Weihrauch, Gold, Myrrhe – und ein hell leuchtender Stern

Gedanken zum Dreikönigstag, mit passender Geschichte und kleiner Bastelei

Am 6. Januar ist Dreikönigstag. Die drei Weisen aus dem Morgenland wurden durch den hell leuchtenden Stern zum Stall nach Bethlehem geführt. Diese Geschichte wird den Kindern gern erzählt oder mit ihnen nachgespielt. Viele krönen den Dreikönigstag dann mit dem traditionellen Dreikönigskuchen, in dem eine Mandel oder Bohne versteckt ist – wer sie mit seinem Kuchenstück bekommt, wird als König gefeiert.

Doch was macht einen König aus?

Auch diese Frage lässt sich mit Kindern spielerisch aufgreifen. Und wer will nicht selbst auch ein König sein? Ich habe mir daher eine kleine Dreikönigs-Geschichte mit gemeinsamer Bastelei einfallen lassen. Man kann damit als Familie wie auch in Kindergarten und Schule an diesem Tag eine schöne und bewusste Zeit miteinander verbringen.

Man findet übrigens weitere sehr schöne Anregungen im Jahreszeitenbuch von von C.Kutik und E. Ott-Heidmann (Herzens-Empfehlung – unbezahlte Werbung!)

Hintergrund….

Die drei Könige schenkten dem Kindlein in der Krippe Gold, Weihrauch und Myrrhe. Diese drei Geschenke sind auch symbolisch zu betrachten. Dabei steht Gold für Weisheit (geistige Stärke), Weihrauch für Opfer und Tugend (physische Stärke: das Geben) und Myrrhe für das Ewige und Unsterbliche (seelische Verbindung) – siehe auch „Jahreszeitenbuch“.

In der kleinen Geschichte zu meiner Bastelei wird dies kindgerecht erzählt.

Hier kannst Du Geschichte und Bastelvorlage downloaden:

Den Stern gemeinsam basteln

Ohne den gelben Stern hätten die drei weisen Könige den Stall von Bethlehem nicht gefunden. Er leuchtete aus weiter Ferne, so dass die drei mit ihrer Karawane viele Tage unterwegs waren. Der Stern war ihnen ein guter Wegweiser. Er stand über dem Stall und zeigte der Welt das Wunder.

Hier kann man mit den Kindern gemeinsam überlegen: Was könnte denn unser Wegweiser sein? Entweder für das neue Jahr oder für uns als Klasse, Gruppe oder Familie. Es wird ein gelber Stern ausgeschnitten und aufgeklebt oder selbst aus Tonpapier oder aquarelliertem Papier gestaltet. Nun darf jedes Familienmitglied etwas auf den Stern schreiben, malen oder auch ein passendes kleines Bildchen, Steinchen usw. aufkleben – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn man gemeinsam über den Stern und die drei Könige nachgedacht und gesprochen hat, weiß man auch Monate später noch, was mit jeder Zeichnung, jedem Wort, jedem Bildchen gemeint ist. Der Stern kann anschließend seinen Platz bekommen und die Familie, Gruppe oder Klasse begleiten.

Alle drei Bereiche sollen bedacht werden:

  • Wer kann unsere Hilfe gebrauchen?
  • An wen wollen wir denken und ihm liebe Gedanken schicken, auch wenn wir ihn/sie nicht treffen können?
  • Können wir mit unserem Besitz jemandem eine Freude machen? Ein Spiel verschenken? Eine kleine Geldspende leisten? Kommen die heiligen drei Könige an die Haustür und sammeln Spenden?

Ich wünsche Euch eine gute Zeit und einen schönen Dreikönigstag!

Yoga, Mond und Rubikon

Über den besonderen Entwicklungsschritt von Kindern im 9./10. Lebensjahr, die Bedeutung neuer Rituale und das Buch „Yoga, Mond & Sterne“

Wenn wir Waldörfler vom „Rubikon“ sprechen, meinen wir einen besonderen Entwicklungsschritt, der altersmäßig im 3. Schuljahr beginnt und seinem Namen einer Legende zu verdanken hat: Als Cäsar mit seinem Heer den Grenzfluss Rubikon überquerte – und es von diesem Zeitpunkt an kein Zurück mehr gab.

Eine Grenze und kein Zurück mehr

Auch ich erinnere mich an diesen Moment, beim Blick in den Spiegel meiner Oma, als mir schlagartig klar war: Dieses Spiegelbild zeigt nur mein Äußeres, meine Gedanken, meine innere Welt, die ist nur für mich. Da kann niemand hineinschauen. Eine Grenze zwischen Innen und Außen war von nun an gezogen. Das Gefühl von „Ich bin eins mit der Welt“, das noch im 1. und 2. Schuljahr existiert, verschwindet meist sehr plötzlich. Das erschreckt manche Kinder, andere hingegen finden es auch schön, etwas ganz Eigenes zu haben und sind beflügelt davon.

Ist bei Kindern dieser Entwicklungsschritt erfolgt, spüren sie also erstmals ganz deutlich, dass es eine eigene, innere Welt gibt, die dem Äußeren verborgen ist. Oftmals entsteht unbewusst dieses Gefühl von „Es gibt kein Zurück mehr“ auch bei ihnen und das kann – nicht muss – die eine oder andere Krisenstimmung hervorrufen. Auslöser können dabei auch einfache Situationen sein, die wir Erwachsenen vielleicht gar nicht so stark wahrnehmen. Beim Kind kommt aber an: „Ich werde nicht verstanden“ oder: „Nur ich kann mich verstehen. Ich bin einsam.“

So geht es auch Maitri, der Hauptakteurin in dem Kinderyogabuch „Yoga, Mond & Sterne“ von meiner Schwester, Dr. Daniela Heidtmann. Sie fühlt sich im Alltagstrubel ihrer Familie nicht gesehen und zieht sich bockig zurück. Eine Situation, die wir alle kennen und die wir als Leser*innen dieses Buches nun einmal auch als Zuschauer mit anderen Augen sehen dürfen.

Neue Rituale, neue Sicherheit

Die Phase dieses Entwicklungsschrittes ist ja überhaupt auch eine anstrengende Zeit. Die äußere Welt wird immer spannender, sie muss entdeckt und verstanden werden! Die Kinder wenden sich tagsüber mehr und mehr der Außenwelt zu, entwickeln Interesse für die Themen der Welt. Müde vom Tag mit so vielen Eindrücken und Gefühlen, brauchen sie dann besonders abends den sicheren Halt der Familie. Meist kommen dann auch die Erwachsenen nach einem langen Arbeitstag ebenso zur Ruhe und können die Qualität der gemeinsam verbrachten Zeit und Bindung auch ihrerseits genießen.

Hier helfen neue und alte Rituale. Viele Rituale und Spiele, die bis dahin alltägliche Begleiter waren, entstammen noch der früheren Zeit, als es noch kein Innen und Außen gab . Das fühlt sich plötzlich so „für Kleine“ an. Man kann aber dennoch an ihnen anknüpfen, sie neu entdecken und ausbauen, etwa das Goldtröpfchenritual zu einer entspannenden Rückenmassage werden lassen oder auch einen ganz neuen, gemeinsamen Tagesabschluss finden.

Maitri und ihre Eltern gestalten ein neues Abendritual – und das ist auch für den Leser sehr inspirierend und zu empfehlen. Es gibt Yogaspiele, Yogageschichten, das Goldtröpfchenritual, eine Traumreise, Eltern-Meditation und mehr. Viele schöne Routinen werden gezeigt, die sowohl für Eltern, als auch für die Kinder eine Quelle der Erholung sein können.

Rubikon als Grundstein der Pubertät

Auch wenn dieser Entwicklungsschritt keineswegs schon etwas mit der Pubertät zu tun hat – hormonell ist nämlich noch nicht viel Veränderung da – ist es wichtig zu wissen, dass Rituale, die im Rubikon begonnen werden, vom Kind bis in die Pubertät hinein angenommen werden. Bereits ein bis zwei Jahre später lassen sich solche Rituale kaum noch aufbauen.

Denkt man an seine eigene Kinderheit zurück, hat man oft viele Erinnerungen an dieses Alter: Selbst kleine Begegnungen prägen das Kind in dieser Zeit und dessen Vorstellung von seiner Zukunft. Menschen und ihre Biografien dienen als Vorbild, vermeintliche Kleinigkeiten können das Kind nachhaltig stärken oder enttäuschen. Es ist daher auch Aufgabe von uns Erwachsenen, einerseits dafür sensibel zu sein, andererseits aber auch Impulse, Ermutigungen und Herausforderungen zu bieten. Es ist ganz und gar nicht dienlich, den Kindern alles abzunehmen. Sie brauchen jetzt besonders das Gefühl von Selbstwirksamkeit – und die Möglichkeit, all ihre Fähigkeiten und Erfahrungen auf analoge Weise ausreifen zu lassen.

Yoga, Mond & Sterne mit der Klasse

Das Buch Yoga, Mond & Sterne ist die Geschichte von Maitri, die in einer Rubikonkrise steckt und von ihrer Mutter auf liebevolle Weise wieder aufgefangen wird. Dabei bauen die beiden ein schönes Abendritual mit der ganzen Familie auf, das Sicherheit gibt und stärkt. Ich habe mit meiner Klasse bereits einige Yogaspiele aus diesem Buch durchgeführt – es funktioniert also auch mit festen Gruppen. Da ich die Kinder ja meinerseits ebenso als Bezugsperson begleite, möchte ich auch bestimmte kleine Rituale neu einführen oder ausbauen. Meine Klasse ist bereits sehr vertraut mit den Asanas, die manchmal zu Beginn oder Ende der Spielturnen-Stunde oder auch im rhythmischen Teil des Epochenunterrichtes spielerisch vorkommen. Das Goldtröpfchenöl steht in der Klasse bereit, um die Hände nach dem Händewaschen zu pflegen. Es gibt auch mini Ölfläschchen in unserer Geburtstagsschatzkiste. Diese werden dann gern auch mit nach Hause genommen. Zu besonderen Anlässen gibt es auch einmal eine Fantasiereise, die ich dann mit Klangschalen begleite. Die Kinder äußern inzwischen selbst, wie wohltuend diese Elemente der Entspannung sind oder fragen an manchen Tagen danach.

Über das Buch

Das Buch ist im Asteya Verlag meiner Schwester erschienen, erhältlich in unserem Asteya Shop und überall, wo es Bücher gibt. Mit dem Kauf unterstützt Ihr auch direkt unsere weiteren Projekte. Yoga, Mond & Sterne hat ein Hardcover, kostet 19,90 € und mein persönliches Highlight sind auch die vielen Aquarellbilder, die von Teresa Heilmann einzeln handgemalt wurden. Alles in allem merkt man diesem Buch auf jeder Seite an, dass es ein absolutes Herzprojekt war und ist. Es sprüht vor liebevollen Details und schönen Rubikon-Impulsen. Man findet sich als großer und kleiner Leser darin wieder. Meine Empfehlung!

Der Vorführeffekt einmal anders

Eins ist klar: Als Lehrer*in ist man Vorbild. Und wenn man der Klasse etwas erklärt oder zeigt, zeigt man den Kindern gleichzeitig die nächste Herausforderung. …. Wie heißt es so schön: Wer wachsen will, muss sich strecken. Beim Arbeiten quasi die nächste Stufe erreichen. Eine Vertiefung, eine Steigerung des bisher Gelernten.

Aber was ist, wenn dieser Vorführeffekt nicht gelingt und die Lehrerin sich auch einmal selbst in besonderem Maße strecken muss? So heute geschehen.

Wenn das Vorbild einen Fehler macht,
kann auch dies sehr lehrreich sein.

Für das Unterrichtsfach Formenzeichnen hatte ich eine Siegelform vorbereitet und auch zu Hause geübt. So weit so gut, alles wie immer. Dann im Unterricht, an der Tafel, gelang mir die Zeichnung aber vor den Kindern nicht so wie beim Üben zu Hause. Das fing schon damit an, dass ich gar nicht wirklich den Mittelpunkt der Tafelseite erwischt hatte. Die Elemente um die Siegelmitte herum, sahen auch nicht gerade harmonisch aus. Was tun?

Ein etwas anderes Vorbild

Dann ist man also Vorbild der anderen Art. Die Kinder erleben live – und höchst interessiert – wie ihre Lehrerin nun darauf reagiert, dass das Zeichnen dieser Form diesmal bei ihr selbst nicht wie gewünscht geklappt hat. Und das ist keine Blamage vor den Kindern, sondern „that`s life“. Nicht immer läuft alles perfekt, auch wenn man vorbereitet ist. Ich bin also einige Schritte zurückgegangen, um die Form aus der Entfernung zu betrachten und habe den Kindern offen gesagt, dass ich nicht zufrieden mit meiner eigenen Arbeit bin. So wollte ich das nicht zeigen. Also entschied ich, die Tafel zu wischen noch einmal ganz von vorn anzufangen.

So haben die Kinder reagiert

Nein, es hat niemand gelacht oder irgendwelche Häme gezeigt. Im Gegenteil: Auch die Kinder haben auf ihre Heftseiten geschaut und mich natürlich genau beobachtet. Mein kritischer Blick dem Tafelbild gegenüber. Meine Äußerung: „Nein, so wollte ich Euch das nicht zeigen, das gefällt mir nicht.“ Bis hin zu der Entscheidung „ich fange noch einmal ganz von vorn an. Nämlich richtig in der Mitte.“ Das wiederum führte dazu, dass die meisten Kinder ihre eigene Form auch ein weiteres mal gezeichnet haben, es auch noch einmal besser versucht haben und dabei auch ganz akribisch bei der Sache waren. Wir hatten so heute eine lange, konzentrierte gemeinsame Arbeit und dabei eine schöne und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre.

Was man heute lernen konnte:

Es ist nicht schlimm, wenn eine Aufgabe nicht auf Anhieb gelingt. Es wäre nur schlimm, wenn man nicht daran arbeitet oder weiter übt! So haben wir uns einmal besonders auf diese Weise gestreckt.

Michaeli Geschichte mit Spiel

Michaeli 2020 unter Coronabedingungen

Ich habe wieder eine Geschichte geschrieben, diesmal ist es eine Geschichte, die zu einem Spiel führt. Es geht um einen Drachen, der seine gemeinen Fußspuren hinterlässt. Die Kinder sollen sich dann auf die Suche nach den Fußspuren machen. Diese sind aus dunkelgrünem Tonpapier gebastelt und finden sich auf dem Schulgelände oder – wenn das Wetter es zulässt – den angrenzenden Feldwegen.

Dass der Drache schon in seiner glühenden Höhle auf den Michaelitag wartet, haben die Kinder bereits in der letzten Malstunde erfahren. Als kleinen Vorgeschmack wurde die Höhle mit dem Drachen schon mit Aquarellfarbe gemalt. Nun darf die Klasse gespannt dem kommenden Dienstag entgegenfiebern, wenn wir den Drachen aufspüren und besiegen wollen.

In der Drachenhöhle wartet der Feuer spuckende Drache schon auf Dienstag. Gemalt von einer Schülerin meiner 3. Klasse

Die Geschichte samt Anleitung findet Ihr als Download hier:

Beim Basteln der Drachenspuren sind keine Grenzen gesetzt, weder in der Anzahl der Spuren noch im Aussehen.

Ich wünsche allen ein schönes Michaelifest 2020!

Ein Montagskind

Montagskind, das hört sich vielleicht etwas nach Pechvogel an. Tatsächlich bin ich aber an einem Montag im Mai geboren, heiße Nadine und finde, dass ich ein ziemlicher Glückspilz bin. Ich habe schließlich ein Samstagskind gefunden, das perfekt zu mir passt und bin Mutter eines Dienstags-, Mittwochs- und Donnerstagskindes. Wir leben in einer Kleinstadt am Rande des Ruhrgebietes, mit zwei kleinen Hunden im Haus und einer Gruppe Meerschweinchen im Garten. Auch mein Beruf als Klassenlehrerin an der Waldorfschule passt sehr zu mir, aber dazu bald mehr. Das Beste aber ist, dass ich meine Leidenschaft für` s Schreiben mit diesem Blog und anderen Publikationen noch weiter aufleben lassen kann. Vom Sternzeichen her ein Zwilling, liebe ich es vielseitig.

Zu meinem Werdegang: Ich habe an der Bochumer Ruhr-Uni Germanistik und Sozialwissenschaft studiert und anschließend noch Waldorfpädagogik in Witten-Annen. Da mir auch die Gesundheit, insbesondere von Kindern, ein wichtiges Thema und sehr bedeutsam für die Arbeit mit ihnen ist, habe ich an der Europäischen Fachschule für Naturheilkunde eine 2-jährige Weiterbildung zur Gesundheitspädagogin gemacht und erst vor kurzem abgeschlossen. All dies spiegelt sich in meinem Tun und Schaffen wider.

Natürlich gibt es auch bei mir als Montagskind Höhen und Tiefen, ich bin aber von Natur aus Optimistin und habe diesen Blog nicht angefangen, um mich im weltweiten Netz über irgendetwas zu beschweren, sondern ausschließlich, um Dinge zu zeigen, die gut sind, tolle Ideen zu teilen und Gleichgesinnte zu finden, die sich austauschen wollen. In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß auf meinem wachsenden Blog!

Mitglied im Europäischen Verband für Naturheilkunde e.V.

Instagram, YouTube, Bloggerin

Bloggerin? Bloggerin!

Ja, ich schreibe gern und immer schon. Kindergeschichten, Lange Elternbriefe – Fluch und Segen – , Zeugnissprüche und Vieles mehr. Und besonders jetzt, seit ich durch Corona viel zu Hause bin. Das Schreiben hat einen festen Platz in meinem Tagesablauf.

Mit Instagram fing es an

Nach der Schulschließung habe ich mich zunächst mehr auf Instagram umgeschaut und auch mehr eigene Beiträge geschrieben. Seit einigen Monaten habe ich dort meinen Account als Waldorflehrerin. Meiner Meinung nach ist Instagram als soziales Netzwerk wirklich empfehlenswert –  sehr inspirierend und der Umgang untereinander ist echt freundlich – in meinen Augen schon etwas Besonderes, wenn man nur virtuell miteinander umgeht. Dazu findet bei Instragram ein großer Austausch von Informationen und Ideen statt, was mich persönlich in den letzten Wochen so richtig gut an das Thema Homeschooling herangeführt hat. Sehr gerne habe ich auch eigene Beiträge zur Waldorfpädagogik geschrieben und mich immer weiter vernetzt.

Homeschooling mit YouTube

Ich bin Lehrerin einer 2. Klasse. Die Kinder lernen von mir, indem ich die Dinge zeige. Ich spreche vor, sie sprechen nach und sprechen mit. Wir spielen, singen, musizieren, überlegen und tun gemeinsam an unserem Thema – jeden Tag. Der Unterricht in diesem Alter ist so viel mehr als vor einem Aufgabenblatt zu sitzen! Und auch ein Aufgabenblatt ist für Kinder in dem Alter nicht unbedingt selbsterklärend. Da muss man schon einmal zeigen, wie man selbst an die Aufgabe herangeht.

Mit Hilfe meines 14-jährigen Sohnes habe ich daher mit YouTube angefangen. Zunächst habe ich Gedichte vorgesprochen und Flötenübungen gemacht. Jetzt ging die erste kleine Schreibepoche zur grundlegenden Rechtschreibstrategie „Hörwort, Nachdenkwort und Merkwort“ online. Und das gab so positive Rückmeldungen aus der Elternschaft, dass ich dies weiter verfolgen werden. 

Jetzt auch noch ein Blog

Einen Blog zu starten, erscheint mir ziemlich praktisch. Ich kann Material zum Download anbieten, Videos einbetten und noch etwas ausführlicher schreiben als auf Instagram – ich schreibe ja gerne. 

So kann mich mich weiter austauschen, vernetzen, Interessierten einen Einblick in die praktische Waldorfpädagogik und meine Arbeit als Klassenlehrerin geben und noch mehr.

Was daraus wird? Warten wir´s ab.

Euer Montagskind