Fantasiereisen als Ritual

Wir können uns und unsere Kinder mental stärken und Kraft tanken mit wohltuenden Auszeiten oder Einschlafritualen.

Auf die besonderen Momente kommt es an.

Das Geniale ist: Groß und Klein tanken dabei gleichermaßen neue Energie auf und stärken sich. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr es Euch gemeinsam gut gehen lasst und Du auch einfach mal entspannst oder Du für Dein Kind die Fantasiereise sprichst und dabei einen entspannenden Klang spielst – es wird Euch hinterher besser gehen.

Energiespender auch in der Schule

Wenn sich die Möglichkeit bietet oder ich merke, dass es einfach notwendig ist, gibt es ja sogar in der Schule mal für meine ganze Klasse so eine Auszeit – und wenn man auf dem ersten Blick meinen würde, dass ich dabei einen erheblichen Teil meiner Energie den Kindern gebe, so muss ich widersprechen: Ich verliere dadurch eben keine Kraft. Genau das macht Fantasiereisen im Alltag mit Kindern meiner Meinung nach so interessant und hilfreich. Bleiben wir aber bei den Ritualen im vertrauten Zuhause.

Möglichkeit 1: Auszeit gemeinsam genießen

Baut Euch ein gemeinsames Kuschelnest aus Decken und Kissen. Wichtig ist, dass Ihr dort gemütlich liegen könnt und jeder noch genug Platz für sich hat, um sich auch einmal ausstrecken zu können. Vorab kann gemeinsam ein Tee gekocht werden und frisches Obst geschnitten werden für die Erholungszeit nach der Fantasiereise. Schaltet elektrisches Licht aus, zündet gern auch irgendwo im Raum eine schöne Kerze an. Ein kleines Goldtröpfchen zur Einstimmung ist auch wunderbar. Schon seid Ihr perfekt vorbereitet. Manchmal ist es auch ratsam, vorab nochmals auf die Toilette zu gehen. Liegt alles bereit und Ihr bequem? Dann hört jetzt einfach eine Fantasiereise aus meinem Podcast „Märchen mit Klang“ an. Dort klingen meine schönsten Klangschalen und erholsamen Klänge. Der Podcast ist für jeden kostenfrei verfügbar.

Möglichkeit 2: Groß gibt die Fantasiereise für Klein

Auch hier kann man die Vorbereitungen gemeinsam treffen oder Du bereitest alles liebevoll für Dein Kind vor. Der Vorteil beim gemeinsamen Vorbereiten ist die Vorfreude, die Euch auf die Fantasiereise einstimmt. Du kannst Deinem Kind auch eine kleine Handmassage geben, um es zur Ruhe zu führen. Hast Du eine eigene Klangschale, ein Koshi Windspiel oder einen anderen Klang, den Dein Kind liebt? Dieser sollte auf jeden Fall mit einfließen. Da ich meine Fantasiereisen aus dem Podcast auch als Download zur Verfügung stelle, kannst Du hier einfach eine Fantasiereise auswählen und so die Erzähl- und Klangzeit für Dein Kind so gestalten, wie es sich für Euch beide in diesem Moment gut anfühlt.

Fantasiereisen sind bedingungslos

Fantasiereisen sind wundervoll und Kinder lieben sie sehr. Das macht sie besonders, selbst wenn sie als Ritual regelmäßig erlebt werden. So ein Schatz ist bedingungslos sollte daher mit keiner erzieherischen Maßnahme verknüpft werden: Keine Belohnung – „wenn du…. dann machen wir eine Fantasiereise“ und erst recht keine Bestrafung „…. sonst gibt es heute keine Fantasiereise“. Es ist ja auch so: Wenn Dein Kind neben der Spur läuft, braucht es eine solche Auszeit doch am meisten. Daher ist und bleibt sie ein liebevoller Helfer und fällt Dir nicht als etwaige Inkonsequenz in den Rücken.

Die neue Fantasiereise macht stark

Meine neue Fantasiereise, „Die Schatzinsel“ hat ganz besondere Qualitäten. Sie lenkt auf das, was stark macht: Die eigenen Stärken, liebenswerten Eigenschaften und die schönsten, kraftspendenden Erlebnisse.

Hier ist sie als Podcast:

https://montagskindblog.libsyn.com/die-reise-zur-schatzinsel

Und als Download – nur für den privaten Gebrauch:

Ich wünsche eine schöne, erholsame Zeit!

Hinweis: Die Verlinkungen in diesem Artikel führen nur zu meinen Projekten: montagskindblog.de und asteya-shop.de

Kinderhände – Morgenritual

Nach dem beruhigenden, entspannenden Abendritual und der hoffentlich gut verlaufenen Nacht ist es Zeit für den ersten Gruß des Tages, eine weckende Handberührung. Gerade kleine Schlafmützen können so sanft, aber immer wacher, in den Tag starten.

Es darf duften

Man muss nicht unbedingt auch wieder ein Öl mit Duft versetzen. Ein Diffuser am Morgen wirkt auch wahre Wunder. Ätherischer Duft in Kombination mit gerade verlaufenden, ausstreichenden Bewegungen wecken sanft auf.

Welche Öle sind aufweckend?

Hier greift man am besten zu Zitrusölen (Grapefruit, Limette, Mandarine, Orange, Zitrone), aber auch Melisse hat eine aufweckende Wirkung. Noch ein Tipp: Geranie und Muskatellersalbei wirken ermutigend. Wenn Dein Kind also eine Portion Mut braucht, um fit in den Tag zu starten, ist eine Mischung aus diesen Düften hilfreich.

Die erste Berührung des Tages

Zunächst wird wieder die ganze Hand liebevoll umhüllt und so der erste sanfte Kontakt des Tages hergestellt. Die folgenden, ausstreichenden Bewegungen finden dann erst mit der ganzen Hand statt, außen und innen, dann mit den einzelnen Fingern.

Den Namen nennen

Zum liebevollen Wecken gehört auch, den Namen des Kindes zu nennen. Ein allgemeines „Guten Morgen“ ist nicht so weckend wie den eigenen Namen zu hören.

Guten Morgen, liebe*r_______
das wird ein schöner Tag.


Und dazu auch ein oder zwei schöne und positive Dinge sagen, die anstehen.

Es wartet ein schönes Frühstück auf Dich.
Gleich siehst Du Deine Freunde wieder.
In der Schule kannst Du zeigen, ….
Nach der Schule besuchen wir….


Eine Übung auch für uns Erwachsene

Einmal kurz innehalten, an den Tagesablauf aus Sicht des Kindes denken und sich in die Kleinen hineinversetzen, das ist wichtig. Wie oft denken wir an unsere ganzen To Dos und wie das Kind dort mit hinein organisiert wird. Doch wie ist die andere Seite, die des Kindes? Wo ist der Raum für bewusste Momente mit der Familie?

Ich hoffe, Ihr konntet für Euren Start in den Tag eine Inspiration finden.

Kinderhände – Abendritual

Kinderhände be-greifen, gehen in Kontakt, lernen und zeigen unermüdlich Gesten. In den Händen steckt so viel: Sie erleben vielfache Sinneserfahrungen und in den kleinen Handflächen liegt der Ich-Punkt. Schenken wir Kinderhänden Zuwendung und Pflege. Ich möchte Euch gern zwei kleine Rituale für Kinderhände vorstellen, heute das erste.

Pflegen, halten, beruhigen

Zur guten Nacht noch einmal die Hände halten. Mit Goldtröpfchenöl. Zwei Wege für ein Abendritual:

Mit älteren Kindern auf den Tag blicken

Am Bett des Kindes, erst die eine, dann die andere Hand halten, Wärme und pflegendes Öl spenden. Die eigene Hand mit dem Öl „vorwärmen“, die Kinderhand halten und gemeinsam den Tag Revue passieren lassen. Kreisende Bewegungen führen dabei zur Ruhe. Das kleine Abendgespräch mit einem positiven Gedanken abschließen: Etwas, das besonders schön war oder etwas, auf das wir uns am nächsten Tag freuen.

Ein Sprüchlein für jüngere Kinder

Auch hier wird das Öl zunächst auf die schützende Hand gegeben und gewärmt.
Dann werden dazu kleine Verslein gesprochen:

Der runde Mond glänzt silberhelle,
Sternlein stehen ihm zur Stelle.
Still und leise leuchtet er,
wie ein Schatz im Sternenmeer.
Freuet sich ganz still und leise,
schaut herab auf seine Weise.
Schickt ein Träumlein gleich zu dir,
runder Mond, wir danken dir.



Ich wünsche Euch und Euren Lieben viel Freude mit dem kleinen Goldtröpfchen-Ritual am Abend.

Literatur dazu: „Rhythmische Einreibungen“ ( Monika Fingado, Natura Verlag)

Märchen, Märchen….

Ein Märchen, zwei Welten – und ganz viel für die Seele

Märchen versprühen einen ganz besonderen Zauber, den wir alle kennen und in uns aufnehmen. Was ist eigentlich das Besondere an den Märchen? Warum sind sie so gut für die Seele? Oder sind sie es doch nicht, sondern eher brutal? Ich hoffe, ich kann hier einen kleinen Einblick geben. Übrigens sind Märchen nicht nur Balsam für Kinderseelen.

Es war einmal….

Mit diesem Satz beginnt die ganze Magie. Für Kinder bedeutet dies: Als die Welt noch nicht die Welt war, die ich kenne. Lange Zeit, bevor ich lebte. Das ist übrigens auch der Zauber, den Großeltern weitertragen mit Geschichten von früher, aus ihrer Kindheit, die ja in Kinderaugen sooo lange her ist. Doch Märchen schaffen darüber hinaus weitere seelische Verbindungen zum Kind.

Reich an Bildern und doch sparsam mit Details

Die erzählte Welt der Märchen ist so ganz anders, es leben Wesen in ihr, die wir nicht kennen. An Orten, Schlössern, Zauberwäldern oder im Verborgenen, geheimnisvoll fremd. Und doch wissen wir nicht, wie genau die Akteure oder die Umgebungen genau aussehen. Ist der Dummling blond oder dunkelhaarig, klein und dünn oder größer und stämmig? Das steht nirgends geschrieben.

Diese Mischung aus „ganz anderer Welt“ und Sparsamkeit der Details lässt so viel Raum für Fantasie – und die Verbindung zur eigenen Person.

Eine Brücke zwischen zwei Welten

Jedes Märchen hat Gut und Böse, seine Aufgaben, die bewältigt werden müssen und natürlich seine Helden. Kinder verbinden sich mit dem Guten, den Helden, und wenn diese in der Beschreibung weniger ausgearbeitet sind, füllen sie dies mit ihren eigenen Stärken.

Andersherum fühlen sie auch die Ängste, Einsamkeit und Not der Protagonisten, die ja meist große Aufgaben bewältigen müssen, manchmal auf Leben und Tod. Hier wird vermittelt: Sei die Aufgabe auch noch so groß, sie kann geschafft werden. Am Ende wird alles gut.

Dieser indirekte, entfernte Zugang wirkt stärkend im Seelischen.

Sind Märchen brutal?

Häufig wird geäußert, Märchen seien für Kinder doch zu brutal. Dazu sei gesagt, dass es kein Märchen gibt, das gewaltsame Handlungen näher beschreibt. Wenn Rumpelstilzchen sich entzwei reißt, fließt im Märchen kein Blut und Rumpelstilzchen selbst ist auch kein vertrautes Wesen, das unser Mitleid tief erregt. Ebenso ist der Wolf kein Sympathieträger, der die Großmutter oder die Geißlein gefressen hat und dem danach der Bauch aufgeschnitten wird. Den Bauch kann man übrigens aufschneiden, Steine hineinlegen und dann wieder wieder zunähen. Dann erwacht das Tier aus seinem Schlaf…

Wir Erwachsenen haben grausame Szenen vielleicht schon mit allen Details in Büchern gelesen oder in Filmen geschaut und sehen dadurch die Gewalt weitaus blutiger und brutaler vor unserem inneren Auge. Kinder haben jedoch keine weitere Vorstellung davon. Das sollte man bedenken.

Sollte ich ein Märchen vorlesen, umformulieren oder frei erzählen?

Die Sprache und das Sprechen von Märchen ist eine Kunst, der Wortschatz und die Formulierungen aus vergangenen Zeiten strahlen schon aus, dass diese Welt weit weg ist. Wenn wir uns zudem an den genauen Wortlaut halten – der meist auch schöne Rhythmen und Sprachmelodien mitbringt – schafft dies eine große Vertrautheit beim Kind.

Märchen sollte man immer wieder vorlesen, die Wiederholung schafft nicht nur ein liebevolles Ritual, sondern eben auch das beruhigende Eintauchen in ein vertrautes Bild. Genau dies ist nicht gegeben, wenn man frei heraus vorträgt. Auch das Umformulieren bringt möglicherweise Details hinzu, die im Seelischen wieder anders wirken als die ursprüngliche Geschichte. Daher halte ich mich beim Märchenerzählen immer an den Originaltext. In Klasse 1 wird dieser auch oftmals auswendig gelernt, um die Kinder beim Erzählen anschauen zu können.

Doch vorsicht: Das Erzählen sollte ruhig vor sich gehen und auch nicht von großer Mimik und Gestik begleitet werden. Wer all zu sehr betont, „färbt“ die Geschichte wieder mit eigenen Bildern, die bei uns Erwachsenen ja – wie gesagt – deutlich weiter ausgereift sind und bei Kindern dann eine unbehagliche Stimmung erzeugen können. Insbesondere wenn eine Bezugsperson Gefühle von Grusel und Angst transportiert.

Märchen mit Klang

In meinem Podcast erzähle ich die Märchen im Originaltext und wenig betont. Zwischendurch lasse ich Klänge natürlicher Instrumente einfließen. Dies hilft beim konzentrierten Zuhören.

Ich wünsche eine schöne, erholsame Märchenzeit für die Seele.

Montag ist Märchenmontag!

Literaturtipp: „Die Märchenleiter“ von Arnica Esterl, Verlag Freies Geistesleben.

Starkes Mindset, starke Kinder

Man kann Kindern gar nicht genug mit auf den Weg geben, wie willkommen, geliebt und wertvoll sie sind. Sicher, das ist in erster Linie eine ganz große Familienaufgabe. Doch auch an der Waldorfschule findet zum Glück viel konstante Beziehung über Jahre statt und dies ist ebenso eine große Chance, die anvertrauten Kinder auch mental zu stärken.

Wir kennen es alle: Schulzeit heißt eben nicht „mir fliegt alles zu“ und „ich höre immer nur, wie wunderbar mir alles gelingt“, sondern Schule heißt auch mal kämpfen, aushalten, kleine und größere Dämpfer verarbeiten, mit Kritik und Krisenstimmung umzugehen. Auch das gehört zum Leben und Aufwachsen dazu. Mit einer vertrauten und vertrauensvollen Gemeinschaft ist ein Umfeld geschaffen, in dem auch dies fürs Leben gelernt werden kann. Dass Kritik eine konstruktive Seite hat. Dass man sich manchmal auch ganz schön strecken muss, um an einer Aufgabe wachsen zu können. Dass es auch mal Rückschläge gibt.

Kinder vor negativen Dingen bewahren?

Man schützt sein Kind nicht, indem man Rückschläge von ihm fernhält und Hindernisse aus dem Weg räumt. Aber man unterstützt es, indem man es innere Stärke aufbauen lässt. Stärke, auch mit Schwierigkeiten umzugehen, Niederlagen und Streitereien zu verarbeiten.

Wie zwei Waagschalen

Wenn ein Kind an sich und seine Fähigkeiten glaubt, seine vielen Stärken aktiv erleben durfte und dann eine Niederlage erfährt, glaubt es gleichzeitig auch, dass es diese meistern kann und weiß: „Es kommen bestimmt auch wieder bessere Zeiten, denn ich kann so viel mehr und habe schon so viel geschafft.“

Nehmen wir das Bild zweier Waagschalen: Die eine ist voller positiver Glaubenssätze. Heißt: Sätze, die das Kind tief verinnerlicht hat und an die es fest glaubt.
Plötzlich fällt ein riesiger Gesteinsbrocken in die andere Waagschale und sorgt für ein enormes Ungleichgewicht. Der Stein steht für die Krise, die manchmal wie eine kleine Urgewalt daher kommt. Nun liegt es daran, die Positiv-Seite vorab so gestärkt zu haben, dass die gesamte Waage wieder ins Gleichgewicht kommen kann.

Das Glücksglas

Kleines Glas, großer Schatz

Meine Klasse befindet sich gerade in einem Entwicklungsalter, das oft mit einer Krisenstimmung, einhergeht. In der Waldorfpädagogik wird diese Zeit „Rubikon“ genannt (mehr dazu hier).

Dass Lockdown, Wechselmodell und diverse, teilweise verschärfte, Hygienekonzepte nicht gerade für ein sicheres Gefühl sorgen, muss auch nicht näher erklärt werden. Um den Fokus auf die vielen schönen Kleinigkeiten des Alltags zu legen, habe ich den Kindern im Lockdown ja schon das Glücksheft an die Hand gegeben, das einige auch sehr schätzen.

Das Glücksglas

Meine neue Idee ist das Glücksglas. Hier finden sich kleine Affirmationsbotschaften. Positive Affirmationen gehören methodisch zur Autosuggestion. Dies ist ein Weg, die Psyche positiv zu beeinflussen. Mit kleinen Merksätzen, die immer wiederholt und dadurch vor dem inneren Auge weiter ausgestaltet werden, entsteht das feste Bild der Botschaft: Ich bin wertvoll, ich bin liebenswert, ich kann so Vieles schaffen.

Am Wochenanfang dürfen die Kinder nun die „Botschaft der Woche“ für sich ziehen. Was dort steht, stimmt und bewegt. Im positiven Sinne. Nach den Zeugnissprüchen halten wir einen Moment inne, an dem jeder an seine „Glücksbotschaft der Woche“ denkt.

Wenn eine Botschaft mehrfach gezogen wurde, erlaubt sie durch die Wiederholung eine tiefere Beschäftigung. Man kann sich natürlich auch fragen: Steckt womöglich eine größere Aufgabe dahinter? Werden immer verschiedene Botschaften gezogen, entsteht auf Dauer eine eine positive Vielfalt.

Ich habe das Glas gestaltet und es bekommt seinen festen Platz in der Klasse, für ein schönes, stärkendes Ritual am Wochenanfang.

Die ersten 16 Glücksbotschaften habe ich auch hier zum kostenlosen Download für Euch:

Wer sie ohne mein „Montagskindblog“-Label haben möchte, kann hier schauen.

Ich würde mich über viele Nachahmer freuen!

Adventsgärtlein 2020

Mein Apfel hat in seiner Mitte
seinen eigenen kleinen Stern.
Von dort leuchtet meine Kerze,
ihr goldenes Licht hab´ ich so gern.

N. Mescher 2020
So sah letztes Jahr die hell erleuchtete Adventsspirale aus. Von Leiermusik begleitet, haben die Kinder ihr Apfellicht entzündet.

Ein Ritual für die Seele

Mit dem Adventsgärtlein leiten wir im Kindergarten und den ersten Schuljahren die Vorweihnachtszeit ein. Das Ritual ist meditativ und gleichzeitig sehr stimmungsvoll. Damit diese Stimmung aufkommt und auch anhält, wird im Vorfeld Einiges vorbereitet. Man benötigt einen größeren Raum, der Stunden vorher hergerichtet wird. Dort wird dann in der Mitte eine große, begehbare Spiralform aus Moos und Tannenzweigen gelegt. Auch Weihnachtssterne, Christrosen und Edelsteine können diese Spirale zieren. Durch den Gang durch diese Spirale vollziehen die Kinder die Einkehr nach Innen. Dann, inmitten des Inneren, entzünden sie am Licht der großen Kerze, das symbolisch für das Christuslicht steht, ihr kleines Apfellicht und tragen dies wiederum nach außen, sozusagen in die Welt. Es ist so deutlich wahrnehmbar, wie das Licht in der Mitte am Ende durch die getragenen Apfellichter der Kinder den ganzen Raum erleuchtet.

Das Einstimmen ist wichtig

Eine meditative, feierliche Stimmung ist wichtig und in diese müssen die Kinder schrittweise geführt werden. In der Schule haben wir in den ersten beiden Schuljahren die Lieder des Adventsgärtleins direkt nach der Martinizeit jeden Morgen gesungen. Auch sind wir gemeinsam singend große Spiralformen bereits achtsam gelaufen, als Gehmeditation. In diesem Jahr kann ich daraus schöpfen, denn wir summen jetzt die bekannten Lieder und die Kinder lieben es nach wie vor, wenn wir – jetzt eben summend – morgens die Spiralform gemeinsam gehen. Summen unterstützt die meditative Stimmung übrigens ungemein, da man ganz bei sich ist, sich innerlich spürt und dies ist im Falle des Adventsgärtleins überaus förderlich.

Der große Tag

Unmittelbar vor dem Adventsgärtlein sollten die Kinder schon mit etwas Vorlaufzeit bei Kerzenschein in einem „Vorraum“ sein, ihre Schuhe gegen leise, weiche Schläppchen getauscht haben und im Geschichtenkreis sitzen. Ich habe in den Klassen 1 + 2 zunächst die Leier gespielt, dann eine Geschichte erzählt und anschließend sind wir singend in den feierlich geschmückten Raum der Adventsspirale gegangen, in dem nur das große Licht stand. Die Eltern hatten Apfellichter vorbereitet und warteten bereits.

Der Moment, an dem man mit den Kindern diesen feierlichen erstmals Raum betritt, ist mit der Stimmung an Heiligabend zu vergleichen, wenn man den erleuchteten Weihnachtsbaum zum ersten mal sieht – jedenfalls ist dies mein persönliches Empfinden.

Was dieses Jahr anders ist

An unserer Schule findet das Adventsgärtlein eigentlich nur für die Klassen 1 und 2 statt. Daher sind wir als 3. Klasse offiziell gar nicht mehr dabei. Doch die Kinder äußern sehr deutlich, dass sie sich auch in diesem Jahr ein Adventsgärtlein wünschen und gerade mit Blick auf die aktuellen Umstände finde ich, dass dies ein sehr gesundes und nachvollziehbares Bedürfnis ist. Seelenpflege ist gerade in der jetzigen Zeit besonders wichtig. Aber wir sind ja auch 3. Klässler und als solche packen wir die Dinge selbst an. Wir pflegen momentan wieder unsere alten Rituale und gehen morgens summend den Spiralweg. Diesen Freitag, also vor dem ersten Advent, werde ich mit den Kindern selbst Apfellichter vorbereiten und diesmal eine eigene, abgewandelte Form dieses Rituals finden.

Eine Geschichte habe ich schon geschrieben – Ihr dürft sie gern auch verwenden, bitte die Bezugsquelle nicht vergessen.

Ich wünsche allen einen besinnlichen Start in die Adventszeit!

Adventsgärtlein-Geschichte: Das Licht des Glückssterns

Yoga, Mond und Rubikon

Über den besonderen Entwicklungsschritt von Kindern im 9./10. Lebensjahr, die Bedeutung neuer Rituale und das Buch „Yoga, Mond & Sterne“

Wenn wir Waldörfler vom „Rubikon“ sprechen, meinen wir einen besonderen Entwicklungsschritt, der altersmäßig im 3. Schuljahr beginnt und seinem Namen einer Legende zu verdanken hat: Als Cäsar mit seinem Heer den Grenzfluss Rubikon überquerte – und es von diesem Zeitpunkt an kein Zurück mehr gab.

Eine Grenze und kein Zurück mehr

Auch ich erinnere mich an diesen Moment, beim Blick in den Spiegel meiner Oma, als mir schlagartig klar war: Dieses Spiegelbild zeigt nur mein Äußeres, meine Gedanken, meine innere Welt, die ist nur für mich. Da kann niemand hineinschauen. Eine Grenze zwischen Innen und Außen war von nun an gezogen. Das Gefühl von „Ich bin eins mit der Welt“, das noch im 1. und 2. Schuljahr existiert, verschwindet meist sehr plötzlich. Das erschreckt manche Kinder, andere hingegen finden es auch schön, etwas ganz Eigenes zu haben und sind beflügelt davon.

Ist bei Kindern dieser Entwicklungsschritt erfolgt, spüren sie also erstmals ganz deutlich, dass es eine eigene, innere Welt gibt, die dem Äußeren verborgen ist. Oftmals entsteht unbewusst dieses Gefühl von „Es gibt kein Zurück mehr“ auch bei ihnen und das kann – nicht muss – die eine oder andere Krisenstimmung hervorrufen. Auslöser können dabei auch einfache Situationen sein, die wir Erwachsenen vielleicht gar nicht so stark wahrnehmen. Beim Kind kommt aber an: „Ich werde nicht verstanden“ oder: „Nur ich kann mich verstehen. Ich bin einsam.“

So geht es auch Maitri, der Hauptakteurin in dem Kinderyogabuch „Yoga, Mond & Sterne“ von meiner Schwester, Dr. Daniela Heidtmann. Sie fühlt sich im Alltagstrubel ihrer Familie nicht gesehen und zieht sich bockig zurück. Eine Situation, die wir alle kennen und die wir als Leser*innen dieses Buches nun einmal auch als Zuschauer mit anderen Augen sehen dürfen.

Neue Rituale, neue Sicherheit

Die Phase dieses Entwicklungsschrittes ist ja überhaupt auch eine anstrengende Zeit. Die äußere Welt wird immer spannender, sie muss entdeckt und verstanden werden! Die Kinder wenden sich tagsüber mehr und mehr der Außenwelt zu, entwickeln Interesse für die Themen der Welt. Müde vom Tag mit so vielen Eindrücken und Gefühlen, brauchen sie dann besonders abends den sicheren Halt der Familie. Meist kommen dann auch die Erwachsenen nach einem langen Arbeitstag ebenso zur Ruhe und können die Qualität der gemeinsam verbrachten Zeit und Bindung auch ihrerseits genießen.

Hier helfen neue und alte Rituale. Viele Rituale und Spiele, die bis dahin alltägliche Begleiter waren, entstammen noch der früheren Zeit, als es noch kein Innen und Außen gab . Das fühlt sich plötzlich so „für Kleine“ an. Man kann aber dennoch an ihnen anknüpfen, sie neu entdecken und ausbauen, etwa das Goldtröpfchenritual zu einer entspannenden Rückenmassage werden lassen oder auch einen ganz neuen, gemeinsamen Tagesabschluss finden.

Maitri und ihre Eltern gestalten ein neues Abendritual – und das ist auch für den Leser sehr inspirierend und zu empfehlen. Es gibt Yogaspiele, Yogageschichten, das Goldtröpfchenritual, eine Traumreise, Eltern-Meditation und mehr. Viele schöne Routinen werden gezeigt, die sowohl für Eltern, als auch für die Kinder eine Quelle der Erholung sein können.

Rubikon als Grundstein der Pubertät

Auch wenn dieser Entwicklungsschritt keineswegs schon etwas mit der Pubertät zu tun hat – hormonell ist nämlich noch nicht viel Veränderung da – ist es wichtig zu wissen, dass Rituale, die im Rubikon begonnen werden, vom Kind bis in die Pubertät hinein angenommen werden. Bereits ein bis zwei Jahre später lassen sich solche Rituale kaum noch aufbauen.

Denkt man an seine eigene Kinderheit zurück, hat man oft viele Erinnerungen an dieses Alter: Selbst kleine Begegnungen prägen das Kind in dieser Zeit und dessen Vorstellung von seiner Zukunft. Menschen und ihre Biografien dienen als Vorbild, vermeintliche Kleinigkeiten können das Kind nachhaltig stärken oder enttäuschen. Es ist daher auch Aufgabe von uns Erwachsenen, einerseits dafür sensibel zu sein, andererseits aber auch Impulse, Ermutigungen und Herausforderungen zu bieten. Es ist ganz und gar nicht dienlich, den Kindern alles abzunehmen. Sie brauchen jetzt besonders das Gefühl von Selbstwirksamkeit – und die Möglichkeit, all ihre Fähigkeiten und Erfahrungen auf analoge Weise ausreifen zu lassen.

Yoga, Mond & Sterne mit der Klasse

Das Buch Yoga, Mond & Sterne ist die Geschichte von Maitri, die in einer Rubikonkrise steckt und von ihrer Mutter auf liebevolle Weise wieder aufgefangen wird. Dabei bauen die beiden ein schönes Abendritual mit der ganzen Familie auf, das Sicherheit gibt und stärkt. Ich habe mit meiner Klasse bereits einige Yogaspiele aus diesem Buch durchgeführt – es funktioniert also auch mit festen Gruppen. Da ich die Kinder ja meinerseits ebenso als Bezugsperson begleite, möchte ich auch bestimmte kleine Rituale neu einführen oder ausbauen. Meine Klasse ist bereits sehr vertraut mit den Asanas, die manchmal zu Beginn oder Ende der Spielturnen-Stunde oder auch im rhythmischen Teil des Epochenunterrichtes spielerisch vorkommen. Das Goldtröpfchenöl steht in der Klasse bereit, um die Hände nach dem Händewaschen zu pflegen. Es gibt auch mini Ölfläschchen in unserer Geburtstagsschatzkiste. Diese werden dann gern auch mit nach Hause genommen. Zu besonderen Anlässen gibt es auch einmal eine Fantasiereise, die ich dann mit Klangschalen begleite. Die Kinder äußern inzwischen selbst, wie wohltuend diese Elemente der Entspannung sind oder fragen an manchen Tagen danach.

Über das Buch

Das Buch ist im Asteya Verlag meiner Schwester erschienen, erhältlich in unserem Asteya Shop und überall, wo es Bücher gibt. Mit dem Kauf unterstützt Ihr auch direkt unsere weiteren Projekte. Yoga, Mond & Sterne hat ein Hardcover, kostet 19,90 € und mein persönliches Highlight sind auch die vielen Aquarellbilder, die von Teresa Heilmann einzeln handgemalt wurden. Alles in allem merkt man diesem Buch auf jeder Seite an, dass es ein absolutes Herzprojekt war und ist. Es sprüht vor liebevollen Details und schönen Rubikon-Impulsen. Man findet sich als großer und kleiner Leser darin wieder. Meine Empfehlung!

Das Goldene Tor – ein Klangschalenritual

Ein Spiel, das eine schöne erste Anwendungsmöglichkeit mit Klangschalen zeigt, ist „das goldene Tor“. Es kann mit kleineren Kindergruppen jeder Altersklasse bis etwa 2. Schuljahr als Begrüßungsritual gemacht werden.

Das goldene Tor

Zwei kleine oder große Menschen halten gemeinsam eine Klangschale und bilden dadurch das goldene Tor, durch die anderen Kinder in den Kreis gehen können. In der Schule bringt dies einen ruhigen Stundenbeginn, insbesondere wenn vorab eine Pause war und die Kinder viel getobt haben.

Ebenso wäre es auch möglich, einen liebevollen Tagesabschluss zu Hause mit der Klangschale zu kreieren: Durch das goldene Tor geht es dann ins kuschelweiche Bett.

Klangschalenempfehlung: Die Universalschale (Hess) – unbeauftragte Werbung.

Keine Angst vorm Singen

Steht das Tor, wird gesungen. Singen scheint manchmal für Nicht-Sänger*innen ein kleines Hindernis zu sein. Damit dies so entspannt wie möglich klappt, denkt man sich einfach eine eigene Melodie aus, die man selbst gut singen kann. Das Lied geht so:

Komm(t) herbei, komm(t) hervor,
trete(t) durch das goldene Tor.
Himmlisch klingt es,
golden singt es,
lässt mit seinem Klang jetzt ein
den/die……. in den Kreis/ das kuschelweiche Bett
hinein.

Text: N.Mescher

Gesehen werden

So bekommt jedes Kind seinen Klang und darf sich einmal gesehen und wahrgenommen fühlen. Wenn es mehr als etwa fünf Kinder sind, kann man das ganze Lied auch nur einmal singen und dann nur noch die Klangschale erklingen lassen: Einmal anschlagen, Namen nennen und das jeweilige Kind im Klang ruhig und bedächtig in den Kreis eintreten lassen.

Zur Ruhe kommen

Wenn die Kinder die Möglichkeit haben, sich hinzulegen oder in der Schule den Oberkörper auf das Bänkchen oder den Tisch aufzulegen, kann die Klangschale nach dem Eintritt des letzten Kindes auch einmal von Rücken zu Rücken wandern und eine mini Klangmassage schenken.

So kann es weitergehen

Die Kinder sind da, zur Ruhe gekommen und erwarten, was als nächstes kommt. Ein Lied? Ein Fingerspiel? Sie sind aufgeschlossen.

Zu Hause kann die Klangmassage auch noch etwas ausgedehnt werden und dann die Gute-Nacht-Geschichte folgen.

Ich wünsche viel Freude mit diesem schönen Klangritual!

Goldtröpfchen Öl: Mischungen und Sprüche

Mit der Coronazeit ist das Goldtröpfchen Öl wieder in meine Klasse eingezogen – ein echter Waldorfklassiker für die Sinne, der vom Säuglingsalter an ein Kind mit schönen Ritualen begleiten kann: Von der Baby- und Kindermassage über die Pflege nach dem Händewaschen, als Badezusatz bis zum Flötenritual in der Schule. Bei Instagram gab es einige Nachfragen und so schreibe ich hierzu jetzt ausführlich.

Mit einer Pipette lässt sich in Coronazeiten das Öl auch gut verteilen

Selbst gemischt: 3 Rezepte

Diese drei Rezepte – Kinder- und Babymassage, Handpflege und Flötenritual – verwende ich am liebsten.

Für alle Anwendungsfälle mit Körperkontakt eignen sich Mandel- oder Jojobaöl hervorragend als Basis- bzw. Trägeröl. Ich achte dabei immer auf hochwertige Bioqualität – man braucht ja gar nicht so viel davon. Für Kleinkinder sollte auch nur die Hälfte des ätherischen Öls genommen werden, für Säuglinge noch gar nichts. Die Haut ist noch so empfindlich. Es gibt zwar schon Aromatherapie im Säuglingsalter, aber dann wird ein minimaler Duft in Form eines verdünnten Sprays (siehe Liste unten) auf den Schlafsack gegeben und nicht direkt auf die Haut aufgetragen. Die Flötenpflege bekommt bei mir als Basisöl das original Choroi Flötenöl (Werbung, siehe unten).

1. Goldtröpfchenöl nach dem Händewaschen

In der Schule wird seit Corona ja noch strenger auf das regelmäßige Händewaschen vor dem Unterrichtsbeginn geachtet. Für die Kinderhände meiner Zweitklässler bin ich von Desinfektionsmittel so gar nicht begeistert, weshalb wir uns die Zeit nehmen und alle die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen und anschließend mit dem Öl pflegen. Das ist nach dem Spielen in der Pause sowieso am sinnvollsten.

Im Klassenraum

Ich habe dazu ein 30 ml Fläschchen verwendet und fast vollständig mit dem Bio Mandelöl befüllt. Dazu dann 10 Tropfen Rose absolue, 3 Tropfen Sandelholz und 2 Tropfen Vanille. Es gibt auch schöne „Fertigmischungen“ – siehe Liste unten.

Ein Spruch dazu:

Glänzendes Tröpfchen, duftest schön,
willst du auf die Reise gehen.
Wanderst Still von Hand zu Hand,
spannst dabei dein goldenes Band.

Die Kinder halten ihre Hände muschelförmig auf und ich gebe coronabedingt in jede „Muschel“ zwei Tropfen mit der Pipette – vor Corona gab es einfach eine Muschel, die mit Öl gefüllt wurde und in die die Kinder einmal mit dem Finger eingetippt haben.

Die Kinder verreiben das Öl sehr andächtig und riechen es sehr gern an ihren Händen.

Im Kindergarten wird gern zur Melodie von „Taler, Taler“ gesungen:

Tröpfchen, Tröpfchen,
du sollst wandern
von der einen Hand zur anderen
Oh wie schön, oh wie schön,
ist`s, wenn Tröpfchen wandern gehen.

Ein schönes Goldtröpfchenlied, das für die Altersspanne 3 – 8 hervorragend passt, ist auch in dem Buch von meiner Schwester „Yoga, Mond & Sterne“ zu finden (eigene Werbung). Sie beschreibt auch ein passendes Kindermassageritual mit dem Goldtröpfchenöl sehr schön.

Das Goldtröpfchen-Lied aus Yoga, Mond & Sterne. Hier sieht man auch die mit Öl gefüllte Muschel.

Massage zu Hause

Hierfür habe ich eine kleine Glasflasche. Man füllt etwas Mandelöl ein und wärme es an. Das geht gut in einem einfachen Topf mit sehr warmem Wasser. In dieses Basisöl mischt man dann den Duft und dosiert die Intensität, so wie man es in dem Moment gern hätte: Lavendel zum Beruhigen und Entspannen, für eine gute Nacht. Rose zum Harmonisieren, nach einem anstrengenden Schul- und Arbeitstag. Rosengeranie zum Erfrischen als Powernap zwischendurch. Und schöne fertige Mischungen gibt es auch (siehe unten)

Massageritual für zu Hause (Yoga, Mond & Sterne)

Babymasssage: Ab 3 Monaten, ohne Duft

Die Babymassage möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn man kann mit diesen schönen Ritualen schon sehr früh beginnen. Die Babymassage beruhigt die Kleinen, fördert den Stoffwechsel und vertieft die emotionale Bindung. Das Buch hierzu von Frederic Léboyer ist eine große Empfehlung. Man kann also früh mit Massagen anfangen und dieses wunderbare Ritual über Jahre halten.

Gute Gedanken an das Kind

Für alle Massagen und Berührungen gilt: Bleibe in Gedanken nur bei Deinem Kind! Massiere nicht, während Du innerlich schon Deinen nächsten Arbeitstag planst. Massagen, die von guten, liebevollen Gedanken begleitet werden, entfalten sowohl für das Kind als auch für die Bezugspersonen erst die volle Wirksamkeit.

Flötenduft

Hier wird auch wieder gemischt: für 5 ml duftendes Flötenöl nehme ich das Flötenöl von Choroi und ich habe hier meist 2-3 Tropfen Rosengeranie und Rose hinzugegeben. Das reicht schon! Der Duft sollte nur ganz dezent wirken.

WICHTIG

  • Bitte nehmt kein ätherisches Öl wie Zitrone oder Orange, weil dies den Speichenfluss anregt! Auch wenn das Flötenritual am Stundenende seinen Platz hat, kann die Flöte am nächsten Tag noch riechen.
  • Nehmt für die Pflege des Holzes wirklich nur das reine Flötenöl, ggf. Jojobaöl. Alle anderen Öle sind für die Choroi Flöten nicht geeignet!
  • Es ist wichtig, dass die Flöte immer auch an der Luft etwas trocknen kann und nicht in einem luftdichten Etui verschlossen ist. Dann besteht nämlich die Gefahr, dass sich Schimmel bildet.

Ich habe sowohl in der Schule, als auch zu Hause „nur“ das reine Flötenöl in Verwendung. Am Ende einer Flöteneinheit lasse ich die Kinder vorab einmal schnuppern, ob ihnen der Duft angenehm ist. Wer keinen Duft möchte, bekommt zuerst einen Tropfen Öl, anschließend mische ich 2 Tropfen ätherisches Öl in das vorbereitete Flötenöl. Dann gebe ich einen Tropfen auf den Zeigefinger eines jeden Kindes, damit wird die Flöte äußerlich eingerieben.

Meine Empfehlungen

So, ich hoffe, ich konnte viele schöne Anregungen geben. Hier ist noch eine Liste mit verwendeten Materialien. Es handelt sich um unbeauftragte Werbung und selbst bezahlte Artikel. Eigenwerbung für unseren kleinen Onlineshop ist gekennzeichnet.

Buch von meiner Schwester, Dr. Daniela Heidtmann: Yoga, Mond & Sterne, erschienen im Asteya Verlag, zu beziehen auch im Asteya Shop: http://www.asteya-shop.de

Buch von Frédérick Leboyer Sanfte Hände

Baby Duftspray in Bio Qualität von Aetherio: Auch das gibt es bei http://www.asteya-shop.de

Fertige Duftmischungen von Taoasis: Baldini Feelglück, Baldini Yogaduft, Dufte Schule oder Primavera: Herzenswärme, In Balance, Lass Los (für abends).

Choroi Flötenöl – gibt es auch bei http://www.asteya-shop.de, ebenso den kleinen Ölkrug (siehe Bild „Goldtröpfchen Entspannung“)