Zeit der inneren Einkehr: Das Weihnachts-Glücksglas

Heute beginnt die Adventszeit, die Zeit der Einkehr auf dem Weg zur heiligen Nacht. So durften bereits viele große und kleine Menschen in den letzten Tagen das Adventsgärtlein genießen und mit ihm den Einstieg in die besinnliche Zeit finden. Zeit, sich selbst auch etwas Gutes zu tun.

Adventskalender im Glas

Mein Glücksglas für Schulkinder kennen viele ja bereits. Das Weihnachts-Glücksglas soll diesmal aber ein Adventskalender nur für Euch sein. Wer kennt es nicht: Gerade in dieser Zeit denken wir noch weniger an uns selbst und so kam mir die Idee, einen Adventskalender für Euch zu erstellen.

Mit positiven Affirmationen, kleinen Impulsen und achtsamen Übungen an jedem Tag können wir uns dann auch im Vorweihnachtstrubel etwas Gutes tun und allmählich zur Ruhe kommen.

Ihr braucht dazu…

Ein größeres Glas, in das die 24 Impulskärtchen passen, so dass Ihr jeden Tag eine Übung losen könnt.

Die Kärtchen und das Bild für`s Glas könnt Ihr hier direkt downloaden und ausdrucken:

Ich wünsche eine besinnliche und lichtvolle Vorweihnachtszeit!

Der mit Sternen gedeckte Apfelkuchen

Winterzeit ist Backzeit: Ofenwarm genießen, Plätzchen- und Kuchenduft im Haus. Bei uns sind gerade die winterlichen Jahresfeste – von St. Martin, über Adventsgärtlein bis Dreikönig – mit bestimmten selbstgemachten Delikatessen verbunden. An diesen Traditionen ändert sich auch dann nichts, wenn die Kinder irgendwann älter werden und die Feste nicht mehr aktiv feiern – am Esstisch kehren dennoch die schönsten Erinnerungen zurück.

Passend zum Adventsgärtlein am Wochenende habe ich nun den mit Sternen gedeckten Apfelkuchen, den auch meine Teens noch sehr lieben. Dazu passen übrigens auch die Punschrezepte ganz hervorragend. Beides wird es auch am Freitag wieder bei uns geben, ist schließlich Tradition und wird schon fest erwartet 🙂

Die Zutatenliste für den Kuchen

  • Äpfel
  • (pflanzliche) Butter
  • Dinkelmehl 630
  • Zucker
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • Puddingpulver Vanille
  • (pflanzliche) Sahne
  • Prise Salz

So wird`s gemacht

Download

Du möchtest das Rezept lieber downloaden und ausdrucken? Kein Problem, hier ist es:

Ich wünsche eine genussvolle Adventszeit und viel Freude beim Backen!

Rezept für Martinsbrezeln

Unsere Matheepoche endet an Sankt Martin mit einer kleinen, kulinarischen Vorschau auf die Bruchrechnung.

Eine große Brezel soll für alle Kinder der Klasse sein. Und die werde ich morgen backen. Daher habe ich heute als „Generalprobe“ dieses sehr leckere, vegane Rezept ausprobiert.

Die Brezeln waren lecker, saftig und gingen auch gut auf. Das Rezept teile ich wie immer gern mit Euch. Die Brezeln lassen sich übrigens problemlos vorbereiten und haben eine kurze Backzeit. So kann man sie ofenwarm nach dem Laternenumzug genießen, wenn man von draußen rein kommt. Wunderbar!

Ich wünsche Euch einen schönen Martinstag.

Frisch aus dem Ofen, bestreicht man sie mit Margarine und dann kann man sie auch mit Zimt oder Zucker noch verfeinern.

Schritt für Schritt auf der Rallye – ein Übweg

Das „Übungsformat“ der Rallye ist neu bei uns in Klasse 4 und hat sich im Zusammenspiel mit den Kindern entwickelt: Es kommen nun einmal in diesem Schuljahr viele neue Lerninhalte dazu, gewisse Grundlagen müssen dafür geübt und gefestigt werden. Auch ein Überblick über die einzelnen Lernstände ist wichtig bei einer großen Klasse. Die „Rallye“ ist nun ein Weg, Lernschritte zu gehen und mit Lernfreude vorwärts zu kommen.

Ich erlebe meine Klasse jeden Tag in verschiedenen Unterrichtsstunden, die einzelnen Kinder sind mir seit ihrem ersten Schultag in der Klasse sehr vertraut. Und ich nehme natürlich in der Interaktion, bei der täglichen Arbeit mit allen, schon sehr deutlich wahr, wie die einzelnen Lernstände sind. Dennoch freue ich mich, die „Rallye“ zusätzlich als tägliche Üb-Routine gemeinsam mit den Kindern entdeckt zu haben. Warum das so ist, gebe ich gern hier weiter.

Alles begann mit dem Einmaleins

und irgendwie auch mal wieder mit der vorangegangenen, belastenden Situation von Lockdowns, Wechsel- und Distanzunterricht. Inmitten unserer ersten Einmaleins-Epoche im zweiten Schuljahr gingen damals die Lichter der Schule buchstäblich aus und der Rest der Epoche fiel in den allerersten Distanzunterricht. So fehlte mir trotz vieler schöner Rückmeldungen der Eltern und Kinder mit der Zeit einfach die genaue Übersicht, wer wo steht beim Einmaleins-Lernen. Anstelle eines klassichen „Einmaleins-Führerscheins“ wählte ich dann für den späteren Präsenzunterricht in Klasse 3 zum Thema Einmaleins erstmals die „Rallye“, um mir eine Übersicht und den Kindern eine routinierte Übung zu ermöglichen.

Es gab dann jeden Tag eine Einmaleins-„Station“ in Eigenarbeit zu bewältigen, mit festgelegtem Zeitfenster. Bei der täglichen Arbeit zeigte sich zum einen ganz genau, wer welche Reihen schon sicher auswendig kannte und andererseits, dass es von Tag zu Tag auch schöne Fortschritte beim Lernen gab. Ein großer Gewinn also.

Doch leider wurden wir auch im letzten Schuljahr dabei von Quarantäne und Lockdown überrollt, so dass diese erste Rallye keinen richtigen Abschluss fand.

Neustart in Klasse 4

Vor den Herbstferien fand in diesem Schuljahr die erste Epoche im Fach Mathematik statt. Ich griff noch einmal die Einmaleins-Rallye auf und die Kinder freuten sich sehr darüber. Täglich gab es dann Aufgaben und Umkehraufgaben des kleinen Einmaleins zu lösen.

Wir sprechen bei der Rallye übrigens nicht von „richtig“ und „falsch“, sondern für jede richtige Antwort gehen die Kinder einen „Schritt“ – und Tag für Tag kommen Schritte hinzu. Wie schön ist es, die ersten 100 Schritte auf dem Weg gegangen zu sein!

Dass es genau wie auf dem Sportplatz sehr schnelle und weniger schnelle Läufer:innen gibt, ist dabei völlig normal. Es ist ja schließlich keine Neuigkeit, dass wir alle unterschiedlich sind und jeder Mensch etwas Anderes gut kann.

Diese Vorteile haben sich gezeigt

Viele Kinder haben durch die tägliche Übung innerhalb von Tagen große Fortschritte gemacht und wurden so auf ihrem Weg immer „schneller“. Die Freude über den sicht- und spürbaren Lernzuwachs ist natürlich groß, die Stimmung im Klassenraum positiv und gleichzeitig durch die tägliche Routine auch sehr unaufgeregt.

Ruhige Eigenarbeit ist besser als Spiel!

Ja, es gibt auch so etwas wie das 4-Ecken-Rennen, den Einmaleins-König usw. Das wirkt auch auf den ersten Blick viel interessanter und auch bewegter. Doch diese „öffentlichen“ Spiele haben nun einmal die Eigenschaft, dass nicht immer alle Kinder gleichzeitig, sondern stets Einzelne punktuell an der Reihe sind. Der Übeffekt ist also nicht sehr groß. Was noch gravierender ist: Für Kinder mit Rechenschwäche sind diese Spiele ein enormer Druck, als Mannschaftsspiel gar eine echte Belastung, wenn ein Kind nur wenig dazu beitragen können, die eigene Mannschaft voranzubringen.

Bei der ruhigen Rallye kann hingegen an vielen Stellen auch Anerkennung gegeben werden. Wenn ich die korrigierten Aufgaben zurückgebe, gibt es auch immer einen Grund, die etwas langsameren Läufer zu loben – etwa dafür, wie geduldig sie durchhalten. Oder ich wertschätze – gemessen an den jeweils eigenen Möglichkeiten – die persönlichen Fortschritte der Kinder. Dabei ist dann für den Rest der Klasse nicht ersichtlich, welche Einzelleistung genau dahinter steckt.

Klar, die Anzahl der gemachten Schritte erfährt jedes Kind für sich – doch es gibt eben keinen „Klassenspiegel“.

Nur Lob?

Mir fällt natürlich auch auf, ob beispielsweise Einmaleinsreihen geübt werden, die anfangs nicht so sicher abrufbar waren – oder eben nicht. Dann schreibe ich auch mal eine kleine Botschaft dazu unter die Aufgaben (das ist dann also auch nicht öffentlich, aber eine wichtige Rückmeldung, dass es noch etwas zu tun gibt). Denn wenn ich dies ausblenden würde, spiegelte es nicht die Realität wider.

Vom Einmaleins zu weiteren Rallyes

Übungen aller Art – vom Kopfrechnen, schriftlichen Rechenverfahren bis hin zu Rechtschreibübungen, Grammatik und Vokabeln: Man kann viele wichtige Grundlagen auf diesem Wege wiederholen und festigen. Zumindest die Kinder meiner Klasse gehen gern den Rallye-Weg und freuen sich über ein spannendes Rennen.

Die Vorteile der Rallye

  • eine laufende Übungsroutine zeigt nicht nur den punktuellen Lernstand der einzelnen Kinder, sondern auch die individuelle Lernentwicklung
  • jedes Kind ist gleichermaßen gefragt und gefordert – es geht ausschließlich um wichtige Grundlagen
  • dadurch, dass die Korrekturen des Vortags täglich mit nach Hause gebracht werden, sehen auch die Eltern, wo ihre Kinder aktuell stehen und was genau die Anforderungen an die Grundlagen sind
  • eine Routine verläuft einfach vertraut und unaufgeregt, während Tests oder Arbeiten manchmal sogar eine Art Lampenfieber auslösen können
  • Ebenso unaufgeregt ist übrigens auch die tägliche Rückgabe der Aufgaben. Es ist schließlich nichts Besonderes mehr, das Ergebnis einer Einzelarbeit zu erhalten.
  • Ich kann im Unterricht direkt darauf eingehen, wenn mir aufgefallen ist, dass beispielsweise ein Fehlertyp mehrfach vorgekommen ist .
  • Ich kann auch von Tag zu Tag sehen, wo die Schwerpunkte der Wiederholung und Übung liegen und entsprechende Aufgaben für den nächste Rallye-Tag stellen.
  • Auch zurückhaltende Kinder, die sich sonst eher weniger im Unterrichtsgespräch melden, können Einiges von sich zeigen.

Ist der Korrekturaufwand ein Nachteil?

Ich meine: Nein. Zwar habe ich dadurch täglich mehr als 30 Korrekturen, doch für die Qualität meines Unterrichts und die genaue Übersicht über einzelne Lernstände ist es dies allemal wert. Die Eltern können so auch von mir eine sehr genaue Rückmeldung und Beratung im Elterngespräch bekommen.

Abgesehen davon, sind auch diese Korrekturen Teil meiner täglichen Arbeitsroutine geworden.

Download

Hier findest Du das gestaltete Rallye-Arbeitsblatt blanco sowie die Urkunde, die jedes Kind am Ende der Rallye bekommt. Ich habe übrigens verschiedene Stempel, die ich verwende und ein kleines Siegertreppchen, gebaut aus Stapelsteinen, kommt natürlich auch gut an.

Die große Stapelsteinliebe

Dieser Sommer steckte voller Überraschungen: Dank einer neuen Kooperation sind die Stapelsteine erst bei uns zu Hause, dann in meinem Klassenraum eingezogen – und es war Liebe auf den ersten Blick. Aber lest selbst.

Die Ankunft

Die Steine kamen bereits in den Sommerferien zu mir, ich habe sie kostenlos zum Testen bekommen. Verpackt waren sie in vorbildlicher Weise komplett plastikfrei und da sie zu 100 Prozent in Deutschland und klimaneutral hergestellt werden, hatten sie auch nur einen relativ kurzen Weg hinter sich. Allein das ist schon ganz nach meinem Geschmack, wie Ihr wisst.

Ausgepackt und Angepackt

Wer glaubt, dass mein Kind hier einen schweren Stapel Steine schleppt, der irrt sich: Die acht bunten Stapelsteine wiegen gerade einmal etwas mehr als ein Kilogramm. Dass sie kinderleicht zu tragen und frei von spitzen Kanten, Weichmachern und Schadstoffen sind, macht sie in praktisch allen Altersgruppen für Spiele und leichtes Aufräumen interessant. 

Mit seinen 180 g Gewicht ist so ein Stapelstein aber alles andere als zerbrechlich: Tragen kann er nämlich 180 kg und dabei ist er noch stoß- und bissfest. 

Stapelsteine sind also wahre Multitalente, so genannte Open Ended Toys, die die Fantasie enorm beflügeln, lest auch gern meinen Blogbericht dazu: 

Blogbericht zum Thema Fantasie:

Jedenfalls hatten nicht nur Zwei-, sondern auch Vierbeiner bei uns viel Spaß mit den Stapelsteinen!

In der Schule: Sogar Einsatz ohne Einsatz

Nachdem die Steine also zu Hause auf vielfältigste Art bespielt und getestet wurden, sind sie inzwischen in meinen Klassenraum eingezogen und zeigten dort ebenso vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Dabei nimmt der Stapel keinen Platz weg, sondern ist auch nützlich, selbst wenn er gerade nicht als Spiel- und Arbeitsmaterial im Einsatz ist: 

 Bequemes Sitzen

Vor der Tafel ist der Stapel nun mein mobiler Erzählhocker. Und wenn ich nicht gerade dort sitze, sieht so ein Türmchen Stapelsteine immer noch dekorativ aus.

Bei unserer Einmaleinsrallye haben wir mit den Stapelsteinen auch blitzschnell ein Siegertreppchen hergestellt:

Erden

Die acht Steine bieten übrigens gerade am Schuljahresanfang auch achtfach die Möglichkeit, einen (noch) etwas zu hohen Stuhl ausgleichen zu können. Ein neuer Klassenraum bedeutet ja auch immer etwas größeres, mitwachsendes Mobiliar. Wir haben zwar auch verschiedene Tisch- und Stuhlgrößen im Klassenzimmer, doch dank Stapelstein reicht es in diesem Jahr oftmals schon aus, wenn die Füße bei der Arbeit am Platz auf einem Stapelstein stehen können. Jedenfalls, solange sie noch nicht den Boden berühren. Dann ist bei Eigenarbeitsphasen der notwendige Halt an Tisch und Stuhl gegeben und das wird von den Kindern gern angenommen.

Statt Pylonen

Bei Spielen, die Markierungen und Abgrenzungen erfordern, kann man am Spielfeldrand auch gewisse Punkte mit Stapelsteinen markieren. Ebenso kann man auf sehr einfache Art und Weise die Steine für Parcours verwenden: Für Slalom oder den Bau einfacher Hürden.

Als ich in der Schule die Stapelsteine einfach mal in eine Reihe gelegt habe, um ein Spiel zu beginnen, fingen die Kinder schon direkt von selbst an, von Stein zu Stein zu springen, über die Steine zu hüpfen oder Slalom zu laufen. So anregend und einladend wirkt es jedenfalls auf meine 4. Klasse.

Eine Fülle von Spielideen

Das Spielkind in mir war also gleich geweckt – und so ging es auch noch einigen Anderen vor mir. Von daher gibt es bereits auf der Homepage von Stapelsteinen und auch in der gleichnamigen App eine Fülle von Spielideen, auf die ich gern zurückgreife: Von Gleichgewichtsübungen über Wurfspiele mit dem Bohnensäckchen bis hin zu vielen anderen Bewegungsspielen.

Für meinen Einsatz im Unterricht habe ich mir weitere Lern- und Gruppenspiele einfallen lassen. Dabei kamen auch viele Impulse von den Kindern selbst. Fazit also zu Beginn der Herbstferien: Klare Spiel- und Lernempfehlung.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit den bunten Steinen!

Hier geht es zum Stapelstein-Shop – und Ihr unterstützt mit Eurer Bestellung über diesen Link gleichzeitig den Montagskindblog.

Download: Meine 15 Spiele mit den Stapelsteinen:

Erntedank

Heute ist Erntedankfest. Das schöne Getreidefeld, das ich mit meiner Klasse im letzten Spätsommer angelegt hatte und das an Johanni schon sehr hoch stand, hat das Unwetter in den Sommerferien leider nicht überstanden. So haben wir die Erfahrung einer Missernte gemacht – und dabei wiederum gelernt, wie dankbar wir für jede Frucht sein dürfen, die gereift ist und jetzt geerntet werden kann.

Unser Feld Ende Juni

Erdenspeise, Erdenbrot,

unserem Leibe bist du not.

Wenn wir dich mit Freuden essen,

sei der Himmel nicht vergessen,

der in aller Erdenkraft

Wunder wirkt und Leben und schafft.

Heinz Ritter

Erntedankbrot

Passend zum Erntedankfest backe ich ein sehr leckeres Brot und teile gern mit Euch das Rezept.

Zur Vorbereitung werden die Kartoffeln mit Salz gekocht und anschließend mit einer Gabel zerdrückt. Außerdem werden ein großer oder zwei kleine Äpfel gerieben oder geraspelt. Dann verrührt man die Hefe mit dem lauwarmen Wasser und verknetet es mit dem Mehl und Salz. Auch die Kartoffeln und Äpfel werden mit verknetet. Anschließend ruht alles für mindestens eine halbe Stunde.

Ist der Teig gut aufgegangen, knetet man nochmals mit etwas Mehl durch, so dass man eine gut formbare Kugel bekommt. Daraus formt man dann das Brot und legt es auf ein Backblech mit Backpapier. Es wird mit einem Baumwolltuch zugedeckt und ruht weitere 20 Minuten.

Zu guter Letzt wird das Brot für etwa 40 Minuten – je nach gewünschter Bräunung – im Ofen gebacken. Der Ofen wird nicht vorgeheizt und auf 200 Grad eingestellt. Zudem besprüht man ihn großzügig mit Wasser.

Meine Familie liebt dieses Brot, für das ich mir sehr gerne samstags Zeit nehme.

Ich wünsche guten Appetit!

Fantasiereise „Mein Krafttier“

Mut und Stärke sind der Michaeli-Impuls, der uns in die dunkle Jahreszeit trägt und auch meine neue Fantasiereise macht stark. Begegne Deinem inneren Krafttier, das Dir als Seelenbegleiter Mut und Stärke schenkt.

Eine wundervolle, innere Begegnung

Die Fantasiereise „Mein Krafttier“ stärkt für die kommenden dunklen Monate und signalisiert: Ich werde begleitet und kann mit Kraft und Zuversicht der Dunkelheit entgegen gehen. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass sich bei Wiederholung der Fantasiereise das Tier auch ändert, denn jedes Tier hat seine eigenen Gaben für Dich, die Dir in diesem Moment gut tun.

Ich wünsche viel Freude und einen gestärkten Herbstbeginn

Link zur Fantasiereise als Audio

Bitte unbedingt beachten

So eine Fantasiereise eignet sich am besten am Ende eines Tages, um zur Ruhe zu kommen. Wird sie als Auszeit für „zwischendurch“ ausgeführt, gilt zu beachten: Bei anschließenden Tätigkeiten sollte man wieder ganz wach sein, daher unbedingt eine Regenerationsphase einplanen mit Bewegung, frisches Wasser – am besten mit einem Spritzer Zitrone – trinken etc.

Drei Rezepte für ein Michaeli Festessen

Mit den Kindern Schwerter oder Drachenbrote backen, das ist sehr beliebt an Michaeli. Auch mit meiner Klasse habe ich das im zweiten Schuljahr gemacht. Aber auch die Drachenplätzchen sind schöne Mitbringsel an Michaeli. Beides lässt sich noch mit Drachenglut verfeinern. Ich hatte alle drei Rezepte an diesem Wochenende in der „Generalprobe“ und freue mich, sie heute mit Euch zu teilen. Auf schöne Michaelifeste!

Vorüberlegung: Natürliche und vegane Zutaten

Damit ist man auf der sicheren Seite. Dinkelmehl wird meist vertragen, kann aber auch durch glutenfreie Alternativen ersetzt werden. Ein fruchtiger Aufstrich, mit Chia Samen angedickt, ist eine vegane und zugleich sehr leckere Beigabe für Brot und Plätzchen. Lange habe ich überlegt, wie ich etwas grüne Farbe auf die Drachen bekomme. Künstliche Lebensmittelfarbe schied da aus. Sollte ich grünen Matcha Tee einsetzen? Ich habe hin und her überlegt und experimentiert. Dann kam ich auf die Idee, gehackte Pistazienkerne zu verwenden – und es zeigte sich, dass es eine leckere Sache ist. Alle drei Rezepte findet Ihr unten im Download.

Hefeteig für Schwerter, Drachenbrot oder -brötchen

Hier ist es mir passiert, dass der Teig nicht wirklich aufgegangen ist. Dennoch habe ich geformt und gebacken und es schmeckte allen sehr gut. Man kann die Teilchen mit den gehackten Pinienkernen grüne Farbe verleihen oder auch mit Mandelblättchen Schuppen darstellen.

Plätzchenteig mit gemahlenen Mandeln

Teig ausrollen und ausstechen geht einfach immer. Auf einem Markt habe ich mal die Drachen-Ausstechform gefunden. Man kann aber auch mit dem Messer Schwerter, Drachen oder Feuer ausschneiden. Die Plätzchen können auch mit den Pistazien verziert werden, dazu wird als „Klebstoff“ etwas Puderzucker mit Wasser vermischt. Die Plätzchen schmecken aber auch sehr gut mit Drachenglut.

Die Drachenglut

Sie verfeinert sowohl die Hefeteilchen, als auch die Mürbeplätzchen. Das Beste ist: Man kann sie problemlos vorbereiten und dann einfach zum Michaelifest mitbringen. Die Etiketten könnt Ihr hier downloaden:

Und hier sind die drei Rezepte:

Noch mehr Michaeli

Hier auch noch einmal die Geschichte mit den Drachenfußspuren aus dem letzten Jahr. Schöne Märchen, die man an Michaeli erzählen kann, findet Ihr auch in meinem Podcast Märchen mit Klang: Die vier kunstreichen Brüder oder der Teufel mit den drei goldenen Haaren.

Ich wünsche Euch einen schönen Michaelitag!

Der goldene Rehbock – Märchen mit Klang

Heute ging die erste Folge von Staffel 5 „Märchen mit Klang“ on Air – an dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine stetig wachsende Hörerschaft, für`s Hören, für viele positive Rückmeldungen, für fast 80.000 Downloads (Stand 13.9.2021).

Das heutige Märchen „Der goldene Rehbock“ erzähle ich ausnahmsweise nicht ganz wortwörtlich, sondern ich habe mich dazu entschieden, die Gefahr, der die Kinder ausgesetzt sind, weniger konkret darzustellen, als Bechstein es tat. Das Märchen ist insgesamt so reich an Bildern, die dann auch schon von jungen Hörern problemlos genossen werden können.

Die Version, in der ich in meinem Podcast das seltene Märchen erzähle, könnt Ihr auch hier downloaden:

Über das Märchen

Zwei Geschwister haben ihre Eltern verloren und betteln an der Tür einer alten Frau, die sie aufnimmt, doch ihr Mann darf nichts davon bemerken. Als die Frau morgens ausgeht, sollen die Kinder ihr elf Zimmer kehren, nur das Zwölfte ist verboten. Durchs Schlüsselloch sehen sie darin einen goldenen Wagen mit goldenem Rehbock. Was hat es damit auf sich?

Mehr Märchen aus aller Welt

Die neue Staffel „Märchen mit Klang“ wird neben weiteren schönen Grimm`s Märchen übrigens auch Märchen aus aller Welt enthalten. So sind unter anderem Märchen aus 1001 Nacht und eine ganz wundervolle Legende aus Irland geplant. Seid gespannt!

Ich wünsche weiterhin viel Spaß mit der neuen Staffel „Märchen mit Klang“ und allen, die den Podcast jetzt erst entdeckt haben, viel Spaß beim Hören der Märchen.

Unterstütze das Projekt „Märchen mit Klang“

Klassenfahrt: Mehr Vorbereitung, weniger Heimweh

Klassenfahrten gelten als Highlight des Schuljahres und rückblickend bieten sie sogar viel Erzählstoff aus der gesamten Schulzeit. Wer kennt es nicht – bei Klassentreffen geht es auch immer um Erinnerungen der gemeinsamen Fahrten. Heimweh wird dabei gern ausgeblendet. Doch ganz klar ist eine Fahrt auch aufregend, herausfordernd – und stets von Heimweh begleitet. Um Heimweh zu lindern, ist eine gute Vorbereitung notwendig. Ich habe daher für meine Klasse eine Klassenfahrtmappe erstellt, für die Vorbereitung und als Tagebuch.

Heimweh im Vorfeld

Rückt die Klassenfahrt näher, schwebt bereits über manche Familien eine graue Wolke, die sich schon nach Heimweh anfühlt, obwohl man noch gar nicht losgefahren ist. So eine Klassenfahrt ist schließlich eine große Unbekannte: Ein fremder Ort, ein fremdes Zimmer, ein fremdes Bett, Essen, das anders schmeckt als gewohnt, andere Tages- und Abendrituale. Was wird man dort alles vermissen! Besteht die Möglichkeit einer „Notbremse“, die Fahrt also vorzeitig abzubrechen oder von vornherein nicht teilzunehmen? Kurz: Was, wenn ich es nicht schaffe? Um diese Dinge kreisen die Gedanken und Gefühle. Doch es gibt ein erstes Gegenmittel, das meist schon für Linderung sorgt:

Das Unbekannte kennenlernen

Die offenen Fragen müssen beantwortet werden: Was kann man zur Anreise sagen? Welche Dinge braucht man vor Ort? Was erwartet uns in der Unterkunft? Wer wird zusammen auf einem Zimmer sein? Welche vertrauten Personen reisen mit? – Ganz wichtig: Die Kinder brauchen das Gefühl, einen vertrauten, zuverlässigen Erwachsenen an ihrer Seite zu haben. Die Kinder meiner Klasse haben da großes Glück, denn ihr bewährtes Team ist vollständig an Bord: Da bin nämlich nicht nur ich, sondern auch die beiden Helferinnen, die die Kinder tagtäglich bei allen Unterrichten begleiten. Auch ein Schülervater fährt mit. Vertraute Bezugspersonen sind also gut vertreten.

Noch mehr kann besprochen und transparent werden. Welches Programm erwartet uns? Wie wird der Tagesablauf sein? Welche Regeln gibt es zu beachten? All das kann man gut in einer Mappe festhalten, die auch auf der Fahrt als Tagebuch dient und am Ende ein schönes Erinnerungsstück wird.

Die Klassenfahrt-Mappe

Ich habe für meine Klasse eine eigene Klassenfahrtmappe erstellt und bereits wenige Tage vor der Fahrt begonnen, mit dieser Mappe zu arbeiten. So kann viel Sicherheit im Vorfeld geschaffen werden und es bleibt auch noch Zeit, in Ruhe darüber zu schlafen und weiter nachzudenken. Auch für Euch steht hier eine allgemeine Version zum kostenlosen Download bereit.

Gepäck und „Wohlfühlgepäck“

Zunächst haben wir gemeinsam eine allgemeine Packliste erstellt, die auch an der Tafel mitgeschrieben wurde. Dann haben wir ausgiebig über „Wohlfühlgepäck“ gesprochen. Jeder hat doch etwas, das zum Wohlbefinden beiträgt: Ein Kuscheltier, ein Lieblingsbuch, ein eigenes Kissen…. darüber haben wir uns ausgetauscht und die Kinder haben bewusst auch diese Dinge mit auf ihre persönliche Packliste gesetzt. Außerdem ist auf dieser ersten Heftseite auch noch ein Feld für Fragen und Wünsche, die dann anschließend noch besprochen werden können.

Selbst gestalten und tätig werden

Aus Sicht der Kinder kann man sich der unbekannten Situation auch schon einmal ausgeliefert fühlen. Um dies zu vermeiden, habe ich auch hier bereits im Vorfeld einen kleinen Handlungsspielraum geschaffen, bei dem sie selbst mitplanen dürfen.

Wie gestalten wir die Zeiten außerhalb des festen Programms? Welche Spiele – Ball, Kartenspiel, Gummitwist – möchten wir also in unseren freien Zeiten spielen? Wie soll es auf unserem Zimmer sein? Die Kinder handeln hier gern als „Hausherren“ ihre eigenen Vereinbarungen, ihr eigenes Regelwerk innerhalb ihrer Privatsphäre, im Vorfeld aus. Die Zeit haben sie zur Vorbereitung als Gruppenarbeit bekommen. Wie immer ist also die Selbstwirksamkeit ein großes, heilsames Gegengewicht.

Der Tag der Anreise

Besonders der Tag der Anreise ist sehr aufregend. Hier kann auch schon viel vorbesprochen werden: Wann genau treffen wir uns wo? Wer sitzt neben wem im Bus? An welchem Bahnhof werden wir umsteigen? Wie lang ist in etwa ein Fußweg? Auch können hier noch einmal alle anstehenden Programmpunkte der Fahrt festgehalten werden. Und: Hier ist Platz für den ersten Tagebucheintrag – Wie lange hat die Anreise denn wirklich gedauert? An dieser Stelle geht die Begleitmappe über zum Fahrtentagebuch.

Die weiteren Tagebuchseiten

Ich habe sie schon vollständig kopiert und den Kindern zum Einheften gegeben.

Hier wird neben dem Datum notiert, wie das Wetter war, was es Leckeres zu Essen gab, was der Tagesplan war und was besonders gut gefallen hat.

Für die einzelnen Tage:

Platz für eigene Einträge: Notizen, Berichte, Erinnerungsbilder:

Tagebuch und Abendkreis

Der Abendkreis ist auf Klassenfahrten wichtig für den Tagesabschluss. Hierhin bringen die Kinder dann ihr Tagebuch mit und anhand ihrer Notizen können wir besprechen, was besonders schön war und gut gelaufen ist. Doch gleichzeitig ist hier auch der Raum, gemeinsam auf die Herausforderungen des Tages zu blicken, Fragen und Probleme zu besprechen und auch darüber zu reflektieren, was noch besser werden kann.

Wenn alle Fragen geklärt und die Meilensteine des Tages herausgearbeitet wurden, bleibt noch Zeit für die Geschichte, danach gehen die Kinder auf ihre Zimmer, wo sie sich auch noch eine Weile ruhig beschäftigen dürfen.

Vorbereitung und Planung lindern Heimweh

Klare Strukturen und eine gute, gemeinsame Vorbereitung, bei der auch die möglichen Wohlfühl- und Rückzugsmomente sowie die eigene Mitbestimmung herausgearbeitet werden, tragen schon dazu bei, dass so einer Fahrt der Schreck des großen Unbekannten genommen wird. Dieser ist oft ein Verstärker von Heimwehgefühl.

Und eines steht auch fest: Ohne Herausforderung kein Wachstum.

Daher ist es auch wichtig, dass die Eltern ebenfalls signalisieren: Ich glaube an Dich, Du wirst es schaffen! Denn auch viele Eltern schmerzt der Gedanke, dass das Kind verreisen wird und nicht selten wird dieses Gefühl zusätzlich auf die Kinder übertragen bzw. deren Gefühl verstärkt. Wir Erwachsenen sollten uns dies auch bewusst machen und unsererseits gegensteuern. Alles wird gut!

Ich hoffe, dass wir auf diesem Wege viele schöne Fahrten gemeinsam erleben können.

Material werbefrei

Ohne Blog- und Instagramwerbung gibt es dieses Material von mir übrigens gegen ein kleines Entgelt bei eduki.de