlässe zu bieten, sich den Mengen anzunähern.

Simultane Mengenerfassung im Alltag mit allen Sinnen

Die simultane Mengenerfassung meint, kleinere Mengen „auf einen Blick“ erfassen zu können. Das sollte für ungeordnete Mengen bis 4 möglich sein, bei den geordneten Würfelbildern sollten die Mengen bis zur 6 sofort erkannt werden. Doch es zählen nicht nur die Augen, sondern auch die Hände und Ohren:

Lasse Dein Kind den Tisch decken bzw. bitte es beispielsweise vier kleine Löffel zu decken. Nun kannst du beobachten: Greift das Kind in die Besteckschublade, holt die Löffel einzeln heraus und zählt sie ab oder greift es in die Schublade und holt mit einem mal die vier Löffel heraus?

Spielt ein Klopfspiel. Klopfe zweimal, dreimal, viermal schnell unter den Tisch. Dein Kind sollte zuhören und sofort die Menge benennen können, ohne abzuzählen.

Mengenkärtchen als Freebie

Ich habe kleine Kärtchen mit Weihnachtsbäumen vorbereitet, mit denen man einige verschiedene Spiele spielen kann. Für die kleineren Kinder kann man Mengen mit 5 oder 6 auch zunächst aussortieren. Drei mögliche Spiele möchte ich Euch nun hier vorstellen:

Ein kleines Schneckenrennen: Würfelbilder und ungeordnete Mengen

Man legt die Kärtchen in Schneckenhausform auf den Tisch. Mit zwei Figuren (oder weihnachtlich: Nüssen) geht es dann ins Rennen. Es wird gewürfelt und die Nuss darf vorrücken zu einem Weihnachtsbaum, der die gleiche Anzahl Kugeln hat wie der Würfel Augen zeigt.

Variante ohne Spielfiguren: Die Karten liegen auf dem Tisch. Es wird gewürfelt und wer zuerst ein passendes Bäumchen findet, darf es behalten.

Weihnachtsgeschenke: Mengen anschaulich zuordnen

Die Kärtchen werden gestapelt, eine Schale Nüsse (Steinchen, Bohnen o.a.) daneben gestellt. Abwechselnd werden Kärtchen gezogen und mit geschlossenen Augen die Mengen herausgesucht: „Unter dem Baum liegen so viele Schätze wie Kugeln an ihm hängen.“

Variante: Da die Kugeln an den Weihnachtsbäumen meist zwei verschiedene Farben haben, kann man auch „sehend“ zwei verschiedene Sorten Nüsse oder Steine passend als Schätze dazulegen.

Hier kann man auch Aufgaben finden, die die Mengen zeigen: 4 = 2+2 oder 5 = 3+2 ….

Glücksspiel mit Mengenvergleich

Auch beim Mengenvergleich zeigt sich die Fähigkeit der simultanen Mengenerfassung. Ich persönlich mag die Komponente „Glück“ auch sehr bei diesen Spielen, weil sie den bekannten mathematischen Druck etwas herausnehmen.

Hier legt man zwei Stapel Kärtchen nebeneinander – und zwar so verdeckt, dass man nicht erkennen kann, was sich jeweils darunter verbirgt. Nun setzt man wie beim Roulettespiel seine Nuss auf einen Stapel – und hofft, dass die dort verdeckte Karte eine größere Menge Kugeln anzeigt als das Kärtchen daneben.

Download und Losbasteln

Hier kommt Ihr direkt zu den Kärtchen: Einfach downloaden, ausdrucken, ausschneiden und auf Pappe kleben oder laminieren. Bei Eduki biete ich auch noch eine Ganzjahresvariante mit Marienkäfern an (statt zwei Farben gibt es hier Punkte auf den beiden Flügeln).

Sprüche für die schriftlichen Rechenverfahren

Um die schriftliche Division und Multiplikation sicher ausführen zu können, braucht es neben der sicheren Kenntnis des Einmaleins gleich mehrere Rechenschritte. Mit Hilfe dieser beiden Sprüche klappt es mit der Zeit immer besser. Es handelt sich um Überlieferungen, z.T. habe ich etwas umformuliert. Erwartet keine große Dichtkunst, aber vielen Kindern hilft es. Die Sprüche gibt es als Kärtchen zum Download. Ich wünsche viel Erfolg!

Die schriftliche Division

Die schriftliche Multiplikation

Sprüche zum Download

Hier sind sie. Einfach ausdrucken und beidseitig auf Pappe kleben oder laminieren.

Schritt für Schritt auf der Rallye – ein Übweg

Das „Übungsformat“ der Rallye ist neu bei uns in Klasse 4 und hat sich im Zusammenspiel mit den Kindern entwickelt: Es kommen nun einmal in diesem Schuljahr viele neue Lerninhalte dazu, gewisse Grundlagen müssen dafür geübt und gefestigt werden. Auch ein Überblick über die einzelnen Lernstände ist wichtig bei einer großen Klasse. Die „Rallye“ ist nun ein Weg, Lernschritte zu gehen und mit Lernfreude vorwärts zu kommen.

Ich erlebe meine Klasse jeden Tag in verschiedenen Unterrichtsstunden, die einzelnen Kinder sind mir seit ihrem ersten Schultag in der Klasse sehr vertraut. Und ich nehme natürlich in der Interaktion, bei der täglichen Arbeit mit allen, schon sehr deutlich wahr, wie die einzelnen Lernstände sind. Dennoch freue ich mich, die „Rallye“ zusätzlich als tägliche Üb-Routine gemeinsam mit den Kindern entdeckt zu haben. Warum das so ist, gebe ich gern hier weiter.

Alles begann mit dem Einmaleins

und irgendwie auch mal wieder mit der vorangegangenen, belastenden Situation von Lockdowns, Wechsel- und Distanzunterricht. Inmitten unserer ersten Einmaleins-Epoche im zweiten Schuljahr gingen damals die Lichter der Schule buchstäblich aus und der Rest der Epoche fiel in den allerersten Distanzunterricht. So fehlte mir trotz vieler schöner Rückmeldungen der Eltern und Kinder mit der Zeit einfach die genaue Übersicht, wer wo steht beim Einmaleins-Lernen. Anstelle eines klassichen „Einmaleins-Führerscheins“ wählte ich dann für den späteren Präsenzunterricht in Klasse 3 zum Thema Einmaleins erstmals die „Rallye“, um mir eine Übersicht und den Kindern eine routinierte Übung zu ermöglichen.

Es gab dann jeden Tag eine Einmaleins-„Station“ in Eigenarbeit zu bewältigen, mit festgelegtem Zeitfenster. Bei der täglichen Arbeit zeigte sich zum einen ganz genau, wer welche Reihen schon sicher auswendig kannte und andererseits, dass es von Tag zu Tag auch schöne Fortschritte beim Lernen gab. Ein großer Gewinn also.

Doch leider wurden wir auch im letzten Schuljahr dabei von Quarantäne und Lockdown überrollt, so dass diese erste Rallye keinen richtigen Abschluss fand.

Neustart in Klasse 4

Vor den Herbstferien fand in diesem Schuljahr die erste Epoche im Fach Mathematik statt. Ich griff noch einmal die Einmaleins-Rallye auf und die Kinder freuten sich sehr darüber. Täglich gab es dann Aufgaben und Umkehraufgaben des kleinen Einmaleins zu lösen.

Wir sprechen bei der Rallye übrigens nicht von „richtig“ und „falsch“, sondern für jede richtige Antwort gehen die Kinder einen „Schritt“ – und Tag für Tag kommen Schritte hinzu. Wie schön ist es, die ersten 100 Schritte auf dem Weg gegangen zu sein!

Dass es genau wie auf dem Sportplatz sehr schnelle und weniger schnelle Läufer:innen gibt, ist dabei völlig normal. Es ist ja schließlich keine Neuigkeit, dass wir alle unterschiedlich sind und jeder Mensch etwas Anderes gut kann.

Diese Vorteile haben sich gezeigt

Viele Kinder haben durch die tägliche Übung innerhalb von Tagen große Fortschritte gemacht und wurden so auf ihrem Weg immer „schneller“. Die Freude über den sicht- und spürbaren Lernzuwachs ist natürlich groß, die Stimmung im Klassenraum positiv und gleichzeitig durch die tägliche Routine auch sehr unaufgeregt.

Ruhige Eigenarbeit ist besser als Spiel!

Ja, es gibt auch so etwas wie das 4-Ecken-Rennen, den Einmaleins-König usw. Das wirkt auch auf den ersten Blick viel interessanter und auch bewegter. Doch diese „öffentlichen“ Spiele haben nun einmal die Eigenschaft, dass nicht immer alle Kinder gleichzeitig, sondern stets Einzelne punktuell an der Reihe sind. Der Übeffekt ist also nicht sehr groß. Was noch gravierender ist: Für Kinder mit Rechenschwäche sind diese Spiele ein enormer Druck, als Mannschaftsspiel gar eine echte Belastung, wenn ein Kind nur wenig dazu beitragen können, die eigene Mannschaft voranzubringen.

Bei der ruhigen Rallye kann hingegen an vielen Stellen auch Anerkennung gegeben werden. Wenn ich die korrigierten Aufgaben zurückgebe, gibt es auch immer einen Grund, die etwas langsameren Läufer zu loben – etwa dafür, wie geduldig sie durchhalten. Oder ich wertschätze – gemessen an den jeweils eigenen Möglichkeiten – die persönlichen Fortschritte der Kinder. Dabei ist dann für den Rest der Klasse nicht ersichtlich, welche Einzelleistung genau dahinter steckt.

Klar, die Anzahl der gemachten Schritte erfährt jedes Kind für sich – doch es gibt eben keinen „Klassenspiegel“.

Nur Lob?

Mir fällt natürlich auch auf, ob beispielsweise Einmaleinsreihen geübt werden, die anfangs nicht so sicher abrufbar waren – oder eben nicht. Dann schreibe ich auch mal eine kleine Botschaft dazu unter die Aufgaben (das ist dann also auch nicht öffentlich, aber eine wichtige Rückmeldung, dass es noch etwas zu tun gibt). Denn wenn ich dies ausblenden würde, spiegelte es nicht die Realität wider.

Vom Einmaleins zu weiteren Rallyes

Übungen aller Art – vom Kopfrechnen, schriftlichen Rechenverfahren bis hin zu Rechtschreibübungen, Grammatik und Vokabeln: Man kann viele wichtige Grundlagen auf diesem Wege wiederholen und festigen. Zumindest die Kinder meiner Klasse gehen gern den Rallye-Weg und freuen sich über ein spannendes Rennen.

Die Vorteile der Rallye

  • eine laufende Übungsroutine zeigt nicht nur den punktuellen Lernstand der einzelnen Kinder, sondern auch die individuelle Lernentwicklung
  • jedes Kind ist gleichermaßen gefragt und gefordert – es geht ausschließlich um wichtige Grundlagen
  • dadurch, dass die Korrekturen des Vortags täglich mit nach Hause gebracht werden, sehen auch die Eltern, wo ihre Kinder aktuell stehen und was genau die Anforderungen an die Grundlagen sind
  • eine Routine verläuft einfach vertraut und unaufgeregt, während Tests oder Arbeiten manchmal sogar eine Art Lampenfieber auslösen können
  • Ebenso unaufgeregt ist übrigens auch die tägliche Rückgabe der Aufgaben. Es ist schließlich nichts Besonderes mehr, das Ergebnis einer Einzelarbeit zu erhalten.
  • Ich kann im Unterricht direkt darauf eingehen, wenn mir aufgefallen ist, dass beispielsweise ein Fehlertyp mehrfach vorgekommen ist .
  • Ich kann auch von Tag zu Tag sehen, wo die Schwerpunkte der Wiederholung und Übung liegen und entsprechende Aufgaben für den nächste Rallye-Tag stellen.
  • Auch zurückhaltende Kinder, die sich sonst eher weniger im Unterrichtsgespräch melden, können Einiges von sich zeigen.

Ist der Korrekturaufwand ein Nachteil?

Ich meine: Nein. Zwar habe ich dadurch täglich mehr als 30 Korrekturen, doch für die Qualität meines Unterrichts und die genaue Übersicht über einzelne Lernstände ist es dies allemal wert. Die Eltern können so auch von mir eine sehr genaue Rückmeldung und Beratung im Elterngespräch bekommen.

Abgesehen davon, sind auch diese Korrekturen Teil meiner täglichen Arbeitsroutine geworden.

Download

Hier findest Du das gestaltete Rallye-Arbeitsblatt blanco sowie die Urkunde, die jedes Kind am Ende der Rallye bekommt. Ich habe übrigens verschiedene Stempel, die ich verwende und ein kleines Siegertreppchen, gebaut aus Stapelsteinen, kommt natürlich auch gut an.

Die große Stapelsteinliebe

Dieser Sommer steckte voller Überraschungen: Dank einer neuen Kooperation sind die Stapelsteine erst bei uns zu Hause, dann in meinem Klassenraum eingezogen – und es war Liebe auf den ersten Blick. Aber lest selbst.

Die Ankunft

Die Steine kamen bereits in den Sommerferien zu mir, ich habe sie kostenlos zum Testen bekommen. Verpackt waren sie in vorbildlicher Weise komplett plastikfrei und da sie zu 100 Prozent in Deutschland und klimaneutral hergestellt werden, hatten sie auch nur einen relativ kurzen Weg hinter sich. Allein das ist schon ganz nach meinem Geschmack, wie Ihr wisst.

Ausgepackt und Angepackt

Wer glaubt, dass mein Kind hier einen schweren Stapel Steine schleppt, der irrt sich: Die acht bunten Stapelsteine wiegen gerade einmal etwas mehr als ein Kilogramm. Dass sie kinderleicht zu tragen und frei von spitzen Kanten, Weichmachern und Schadstoffen sind, macht sie in praktisch allen Altersgruppen für Spiele und leichtes Aufräumen interessant. 

Mit seinen 180 g Gewicht ist so ein Stapelstein aber alles andere als zerbrechlich: Tragen kann er nämlich 180 kg und dabei ist er noch stoß- und bissfest. 

Stapelsteine sind also wahre Multitalente, so genannte Open Ended Toys, die die Fantasie enorm beflügeln, lest auch gern meinen Blogbericht dazu: 

Blogbericht zum Thema Fantasie:

Jedenfalls hatten nicht nur Zwei-, sondern auch Vierbeiner bei uns viel Spaß mit den Stapelsteinen!

In der Schule: Sogar Einsatz ohne Einsatz

Nachdem die Steine also zu Hause auf vielfältigste Art bespielt und getestet wurden, sind sie inzwischen in meinen Klassenraum eingezogen und zeigten dort ebenso vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Dabei nimmt der Stapel keinen Platz weg, sondern ist auch nützlich, selbst wenn er gerade nicht als Spiel- und Arbeitsmaterial im Einsatz ist: 

 Bequemes Sitzen

Vor der Tafel ist der Stapel nun mein mobiler Erzählhocker. Und wenn ich nicht gerade dort sitze, sieht so ein Türmchen Stapelsteine immer noch dekorativ aus.

Bei unserer Einmaleinsrallye haben wir mit den Stapelsteinen auch blitzschnell ein Siegertreppchen hergestellt:

Erden

Die acht Steine bieten übrigens gerade am Schuljahresanfang auch achtfach die Möglichkeit, einen (noch) etwas zu hohen Stuhl ausgleichen zu können. Ein neuer Klassenraum bedeutet ja auch immer etwas größeres, mitwachsendes Mobiliar. Wir haben zwar auch verschiedene Tisch- und Stuhlgrößen im Klassenzimmer, doch dank Stapelstein reicht es in diesem Jahr oftmals schon aus, wenn die Füße bei der Arbeit am Platz auf einem Stapelstein stehen können. Jedenfalls, solange sie noch nicht den Boden berühren. Dann ist bei Eigenarbeitsphasen der notwendige Halt an Tisch und Stuhl gegeben und das wird von den Kindern gern angenommen.

Statt Pylonen

Bei Spielen, die Markierungen und Abgrenzungen erfordern, kann man am Spielfeldrand auch gewisse Punkte mit Stapelsteinen markieren. Ebenso kann man auf sehr einfache Art und Weise die Steine für Parcours verwenden: Für Slalom oder den Bau einfacher Hürden.

Als ich in der Schule die Stapelsteine einfach mal in eine Reihe gelegt habe, um ein Spiel zu beginnen, fingen die Kinder schon direkt von selbst an, von Stein zu Stein zu springen, über die Steine zu hüpfen oder Slalom zu laufen. So anregend und einladend wirkt es jedenfalls auf meine 4. Klasse.

Eine Fülle von Spielideen

Das Spielkind in mir war also gleich geweckt – und so ging es auch noch einigen Anderen vor mir. Von daher gibt es bereits auf der Homepage von Stapelsteinen und auch in der gleichnamigen App eine Fülle von Spielideen, auf die ich gern zurückgreife: Von Gleichgewichtsübungen über Wurfspiele mit dem Bohnensäckchen bis hin zu vielen anderen Bewegungsspielen.

Für meinen Einsatz im Unterricht habe ich mir weitere Lern- und Gruppenspiele einfallen lassen. Dabei kamen auch viele Impulse von den Kindern selbst. Fazit also zu Beginn der Herbstferien: Klare Spiel- und Lernempfehlung.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit den bunten Steinen!

Hier geht es zum Stapelstein-Shop – und Ihr unterstützt mit Eurer Bestellung über diesen Link gleichzeitig den Montagskindblog.

Download: Meine 15 Spiele mit den Stapelsteinen:

Das Dezimalsystem zum Basteln und Be-greifen

Es ist eine einfach Bastelei mit großer Wirkung: Das Dezimalsystem wird mit Hilfe von Eisstielen gebastelt und dargestellt. Hier erfahrt Ihr, was zu beachten ist und bekommt die Vorlage als Download.

Hunderter – Zehner – Einer: Diese Grundlage braucht es

In der Stellenwerttafel stehen an jeder Stelle – bei den Einern, Zehnern und Hundertern – die Zahlen von 1 – 9. Ab „10“ erhält die nächst größere Stelle 1 dazu.

Es ist wichtig, dass den Kindern bewusst ist, welche Mengen hinter den dargestellten Zahlen stehen. Dazu habe ich monatelang mit Montessori- bzw. Dienesmaterial gearbeitet und die halbschriftlichen Rechenverfahren darstellend begleitet. Zehnerüberschreitung hieß dabei auch „Einwechseln“. Beispiel: 5 Einer + 6 Einer = 11 Einer –> 1 Zehner + 1 Einer

Der Übergang zum halbschriftlichen Rechnen

Mit der Eisstiel-Bastelei sollte nun der Übergang zum halbschriftlichen Rechenverfahren gelingen. So haben wir die Stiele, die den Stellenwert darstellen sollten, gestaltet:

  • Die Einer in der „Einerfarbe“ dargestellt, dazu das Punktsymbol der Einer
  • Die Zehner in der bekannten „Zehnerfarbe“ geschrieben, dazu das Strichsymbol der Zehner
  • Die Hunderter wiederum in der „Hunderterfarbe“ geschrieben, dazu das Quadrat als Hundertersymbol

Erste Schritte mit dem „Eisstielrechner“

Als Erstes wurden verschiedene Zahlen gesagt und dann dargestellt. Hier kam es darauf an, „Zahlendreher“ wie 46 statt 64 zu vermeiden und natürlich die Ziffern an den richtigen Stellen anzuzeigen (Hunderter, Zehner oder Einer).

Verwendung zur Überprüfung der Ergebnisse

So wie im halbschriftlichen Rechenverfahren schrittweise auf die Hunderter, Zehner und Einer geachtet wurde, so wurden diese je nach Aufgabe, Stelle für Stelle, auch auf dem „Eisstielrechner“ weitergeschoben. Hier war es mir wichtig, dass erst halbschriftlich gerechnet, dann mit den Eisstielen „überprüft“ wurde. So wurde die Verbindung zwischen den Mengen und den jeweiligen Stellenwerten hergestellt.

Aus der Überprüfung ergibt sich ein „Trick“

Im dritten Schritt haben sicherlich viele Kinder bald gemerkt, dass man mit der „Überprüfung“ wesentlich schneller rechnen konnte als mit der ausführlichen Dokumentation der Rechenschritte. Leider habe ich diesen Aha-Moment beim Distanzlernen nicht unmittelbar mitbekommen. Doch die Berichte aus den Familien zeigten, dass er stattgefunden hatte.

Aus diesem „Trick“ der Überprüfung entstand dann das schriftliche Rechnen. So konnte ich den Kindern zeigen, dass man die Zahlen der Aufgaben einfach stellengerecht untereinanderschreiben und verrechnen muss – so wie es mit den Eisstielen geschieht.

Erfreuliche Resonanz

Auf diesem Weg konnte ich selbst rechenschwache Kinder erreichen und den neuen Lernstoff aus der Distanz an sie heranführen. Ich freue mich so sehr darüber und deshalb möchte ich es hier teilen. Die Videoanleitung füge ich ein, ebenso die Schablone als Download.

Ich wünsche viel Freude und Erfolg mit der „Eisstielrechenmaschine“!

Montessori-Material: Immer 10 wollen miteinander gehen

Ein kleines Gedicht, das veranschaulichen soll: Einer machen kleine Schritte, Zehner schon etwas größere Sprünge und Hunderter kommen gut voran. Naja, beim Tausenderwürfel halten wir an – vorerst. In Klasse 4 warten dann die ganz großen Zahlen auf uns.

Es wanderten neun kleine Einer,
in Einerschritten durch den Wald.
Doch mit dem 10. wurde es heiter,
in Zehnersprüngen hüpften sie weiter.

Die Zehnerstange sprang flugs voran
und traf den nächsten Zehner bald.
Bald hüpften gleichsam neun der Stangen
gemeinsam durch den schönen Wald.

Kam ein zehnter Zehner und und wusste Rat:
„Besser voran kommen wir als Quadrat.“
Ein Hunderter ist 10 mal 10,
so wollen wir zusammen gehen.

Und auch die Hundert wurden mehr,
das freute alle Wanderer sehr.
Am Ende kamen die Hunderter an
und dann waren sie bald wieder 10.
Die blieben dann ganz fest zusammen
als Tausenderwürfel stehen.

Ein Würfel? Nicht, dass Ihr Euch wundert:
Tausend, das sind 10 mal 100.
Mit ihnen endet die Wanderung hier
und weiter geht`s in Klasse 4!

N.Mescher

10 Einer, das sind 10.
10 Zehner, das sind 100.
10 Hunderter sind 1000.

Hier noch einmal ein Blogartikel zu dem Montessorimaterial, mit Download.

Ich habe eine Kooperation mit Montessori Lernwelten und würde mich freuen, wenn Ihr dieses Material über einen dieser Links bestellt:


Thema „Unser Geld“ in Klasse 3

Die Kinder durchleben im Laufe des 3. Schuljahres einen großen Entwicklungsschritt, bildlich als „Rubikon“ bezeichnet (mehr dazu hier). Dabei geht es einen großen Schritt nach vorn in die Welt. Dies löst oft auch innerlich eine große Gefühlskrise aus, der man besonders mit lebenspraktischen Dingen begegnen sollte. Alles, was ins selbständige Leben, ins Leben der Großen führt, weckt nun besonderes Interesse. Das Gefühl, die Welt mehr und mehr zu verstehen, ist für die Kinder in diesem Alter sehr beflügelnd. So ist auch das Thema „Umgang mit Geld“ ein echter Klassiker. Genau dieses Thema beginnt jetzt in meiner 3. Klasse. Und hier möchte ich einmal zeigen, wie ich es greife. Mir ist es sehr wichtig, dass es nicht zu materialistisch behandelt wird.

Vorbereitung: Wir brauchen eine Aufbewahrung

Die Kinder bekommen „Rechengeld“ und das sollte – ebenso, wie echtes Geld – gut aufbewahrt werden, damit es nicht verloren gehen kann. Ich habe daher die Kinder gebeten, ein altes Portemonaie auszurangieren, einen Umschlag zu falten oder sogar ein neues Portemonaie zu basteln. Als Anregung gab es die Upcycling Idee. Mir war es zum Einstieg in diese Epoche – auch im Sinne eines Nachhaltigkeitsgedankens – wichtig, dass man eben nicht alles gleich kaufen muss, was man gerade an materiellen Dingen braucht. Oftmals gibt es Second Hand oder eben die Möglichkeit des Upcyclings. Das Thema „Wir brauchen eine Aufbewahrung“ diente daher nicht nur der Vorbereitung zur Sorgfalt mit dem Material, sondern auch indirekt der Erfahrung, dass man gar nicht alles neu kaufen muss (wir Waldörfler arbeiten gern indirekt, weil es das Herz eher berührt).

Unser Geld allgemein

Welches 8- oder 9-jährige Kinder hat schon einmal alle Geldscheine aus nächster Nähe gesehen? Die Münzen und Scheine also zunächst genau betrachtet, auch gemalt und in diesem Zuge zunächst auch verschiedene Geldbeträge gelegt, vom Cent zum Euro. Wie sind Preisschilder zu lesen? Wieviel Cent sind 5 Euro usw. Dies führt dann zu Sachaufgaben: Wieviel muss ich bezahlen? Wofür reicht das Geld? Wieviel Wechselgeld bekomme ich zurück?

Weitere Schreibanlässe

Inhaltlich folgen auch Anregungen wie: Geld stellt nicht nur meine Versorgung sicher, sondern kann auch Gutes tun- was bedeutet „spenden“, Umgang mit Taschengeld und – besonders wichtig – Dinge, die man für kein Geld der Welt kaufen kann. Auch deshalb gibt es parallel als kleine Achtsamkeitsübung das Miniheft für die Woche voller kleiner Glücksmomente.

Dieses Thema wird im Präsenzunterricht vertieft und abgeschlossen. Ob es nach dem Lockdown-Ende am 14.2. schon geschehen kann, bleibt abzuwarten.

Rechenbingo – Das Verdoppeln und Halbieren üben

Das zählende Rechnen überwinden

Eine große Herausforderung im Unterrichtsfach Mathematik besteht darin, die Kinder auf ihrem Weg zum denkenden Rechnen zu unterstützen. Ein wesentlicher Schritt dazu ist die Abkehr vom zählenden Rechnen. Wer für jedes Ergebnis erneut abzählen muss, verbraucht viel Zeit, Konzentration und macht im Schnitt mehr Fehler.

Automatisieren fördern

Ziel ist es, dass die Kinder Zahlenstrukturen und -zusammenhänge für sich erkennen und ergreifen. So entwickelt sich ein echtes Zahlenverständnis. Zahlen sollten als zusammengesetzte Mengen erkannt und vorteilhaft genutzt werden.

Daher findet man als Aufgabentypen so häufig die Zahlenhäuser (Ergebnis im Dach), Zahlenmauern (zusammengesetzte Mengen) oder arbeitet in den unteren Klassen mit Rechenketten, Perlenschiebern oder dem Montessorimaterial.

Doch nach der Veranschaulichung der Rechenschritte mit dem Material sollte der nächste Schritt sein, die „Automatisierung“ zu fördern.

Ein Schritt dahin ist das Halbieren und Verdoppeln

Hier wird die Entwicklung von Zahlenzusammenhängen gefördert. Um dies spielerisch zu unterstützen, habe ich dieses kleine Bingospiel entwickelt:

Ihr könnt das gezeigte Spiel hier kostenlos downloaden:

Um die Zahlbeispiele mit eigenen Aufgaben zu erweitern, habe ich auch eine blanko Vorlage für Euch:

Ich wünsche viel Erfolg beim spielerischen Üben!

Ich denke mir eine Zahl

Ein Spiel aus der Schule – auch im Homeschooling

Dieses Spiel hat es aus der Schule ins Homeschooling geschafft, denn es lässt sich leicht über Video zeigen. Es funktioniert so:

Man überlegt sich eine Zahl und dann gibt man Hinweise, um sie zu beschreiben.

  • Zwischen welchen Zahlen liegt sie
  • ist sie zwei- oder dreistellig (oder mehr….)
  • ist sie gerade / ungerade
  • … was eben Zahlen so für Eigenschaften haben können und mit den Kindern bereits besprochen wurde.

Wichtig: Man beschreibt einen Zahlenraum („die Zahl liegt zwischen 30 und 40“), d.h. es kommen mehrere richtige Antworten in Frage, aber nur eine kann der „Glückstreffer“ sein. Man braucht für dieses Spiel also nicht nur ein Zahlenverständnis, sondern auch eine Portion Glück. Letzteres macht dieses Spiel als Einstiegsübung in der Schule so interessant – nicht nur für die Kinder.

  • Viele Kinder können drangenommen werden, um ihre Antwort zu sagen – dabei wird es nicht langweilig.
  • Die Kinder kommen nicht in die Situation, sich irgendwie aneinander zu messen, sondern freuen sich eher darüber, wer nun bei der Auflösung ein Glückspilz war. Das ist entlastend, wenn Ergebnisse oder Vermutungen vor der ganzen Klasse gesagt werden.
  • Dadurch steigt die Beteiligung und auch zurückhaltende Kinder melden sich hier gern.
  • Eine falsche Antwort trifft die Kinder also nicht so hart (DAS mathematische Problem überhaupt: Es gibt ja sonst nur richtig oder falsch, nichts dazwischen. Fehler führen schnell zu Entmutigung)
  • Ich kann anhand der Antworten sehr gut sehen, wie das mathematische Verständnis der Kinder gereift ist, es ist also auch ein wenig „Diagnostik“.

Probiert es aus, es funktioniert in allen Zahlenräumen und Altersklassen!