Die Glücksstunde zum neuen Jahr

Auf ein Neues! Morgen hat uns der Schulalltag wieder. Nachdem mich kurz vor den Weihnachtsferien die Grippe völlig lahmgelegt hatte und ich mich nicht richtig von meiner Klasse verabschieden konnte, habe ich mir vorgenommen, die erste Stunde des neuen Jahres als Glücksstunde zu planen. Achtsamkeits- und Mindsetübungen fließen zwar immer wieder in meinen Unterricht ein – diesmal ist ihnen eine ganz besondere Stunde gewidmet.

Auf in ein neues Jahr, mit Vertrautem

Wir haben ja unsere Rituale im Laufe eines Jahres. So gehören zum neuen Jahr auch die Glücksperlen dazu. Natürlich dürfen sie auch diesmal nicht fehlen, sie werden sicherlich schon erwartet.

Auch unser Glücksglas wird erneuert. Es hat in den letzten Monaten geruht und mit ihm wird eine weitere Erinnerung geweckt an ein schönes Ritual, das wir gern auch im Laufe eines Schuljahres, meist montags, gepflegt haben.

… und neuen Impulsen

Hierzu zählen sowohl eine Übung zu persönlichen Zielen, als auch ein Spiel, das das Miteinander weiter stärken soll. Als kleine individuelle Übung habe ich zudem ein Suchsel entworfen: Unbewusst werden wir auf Dinge, die uns viel bedeuten, zuerst aufmerksam. So heißt es: Die ersten drei Wörter, die man in dem Buchstaben-Dschungel entdeckt, werden im neuen Jahr für einen selbst bedeutsam.

Freebie mit dem Suchsel:

Dann git es noch ein Kleeblatt-Spiel. Hierfür habe ich Plakate mit einem großen Glücks-Kleeblatt entworfen. Es werden zunächst 4er Gruppen gelost. Dadurch kommen sich auch einmal Kinder näher, die bislang weniger miteinander zu tun hatten. Der Auftrag ist nun, das Kleeblatt zu füllen. Jedes Kind überlegt, wie es sich selbst am besten beschreiben würde und darf von sich erzählen. So finden die Kinder heraus, was sie so alles gemeinsam haben (und vielleicht bislang nicht voneinander wussten). Gleichzeitig wird ihnen auch noch einmal mehr bewusst, was sie als eigenständige Persönlichkeit ausmacht.

Der Plan für den ersten Schultag

Nach den Weihnachtsferien gibt es viel zu erzählen: Was man erlebt hat, welche tollen Geschenke ausgepackt wurden und wen man getroffen hat. Mit unseren Erzählspielen gestalten wir aber nicht nur den ersten Schultag, sondern meist die gesamte erste Schulwoche so, dass wir uns zu Beginn eines jeden Schultages ein paar Minuten lang gegenseitig zuhören und von den Ferien erzählen.

Neues Jahr, neue Pläne: Anschließend berichte ich den Kindern, was im neuen Jahr in unserer Klasse noch so alles ansteht und dann gehen wir über zur Glücksstunde, um uns auf das, was uns in den nächsten Monaten begleiten wird, gemeinsam einzustimmen.

Ob dann noch Zeit für ein erstes Geometrie-Spiel bleibt? Etwas, das bis zum nächsten Schultag schon bewegt werden kann? Wir werden sehen 🙂

Jedenfalls kommt all das, was auch tägliches Schüler-Handwerkszeug ist, in dieser lockeren ersten Schulstunde nach den Ferien vor: Von der Eigenarbeit über Gruppenarbeit, bis zum Klassengespräch. Und so hoffe ich, auch meinerseits einen guten Übergang vom Ferienmodus in den Schulalltag zu gestalten.

Das Rotkehlchen, ein Weihnachtsvogel

Gerade, wenn es im Winter draußen besonders trist ist, bringen Rotkehlchen mit ihrem feuerroten Brustgefieder etwas warme Farbe in das Grau. Einer Legende nach stammen die roten Federn von einer Heldentat des kleinen Vogels, die er in der Heiligen Nacht im Stall von Bethlehem vollbracht hat. Im Podcast „Märchen mit Klang“ erzähle ich Euch davon.

Meines Wissens nach stammt die Legende aus Schottland, wo das Rotkehlchen auch „Robin Redbreast“ genannt wird. Ich habe die Geschichte einmal in eigenen Worten aufgeschrieben und im Podcast vertont.

Direkt anhören

Ihr könnt den Text auch hier downloaden, um die Legende selbst zu erzählen:

Ein Wintermärchen als Massagegeschichte

Ich habe das russische Wintermärchen vom verlorenen Handschuh mit eigenen Worten und eigenem Ausgang erzählt. Es ist bei „Märchen mit Klang“ zu hören und kann auch als Massagegeschichte selbst erzählt oder begleitet werden.

Es schneit bei uns, draußen ist es grau und kalt an diesem Adventssonntag. Was könnte man da Schöneres tun, als gemeinsam Plätzchen zu backen, Tee zu trinken und ein schönes Märchen als Massagegeschichte zu genießen. Hier ist es!

Ich habe für Euch das Wintermärchen vom verlorenen Handschuh im Schnee aufgeschrieben. Dabei ist jedes der fünf Tiere über eine kleine Rückenmassage zu spüren.

Hier geht es zum Text

Für alle, die gern selbst erzählen möchten:

Meine Ideen für eine Rückenmassage

Jedes Tier fühlt sich anders an:

  • Das Tippeln der Maus wird durch Klopfen mit den Fingernspitzen im Bereich Schultern/ Nacken begleitet
  • Das Hüfen des Frosches übernehmen die Zeigefinger, sie tippen von oben nach unten die Wirbelsäule entlang
  • Das Hüpfen des jungen Hasen übernehmen die Handkanten, die parallel über den gesamten Rücken springen
  • Das Schleichen des Fuchses ist ein Ausstreichen beider Hände von der Wirbelsäule bis an die Seiten
  • Das Stapfen des Bären ist ein Abrollen der Hände von den Handballen bis zu den Fingerspitzen, auf dem ganzen Rücken verteilt.

Direkt dazu der Podcast

Hier gibt es einmal die Version „Massagegeschichte“, mit extra Zeit für die kleinen Massageeinheiten (nach dem Klang der mini Zen Klangschale). So kann man das Märchen gemeinsam anhören und in Ruhe dabei massieren:

PODCAST LINK

Und hier die altbekannte Version zum Zuhören und Genießen.

PODCAST LINK KLANG

Ich wünsche Euch weiterhin eine schöne Adventszeit!

Spielerisch mit Mengen arbeiten

Heute stelle ich Euch mal wieder etwas aus dem Bereich Lernen und Fördern vor. Ich habe ein Material erstellt, mit dem man sich spielerisch und sehr variabel Mengen erarbeiten kann. Warum dies so wichtig ist, erfahrt Ihr natürlich auch. Da es gerade Dezember ist, habe ich die Weihnachtsvariante als Freebee für Euch.

Mengenerfassung als Vorläuferfähigkeit

Die Mengenerfassung ist ein wichtiger Grundstein für die spätere Rechenfähigkeit. Es schadet daher nicht, schon im Vorschulalter ein Augenmerk darauf zu legen und dem Kind Anlässe zu bieten, sich den Mengen anzunähern.

Simultane Mengenerfassung im Alltag mit allen Sinnen

Die simultane Mengenerfassung meint, kleinere Mengen „auf einen Blick“ erfassen zu können. Das sollte für ungeordnete Mengen bis 4 möglich sein, bei den geordneten Würfelbildern sollten die Mengen bis zur 6 sofort erkannt werden. Doch es zählen nicht nur die Augen, sondern auch die Hände und Ohren:

Lasse Dein Kind den Tisch decken bzw. bitte es beispielsweise vier kleine Löffel zu decken. Nun kannst du beobachten: Greift das Kind in die Besteckschublade, holt die Löffel einzeln heraus und zählt sie ab oder greift es in die Schublade und holt mit einem mal die vier Löffel heraus?

Spielt ein Klopfspiel. Klopfe zweimal, dreimal, viermal schnell unter den Tisch. Dein Kind sollte zuhören und sofort die Menge benennen können, ohne abzuzählen.

Mengenkärtchen als Freebie

Ich habe kleine Kärtchen mit Weihnachtsbäumen vorbereitet, mit denen man einige verschiedene Spiele spielen kann. Für die kleineren Kinder kann man Mengen mit 5 oder 6 auch zunächst aussortieren. Drei mögliche Spiele möchte ich Euch nun hier vorstellen:

Ein kleines Schneckenrennen: Würfelbilder und ungeordnete Mengen

Man legt die Kärtchen in Schneckenhausform auf den Tisch. Mit zwei Figuren (oder weihnachtlich: Nüssen) geht es dann ins Rennen. Es wird gewürfelt und die Nuss darf vorrücken zu einem Weihnachtsbaum, der die gleiche Anzahl Kugeln hat wie der Würfel Augen zeigt.

Variante ohne Spielfiguren: Die Karten liegen auf dem Tisch. Es wird gewürfelt und wer zuerst ein passendes Bäumchen findet, darf es behalten.

Weihnachtsgeschenke: Mengen anschaulich zuordnen

Die Kärtchen werden gestapelt, eine Schale Nüsse (Steinchen, Bohnen o.a.) daneben gestellt. Abwechselnd werden Kärtchen gezogen und mit geschlossenen Augen die Mengen herausgesucht: „Unter dem Baum liegen so viele Schätze wie Kugeln an ihm hängen.“

Variante: Da die Kugeln an den Weihnachtsbäumen meist zwei verschiedene Farben haben, kann man auch „sehend“ zwei verschiedene Sorten Nüsse oder Steine passend als Schätze dazulegen.

Hier kann man auch Aufgaben finden, die die Mengen zeigen: 4 = 2+2 oder 5 = 3+2 ….

Glücksspiel mit Mengenvergleich

Auch beim Mengenvergleich zeigt sich die Fähigkeit der simultanen Mengenerfassung. Ich persönlich mag die Komponente „Glück“ auch sehr bei diesen Spielen, weil sie den bekannten mathematischen Druck etwas herausnehmen.

Hier legt man zwei Stapel Kärtchen nebeneinander – und zwar so verdeckt, dass man nicht erkennen kann, was sich jeweils darunter verbirgt. Nun setzt man wie beim Roulettespiel seine Nuss auf einen Stapel – und hofft, dass die dort verdeckte Karte eine größere Menge Kugeln anzeigt als das Kärtchen daneben.

Download und Losbasteln

Hier kommt Ihr direkt zu den Kärtchen: Einfach downloaden, ausdrucken, ausschneiden und auf Pappe kleben oder laminieren. Bei Eduki biete ich auch noch eine Ganzjahresvariante mit Marienkäfern an (statt zwei Farben gibt es hier Punkte auf den beiden Flügeln).

Schnelle, vegane Weihnachtsplätzchen

Reife Bananen in der Obstschale eignen sich prima als Eiersatz für die vegane Küche. So entstand bei uns in der Adventszeit dieses schnelle und einfache Plätzchenrezept. Da die Margarine aus dem Kühlschrank kam, war es ohne weitere Kühlung möglich, den Teig sofort zu verarbeiten – was auf jeden Fall ein Pluspunkt ist, wenn man mit Kindern backt. Hier das Rezept:

Da die Banane leicht zu schmecken ist, sind die Plätzchen sicherlich auch mit Schokoglasur sehr lecker. Viel Spaß beim Nachbacken!

Ein selten schönes Weihnachtsgedicht

Auf der Suche nach einem schönen, stimmungsvollen Weihnachtsgedicht für meine Klasse bin ich auf dieses wunderbare Gedicht, aus dem Althochdeutschen übersetzt, gestoßen. Ich freue mich so, es gefunden zu haben und teile es gern mit Euch. Allen Leser:innen einen schönen ersten Advent!

Weihnachtshymne

Aus der Höh´ein Stern uns glänzet
in erhabenem Geleucht,
der dem ganzen Erdkreis schimmert
und die dunkle Nacht verscheucht.

Als die Hirten auf dem Felde
gramvoll ruhten in der Nacht,
hat ein heller Himmelsherold
ihnen Frohes kundgemacht.

Jubelhymnen ließ erschallen
die beglückte Engelschar:
Friede kommt aus Himmelshallen
allen Menschen immerdar.

Dessen Hand umspannt des Himmels
Weiten und den Erdenball,
arm in Windlein liegt er weinend
als ein Kindlein hier im Stall.

Freue, Himmel, dich mit deinem
tausendfachen Engelheer,
freut euch, weite Erdgebiete,
Sterne, Ströme, Weltenmeer!

Wahlafried Strabo, Insel Reichenau (800 – 849)

Als Kärtchen zum Download

Kleine Erinnerung: Ein etwas anderer Adventskalender

Im letzten Jahr habe ich einen Adventskalender für das Glücksglas erstellt. Wer noch etwas in dieser RIchtung sucht, wird hier fündig!

Ich wünsche Euch eine friedvolle Vorweihnachtszeit!

Über die Martinsbrezeln

Bald ist wieder Sankt Martin. Die Symbole des Martinsfestes sind tief in uns verankert: Die Laternen bringen Licht in die Dunkelheit (und in die Herzen), die Martinsbrezeln werden miteinander geteilt. Nachdem ich ein wenig der Frage nachgegangen bin, warum eigentlich ausgerechnet Brezel das „Martinsgebäck“ wurden, habe ich eine kleine Geschichte dazu aufgeschrieben.

Der genau Ursprung ist nicht bekannt

Es gibt viele verschiedene Quellen, Gedanken und Legenden dazu – wie immer, wenn eine Tradition sehr alt ist und sich in mehreren Ländern und Regionen erhalten hat. Eine Legende gefiel mir allerdings besonders gut (Quelle: Brotexperte.de): Ein Bäcker wurde wegen Betruges angeklagt und um einer Strafe zu entgehen, sollte er ein Brot backen, durch das die Sonne dreimal durchscheinen kann. So kam er auf die Form des Brezels, die auch an gekreuzte Arme beim Gebet erinnert und die übrigens daher auch ihren Namen hat (Ableitung vom lateinischen Begriff Bracchium, der Arm). Als ich das las, entstand bei mir die Idee, diese Legende ein Stückweit nachzuerzählen.

Meine Geschichte dazu

In meiner Geschichte hat der Bäcker sein Urteil angenommen und wünscht sich zutiefst eine Wiedergutmachung. Dabei nimmt er seine gutherzige Frau zum Vorbild, um ein noch besserer Mensch zu werden. Am Ende wird ihm verziehen und er kann zudem seine guten Gedanken an viele andere Menschen weitergeben und somit ebenfalls teilen.

Geschichte und Rezept

Die Geschichte kann vorgelesen und erzählt werden, bevor man gemeinsam Brezeln backt – oder vor dem gemeinsamen Essen und miteinander Teilen am Martinstag.

Hier ist die Geschichte als Download

Und hier ab dem 7.11.22 als Montagsmärchen in meinem Podcast „Märchen mit Klang“.

Gern teile ich an dieser Stelle mit Euch auch wieder mein Lieblings-Brezelrezept.

Ich wünsche Euch einen schönen Martinstag mit Euren Lieben!

Im Schutz der Höhle – eine neue herbstliche Fantasiereise

Auch in der achten Staffel meines Podcasts „Märchen mit Klang“ darf eine neue Fantasiereise nicht fehlen. Passend zum Herbst möchte ich Euch einladen, es Euch gemütlich zu machen und die vielen Farben im Inneren wirken zu lassen. Das Besondere der Reise ist diesmal, dass zusätzlich die Wirkung eigener Edelsteine oder sonstiger Lieblingssteine gespürt wird.

Zeit der Einkehr

Die Tage werden kurz, draußen beginnt die dunkle, stürmische Zeit. Umso mehr genießen wir jetzt die Gemütlichkeit im Haus. Passend dazu habe ich eine neue Fantasiereise geschrieben.

10 – 15 Minuten Erholung vom Alltag

Genießt diese Fantasiereise auch gern gemeinsam mit Euren Liebsten. Sie dauert im Podcast nur ca. 10 Minuten, mit Vorbereitung vielleicht eine Viertelstunde. Ob Ihr hinterher wieder erfrischt Euren Tag weiter genießt oder ihn zum Abendritual einsetzt – für Kinder ist er nicht zu lang, für Euch als Eltern auch eine kleine Tankstelle.

Kinder lieben Steine

Die meisten Kinder, die ich kenne, sammeln gern Steine. Dabei ist ein Stein, gefunden auf dem Spaziergang, genauso wertvoll wie der Edelstein als Geburtstagsgeschenk. Die Kinder können neue Steine suchen oder einige ihrer schönsten Steine aussuchen und mit auf die Reise nehmen.

Zur Fantasiereise

Hier ist die von mir vertonte Version von „Im Schutz der Höhle“ – oder überall, wo es Podcasts gibt. Meine Klangschalen haben Therapiequalität.

Wenn Du selbst diese Fantasiereise für andere durchführen möchtest, kannst Du sie hier kostenlos downloaden:

Copyright

Meine Fantasiereisen dürfen nicht für kommerzielle Zwecke, sondern nur für den Eigenbedarf verwendet werden. Ich freue mich, wenn Ihr mich bei Euren Podcastanbieter positiv bewertet!

Eine Vertrauensübung für die ganze Klasse: Die Schatzkarte

Jedes Kind der Klasse kann über jedes andere Kind der Klasse etwas Positives sagen. Umgekehrt wird jedes Kind der Klasse von jedem beliebigen Mitschüler und jeder Mitschülerin – auch von denjenigen, mit denen man nicht näher befreundet ist- etwas Gutes über sich und die eigenen Stärken lesen. Das habe ich meiner Klasse zugetraut und dies war dann auch eine Erfahrung, die die Kinder in der vergangenen Woche gemacht haben. Die kleine Vertrauensübung „Schatzkarte“ kam bei den Kindern gut an und somit möchte ich sie Euch gern auch einmal vorstellen.

Gemeinsames Gespräch zur Vorbereitung

Ich habe die Klasse zu dieser Übung hingeführt, indem ich den Kindern sagte: Ich weiß, ich kann mich darauf verlassen, dass in meiner Klasse jedes Kind etwas Gutes über jedes andere Kind sagen kann – egal, ob befreundet oder nicht. Jeder Mensch hat viele verschiedene Seiten und Stärken. Wir kennen uns alle so gut, dass wir bei jedem verschiedene Stärken sehen können. 

Als nächsten Schritt gab es ein allgemeines Brainstorming. Welche Qualitäten, welche Stärken können wir in unserer Klasse insgesamt finden?

Ich sammelte alles an der Tafel – und zwar wortwörtlich. Es ist wichtig und wertschätzend, die Antworten nicht umzuformulieren, treffendere Begriffe zu finden oder dergleichen. Ich habe jede Aussage genau so aufgeschrieben, wie sie von dem jeweiligen Kind gesagt wurde. 

Die Durchführung

Für diese Vertrauensübung habe ich eine „Schatzkarte“ vorbereitet, die an den Linien geknickt wird wie ein Falzflyer: Zuerst die rechte Seite auf die Mitte, danach die linke Seite. In der linken Spalte ist ein Feld für den eigenen Namen vorgesehen. Nach der Beschriftung wanderte die Schatzkarte in eine Art großen Lostopf zum Mischen.

Runde 1

Alle gefalteten Karten wurden verteilt und dann zunächst geschaut, ob es auch nicht die eigene Karte war. Zum Glück kam dies nicht vor. Nun konnte an das jeweilige Kind gedacht werden, dem die Schatzkarte gehörte und die erste Stärke in eine der Schatzkisten eingetragen werden. Anschließend wurden die Karten wieder geschlossen und neu vermischt.

Runden 2 und 3

Diese verliefen wie Runde 1. Nur hatten wir uns vorgenommen, dass drei verschiedene Kinder die Schatzkisten füllen sollten (und dass auch drei verschiedene Dinge dort zu lesen sein sollten). Daher konnte man sich jetzt nicht nur melden, wenn man die eigene Karte erwischt hatte, sondern auch, wenn man bereits eine Schatzkiste auf dem frisch erhaltenen Blatt gefüllt hatte. Dies kam hin und wieder vor und war schnell behoben.

Die Rückgabe der Schatzkarten

Dann war der spannende Moment gekommen. Es gab die gefüllten Schatzkarten zurück. Die Spannung war groß – und auch die Freude über das Ergebnis: Jedes Kind konnte sich positiv über jedes andere Kind der Klasse äußern und eine Stärke finden. So hielt am Ende jedes Kind schwarz auf weiß eine Rückmeldung von Mitschüler:innnen in den Händen. Dadurch wurde insgesamt auch die Klasse wieder etwas stärker.

Freebee für Euch

Hier sind die Schatzkarten auch für Euch zum kostenlosen Download:

Bitte achtet auf eine gute, vertrauensvolle Vorbereitungszeit und spürt im Vorfeld genau ab, ob sich jedes Kind darauf einlassen kann, so dass es auch ein „Happy End“ für alle wird. Schwelende Streitereien müssen zuerst bearbeitet werden. Wenn man so weit ist, dass man die Schatzkarten-Vertrauensübung machen kann, ist es schon zu diesem Zeitpunkt ein sichtbarer Meilenstein.

Die Montagsmärchen sind wieder da

Die 8. Staffel „Märchen mit Klang“ ist am Donnerstag mit der Michaeli-Geschichte „Ritterkraft in mir“ gestartet. Ab heute geht es mit den Montagsmärchen weiter. „Zwergenmützchen“ nach Ludwig Bechstein macht den Anfang.

Kreative Pause

Mit der diesjährigen Zeugniszeit begann eine längere kreative Pause meines Märchen-Podcasts „Märchen mit Klang“ – und mit dem beginnenden Herbst setzte sogleich die Märchenstimmung wieder ein. Dies bemerke ich nicht nur an mir selbst, sondern es zeigen auch die Nachfragen meiner Hörer:innen und die wieder deutlich steigenden Hörer:innenzahlen in der Podcast-Statistik, dass die Zeit für eine neue Staffel gekommen ist. So möchte ich danke sagen für Eure Treue!

Was erwartet Euch in Staffel 8?

Es wird wieder eine Mischung aus seltenen schönen Märchen zum Kennenlernen, bekannten Märchen zum Erinnern und auch eine herbstliche Fantasiereise steht auf meinem Episodenplan. Lasst Euch überraschen.

Wie gewohnt, werden die Märchen reizarm und ruhig erzählt, ohne vielfach verstellte Stimme, zusätzlichen Soundeffekten etc. Lediglich natürliche Klanginstrumente kommen wohldosiert zwischendurch zum Einsatz. So hoffe ich, Euch und Euren Lieben eine entspannte Märchenzeit zu bereiten.

Auftakt an Michaeli

Die neue Staffel begann diesmal nicht an einem Montag, sondern am Michaeli-Tag, der dieses Jahr auf einen Donnerstag fiel. Meine selbst geschriebene Geschichte „Ritterkraft in mir“ war und ist nicht nur im Blog nachzulesen und als Download verfügbar, sondern kann auch ganz in Ruhe, mit Klangschalen begleitet, im Podcast angehört werden. Zu Beginn der Episode spiele ich übrigens das Michaeli-Lied „Wenn ich groß bin“ auf der pentatonischen Flöte.

Ritterkraft in mir

Erster Märchenmontag seit längerer Zeit

Ab heute könnt Ihr wie gewohnt an jedem Montag ein neues Märchen hören. Den Auftakt macht „Zwergenmützchen“ nach Ludwig Bechstein.

Zwergenmützchen

Ein Müller hat drei Söhne und eine Tochter. Für seine Söhne hat er nur Gemeinheiten über, während seine Tochter bevorzugt wird. Eines Tages beschließen die Söhne, die Zwerge in den grünen Bergen aufzusuchen, denn diese haben Nebelkäppchen, mit denen sie sich unsichtbar machen können. Der Älteste zieht los, ein solches Zwergenmützchen zu stibitzen, kommt aber nicht zurück. Die Zwerge nehmen ihn gefangen. So ergeht es auch dem zweiten Bruder. Zuletzt macht sich dann der jüngste Bruder auf den Weg….

Ich wünsche Euch eine schöne, herbstliche Märchenzeit.