Ferienküche: Miniwaffel am Fruchtspieß

Wenn Ferien sind, bin ich in der Küche gern auch kreativ und probiere Ideen und Rezepte aus. Gestern wollte ich einmal ausprobieren, ob man „Waffeln am Stiel“ auch mit einem herkömmlichen Waffeleisen zaubern kann. Doch in der Drogerie meines Vertrauens waren die Eisstiele vergriffen. Als Ersatz habe ich dann Holzspieße mit „Griff“ genommen, die oben so ähnlich wie Eisstiele geformt sind. Doch auch so ein Spieß sollte nicht ungenutzt sein….

So sahen die Spieße aus, die ich anstelle der Eisstiele gekauft habe.

Die Idee: So ein Stiel müsse im Knetteig gut halten

Mein jüngstes Kind schwärmt für Waffeln am Stiel. Warum der Stiel die Waffel besser macht, bleibt ein Geheimnis. Bei der Recherche danach fiel mir auf, dass es dafür spezielle Waffeleisen gibt. Also war doch gleich mein Ehrgeiz geweckt, es auch mit einem „normalen“ Waffeleisen zu schaffen. Schließlich haben wir in den Osterferien auch lecker cremiges Eis ohne Eismaschine hinbekommen und – ach ja – das Cookie Dough Eis in den letzten Sommerferien wurde in einer Backform eingefroren.

Dass die Eisstiele im flüssigen Waffelteig wahrscheinlich nicht halten, war dabei meine Vermutung. Zumal das Eisen ja auch nicht ganz schließt mit dem Holzstab am Rand. Die Idee: In der Herbst- und Vorweihnachtszeit machen wir gern einmal Zimtplätzchen aus dem Waffeleisen. dieses Rezept habe ich jetzt abgewandelt, sommerlicher sind doch Zitrone und Vanille.

Zum Rezept

Druckfertig als Download:

Es hat gleich funktioniert und kommt mit wenig Süßungsmittel aus.

Man nehme für ca. 10 – 12 Spieße:

  • 150 g Butter
  • 60 g Zucker bzw. Ersatz
  • 1 Ei oder 2 EL Apfelmus
  • Abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • Einige Tropfen Vanilleextrakt
  • Dinkelmehl

Die Zubereitung

Man verrührt alle Zutaten bis auf das Mehl mit einem Handrührgerät, es entsteht eine dickflüssige Masse. Dieser hebt man dann mit einer Gabel so viel Mehl unter, bis der Teig fest wird. Zuletzt knetet man mit den Händen. Wird der Teig zu einer gut formbaren Kugel, ist er fertig.

Nun zupft man etwa Walnuss große Stücke ab und formt diese zu Kugeln. In diese Kugeln steckt man die flache Seite der Spieße. In mein Eisen passten drei Kugeln auf einmal. Die kleine Waffel am Stiel ist fertig, wenn sie Bräune hat. Sonst ist sie vielleicht nicht ganz durch.

Abgekühlt bleibt der Spieß ja immer noch ein Spieß und sollte auch als solcher verwendet werden 🙂 Wir haben Erdbeeren aus dem Garten und Heidelbeeren aufgespießt. Ich finde, dass frisches Obst am besten passt, aber da sind natürlich der Fantasie und Nascherei keine Grenzen gesetzt.

Der Einsatz

Bei uns war es Nachtisch, zusammen mit leckerem Eis. Denkbar ist aber auch, dass man die Frucht-Waffel-Spieße mit zum Picknick nimmt als Fingerfood. Oder auch einzeln verpackt, wenn in Schule und KiTa eine Geburtstagsleckerei mitgebracht wird. Dekorativ sind die Spieße auf jeden Fall, so dass sie auch auf einem kleinen Buffet viel hermachen.

Schreibt mir gern, wenn Ihr weitere Ideen dazu habt. Ich wünsche guten Appetit.

Leckeres Eis ohne Eismaschine und schnell gemacht

In meiner Familie wird Eis geliebt und besondere Eissorten wecken auch besonderes Interesse. Doch wenn man einmal im Großhandel die Tetrapaks mit „Eigelb“ gesehen hat, die die meisten Eishersteller und Eisdielen ihren Produkten hinzufügen, kann einem schon auch die Lust auf Eis vergehen. Ich habe daher gestern mit den Kindern eine „Eis-Versuchsküche“ gestartet und siehe da: Wir haben ein tolles Eisrezept gefunden, mit dem man kreativ sein kann und das leckeres Eis beschert – und dabei kommt es ganz ohne Eismaschine oder lästiges Rühren zwischendurch aus.

Die Idee von einer „Grundmischung“

Ich hatte gelesen, dass eine dickflüssige Creme aus Sahne und Milch nach dem Gefrieren noch cremig bleibt. Auf dieser Grundlage haben wir dann gestern eine „Grundmischung“ aus Sahne, Milch, Vanillepaste und Agavendicksaft gezaubert, die dann nach Belieben verfeinert wurde.

Unsere Varianten

Idee 1: Himbeersmoothie unterheben – hier braucht man nur noch einen Pürierstab, mit dem man gefrorene Himbeeren und den Saft einer halbe Orange mixt. Die Masse zieht man locker durch die Creme, das ergibt zudem ein schönes Muster. Weitere Möglichkeit zu verfeiner: Die Blüten-Frucht-Mischung meiner Frühlingsrezepte.

Idee 2: Lieblingskekse zerkleinern und unterheben. Das klappt bestimmt auch mit Schokolinsen und zerstoßener Lieblingsschokolade – für die ganz „Süßen“ unter uns….

Idee 3: Haferflocken. Das war natürlich mein persönlicher Favorit (Ihr wisst ja, ich brauche immer meinen täglichen „Haferkick“) – die Grundmischung einfach mit Haferflocken verrühren und fertig ist das leckere Eis. In einem Glas habe ich es allerdings etwas übertrieben mit der Haferflockenmenge. Da wurde die Masse nach dem Einfrieren sehr fest.

Hier das ausführliche Rezept zum Download:

Die Fertigstellung

Einfach ab in den Gefrierschrank: Wir hatten nach 2 Stunden perfektes Eis. Es war nicht nötig, das Eis zwischendurch umzurühren. Es ist möglich, dass das Einfrieren deutlich schneller geht.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • man weiß, welche Zutaten enthalten sind
  • den Grad der Süße kann man ebenfalls selbst bestimmen
  • Herstellung innerhalb von Minuten
  • süßer Vorrat
  • man braucht keine eigene Eismaschine
  • der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt
  • man spart Geld, denn die eigene Herstellung ist günstiger als fertig gekauftes Eis.

Ich wünsche Euch einen guten Appetit und viel Spaß bei der Herstellung! Es würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir auch Eure Ideen und Weiterentwicklung für die Sammlung schickt: montagskind<@>posteo.de

Ein Blick in unsere „Eis-Versuchsküche“

Osterferien – Zeit für süße Ideen

Endlich gab es ihn mal wieder: Den letzten Schultag vor den Ferien. Der Tag, an dem wir unsere Epoche beenden und stolz auf das Geschaffte zurückblicken. Der Tag, an dem die Zeichen auf „heute machen wir`s uns nochmal schön zusammen“ stehen. Der Tag, an dem wir uns bewusst für die Ferien voneinander verabschieden. Im Gegensatz zu den Weihnachtsferien fühlte es sich nicht „abgebrochen“, sondern „rund“ an. Mit großer Zufriedenheit können nun die Ferien beginnen.

Jetzt ist es also Samstag und bei uns zu Hause stieg allen bereits der Plätzchenduft in die Nase. Das war die letzte von drei Generalproben, denn ich habe für Euch frühlingshafte bis sommerliche Rezepte ausprobiert.

Hasenkekse mit Blütenzauber

Es ist ein recht klassisches Mürbeteigrezept, mit Zitronenschale verfeinert. Nach dem Backen mischt man aus Puderzucker, Zitronensaft und Wasser eine Glasur und dekoriert mit der bunten Blüten-Frucht-Mischung. Ein leckerer Hingucker!

Ich habe den Hasenausstecher gewählt, diese Kekse sind aber auch im Sommer lecker zu Tee und Kaffee – dann als Herzchen, Blume und in weiteren Formen.

Die fruchtige Blütenmischung

Bunte Dekoration ist schön, aber Zuckerstreusel dazu nicht wirklich nötig. Bei der fruchtigen Blütenmischung sind Fantasie und Geschmack keine Grenzen gesetzt: Es gibt viele verschiedene getrocknete Blüten zu kaufen, mit einem Dörrgerät lassen sich die kleinen Fruchtstücke zaubern, notfalls auch als Trockenobst kaufen und kleinschneiden.

Der Montagskindkuchen

In meiner „Versuchsküche“ entstanden und für gut befunden. Der Kuchen ist vegan und dank der Verwendung von gemahlenen Mandeln glutenfrei. Wer keine Mandeln verträgt, kann natürlich auch Dinkelmehl o.ä. nehmen. Ob die Menge dann gleich ist, weiß ich aber nicht. Jedenfalls stellte sich heraus, dass der Kuchen am nächsten Tag noch besser schmeckte als ofenfrisch. Er eignet sich daher prima zur Vorbereitung von Feiertagen.

Hier die Rezepte

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Der 1. Advent oder – Einen Klassensatz Lebkuchen, bitte!

Ja, inzwischen muss ich schon einen Klassensatz Lebkuchen backen, damit er für uns fünf zu Hause reicht. Ich sage nur: Hungrige Teenager… Ich backe jedes Jahr nach diesem Rezept und habe es für uns verfeinert.

Hier geht es zum Rezept:

Viel Spaß beim Weihnachtsbacken!

Sommerhit Cookie Dough Eis

Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, ist ein gesundes, nachhaltiges Alltagsleben. Ich stelle gern meine eigenen Haushaltsreiniger her und gerade was Essen betrifft, versuche ich, so viel wie möglich selbst herzustellen. Dann weiß man, was enthalten ist – die Auswahl und Qualität der Zutaten liegt schließlich in meiner Hand. Außerdem spart es eine Menge Müll, wenn man immer wieder seine eigenen Gläser befüllt, am besten noch im Unverpacktladen.

Darum lieber selbst gemachtes Eis

Gerade jetzt im Sommer, ist ja das Eisessen ein großes Thema. Wieviel Ei und Milch, wie viele künstliche Aromastoffe usw. stecken in gekauftem Eis? Die Eisdielen nerven mit ihren Plastiklöffeln und teilweise sogar -bechern, im Supermarkt gibt es auch kaum Eis, das nicht im Plastikbehälter angeboten wird.

Der Hit bei meinen Kids

In diesem Jahr steht bei meinen Kinder Cookie Dough Eis extrem hoch im Kurs und beim Herstellen hatte ich große Konkurrenz namens B.&J.`s

Und ich habe ein Rezept gefunden und verfeinert, das es mit B. & J.`s aufnehmen kann. Da ich die Zutaten selbst auswähle, sind sie in Bioqualität. Trotzdem ist die gewonnene Eismenge insgesamt günstiger als das Original und in meiner Backform produziere ich keinen Müll. Auch die Herstellung geht relativ schnell.

Wem die Kuchenform zu groß ist, der kann auch direkt in kleineren Gläsern portionieren, soass man einen Vorrat einzelner Portionen bekommt. Ich habe mal alles für Euch aufgeschrieben:

Hier ist das Rezept zum Download

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

Rosenkuchen an Pfingsten mit echten Rosenblüten

Zu den drei bekanntesten Symbolen an Pfingsten zählen Tauben, Feuer und Rosen. Und so ist es ein schönes Brauchtum an Pfingsten, einen Rosenkuchen zu backen. Woher kommt die Rose? Einer Überlieferung nach weinte eine Frau am Grab von Jesus über die Kreuzigung. Dann bemerkte sie, dass die Rosen auf einmal keine Dornen mehr besaßen. Die Pfingstrose ist also das Symbol der Umwandlung von Trauer in Freude.

Daher ist auch bei vielen Familien ein Rosengebäck Tradition: Rosenbrot, Rosenkuchen in süß oder herzhaft. Ich habe heute einen Rosenkuchen mit Marzipan-Mandel-Füllung und getrockneten Rosenblüten gebacken – sehr, sehr lecker. So einen Kuchen kann man auch mit Kindern sehr schön backen und es mag ihn sowieso die ganze Familie. Ich habe für Euch hier die Zutatenliste und Kurzanleitung als Download bereitgestellt, für eine ausführliche Backanleitung lest einfach weiter 🙂

Dieser schöne und sehr leckere Rosenkuchen stand heute auf unserem Kaffeetisch.

Es sind verschiedene Arbeitsschritte und Pausen, in denen der Teig gehen oder backen muss, nötig. Gerade, wenn Kinder noch nicht sehr ausdauernd sind, ist dieses „Backen in Etappen“ sehr praktisch. Für mich war es auch gut, denn ich schreibe momentan die Zeugnisse und da waren mir die Backpausen heute eine willkommene Abwechslung.

Erster Arbeitsschritt: Der Hefeteig

Hierfür brauchst Du:

  • 250 ml (Pflanzen-) Milch
  • 50 g Butter oder Margarine
  • 1 Würfel Hefe
  • 500 g Dinkelmehl
  • 1 Prise Salz

Zunächst werden (Pflanzen-) Milch, 100g Marzipanmasse und ca. 50g Butter oder Margarine in einem Topf langsam erwärmt und dann darin ein Würfel Hefe aufgelöst.

Langsam wird die Mischung auf dem Ofen erwärmt und gerührt.

Wenn alles aufgelöst und verrührt ist, wiegt man 500g Dinkelmehl ab und gibt es zusammen mit einer Prise Salz in eine Rührschüssel, wo man dann das Mehl mit der Flüssigkeit verknetet.

Zuerst rührt man mit dem Knethaken, dann knetet man von Hand nach.

Ist der Zeit schön rund verknetet, darf er in einer Schüssel mindestens 30 Minuten, gern länger, ruhen.

Zeugnisbedingt ging mein Teig heute über 1 Stunde.

Schritt 2: Die Marzipan-Mandel-Masse zubereiten

Hierfür benötigst Du:

  • 100 g Marzipanmasse
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 75 g Puderzucker
  • 75 ml Sahne (oder Pflanzencreme)
  • 1 Ei (oder Ei-Ersatz)
Die Zutaten für die Marzipan-Mandel-Masse werden verrührt

Diese Masse hat es in sich: Man rührt sie am besten mit einer Gabel, dabei zerdrückt man das Marzipan immer wieder. Zugegeben, es dauert eine kleine Weile, bis man die Masse richtig glatt hinbekommt. Ich habe durchaus auch einige Stückchen zugelassen, was dem Kuchen am Ende nicht geschadet hat!

Schritt 3: Teig ausrollen und die Masse darauf verteilen

Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Man rollt den Teig dünn aus, verstreicht die Masse und schneidet Streifen: Etwa 4-5 cm breit und 15 – 20 cm lang. Diese rollt man dann zu Rosen auf und legt sie in die vorbereitete Kuchenform. Ich habe eine mittelgroße Herzform genommen, das passt wunderbar. Eine kleinere Springform tut es auch.

Streifen zu Rosen aufrollen: Das machen Kinder auch sehr gern!

Sind die Rosen fertig, sollen sie wiederum in der Kuchenform noch 10 – 15 Minuten gehen. In dieser Zeit kann man problemlos den Ofen vorheizen: Umluft 175 Grad, Ober-/Unterhitze 180 Grad.

Die Teigrosen gehen noch eine Weile in der Form.

Die Backzeit beträgt 30 – 40 Minuten, man muss schauen, dass die Rosen nicht zu kross werden.

Nachdem man den Kuchen aus dem Ofen geholt hat, kann man schon einen gehäuften Esslöffel Puderzucker mit einem Schuss Wasser vermischen und den heißen Kuchen damit bestreichen. Zu guter Letzt streut man getrocknete Rosenblüten darauf – fertig.

Ich wünsche Euch einen guten Appetet!