Vom positiven Selbstbild zu Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein

Damit ein Kind zu einer starken Persönlichkeit heranwächst, bedarf es vieler Faktoren: Ganz besonders Gesundheit, sichere Bindung, erfüllte Bedürfnisse, ein anregendes und liebevolles Umfeld. All diese Faktoren bilden die Grundsteine für ein positives Selbstbild. Und aus ihm erwachsen das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein.

Zuerst entsteht das Selbstbild

Fühlt ein Kind sich angenommen, sicher gebunden und begleitet, legt sich schon in den ersten Lebensjahren ein wichtiger Grundstein für alle bevorstehenden Lebensschritte. So kann es auch die anstehenden Entwicklungssprünge mitsamt mancher Krisenstimmung meistern – vom Zahnwechsel bis zur Pubertät.

Doch wie entsteht ein positives Selbstbild? Ich habe einmal die fünf Faktoren (nach Bernard Lievegod) zusammengetragen:

So spüren sich die Kinder beim Erleben der verschiedensten Gefühle und auch in der Erinnerung von Ereignissen, die diese (erneut) auslösten, ganz besonders stark. Die Verarbeitung von Erlebnissen, das Ausleben oder Regulieren von Willensimpulsen – all das sind kleine Puzzleteile, die eine Vorstellung von dem, wer man selbst ist, nach und nach zu einem eigenen Selbstbild zusammenfügen.

Doch neben dem Erfahrungsschatz aus Erleben und Fühlen gehört auch bestimmte Kenntnisse über sich selbst. Nach William James gehören Wissen und Erfahrungsgewinn über den eigenen Körper, in dem ein Kind beheimatet ist, etwa ganz entscheidend dazu.

Mit der Zeit entwickeln die Kinder auf diese Weise eine immer differenziertere Vorstellung von sich, ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten und der Qualität ihrer seelischen Erlebnisse.

Die Rolle der Erwachsenen

Nicht zuletzt sind die meisten Erkenntnisse und Erfahrungen für Kinder erst möglich, indem wir Erwachsenen ihnen spiegeln, was sie gerade erleben. Wie ihre Gefühle, Tätigkeiten und ganz persönliche Eigenschaften benannt und von uns gesehen werden.

Indem wir Ihnen bedingungslos zur Seite stehen und sie annehmen. Jeder in seiner/ihrer Rolle, die sie im Leben eines Kindes ausfüllt. Machen wir uns bewusst: WIR sind ihr Umfeld und das macht sehr viel aus.

Was gehört also in die Gießkanne?

Mir sind spontan diese drei wichtigen Punkte in den Sinn gekommen. Natürlich sind es noch viele mehr. Ich freue mich über Eure Ergänzungen in den Kommentaren.

Goldtröpfchenöl Update

Mein Blog ist ein Produkt des Lockdowns und hat sich seitdem ganz wunderbar entwickelt. Einer meiner ersten Beiträge widmete sich dem Goldtröpfchen Ritual. Ich habe ihn nun „coronafrei“ überarbeitet. Uneingeschränktes Goldtröpfchen: Go!

Hier kommt Ihr direkt zum Bericht.

Ich schaue regelmäßig über meinen wachsenden Blog und pflege ihn liebevoll 🙂 Solltet Ihr Eurerseits auf andere Berichte stoßen, die nach einem Update rufen, meldet Euch gern bei mir.

Ich danke Euch für sehr für`s Lesen und viele liebe Emails!

Die Glücksstunde zum neuen Jahr

Auf ein Neues! Morgen hat uns der Schulalltag wieder. Nachdem mich kurz vor den Weihnachtsferien die Grippe völlig lahmgelegt hatte und ich mich nicht richtig von meiner Klasse verabschieden konnte, habe ich mir vorgenommen, die erste Stunde des neuen Jahres als Glücksstunde zu planen. Achtsamkeits- und Mindsetübungen fließen zwar immer wieder in meinen Unterricht ein – diesmal ist ihnen eine ganz besondere Stunde gewidmet.

Auf in ein neues Jahr, mit Vertrautem

Wir haben ja unsere Rituale im Laufe eines Jahres. So gehören zum neuen Jahr auch die Glücksperlen dazu. Natürlich dürfen sie auch diesmal nicht fehlen, sie werden sicherlich schon erwartet.

Auch unser Glücksglas wird erneuert. Es hat in den letzten Monaten geruht und mit ihm wird eine weitere Erinnerung geweckt an ein schönes Ritual, das wir gern auch im Laufe eines Schuljahres, meist montags, gepflegt haben.

… und neuen Impulsen

Hierzu zählen sowohl eine Übung zu persönlichen Zielen, als auch ein Spiel, das das Miteinander weiter stärken soll. Als kleine individuelle Übung habe ich zudem ein Suchsel entworfen: Unbewusst werden wir auf Dinge, die uns viel bedeuten, zuerst aufmerksam. So heißt es: Die ersten drei Wörter, die man in dem Buchstaben-Dschungel entdeckt, werden im neuen Jahr für einen selbst bedeutsam.

Freebie mit dem Suchsel:

Dann git es noch ein Kleeblatt-Spiel. Hierfür habe ich Plakate mit einem großen Glücks-Kleeblatt entworfen. Es werden zunächst 4er Gruppen gelost. Dadurch kommen sich auch einmal Kinder näher, die bislang weniger miteinander zu tun hatten. Der Auftrag ist nun, das Kleeblatt zu füllen. Jedes Kind überlegt, wie es sich selbst am besten beschreiben würde und darf von sich erzählen. So finden die Kinder heraus, was sie so alles gemeinsam haben (und vielleicht bislang nicht voneinander wussten). Gleichzeitig wird ihnen auch noch einmal mehr bewusst, was sie als eigenständige Persönlichkeit ausmacht.

Der Plan für den ersten Schultag

Nach den Weihnachtsferien gibt es viel zu erzählen: Was man erlebt hat, welche tollen Geschenke ausgepackt wurden und wen man getroffen hat. Mit unseren Erzählspielen gestalten wir aber nicht nur den ersten Schultag, sondern meist die gesamte erste Schulwoche so, dass wir uns zu Beginn eines jeden Schultages ein paar Minuten lang gegenseitig zuhören und von den Ferien erzählen.

Neues Jahr, neue Pläne: Anschließend berichte ich den Kindern, was im neuen Jahr in unserer Klasse noch so alles ansteht und dann gehen wir über zur Glücksstunde, um uns auf das, was uns in den nächsten Monaten begleiten wird, gemeinsam einzustimmen.

Ob dann noch Zeit für ein erstes Geometrie-Spiel bleibt? Etwas, das bis zum nächsten Schultag schon bewegt werden kann? Wir werden sehen 🙂

Jedenfalls kommt all das, was auch tägliches Schüler-Handwerkszeug ist, in dieser lockeren ersten Schulstunde nach den Ferien vor: Von der Eigenarbeit über Gruppenarbeit, bis zum Klassengespräch. Und so hoffe ich, auch meinerseits einen guten Übergang vom Ferienmodus in den Schulalltag zu gestalten.

4 Tipps für den Übergang zwischen Ferien und den ersten Schultagen

Während es die einen kaum erwarten können, ihre Freundinnen und Freunde wiederzutreffen und Neues zu lernen, scheinen die anderen beim Gedanken auf den Wiederbeginn der Schulzeit eine schwere Last zu tragen. Woran kann das liegen und wie helfen wir Kindern, für die diese Übergänge schwierig sind?

Kinder voller Vorfreude

Sie sind innerlich schon wieder auf die Schule eingestellt und überbrücken bereits ihre Ungeduld: Gedanklich schon wieder in der Schule, malen sie sich bereits aus, was sie alles über die Ferien erzählen werden, welches Weihnachtsgeschenk sie der Klasse zeigen möchten und was das erste Pausenspiel sein soll. Ein guter Plan, wie ich finde.

Warum kann der erste Schultag sich schwerer anfühlen?

Der Zeitplan in den Ferien ist meist deutlich entspannter: Keine Schule, keine Betreuungszeiten, Vereinsaktivitäten ruhen. Dazu Zeit für freies Spiel und die Möglichkeit, eigene Interessen nach Belieben zu vertiefen. Beginnt die Schule wieder, kommt alles „von null auf hundert“ zurück.

Auch wandern die Gedanken nicht nur in Richtung der Dinge, die schön sind und gut laufen. Es wird klar: Auch die Hürden des Schulalltags sind wieder da.

Nicht zuletzt haben sich Tagesablauf und -rhythmus im Vergleich zur Schulzeit geändert. Das, was sonst im Alltag automatisiert abläuft und dadurch weniger Kraft kostet, muss nun wieder neu aufgenommen werden. Auch das benötigt wiederum einige Tage.

Hier daher meine Tipps für Euch, wie ein guter Übergang geschaffen werden kann. Kommentiert auch gern Eure eigenen Erfahrungen.

Tipp 1: Das Ende „offiziell“ machen

Plant das große Finale, gestaltet den letzten Ferientag bewusst und bereitet ihn gemeinsam vor. Gerade das Ende der Weihnachtsferien lädt besonders dazu ein, den Feiertag der Heiligen drei Könige zu begehen.

Tipp 2: Gemeinsam reflektieren

Von schönen Erinnerungen kann man zehren. Und was nicht so gut lief, kann man in den nächsten Ferien anders angehen.

Tipp 3: Den Schulalltag vorbereiten

Wenn in den Ferien mit Schulstiften gemalt wurde oder es neue Stifte zu Weihnachten gab, muss ein Blick auf das Etui (und den Anspitzer) geworfen werden. Darf nach Weihnachten eines der Weihnachtsgeschenke mitgebracht und gezeigt werden? Passen die Sportschuhe noch? Was wird sonst noch gebraucht? Gemeinsam die Schulsachen vorzubereiten, gibt Sicherheit und stimmt auf den bevorstehenden Alltag ein. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch eine (wieder) aufgeräumte Lernumgebung.

Tipp 4: Das frühe Aufstehen entlasten

Es kostet Kraft und braucht etwas Zeit, wieder in den gewohnten Rhythmus zu finden. Es lohnt sich daher, manche Aufgaben, die morgens anfallen, am Vorabend akribischer vorzubereiten, als man es sonst tut.

Ich wünsche Euch einen schönen Schulstart nach den Ferien!

Vergessen in den Ferien? Na klar

Die Feiertage sind vorbei, in vielen Familien kehrt allmählich der Arbeitsalltag der Eltern wieder ein. Mit Blick auf die nächsten Schulwochen wäre das doch jetzt die optimale Zeit, um Unterrichtsstoff aufzufrischen – oder? Ein paar Gedanken dazu und auch, wann Üben den Ferien sinnvoll ist und wie geschehen kann.

Grundsätzlich sind Ferien zum Erholen da

Gerade, wenn Kinder deutlich mehr wiederholen und üben müssen als ihre Mitschüler:innen, werden die letzten Ferientage gern als Möglichkeit gesehen, um den Anschluss wieder zu finden. Im Prinzip keine schlechte Idee, aber: Wenn Kinder im Alltag schon stärker gefordert sind, benötigen sie erst recht Erholung und Abstand vom Geschehen, oder?

In der Waldorfpädagogik arbeiten wir aktiv mit dem Vergessen. Nach einer wochenlangen, täglichen intensiven Lernzeit in einem Fach – auch Epochenprinzip genannt – darf das Gelernte eine Zeitlang ruhen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder zu einem späteren Zeitpunkt nochmal einen verbesserten Zugriff auf die Inhalte bekommen, wenn diese regelrecht „sacken“ oder „verdaut“ werden durften. Dabei fällt zu einem späteren Zeitpunkt zunächst das Erinnern nicht gerade leicht, doch das beunruhigt nicht. Um an bereits „vergessenen“ Lernstoff anknüpfen zu können, braucht es meist zwei bis drei Tage. Danach ist das Lernen und Vertiefen in der Regel wieder gewohnt im Fluss.

Nichts Anderes geschieht in den Ferien: Die Kinder bekommen eine Auszeit und dürfen vergessen. Deswegen fallen die ersten Schultage nach den Ferien mitunter auch schwer: Die Rückkehr in Alltagsroutinen fühlt sich noch holprig an, es gilt zudem, viel Gelerntes zu erinnern. An dieser Stelle bringt es nichts, Druck aufzubauen und mit Vollgas nach den Ferien durchzustarten – besser ist es, die Zeit des Erinnerns und die Rückkehr in die Routinen direkt im Zeitplan mit zu berücksichtigen und die Erwartung an die ersten Schultage nicht all zu hoch zu schrauben. Man wird ganz sicher Fahrt aufnehmen!

Ferien-Skills

Ferien sind ohnehin die Gelegenheit, neue Lernfelder zu erschließen oder Lernfelder, die im Gewusel des Alltags doch etwas zu kurz kommen, zu vertiefen. Beispielsweise:

  • Bewegung durch Ausflüge: In Kletterwäldern, auf Wanderungen, auf Radtouren, im Schwimmkurs
  • Mut durch Abenteuer und Urlaub: Neues zu sehen und zu erleben, bedeutet, die Komfortzone zu verlassen. Das macht mutig.
  • im Sozialen: Menschen treffen, die man sonst selten sieht, ausgiebige Spiele spielen (viel länger als sonst und vielleicht auch in einer größeren Freizeitgruppe)
  • Kreativität durch Langeweile – nicht zu unterschätzen!
  • Handwerklich: Im Garten helfen, ein neues Regal zusammenschrauben, ein Häuschen für den Hamster bauen…

Die Liste lässt sich beliebig weiter fortsetzen. Nein, niemand braucht zu befürchten, in den Ferien zu wenig zu lernen (wenn er/sie sich nicht den ganzen Tag medial berieseln lässt).

Ausnahmen bestätigen die Regel

Wenn Kinder von sich aus Schule spielen oder in ihrem Lieblingsfach versinken möchten, dürfen sie das natürlich auch in den Ferien gern tun. Die beste Art des Lernens sind ja ohnehin freiwillig gestellte Aufgaben, die ein Kind aus vollem Herzen angeht. Das darf natürlich nicht gestoppt werden, nur weil gerade Ferien sind. Passiert ein freiwilliges Üben nicht, ist das aber auch kein Grund zur Sorge. Manche Kinder trennen gern ihr Schul- und „Privatleben“.

Beispiele für sinnvolles Üben

Neben selbst gewählten Aufgaben kann auch die gemeinsame Zeit in den Ferien sinnvoll gestaltet werden. Dies gilt natürlich auch für bewusste Aus-Zeiten im Alltag.

  • Lesen üben: Ein selbst gewähltes Buch, das in kuscheliger Atmosphäre abwechselnd gelesen wird.
  • Gemeinsam backen: Zutaten wiegen, messen, Mengen abschätzen…..
  • Einkaufen: mit Geld umgehen, Listen schreiben
  • Uhrzeit: Gemeinsam den Tag vorbesprechen, zwischendurch auf die Uhr schauen. Fragen: Wie spät ist es gerade? Wie lange noch, bis wie schwimmen gehen? Erinnern: Wann wollen wir essen?

Auch diese Liste lässt sich weit fortführen.

Wenn ein Kind viel Unterrichtsstoff versäumt oder große Lernlücken hat…

… dann hat das mit dem üblichen Vergessen in den Ferien weniger zu tun, sondern es sollte tatsächlich mit Bedacht geschaut werden, wann das Versäumte nachgeholt werden kann. Lernt ein Kind bereits im Epochensystem und hat Großteile einer Epoche versäumt, vergehen mitunter Monate, bis an den versäumten Stoff wieder angeschlossen wird. Dann hat man Zeit gewonnen und kann mit Bedacht die fehlenden Inhalte einteilen und nachholen.

Es gilt jedenfalls, an dieser Stelle abzuwägen: Bietet der Alltag neben Schule, Hausaufgaben, Sportverein & Co. überhaupt ein sinnvolles Zeitfenster, um Lücken zu schließen? Wie belastend ist das Aufholen? Dafür braucht es im Einzelfall konkrete Absprachen zwischen Schule und Elternhaus und dafür habe ich an dieser Stelle natürlich keine allgemein gültige Antwort.

Über die Magie des Neuanfangs

Ich mag das Gefühl des Neuanfangs ebenso gern wie das verlässliche Gefühl von Vertrautem. Vielleicht bin ich auch deshalb Lehrerin geworden: So habe ich gleich zwei Neuanfänge im Jahr – das neue Schuljahr und das neue Kalenderjahr, dazu viel Vertrautes, Verlässliches.

„…. es ist so wenig äußere Veränderung dafür nötig, denn wir verändern ja die Welt von unserem Herzen aus, will dieses nur neu und unermesslich sein, so ist sie sofort wie am Tage ihrer Schöpfung und unendlich.“

Rainer Maria Rilke

Ich beginne das neue Jahr mit einer neuen Staffel „Märchen mit Klang“ und dem Märchen von der geschenkten Zeit.

Ansonsten gibt es kleinere Rituale, die wir an Neujahr als Familie pflegen. Es wird ein ruhiger erster Tag.

Tag 1

Es ist die Seite 1 des 365-seitigen, unbeschriebenen Buches, die Perle 1 der Jahreskette, die Botschaft 1 im Jahresglas.

Ich wünsche Euch einen schönen ersten Tag!

Mein Gepäck für das neue Jahr

Das Jahr, das gerade endet, hatte viele Herausforderungen für uns alle und jede:n Einzelne:n bereit. Neue Menschen sind in unser Leben getreten, andere haben sich verabschiedet. Von mancher Last haben wir den „Rucksack unseres Lebens“ befreit, Neues ist hinzugekommen. Dieser Rucksack, den wir alle unsichtbar mit uns herumtragen, verändert sich laufend – so, wie unser Weg mal bergauf, mal bergab verläuft oder scharfe Kurven nimmt. Mal ist der Rucksack schwerer, mal leichter. Ich schaue am letzten Tag des Jahres einmal hinein und überlege, was ich für meinen Weg 2023 brauche.

Mein Rucksack 2022…

Im Nachhinein betrachtet, waren wirklich sehr viele Kräfte und Ressourcen gefragt.

Zur denkwürdigsten Zeit des letzten Jahres gehörte sicherlich der Krieg in der Ukraine. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so plötzlich in die Situation kommen könnte, mit meiner zu dem Zeitpunkt 4. Klasse über einen Krieg zu sprechen, der so nah ist und einige Familien auch direkt betrifft. Auch meine Familie ist um ukrainische Freunde reicher geworden. Was aber auch bedeutete: Wir haben hautnah, in unserem Haus, mit unseren Kindern, unmittelbar erlebt, wie Nacht für Nacht gehofft, gebangt und geweint wurde. Das hat uns nachhaltig geprägt.

Gleichzeitig habe ich mich beruflich und persönlich weiterentwickelt durch die Ausbildung zur Mentorin am Institut für Berufseinführung. Ich habe neue Coaching-Werkzeuge an die Hand bekommen, Growth Mindset verstärkt (und hoffentlich auch das eine oder andere Mal weitergegeben) und weiter aus verschiedenen Perspektiven das System Schule und meinen Beruf betrachtet. Da war es ein passendes Highlight, über waldorf-zukunft.de in einen intensiven Arbeitsprozess mit einem vielseitigen Netzwerk und Austausch zu kommen. Also auch beruflich ein sehr besonderes Jahr für mich.

Auch, was meine freiberufliche Arbeit betrifft, bin ich zufrieden und dankbar. Mein Blog und die Podcasts sind deutlich gewachsen, meine neue Publikation „30 Klangschalenspiele für Entspannung und Körperwahrnehmung“ hatten einen erfolgreichen Markteintritt in Juli.

Wohin geht die Reise?

Ich bringe neue Aufgaben mit ins neue Jahr. Ich freue mich auf viele schöne Aktivitäten mit meiner 5./6. Klasse: Es sind schon Ausflüge und Fahrten ins Auge gefasst. Die erste Stunde im neuen Jahr wird diesmal eine echte Glücksstunde sein. Ich habe sie schon vorbereitet und freue mich sehr darauf, meine Lieben im neuen Jahr wiederzusehen und mit dieser ganz besonderen Stunde einen schönen Auftakt zu gestalten.

Im Förderbereich unserer Schule werde ich weiterhin ehrenamtlich aktiv sein.

Das Montagskind Projekt entwickelt sich weiter. Vielleicht habt Ihr schon die neue Blog Unterschrift entdeckt? Ich möchte mich in einem kleinen, neuen Coaching-Zweig ganzheitlich mit dem äußerst komplexen Thema Schulstress weiter auseinandersetzen. Hier hat auch die Sozialpsychologin in mir ein Herzthema gefunden. Doch auch die weitere Mitarbeit an einer zeitgemäßen Waldorfpädagogik liegt mir sehr am Herzen.

Mein Redaktionsplan für 2023 ist jetzt schon gut gefüllt: Ab Januar wird u.a. jeden Monat im a tempo Magazin eine eigene Kolumne von mir zu lesen sein. Und es gibt auch einen kleinen, neuen Solo-Podcast.

Viel Neues bedeutet aber auch, Altes loszulassen: Zu schwer sollte der Rucksack dann doch nicht werden – auch wenn einige Energiequellen darin enthalten sind. Ich möchte mir Zeit zum Schreiben nehmen.
Meinen kleinen Shop werde ich im neuen Jahr auslaufen lassen und Kooperationen sehr stark begrenzen. Rosinas Wolle ist weiterhin auch im Waldorfshop sehr gut aufgehoben und ja ohnehin auch schnell in jedem lokalen Buchhandel zu bestellen. Der Klang der Sonnenstrahlen ebenso, wie auch in Streamingdiensten. Wer dennoch ein Exemplar mit privater Widmung wünscht, kann mich jederzeit anschreiben 🙂

Das wünsche ich Euch und uns allen

Ich wünsche Euch einen Rucksack, der nicht zu schwer ist und der Euch gut verpflegt und weiterbringt auf Eurem Weg im Jahr 2023. Mich persönlich treiben neue Pläne und Ideen immer sehr an. Ich möchte ihnen Raum geben und freue mich auf alles, was gerade frisch gesät ist und im neuen Jahr wachsen darf.

Mit besten Wünschen für Euch: Auf ein gutes neues Jahr 2023!

Wenn viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun…

Wie Ihr wisst, liegt mir das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Auf meiner Hamburgreise habe ich dazu ein langes Gespräch mit Marianus von Hörsten geführt. Marianus ist 30 Jahre alt, ehemaliger Waldorfschüler und auf einem Demeterhof aufgewachsen. Gemeinsam mit einem Partner betreibt er in Hamburg das Restaurant Klinker. Als Koch wurde er u.a. zum besten Jungkoch der Welt gekürt. Er ist Klimaaktivist und hat gerade sein Geografiestudium mit sehr guten Noten abgeschlossen. Bei der ARD ist seine Dokureihe „The Green Garage“ zu sehen. Ich habe bereits Folgen seiner Reihe in meinem Unterricht eingesetzt. Sie erreichen und bewegen die Jugendlichen. Nun möchte ich Euch ebenso einladen, Marianus´ nachhaltige Wege kennenzulernen.

Das Interview mit Marianus

Wir haben lange und intensiv gesprochen, auch für „Kaffee, Kreide, Morgenspruch“. Ich habe mich entschieden, keinen „klassischen“ Blogbeitrag zu schreiben, sondern das Interview hier abzubilden. Ich möchte Marianus dabei zu unterstützen, möglichst viele Menschen zu erreichen. Macht Euch ein Bild, schaut The Green Garage und lasst Euch inspirieren.

Marianus, wie bist Du aufgewachsen und wie kamen die Themen Nachhaltigkeit und bewusster Konsum zu Dir?

Ich komme aus der Lüneburger Nordheide von einem Demeter Bauernhof. Und ich glaube, da ist es relativ logisch, wo die Nachhaltigkeit herkommt: Von den Eltern. Lebensmittel hast Du nicht verschwendet, weil Du wusstest, was es für eine Arbeit ist, sie dem Boden abzuringen. Das ist wohl der einfachste, kurz zusammengefasste Umgang damit.

Wie kam es zu Deinem Projekt „The Green Garage“?

Ich hatte im Lockdown sehr viel Zeit, weil unser Restaurant ja geschlossen war, und da hatte ich die Idee. Weil ich es schwierig finde, dass diese ganzenThemen, die uns beeinflussen und die wir ja selbst beeinflussen können, immer so fatalistisch in der öffentlichen Darstellung präsentiert werden. Das fand ich schade und dachte, es wäre cool, mal die Möglichkeit zu haben und zu schauen: Was kann ich denn in meinem kleinen Kosmos anders machen, dass es besser läuft.

Dann habe ich mich mit einem Produzenten zusammengesetzt und wir haben es der ARD vorgeschlagen. Dort wurde es angenommen und wir haben es produziert. (Anm.: Aktuell läuft schon die zweite Staffel.)

Du gehst bewusst mit Lebensmitteln um und gehst konsequemt Wege, Lebensmittelverschwendung zu minimieren. Du hast einen gastronomischen Betrieb – wie funktioniert es da?

Dadurch, dass wir eine sehr kleine Karte fahren und immer alles frisch machen, haben wir so gut wie keine Lebensmittelverschwendung. Wir schmeißen sehr, sehr, wenig weg, nur wenn etwas schlecht wird. Und das ist in den dreieinhalb Jahren, in denen wir am Markt sind, erst zweimal passiert. Dazu kommt, dass wir aus allen Produkten das Maximale herausholen. Aus einer Karottenschale, aus einer Zwiebelschale, aus einem Sellerieabschnitt, daraus kannst du immer noch Gemüsefond kochen. Und den Fond kannst du zum Aufgießen für dein richtiges Gericht nehmen. So kannst du aus jedem Teil das Maximum herausholen und das ist der erste Punkt.

Bei tierischen Produkten, die wir nur sehr wenig verarbeiten – wobei wir mehr Butter und Milch verwenden und weniger Fleisch, aus Gründen – da sind wir noch viel penibler. Wir haben auch nur zwei Gerichte mit Fleisch auf der Karte, der Rest ist vegetarisch. Knochen werden dreimal ausgekocht, das Fett wird auch zum confieren von anderen Lebensmittel verwendet, dass es saftiger bleibt und mehr Geschmack daran ist. Wir holen aus dem Tier das Maximale heraus, dass es, bei allem, nicht umsonst gestorben ist.

Wie kalkulierst Du denn die Mengen? Du arbeitest ja auch nicht mit Reservierungen im Restaurant…

Das ist richtig. Bei den Mengen haben wir inzwischen Erfahrungswerte und daran halten wir uns. Wir wissen, dass wir pro Abend eine bestimmte Anzahl des einen und des anderen Gerichts verkaufen. Es gibt Gerichte, die gehen immer gut und es gibt Gerichte für die ambitionierten Esser:innen. Aber auch das ist ja unser Job, den Leuten zu zeigen, was man aus bekannten Lebensmitteln noch alles so machen kann. Und am Ende des Tages sagen wir lieber: `Was aus ist, ist aus.´ Wir produzieren lieber so viel, dass wir wissen, wir bekommen diesen Schnitt, den wir immer haben. Und gerade am Freitag, sind schnell mal Gerichte aus, weil wir ja am Wochenende schließen. Das ist genau das, was wir wollen. So machen wir es am Montag wieder frisch.

Es ist nicht nur spannend, wie achtsam Ihr mit den Lebensmitteln umgeht, die Ihr verarbeitet, sondern auch den innovativen Weg, die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie zu verändern, finde ich sehr beachtlich. Eure Öffnungszeiten sind auch sehr speziell. Beschreibe doch einmal, was ihr sonst noch anders macht und wie es dazu kam.

Ich glaube, viele Dinge aus unserem Alltag sind irgendwie nur ausgedacht oder durch Mindsets geprägt. Wer sagt denn, dass man nur samstags essen geht oder am Sonntag. Mein Geschäftspartner und ich kommen aus der Sternegastronomie, hatten irgendwann keinen Bock mehr und sind dann andere Wege gegangen. Dann haben wir uns gesagt: Wenn wir wieder in der Gastronomie arbeiten wollen, dann müsste sie sich stark verändern. Das wird kein anderer für Dich machen. Also gibt es für Dich die Möglichkeit: Entweder, du nimmst die Missstände hin, du veränderst sie oder du gehst. Wir sind erst gegangen, haben andere Sachen gemacht und uns dann gedacht: Nein, wir verändern es jetzt. Und wir machen es nachhaltig. Nachhaltigkeit teilt sich in unserer Wahrnehmung in drei Teile auf: Ökologisch, ökonomisch und sozial.

Die ökologische Nachhaltigkeit ist uns wohl allen ein Begriff. Wir kaufen gute Lebensmittel, die gut für den Boden, gut für die Produzent:innen, gut für das Klima usw. sind.

Ökonomisch ist aus wichtig: Wenn wir das alles nicht bezahlen können, können wir es auch lassen.

Dann ist da noch das Soziale. Und das ist ein Bereich, der in der Gastronomie oft vernachlässigt wird, auch wenn sich gerade viel tut. Viele Menschen fangen gerade an nachzudenken, weil sie schlicht und ergreifend kein Personal mehr finden. Das ist aber nur Reaktion und nicht Agitation. Die Menschen kommen auf Ideen, weil ihnen Missstände offengelegt werden. Es ist traurig, dass es immer so funktionieren muss, aber so ist es nunmal. Und wir haben gesagt, wir wollen es anders machen. Wir hatten zum Beispiel einen Mitarbeiter, der gerne am Wochenende Fußball spielen wollte und wir haben gesagt: Gut, wir machen dann am Wochenende immer zu. Das kam uns natürlich auch entgegen, denn wir wollen ja auch am Wochenende unseren Freudeskreis haben und unser Team halt auch.

Und so machen wir Gastronomie nicht wirklich anders als vor 100 Jahren, aber anders als noch vor 10 Jahren, indem wir ganzheitlich denken.

Zum Thema Fleischkonsum….

Wir kaufen ganze oder halbe Tiere, d.h. wir haben auch viele Teile, die eine differenzierte Verarbeitungstechnik benötigen. Was aber in der Gastronomie auch nicht mehr beigebracht wird. Heutzutage ist es so: Wenn ich Filet auf die Karte nehme, dann kaufe ich kein ganzes Tier, sondern einen Fleischbeutel. Was damit einher geht, ist ein unheimlicher Wissensverlust für die Auszubildenden. Wir müssen unser Wissen an die Leute weitergeben, die jetzt nachkommen. Das bedeutet auch, dass sie sehen, wie Tiere geschlachtet werden. Denn nur, wenn Du siehst, dass Du ein Leben nimmst für den Konsum, dann kommst du zu einem Bewusstsein.

Man hört im Pausenhoftalk `Die Menschen wissen gar nicht mehr, dass die Tiere für das Fleisch sterben müssen.´ – Doch, das wissen sie schon, aber sie sehen es nicht. Und so funktioniert es mit allem: Aus den Augen, aus dem Sinn. Und an dieser Stelle muss man das Wissen weitergeben: Das Tier stirbt jetzt. Verarbeite es mit Anstand und einer Portion Respekt und sieh vor allem zu, dass du es komplett verarbeitest.

Dann ist es automatisch auch ökonomisch. Denn wenn ich so ein Tier im Ganzen kaufe und klug genug bin, alle Teile zu verarbeiten, dann geht auch der Einkaufspreis rapide herunter. Ich kaufe ein Demeter Tier. Ist zwar mehr Arbeit, ich habe aber sämtliche Abschnitte, die ein Fleischbeutel nicht hat. Die beim Schlachter im Fleischwolf landen und als Hackfleisch verkauft werden. Auch die vielen Knochen kann ich alle auf verschiedenste Weise verarbeiten.

Und die Tiere, die Ihr einkauft, kommen aus dem Umland?

Ja, wie fast alle Lebensmittel. Wir kaufen auch nur aus Landwirtschaft, wo mit dem Boden gut umgegangen wird.

Du gehörst auf jeden Fall in die Ausbildung!

Wir bilden auch aus. Von Anfang an haben wir ausgebildet. Das hört auch zur Nachhaltigkeit.

Ja total. Ich finde auch, wenn man so einen Weg geht, der innovativ aber noch selten ist, dann ist es besonders wichtig, dass Du Dein Wissen auch weitergibst.

Und es ist wichtig, dass es genügend Leute gibt, die es auch mitmachen. In Hamburg gibt es viele Gastronomen, die einen sehr guten Job in der Ausbildung machen, einen sehr guten Job in der Produktbeschaffung machen und sehr innovativ sind. Die sollte man unterstützen, da sollte man hingehen und mit denen sollte man ins Gespräch gehen und auch deren Stimme hören.

Das Bewusstmachen gehört unbedingt dazu. Als ich The Green Garage gesehen habe, ist mir auch an vielen Stellen nochmal klar geworden, was wir durch den Konsum, die Globalisierung der letzten Jahrzehnte, an Wissen über nachhaltiges Handeln verloren haben.

Es geht bei der Sendung aber nicht darum, den Zeigefinger zu erheben. Es geht darum zu sagen: Es gibt Möglichkeiten, bei denen Du was machen kannst. Wenn nur jeder Zweite oder Dritte, der die Sendung guckt (Anm.: Bei einer Verweildauer von ca. 97 %), irgendetwas an seinem Konsumverhalten ändert – und wenn er nur im Winter keine Tomaten mehr kauft – dann hat der Einkauf an sich gar nicht wehgetan, man hat aber etwas Gutes für das Klima getan. Und es war so einfach.

Und wenn Du dann beim Einkauf Deiner Klamotten auch noch überlegst: Brauche ich eigentlich schon wieder eine neue Jeans? – dann hast Du schon etwas verändert und einen guten Job gemacht.

Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist – es wäre nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt!

Du brauchst keinen CO2-Erlass zu kaufen, mache Dir einfach die kleinen Dinge bewusst. Wir brauchen keine statischen Lösungen (Anm. gemeint sind CO2-Zertifikate, Nachhaltigkeitssiegel und -Apps) für dynamische Probleme. Probleme zu lösen bedeutet, sie zu verstehen. Was wir nicht tun. Wer versteht schon unser global vernetztes System in Gänze. Wir haben auch Lebensräume, die wir nicht erforscht haben.

Die Darstellungen und Denkanstöße bei The Green Garage sind dazu sehr gelungen..

Ich kenne ja auch nicht die Lösung der globalen Probleme. Aber ich glaube, dass die Ansätze, die wir da vertreten, so schlecht nicht sein können. Jedenfalls machen sie Welt nicht zu einem schlechteren Ort.

DANKE für Deinen Einsatz auf so vielen Ebenen, Marianus!

Ich habe mit Marianus auch noch für Kaffee, Kreide, Morgenspruch über seine Zeit als Waldorfschüler gesprochen und wie er heute auf seine Schulzeit schaut. Auf dieses Interview dürft Ihr Euch zeitnah freuen!

Die Fotos für diesen Beitrag wurden mir von Marianus von Hörsten zur Verfügung gestellt.

Äpfel und die Magie der Wintersonnenwende

Der Zeitraum vom 21. bis 24. Dezember gilt als die Zeit der Wintersonnenwende. Sie ist auch der kalendarische Winterbeginn und schenkt uns die längste, dunkelste Nacht des Jahres oder: Die Geburt des Lichtes, denn von jetzt an werden die Tage wieder länger. Wer gern in der Stimmung der Jahreszeiten lebt, kennt einige Gewohnheiten und Rituale dieser magischen Zeit. Ich möchte in diesem Jahr einmal dem Zauber der Äpfel meine Aufmerksamkeit schenken.

Darum passen Äpfel so gut zur Wintersonnenwende

Lagern wir im Herbst die frisch geernteten, reifen Äpfel ein, überwintern sie mühelos viele Monate. Das macht sie ganzjährig als Frischkost und Vitaminquelle verfügbar. Besonders in früheren Zeiten gehörten Äpfel damit zu den wichtigsten Wintervorräten der Menschen. „An apple a day keeps the doctor away“: Äpfel sind sehr gesund, heilend und stehen damit auch für den wichtigsten und größten aller Zukunftswünsche: Die Gesundheit.

Äpfel sind weit verbreitet, von uns Menschen in allen Kulturen sehr geschätzt und so ranken sich viele Mythen, Erzählungen und Geschichten aus aller Welt um sie. Sie stehen für Liebe, Erdverbundenheit und Leben. Damit passen sie genau in diese „Wendezeit“, in der sich das Neue öffnet und auf die Zukunft geschaut wird. In der Wünsche sichtbar oder deutlich fühlbar werden.

Verborgene Wünsche und Liebe offenbaren

Da ist in dieser Zeit eine lange Nacht, mit vielen strahlenden Sternen am Himmel. Auch jeder Apfel trägt einen Stern in sich und verbindet damit Himmel und Erde. Kinder lieben es, wenn sie einen Apfel einmal waagerecht durchschneiden und diesen schönen Stern selbst entdecken dürfen.

Jeder Apfel ist ein Wunschträger und auch wir Menschen tragen Wünsche in uns. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere.

Einen Apfel verschenken
Haltet einen Apfel in Euren warmen Händen und denkt an den Wunschstern in seinem Inneren. Widmet jemandem den Apfel, mit einem Wunsch für den lieben Menschen.
Anschließend schenkt ihm den Apfel und genießt ihn gemeinsam.

Gute Taten säen

Wünsche sind erst unsichtbar, aber sie können die Saat für gute Taten sein. So kann man in der magischen Nacht der Wintersonnenwende Apfelkerne im Mondlicht säen. Wenn sich mit jedem Kern ein gutes Vorhaben, ein Vorsatz und eine Erneuerung verbindet, blicken wir froh in die Zukunft, gehen wir zuversichtlich ins neue Jahr.

Ich wünsche Euch eine magische Zeit!

Weitere passende Artikel:
Der mit Sternen gedeckte Apfelkuchen
Drei kleine Rituale zur Wintersonnenwende

Ein Wintermärchen als Massagegeschichte

Ich habe das russische Wintermärchen vom verlorenen Handschuh mit eigenen Worten und eigenem Ausgang erzählt. Es ist bei „Märchen mit Klang“ zu hören und kann auch als Massagegeschichte selbst erzählt oder begleitet werden.

Es schneit bei uns, draußen ist es grau und kalt an diesem Adventssonntag. Was könnte man da Schöneres tun, als gemeinsam Plätzchen zu backen, Tee zu trinken und ein schönes Märchen als Massagegeschichte zu genießen. Hier ist es!

Ich habe für Euch das Wintermärchen vom verlorenen Handschuh im Schnee aufgeschrieben. Dabei ist jedes der fünf Tiere über eine kleine Rückenmassage zu spüren.

Hier geht es zum Text

Für alle, die gern selbst erzählen möchten:

Meine Ideen für eine Rückenmassage

Jedes Tier fühlt sich anders an:

  • Das Tippeln der Maus wird durch Klopfen mit den Fingernspitzen im Bereich Schultern/ Nacken begleitet
  • Das Hüfen des Frosches übernehmen die Zeigefinger, sie tippen von oben nach unten die Wirbelsäule entlang
  • Das Hüpfen des jungen Hasen übernehmen die Handkanten, die parallel über den gesamten Rücken springen
  • Das Schleichen des Fuchses ist ein Ausstreichen beider Hände von der Wirbelsäule bis an die Seiten
  • Das Stapfen des Bären ist ein Abrollen der Hände von den Handballen bis zu den Fingerspitzen, auf dem ganzen Rücken verteilt.

Direkt dazu der Podcast

Hier gibt es einmal die Version „Massagegeschichte“, mit extra Zeit für die kleinen Massageeinheiten (nach dem Klang der mini Zen Klangschale). So kann man das Märchen gemeinsam anhören und in Ruhe dabei massieren:

PODCAST LINK

Und hier die altbekannte Version zum Zuhören und Genießen.

PODCAST LINK KLANG

Ich wünsche Euch weiterhin eine schöne Adventszeit!