Erinnerungen an die Kindergartenzeit

Die wundervollen Aquarelle aus „Rosinas Wolle“ stammen von Lena Fischer, ebenfalls Waldorflehrerin. Lena hat ihrerseits auch zwei Kinderbücher geschrieben und illustriert: Maira, das Brombeermädchen. Ein weiteres schönes Projekt von ihr ist das Kindergarten-Freundebuch. Auch hier hat sie jede Seite selbst konzipiert und aquarelliert.

Was braucht ein gutes Freundebuch?

Gerade für das Kindergartenalter gibt es nicht viele Freundschaftsbücher, bei denen die Kinder selbst auch Einiges malen und beitragen können. Nicht selten sind die Eltern beim Ausfüllen der vielen Fragen gefordert. Lena hat sich bei der Ausarbeitung ihres Buches auf einige wenige Dinge über die Persönlichkeit eines jeden Kindes konzentriert, so dass viele liebevolle, kleine Steckbriefe enstehen. Zudem hat sie einen schönen und übersichtlichen Geburtstagskalender entworfen, in den sich alle Freunde eintragen können. So wird ein unvergesslicher Erinnerungsschatz geschaffen.

Wo gibt es das Freundebuch?

Leider nicht in jedem Buchhandel, sondern nur in ausgewählten Shops und Geschäften. Auch in meinem kleinen Shop werdet Ihr fündig, schaut mal hier.

Es ist also ein ganz besonderes Geschenk vom ersten Kindergartentag bis zum Vorschuljahr.

Rosinas Wolle auf dem Waldorf Bücherbasar

Zum Auftakt dieser Themenwoche stelle ich mein erstes Buch „Rosinas Wolle“ vor, das inzwischen in der ersten Auflage fast ausverkauft ist. Ich freue mich riesig über die Resonanz. Die Geschichte handelt von Schaf Rosina, das im Frühjahr als Lamm auf die Schafwiese kommt, alle Jahreszeiten erlebt und an einem Montag, wieder im Frühling, die erste Schur erhalten soll. Doch sie ist trotzig und sagt: „Meine Wolle bleibt dran.“ Die Woche nimmt einen ganz besonderen Lauf.

Schafwolle als kostbarer Rohstoff

Mit dem Büchlein lernen die Kinder Schafwolle als kostbaren, nachwachsenden Rohstoff kennen, der vielseitig zu verarbeiten ist. Auch die Schritte der Wollverarbeitung – vom Waschen, Kämmen, Verspinnen zum Stricken – werden liebevoll erklärt.

Doch „Rosinas Wolle“ ist auch eine Geschichte über Freundschaft und dem Geben und Nehmen.

Geschichte mit Wollwerkstatt

Rosina gibt es wirklich! Ihre erste Besitzerin ist eine liebe Freundin von mir, die jahrelang mit Kindern Wollwerkstätten durchgeführt hat. Diese schöne, naturnahe Arbeit mit allen Sinnen wollte ich gerne in die Geschichte einfließen lassen. So entstand dann auch das kostenlose Zusatzmaterial „Rosinas Wollwerkstatt“, das Ihr hier zum Download bekommt.

Mehr über Rosinas Wolle

Hier findet Ihr einen früheren Blogartikel über die Entstehung des Projektes.

Einen ersten Blick ins Buch könnt Ihr hier vornehmen.

Einsatz in der Schule und zum Lernen zu Hause

Inzwischen werden auch schon Klassensätze bei mir bestellt, was mich wirklich sehr freut! Das Buch ist mit seinem Fabelcharakter auch eine schöne erste Lektüre in Klasse 2.

Es eignet sich ebenso zum Einstieg in das Fach Handarbeit in Klasse 1.

Wer es zum Einführen der drei Wortarten Nomen, Verben, Adjektive verwenden will, kann sich auch hier umschauen. Ein schönes Wortspiel ist auch „Rosinas Wortsalat“:

Hier ist ein schönes Fingerspiel mit Wolle, das ebenfalls Teil des Zusatzmaterials ist:

Der Weg zum Buch

Das Buch erhaltet Ihr in meinem Shop , im Waldorfshop, bei Glomer Buchversand und überall, wo es Bücher gibt. Im Zuge des Waldorf Bücherbasars könnt Ihr es auch zusammen mit einem Beutel Märchenwolle gewinnen. Einfach hier oder bei Instagram bis zum 14.5.2022 einen Kommentar hinterlassen. Es wandert wieder alles in einen Topf und wird am Sonntag gelost. Ich wünsche Euch viel Glück!

Teilnahme ab 18 und innerhalb der EU, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Vorhang Auf! für`s Herz

Kooperation und Gewinnspiel – Lostopf geschlossen | Wie viele von Euch wissen, liegt mir die Vorhang Auf! Zeitschrift sehr am Herzen: Diese einzigartige Familienzeitschrift, liebevoll mit handgefertigten Bildern und fantasievollen Geschichten gestaltet, mit kindgerechten Bastel- und Spielideen und einem Eltern-Begleitheft zum jeweiligen Thema der Ausgabe sucht ihresgleichen. Ich bin selbst seit Langem Abonnentin und auch, wenn meine eigenen Kinder schon größer sind, finde ich hier immer wieder auch schöne Ideen für meine Epochen. Die Kooperation mit Vorhang Auf! ist mir eine Herzensangelegenheit.

Gewinnspiel: Das Osterheft

Das Osterheft wurde in diesem Jahr neu aufgelegt. Ich darf es kurzfristig an Euch verlosen, zusammen mit einem schönen Oster-Kunstdruck. Kommentiert daher hier oder auf Instagram, wenn Ihr teilnehmen möchtet. Abonniert gern hier oder auf Instagram @waldorf.lehrerin und @vorhangaufzeitschrift oder meinen Blog über WordPress. Die Verlosung ist ab 18 Jahren und endet am 15.4.2022 um 12 Uhr. Der Waldowverlag versendet den Gewinn direkt an Euch. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Jahresabo via Montagskind

Wer gern die Vorhang Auf! Zeitschrift verschenken oder selbst abonnieren möchte, kann dies auch über meinen Blog tun. Füllt einfach dieses Formular aus und alles geht seinen Weg über mich. Das Jahresabo verlängert sich nicht automatisch.

In 10 Minuten einfach loslassen und einschlafen

5 Schritte für eine entspannte Ruhezeit

Ein Gastbeitrag von Dr. Daniela Heidtmann

Das Loslassen am Abend fällt nicht nur Kindern, sondern selbst Erwachsenen schwer und sehr viele Menschen brauchen recht lange, um in den Schlaf zu finden. Oft beginnt am Abend mit der zur-Bett-geh-Zeit der Kinder eine stressige Phase im Familienleben. Die Kinder weigern sich beharrlich und drehen oft nochmal richtig auf, bei den Eltern ist nach einem langen Tag der Akku leer, man hat keine Kraft für Diskussionen um „ich muss aber nochmal aufstehen und trinken“ oder „ich habe aber noch nicht fertig gebaut.“ 

We-Time: Mein Kind und ich

Kleine, immer wiederkehrende Rituale sind hier hilfreich, denn sie nehmen den Stress aus der Situation und zeigen einen Weg zum Loslassen ohne viele Worte. Wenn Abend für Abend ein ähnlicher Ablauf für das Kind erkennbar ist, kann es sich viel leichter darauf einlassen und geht entsprechend freudiger in Richtung „Land der Träume“. Wichtig ist hier vor allem die innere Haltung von Erwachsenen, die das Kind in dieser sensiblen Phase noch einmal achtsam wahrnehmen und sich mit ihm verbinden. Jeder einzelne Schritt kann von Erwachsenen als innige We-Time angelegt werden. Die Schritte zusammen dauern nicht mehr als 10 Minuten, schaffen aber Zufriedenheit und eine friedliche Stimmung am Abend.

Schritt 1: Das Zimmer für die Nacht vorbereiten

  • Das Bett zum Einstieg bereit machen, frisch aufschütteln
  • ein kleines Licht anzünden, 
  • etwas Lavendelöl auf ein Tüchlein neben das Bett legen / Lavendelöl in Schale tröpfeln
  • das liebste Kuscheltier „in Warteposition“ hineinlegen: Teddy freut sich auf die Nacht!

Bei diesem Schritt werden viele Kinder gern mithelfen, es ist aber kein Muss. Die positive Haltung des/der Erwachsenen bei der Vorbereitung ist sehr wichtig. Jeder einzelne Schritt sollte langsam und mit Bedacht ausgeführt werden. Dabei können Eltern selbst schon zur Ruhe finden und diese auch ausstrahlen.

Schritt 2: Eine Körperspür-Übung vor dem Gang ins Bett

Bevor es ins Bett geht, ist es für Kinder meist hilfreich, ihren Körper wahrzunehmen, beruhigende Bewegungen aus dem Yoga bieten sich hierbei an:

  • Das Kind darf sich nochmal ganz groß machen, sich dehnen und recken
  • Das Kind nochmal stehend im Arm halten und etwas wiegen
  • Eine kleine beruhigende Yogahaltung zusammen mit dem Kind üben

Schritt 3: Dem Kind im Bett Raum für Gespräch geben

Mit dem Gang ins Bett „droht“ für viele Kinder „der Kontaktabbruch“ zu den Eltern: Sie sollen schlafen, die Eltern verlassen den Raum. Hier ist es wichtig, noch eine kleine „Kommunikationszeit“ zu reservieren, um kurz in den Austausch zu kommen, das Kind wahrzunehmen, ihm verbal Raum zu geben.

  • Frage: „Was hat dir heute im Kindergarten / in der Schule besonders gut gefallen?“ oder
  • „Was hat dir heute am besten geschmeckt?“ oder
  • „Heute ist dir x/y schon richtig gut gelungen“ oder
  • „Ob Teddy schon schläft?“

Schritt 4: Angenehme Stillezeit

Nach dem Gespräch kommt die Stillezeit. Auch wenn nicht mehr/kaum noch miteinander gesprochen wird, bleibt die/der Erwachsene weiter innig mit dem Kind in Kontakt:

  • Kleine Massage der Hände oder Füße oder
  • Vorlesen einer kleinen Fantasiereise oder
  • Erzählen, wie Mond und Sterne am Himmel stehen (angepasst ans Alter des Kindes, vom kurzen Beschreiben bis zu Sternbildern) oder
  • Erzählen, was Teddy träumt

Mit Abschluss der kleinen Stillezeit kommt der wichtigste Teil des Rituals: Die Me-Time für den Erwachsenen: Eine kurze Meditation vor dem Bett des Kindes. Sie hilft, die Anstrengungen des Alltags zurückzulassen, durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen, während das Kind behütet einschläft.

Schritt 5: Me-Time – die Meditation für Erwachsene

  • Sitze auf einem Stuhl, Kissen, oder auf dem Boden vor dem Bett deines Kindes
  • Richte die Wirbelsäule auf und Erde dich gut
  • Lasse den Atem frei fließen und nimm seinen Rhythmus wahr
  • Beobachte den Weg der Ein- und Ausatmung
  • Werde ganz still, der Körper ist unbewegt
  • Spüre die Füße, … die Hände, das entspannte Gesicht
  • Nimm dein einschlafendes Kind wahr, seinen Atmenrhythmus, dann spüre wieder deinen stillen Körper
  • Tauche ganz ein in diesen friedlichen Moment … lass los!

Viele friedvolle Familien-Abende und gute Nächte wünscht

Daniela

Hilfreiche Unterstützung

Ein Yogaabendritual für das Grundschulalter: Heidtmann, Daniela (2019): Yoga, Mond und Sterne. Buch Hardcover. Mitmach-Geschichte für Familien. Asteya-Verlag. – in meinem Shop erhältlich

Kurze Fantasiereisen zum Loslassen: Heidtmann, Daniela (2021): Kleine Fantasiereisen. Kartenset mit 30 Karten. Ellermann-Verlag – hier bestellen.Blogartikel dazu

Meditation und Entspannung lernen: Online-Workshop von Daniela Heidtmann: Meditations- und Entspannungstage vom 10.01.-14.01.2022, täglich 20.00-21.00. www.yoga-neckarau.de

Zur Autorin: @danielaheidtmann_yoga

Daniela ist Kommunikationswissenschaftlerin, dreifache Mutter und Yogalehrerin. Sie ist Autorin vieler Bücher zum Thema „Zur-Ruhe-kommen mit Yoga und Entspannungstechniken“. Als Entspannungsexpertin beschäftigt sie sich seit über 20 Jahren damit, wie Kinder und Erwachsene leichter loslassen und einschlafen können. In ihrer Yogaschule in Mannheim, aber auch online, bietet sie achtsames Yoga mit Meditation an und bildet Yogalehrer/innen aus.

Vorlesezeit im Advent

Vorlesen ist wichtig für die kindliche Entwicklung. Es gibt keine schönere Weise, einen umfangreichen Sprachschatz aufzubauen, das konzentrierte Zuhören zu üben, das Vorstellungsvermögen zu erweitern und sowieso die Beziehung zueinander durch gemeinsam verbrachte Zeit zu stärken. In der dunklen Jahreszeit ist die Vorlesezeit – so mein Empfinden – nochmal intensiver, wenn durch Kerzenschein, Plätzchenduft und kuschelige Decken die Sinne in der typischen vorweihnachtlichen Wohlfühlatmosphäre angesprochen werden.

Vorlesen und Erzählen in der Schule

Auch in der Schule wird viel vorgelesen. In manchen Klassen im Rahmen einer Vertretungsstunde, in der eigenen Klasse – je nach Alter – darf es auch eine größere, zusammenhängende Geschichte sein, die Tag für Tag weiter vorgelesen oder auch frei erzählt wird.

Meine Auswahl in der Vorweihnachtszeit

Ich möchte Euch hiermit eine Auswahl meiner Lieblingsbücher vorstellen. Dies ist übrigens keine beauftragte Werbung, jedes Buch habe ich selbst gekauft.

  • Tomte Tummetott (Astrid Lindgren): Dieses liebevolle Buch um den Winterwichtel Tomte eignet sich in der ersten Klasse für eine schöne Vorlesestunde, kann aber auch problemlos über mehrere Tage wiederholend vorgelesen – auch mitgesprochen und gespielt – werden.
  • Marias kleiner Esel (Gunhild Sehlin): Zu diesem Buch habe ich in der zweiten Klasse die ganze vorweihnachtliche Epoche gestaltet. Die Kinder haben zu der Geschichte jeden Tag gemalt und einige erzählende Sätze geschrieben. Das Gesamtwerk war das Weihnachtsgeschenk für die Eltern.
  • Sankt Nikolaus (Jakob Streit): Im Rahmen des Erzählstoffs der zweiten Klasse, die Heiligenlegenden, eignet sich dieses Büchlein ganz besonders. Es braucht auch einige Tage, um die Lebensgeschichte des heiligen Sankt Nikolaus in der Nikolauszeit zu erzählen oder vorzulesen.
  • Das Licht in der Laterne (Georg Dreißig): Dieses Buch habe ich in Klasse als tägliche Adventskalendergeschichte vorgelesen und mit einer Legearbeit (Tücher, Steine, Figuren) begleitet.
  • Vom Osten strahlt ein Stern herein (Geschichtensammlung): Dieses Buch ist eine ganz wundervolle Sammlung adventlicher Geschichten für viele Altersklassen und bei mir sowohl in Religionsstunden, als auch Vertretungsstunden im Einsatz.
  • Friede auf Erden (Selma Lagerlöf): Auch dieses Buch ist eine kleine Sammlung mit den schönsten Weihnachtsgeschichten von Selma Lagerlöf, Einsatz eher im Bereich der Mittelstufe.

Ich hoffe, ich konnte Euch mit dieser Auswahl einen schönen Einblick in die weihnachtliche Vorlesezeit meines Schulalltags geben und freue mich auch über Eure Fragen und Empfehlungen. Auf Instagram kamen bereits viele weitere schön Buchempfehlungen, die ich einem Button meines Profils @waldorf.lehrerin gesichert habe.

Entspannung für die Kleinen

Ich freue mich, Euch mit dieser Herzempfehlung auch einmal Fantasiereisen vorstellen zu können, die bereits ab einem Alter von etwa 3 Jahren für Entspannung und Beruhigung sorgen. Mit diesen Karten könnt Ihr schon Eure Kleinen in anstrengenden Zeiten liebevoll begleiten.

Die Autorin dieser 30 Karten ist meine Schwester Daniela, die seit über 20 Jahren als Yogalehrerin arbeitet. Sie hat die beiden Bücher „Yoga, Mond & Sterne“ und „It‘s Buddha Time“ geschrieben. Gemeinsam haben wir das Hörbuch „Der Klang der Sonnenstrahlen“ geschrieben und aufgenommen.

30 Karten voller entspannender Vielfalt

Die kleinen Fantasiereisen sind Szenen aus der Natur oder dem Tierreich. Sie laden Euch ein, kleine Yoga- und Entspannungspausen mit Euren Kleinen einzulegen. Dabei dauert jede Übung etwa 10 Minuten.

Die Sammlung ist angereichert mit einfachen Einstimmungsübungen, Spürimpulsen und Kurzmassagen.

Die verschiedenen Auszeiten ermöglichen es auch unruhigen Kindern, leicht in den eigenen Körper einzutauchen und abzuschalten. Alle Fantasiereisen können ohne Vorwissen oder besondere Fähigkeiten durchgeführt werden.

Die Kartenbox könnt Ihr ganz einfach über diesen Link bei Thalia bestellen.

Ihr könnt hier auch gern Eure Fragen dazu stellen.

Meine Fantasiereisen für Kinder ab Vorschulalter findet Ihr hier auf dem Blog oder bereits vertont in meinem Podcast „Märchen mit Klang“. Ich wünsche Euch einen gemütlichen und entspannten Herbst.

Die große Stapelsteinliebe

Dieser Sommer steckte voller Überraschungen: Dank einer neuen Kooperation sind die Stapelsteine erst bei uns zu Hause, dann in meinem Klassenraum eingezogen – und es war Liebe auf den ersten Blick. Aber lest selbst.

Die Ankunft

Die Steine kamen bereits in den Sommerferien zu mir, ich habe sie kostenlos zum Testen bekommen. Verpackt waren sie in vorbildlicher Weise komplett plastikfrei und da sie zu 100 Prozent in Deutschland und klimaneutral hergestellt werden, hatten sie auch nur einen relativ kurzen Weg hinter sich. Allein das ist schon ganz nach meinem Geschmack, wie Ihr wisst.

Ausgepackt und Angepackt

Wer glaubt, dass mein Kind hier einen schweren Stapel Steine schleppt, der irrt sich: Die acht bunten Stapelsteine wiegen gerade einmal etwas mehr als ein Kilogramm. Dass sie kinderleicht zu tragen und frei von spitzen Kanten, Weichmachern und Schadstoffen sind, macht sie in praktisch allen Altersgruppen für Spiele und leichtes Aufräumen interessant. 

Mit seinen 180 g Gewicht ist so ein Stapelstein aber alles andere als zerbrechlich: Tragen kann er nämlich 180 kg und dabei ist er noch stoß- und bissfest. 

Stapelsteine sind also wahre Multitalente, so genannte Open Ended Toys, die die Fantasie enorm beflügeln, lest auch gern meinen Blogbericht dazu: 

Blogbericht zum Thema Fantasie:

Jedenfalls hatten nicht nur Zwei-, sondern auch Vierbeiner bei uns viel Spaß mit den Stapelsteinen!

In der Schule: Sogar Einsatz ohne Einsatz

Nachdem die Steine also zu Hause auf vielfältigste Art bespielt und getestet wurden, sind sie inzwischen in meinen Klassenraum eingezogen und zeigten dort ebenso vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Dabei nimmt der Stapel keinen Platz weg, sondern ist auch nützlich, selbst wenn er gerade nicht als Spiel- und Arbeitsmaterial im Einsatz ist: 

 Bequemes Sitzen

Vor der Tafel ist der Stapel nun mein mobiler Erzählhocker. Und wenn ich nicht gerade dort sitze, sieht so ein Türmchen Stapelsteine immer noch dekorativ aus.

Bei unserer Einmaleinsrallye haben wir mit den Stapelsteinen auch blitzschnell ein Siegertreppchen hergestellt:

Erden

Die acht Steine bieten übrigens gerade am Schuljahresanfang auch achtfach die Möglichkeit, einen (noch) etwas zu hohen Stuhl ausgleichen zu können. Ein neuer Klassenraum bedeutet ja auch immer etwas größeres, mitwachsendes Mobiliar. Wir haben zwar auch verschiedene Tisch- und Stuhlgrößen im Klassenzimmer, doch dank Stapelstein reicht es in diesem Jahr oftmals schon aus, wenn die Füße bei der Arbeit am Platz auf einem Stapelstein stehen können. Jedenfalls, solange sie noch nicht den Boden berühren. Dann ist bei Eigenarbeitsphasen der notwendige Halt an Tisch und Stuhl gegeben und das wird von den Kindern gern angenommen.

Statt Pylonen

Bei Spielen, die Markierungen und Abgrenzungen erfordern, kann man am Spielfeldrand auch gewisse Punkte mit Stapelsteinen markieren. Ebenso kann man auf sehr einfache Art und Weise die Steine für Parcours verwenden: Für Slalom oder den Bau einfacher Hürden.

Als ich in der Schule die Stapelsteine einfach mal in eine Reihe gelegt habe, um ein Spiel zu beginnen, fingen die Kinder schon direkt von selbst an, von Stein zu Stein zu springen, über die Steine zu hüpfen oder Slalom zu laufen. So anregend und einladend wirkt es jedenfalls auf meine 4. Klasse.

Eine Fülle von Spielideen

Das Spielkind in mir war also gleich geweckt – und so ging es auch noch einigen Anderen vor mir. Von daher gibt es bereits auf der Homepage von Stapelsteinen und auch in der gleichnamigen App eine Fülle von Spielideen, auf die ich gern zurückgreife: Von Gleichgewichtsübungen über Wurfspiele mit dem Bohnensäckchen bis hin zu vielen anderen Bewegungsspielen.

Für meinen Einsatz im Unterricht habe ich mir weitere Lern- und Gruppenspiele einfallen lassen. Dabei kamen auch viele Impulse von den Kindern selbst. Fazit also zu Beginn der Herbstferien: Klare Spiel- und Lernempfehlung.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit den bunten Steinen!

Hier geht es zum Stapelstein-Shop – und Ihr unterstützt mit Eurer Bestellung über diesen Link gleichzeitig den Montagskindblog.

Download: Meine 15 Spiele mit den Stapelsteinen:

Aurelino – als sich der kleine Sonnenkönig auf den Weg machte

Aurelino feiert Geburtstag. Vor gut einem Jahr ist mit „Der Klang der Sonnenstrahlen“ das erste gemeinsame Hörbuch von meiner Schwester und mir erschienen, zunächst rein „physisch“ auf CD, inzwischen auch im Streaming. Unser Sonnenkönig „Aurelino“ erfreut sich mit seiner entspannenden Erdenreise seitdem wachsender Beliebtheit. Und hier erzähle ich Euch, wie diese ganz besondere Geschichte entstanden ist.

Wie alles begann

Entspannung für Kinder, in der Schule und zu Hause, ist seit Langem schon ein Thema, das mich begleitet und an dem ich aktiv arbeite, wie Ihr wisst. So fing ich dann im Rahmen meiner Weiterbildung zur Gesundheitspädagogin an, kleinere Geschichten zu schreiben, in die ich verschiedene Entspannungstechniken für Kinder und natürlich auch die Qualität der wunderbaren Audiopädie (Klangpädagogik) einfließen ließ. Das war Anfang 2018. Irgendwann wurde dabei der kleine König „Aurelino“ zum Hauptakteur. Doch meine ersten Geschichten waren eher noch einzeln zu sehen und alles andere als ein Gesamtwerk. Ich stand also vor der Aufgabe, den berühmten roten Faden zu finden.

„Wir machen das gemeinsam“

Meine Schwester Daniela hatte gerade ihren Asteya Verlag gegründet und ihr wundervolles Buch „Yoga, Mond & Sterne (Blogbeitrag) herausgebracht“, das es ebenfalls als Hörbuch, auch im Streaming (z.B. hier ), gibt. Außerdem hat sie mein Büchlein „Rosinas Wolle„, die liebevolle Schafgeschichte mit den praktischen Ideen zum Wollhandwerk mit Kindern, wunderbar verfeinert und entscheidend mit überarbeitet.

Als nächstes wollten wir dann also eine gemeinsame Geschichte rund um den kleinen Sonnenkönig Aurelino schreiben. Als erfahrene Yogalehrerin war meine Schwester ohnehin eine Bereicherung für Aurelinos Abenteuer.

Bei der Arbeit an Rosinas Wolle hat es uns sehr gut getan, tagelang am Stück an dem Büchlein zu arbeiten, begleitet von kleinen gemeinsamen Auszeiten. Und genau das nahmen wir uns jetzt auch wieder für den „Klang der Sonnenstrahlen“ vor. Wir suchten uns also einen ruhigen Rückzugsort, um wieder gemeinsam in unsere Geschichten eintauchen zu können. Das heißt für uns: Schreiben, an der frischen Luft unterwegs sein, Yoga, Hörraum und Meditation…. einfach raus aus dem Alltag sein und uns intensiv mit allem verbinden, das unsere Geschichte ausmacht. Und diese Auszeit gönnten wir uns zum Jahresanfang 2020.

„Es wird eine Heldenreise“

Die Geschichte zusammenzuführen, das war nun die große Kunst. Ziemlich schnell stand fest: Eine Heldenreise soll es werden – und so fingen wir an zu schreiben und das Puzzle zu lösen. Daniela entwickelte den Yoga- Erdengruß für die Geschichte, ich ließ die Klänge einfließen, gemeinsam fügten wir Elemente des autogenen Trainings, Achtsamkeitsübungen und andere Entspannungstechniken kindgerecht in die Geschichte ein.

Anschließend erzählten und spielten wir die Geschichte mit all ihren Klängen und Übungen, nicht mehr nur zu zweit, sondern auch mit unseren eigenen Kindern. Dabei wurden auch kleinere Details noch verfeinert. Die Geschichte wurde anschließend von Igel Records in der Reihe „Kids in Balance“ produziert und so waren wir im Juni 2020 im Tonstudio: Daniela sprach die Geschichte ein, ich spielte die Instrumente, meine kleine Nichte gab dem kleinen Sonnenkönig Aurelino ihre Stimme und sang die Lieder. Was für ein Familien-Abenteuer!

Happy Birthday, Aurelino!

Inzwischen ist ein Jahr vergangen, in dem Aurelino bei vielen Kindern für mehr Entspannung und besseres Einschlafen gesorgt hat. Wir haben so liebe und positive Rückmeldungen in den letzen Monaten erhalten, dass Ihr mit Sicherheit in Zukunft noch mehr von uns lesen und hören werdet.

Seit einigen Monaten ist auch das Hörbuch zu „Der Klang der Sonnenstrahlen“ im Streaming verfügbar. Unter diesem Link kannst Du es kostenlos hören, als unverbindlicher Probemonat bei Audible:

Der Klang der Sonnenstrahlen

Ich wünsche viel Spaß, besseres Einschlafen und entspannte Kinder!

Plastik sparen im Schulalltag

Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun…. Ich habe hier einmal einige Beispiele, wie im Schulalltag eine Menge Plastik eingespart werden kann. Denn leider ist Plastik noch viel zu oft und viel zu selbstverständlich unser ständiger Begleiter: Laminierfolien, Tintenpatronen, Klebestifte, Schnellhefter und Heftumschläge – dabei bleibt das Schulfrühstück diesmal sogar außen vor. Zum Glück gibt es schöne Alternativen.

Plastik und Schule in Zahlen

Es gibt etwa 9 Millionen Schulkinder und ca. 750.000 Lehrer*innen in Deutschland, die all diese Utensilien tagtäglich benutzen. Dabei sind die meisten dieser Artikel davon Wegwerfartikel: Eine Tintenpatrone etwa ist nach ein paar Tagen leer, ihr Plastikmüll zersetzt sich aber erst nach mehreren hundert Jahren.

In Deutschland gelangen jährlich 446.000 Tonnen Plastik in die Umwelt, mehr als 70 % davon sind Mikroplasitik. Laut Weltnaturschutzunion (IUCN) gelangen jedes Jahr insgesamt 3,2 Millionen Tonnen Mikroplastik in die Umwelt, etwa 1,5 Millionen Tonnen davon in die Meere. Dies ändert unsere gesamte Biosphäre.

Warum es Sinn macht, im Kleinen und bei den Kleinen anzufangen

Die Zahlen sind groß, die Tintenpatronen klein. Das macht doch gar nichts aus, oder? Doch, das macht es – denn es ist ein wichtiger Zukunftsauftrag, die Kinder frühzeitig dafür zu sensibilisieren, dass Plastikmüll nicht in großen Mengen vorkommen darf und es gute Alternativen gibt, die unsere Umwelt schonen. Schließlich wächt gerade eine Generation heran, die viele Umweltsünden der Vergangenheit in ihrem Leben spüren wird und jetzt schon spürt.

Daher hier meine Tipps für einen achtsamen, umweltfreundlichen Schulalltag.

Konverter statt Tintenpatrone

Wie kleine Spritzen werden Konverter am Tintenfass aufgezogen. Das hat den Vorteil, dass man jeden Tag vor oder nach der Arbeit frisch volltanken kann und damit nie das Problem einer leeren Patrone hat. Wenn es früher hieß „Hast Du eine Patrone, die in Füller XY passt?“, heißt es nun: „Hat jemand ein Tintenfass zum Nachtanken dabei?“ In meiner Klasse verwenden fast alle Kinder einen Konverter. Es gibt für jeden gängigen Füller einen passenden Konverter.

Nachfüllbarer Klebstoff statt Einweg Klebestift

Es gibt sie, die großen Flaschen mit flüssigem Klebstoff, mit denen man kleine Klebestifte oder Klebeflaschen auffüllen kann. Ich habe auch schon selbst Klebstoff hergestellt, aber die Nachfüll-Variante ist in der Alltagshektik einfach praktikabler. Ich habe nun einen nachfüllbaren Klebestift von Uhu und ein kleines Klebefläschchen aus dem Waldorfshop, das durch seine sehr feine Spitze punktgenau kleben lässt. Dabei ist der Kleber vom Waldorfshop von hoher ökologischer Qualität, selbstverständlich frei von Lösungsmitteln und auswaschbar, wenn mal etwas an die Kleidung kommt. Die Flasche ist zudem aus recycletem Kunststoff (unbeauftragte Werbung! Empfehlung, keine Kooperation)

Heftumschläge aus Papier

Auf die Heftumschläge von Minouki bin ich bei meinen Recherchen für diesen Artikel gestoßen und durfte sie gleich für Euch testen (Kooperation: Umschläge wurden kostenlos zur Verfügung gestellt). Ich bin restlos begeistert: Die Umschläge sind aus 100 % recycletem Papier, doch die Oberfläche fühlt sich so glatt an, nein – sie ist so glatt, dass sie abwischbar ist. Die Auswahl an Farben und Mustern ist nicht nur groß, sondern vom Design her vollkommen gelungen. Zudem ist alles in Deutschland hergestellt. Die Umschläge haben daher meine 100 %-ige Empfehlung – was für eine schöne und plastikfreie Möglichkeit, die Hefte der Kinder zu schonen!

Mit dem Code: montagskind bekommt Ihr übrigens bis zum 22.8.21 einen Rabatt von 10% auf die gesamte Bestellung bei Minouki!

Farbenstarke Textmarker als Buntstifte

Die hier gezeigten Textmarker sind auch wieder aus dem Waldorfshop (wieder keine Kooperation, alles selbst bezahlt), ich habe aber auch im Schreibwarenhandel vor Ort schon „trockene“ Textmarker gesehen. Die Farben sind leuchtend und stehen der Plastikvariante nicht nach. Dazu sind sie sehr lange haltbar, wie jeder Buntstift werden sie angespitzt.

Mit Tonpapier verstärken statt laminieren

Wenn ich Kärtchen und Schilder basteln und haltbar machen will, greife ich inzwischen nur noch zu Tonpapier, auf das ich die Papierkarten klebe. Als ich für meinen Bothmer-Reigen draußen mein Kärtchen dabei hatte, habe ich es einfach in eine Klarsichthülle gesteckt, um es vor Schmutz zu schützen. So eine Klarsichthülle ist ja immer wieder verwendbar. So ist das inzwischen meine Laminier-Alternative geworden.

Papierhefter statt Plastikmappen

Schnellhefter aus Papier sind ja vielerorts schon standardmäßig im Einsatz, dennoch möchte ich sie gern erwähnen, denn der Handel zeigt, dass auch die Plastikvarianten noch gefragt zu sein scheinen. Also darf es in meiner Sammlung hier nicht fehlen.

Fazit: Viel Potenzial

Bei vielen gängigen Lern- und Lehrmittel kann unnötiger Plastikmüll eingespart werden. Wenn zehn Millionen potentielle Nutzer ihren Beitrag leisten, ist die kleine Tintenpatrone des Einzelnen gar nicht einmal so wenig!

Ferientipp: Die Dechenhöhle in Iserlohn

Wir haben heute ein schönes Ferienabenteuer erlebt: Die Dechenhöhle in Iserlohn bietet ein ganz besonderes Erlebnis an. Die Kinder dürfen mit Helm und Taschenlampe die Höhle erkunden. Dabei locken auch „geheime“ Gänge und Verstecke.

Eine halbe Stunde vor der Führung konnten wir uns zunächst in dem kleinen Höhlenmuseum etwas einstimmen und die Zeit vertreiben. Dann ging es pünktlich los.

Die Höhle ist nicht zu groß und nicht zu klein

Die Möglichkeiten für die Kinder, mit Helm und Taschenlampe selbst auf Entdeckungstour zu gehen, waren vielfältig und gleichzeitig genau richtig. Kleine Verstecke und Winkel, ein „Geheimgang“ und auch eine kleinere Kletterpartie weckten große Abenteuerlust und waren zugleich prima zu bewältigen.

Die richtige Dosis an Information

Die Geschichte der Entdeckung vor gut 150 Jahren und auch Wissenswertes über die Tiere der Eiszeit, die in der Höhle lebten, waren interessant zu erfahren und hatten aber gleichzeitig keinen „Vortragscharakter“. Vielmehr wurden die Kinder ermutigt, Gedanken und Fragen zu entwickeln. Warum sind wohl gerade keine Fledermäuse da? Ein kleiner Knochenfund wurde betrachtet und überlegt, zu welchem Tier und Körperteil die Knochen wohl gehören.

Auch wurde immer wieder nach Bildern in der Höhle gesucht, die die Stalaktiten und Stalagmiten gezaubert hatten. So gab es eine „Hochzeitstorte“ oder den „Höhlengeist“. Die genaue Betrachtung der Steine wurde schön angeregt, wie ich finde.

Die Höhlenakustik

Dadurch, dass nur sehr wenige Stellen in der Höhle beleuchtet waren, kam es tatsächlich auf die mitgebrachten Taschen- und Kopflampen an. Zusammen mit dem Hall und den Tropfgeräuschen entstand so eine sehr schöne Atmosphäre.

Besonders schön war auch der Moment, als wir einmal alle Lichtquellen abgeschaltet haben und Stille einkehren ließen. Ganz im Dunklen, nur dem Höhlenklang zu lauschen, das war ein sehr besonderer Eindruck. Da schlägt mein Audiopädie-Herz höher 🙂 Wie schön wäre es, dort einen Hörraum durchzuführen….

Kurzweilig

Wir waren gut 75 Minuten in der Höhle und es kam uns vor wie im Flug. Die Kinder wären gern noch länger geblieben, was ja schließlich ein sehr gutes Zeichen ist.

Mineralogie in Klasse 6

Ja, das war übrigens eine Epoche, die mein Kind in dem vergangenen Corona-Schuljahr im Wechselunterricht und ohne Ausflug mit „Gesteinserkundung“ erlebt hat. Und wie passend dieses Thema genau in dem Alter ist, habe ich heute wieder erlebt. Es ist also richtig gut, diese Erlebnisse nun doch noch nachzuholen und es fühlte sich übrigens auch nicht wie etwas Schulisches an.

Den Drittklässler des vergangenen Schuljahres macht man sicherlich auch mit einem Besuch des Freilichtmuseums eine große Freude, Viertklässler mit „tierischen“ Erlebnissen oder dem Stadtmuseum vor Ort usw.

Ich wünsche weiterhin viel Spaß in den Ferien!

Diese Empfehlung ist eine unbeauftragte Werbung.

Hier geht es zu dem Angebot der Dechenhöhle.