In 10 Minuten einfach loslassen und einschlafen

5 Schritte für eine entspannte Ruhezeit

Ein Gastbeitrag von Dr. Daniela Heidtmann

Das Loslassen am Abend fällt nicht nur Kindern, sondern selbst Erwachsenen schwer und sehr viele Menschen brauchen recht lange, um in den Schlaf zu finden. Oft beginnt am Abend mit der zur-Bett-geh-Zeit der Kinder eine stressige Phase im Familienleben. Die Kinder weigern sich beharrlich und drehen oft nochmal richtig auf, bei den Eltern ist nach einem langen Tag der Akku leer, man hat keine Kraft für Diskussionen um „ich muss aber nochmal aufstehen und trinken“ oder „ich habe aber noch nicht fertig gebaut.“ 

We-Time: Mein Kind und ich

Kleine, immer wiederkehrende Rituale sind hier hilfreich, denn sie nehmen den Stress aus der Situation und zeigen einen Weg zum Loslassen ohne viele Worte. Wenn Abend für Abend ein ähnlicher Ablauf für das Kind erkennbar ist, kann es sich viel leichter darauf einlassen und geht entsprechend freudiger in Richtung „Land der Träume“. Wichtig ist hier vor allem die innere Haltung von Erwachsenen, die das Kind in dieser sensiblen Phase noch einmal achtsam wahrnehmen und sich mit ihm verbinden. Jeder einzelne Schritt kann von Erwachsenen als innige We-Time angelegt werden. Die Schritte zusammen dauern nicht mehr als 10 Minuten, schaffen aber Zufriedenheit und eine friedliche Stimmung am Abend.

Schritt 1: Das Zimmer für die Nacht vorbereiten

  • Das Bett zum Einstieg bereit machen, frisch aufschütteln
  • ein kleines Licht anzünden, 
  • etwas Lavendelöl auf ein Tüchlein neben das Bett legen / Lavendelöl in Schale tröpfeln
  • das liebste Kuscheltier „in Warteposition“ hineinlegen: Teddy freut sich auf die Nacht!

Bei diesem Schritt werden viele Kinder gern mithelfen, es ist aber kein Muss. Die positive Haltung des/der Erwachsenen bei der Vorbereitung ist sehr wichtig. Jeder einzelne Schritt sollte langsam und mit Bedacht ausgeführt werden. Dabei können Eltern selbst schon zur Ruhe finden und diese auch ausstrahlen.

Schritt 2: Eine Körperspür-Übung vor dem Gang ins Bett

Bevor es ins Bett geht, ist es für Kinder meist hilfreich, ihren Körper wahrzunehmen, beruhigende Bewegungen aus dem Yoga bieten sich hierbei an:

  • Das Kind darf sich nochmal ganz groß machen, sich dehnen und recken
  • Das Kind nochmal stehend im Arm halten und etwas wiegen
  • Eine kleine beruhigende Yogahaltung zusammen mit dem Kind üben

Schritt 3: Dem Kind im Bett Raum für Gespräch geben

Mit dem Gang ins Bett „droht“ für viele Kinder „der Kontaktabbruch“ zu den Eltern: Sie sollen schlafen, die Eltern verlassen den Raum. Hier ist es wichtig, noch eine kleine „Kommunikationszeit“ zu reservieren, um kurz in den Austausch zu kommen, das Kind wahrzunehmen, ihm verbal Raum zu geben.

  • Frage: „Was hat dir heute im Kindergarten / in der Schule besonders gut gefallen?“ oder
  • „Was hat dir heute am besten geschmeckt?“ oder
  • „Heute ist dir x/y schon richtig gut gelungen“ oder
  • „Ob Teddy schon schläft?“

Schritt 4: Angenehme Stillezeit

Nach dem Gespräch kommt die Stillezeit. Auch wenn nicht mehr/kaum noch miteinander gesprochen wird, bleibt die/der Erwachsene weiter innig mit dem Kind in Kontakt:

  • Kleine Massage der Hände oder Füße oder
  • Vorlesen einer kleinen Fantasiereise oder
  • Erzählen, wie Mond und Sterne am Himmel stehen (angepasst ans Alter des Kindes, vom kurzen Beschreiben bis zu Sternbildern) oder
  • Erzählen, was Teddy träumt

Mit Abschluss der kleinen Stillezeit kommt der wichtigste Teil des Rituals: Die Me-Time für den Erwachsenen: Eine kurze Meditation vor dem Bett des Kindes. Sie hilft, die Anstrengungen des Alltags zurückzulassen, durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen, während das Kind behütet einschläft.

Schritt 5: Me-Time – die Meditation für Erwachsene

  • Sitze auf einem Stuhl, Kissen, oder auf dem Boden vor dem Bett deines Kindes
  • Richte die Wirbelsäule auf und Erde dich gut
  • Lasse den Atem frei fließen und nimm seinen Rhythmus wahr
  • Beobachte den Weg der Ein- und Ausatmung
  • Werde ganz still, der Körper ist unbewegt
  • Spüre die Füße, … die Hände, das entspannte Gesicht
  • Nimm dein einschlafendes Kind wahr, seinen Atmenrhythmus, dann spüre wieder deinen stillen Körper
  • Tauche ganz ein in diesen friedlichen Moment … lass los!

Viele friedvolle Familien-Abende und gute Nächte wünscht

Daniela

Hilfreiche Unterstützung

Ein Yogaabendritual für das Grundschulalter: Heidtmann, Daniela (2019): Yoga, Mond und Sterne. Buch Hardcover. Mitmach-Geschichte für Familien. Asteya-Verlag. – in meinem Shop erhältlich

Kurze Fantasiereisen zum Loslassen: Heidtmann, Daniela (2021): Kleine Fantasiereisen. Kartenset mit 30 Karten. Ellermann-Verlag – hier bestellen.Blogartikel dazu

Meditation und Entspannung lernen: Online-Workshop von Daniela Heidtmann: Meditations- und Entspannungstage vom 10.01.-14.01.2022, täglich 20.00-21.00. www.yoga-neckarau.de

Zur Autorin: @danielaheidtmann_yoga

Daniela ist Kommunikationswissenschaftlerin, dreifache Mutter und Yogalehrerin. Sie ist Autorin vieler Bücher zum Thema „Zur-Ruhe-kommen mit Yoga und Entspannungstechniken“. Als Entspannungsexpertin beschäftigt sie sich seit über 20 Jahren damit, wie Kinder und Erwachsene leichter loslassen und einschlafen können. In ihrer Yogaschule in Mannheim, aber auch online, bietet sie achtsames Yoga mit Meditation an und bildet Yogalehrer/innen aus.

Entspannung für die Kleinen

Ich freue mich, Euch mit dieser Herzempfehlung auch einmal Fantasiereisen vorstellen zu können, die bereits ab einem Alter von etwa 3 Jahren für Entspannung und Beruhigung sorgen. Mit diesen Karten könnt Ihr schon Eure Kleinen in anstrengenden Zeiten liebevoll begleiten.

Die Autorin dieser 30 Karten ist meine Schwester Daniela, die seit über 20 Jahren als Yogalehrerin arbeitet. Sie hat die beiden Bücher „Yoga, Mond & Sterne“ und „It‘s Buddha Time“ geschrieben. Gemeinsam haben wir das Hörbuch „Der Klang der Sonnenstrahlen“ geschrieben und aufgenommen.

30 Karten voller entspannender Vielfalt

Die kleinen Fantasiereisen sind Szenen aus der Natur oder dem Tierreich. Sie laden Euch ein, kleine Yoga- und Entspannungspausen mit Euren Kleinen einzulegen. Dabei dauert jede Übung etwa 10 Minuten.

Die Sammlung ist angereichert mit einfachen Einstimmungsübungen, Spürimpulsen und Kurzmassagen.

Die verschiedenen Auszeiten ermöglichen es auch unruhigen Kindern, leicht in den eigenen Körper einzutauchen und abzuschalten. Alle Fantasiereisen können ohne Vorwissen oder besondere Fähigkeiten durchgeführt werden.

Die Kartenbox könnt Ihr ganz einfach über diesen Link bei Thalia bestellen.

Ihr könnt hier auch gern Eure Fragen dazu stellen.

Meine Fantasiereisen für Kinder ab Vorschulalter findet Ihr hier auf dem Blog oder bereits vertont in meinem Podcast „Märchen mit Klang“. Ich wünsche Euch einen gemütlichen und entspannten Herbst.

Fantasiereise „Mein Krafttier“

Mut und Stärke sind der Michaeli-Impuls, der uns in die dunkle Jahreszeit trägt und auch meine neue Fantasiereise macht stark. Begegne Deinem inneren Krafttier, das Dir als Seelenbegleiter Mut und Stärke schenkt.

Eine wundervolle, innere Begegnung

Die Fantasiereise „Mein Krafttier“ stärkt für die kommenden dunklen Monate und signalisiert: Ich werde begleitet und kann mit Kraft und Zuversicht der Dunkelheit entgegen gehen. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass sich bei Wiederholung der Fantasiereise das Tier auch ändert, denn jedes Tier hat seine eigenen Gaben für Dich, die Dir in diesem Moment gut tun.

Ich wünsche viel Freude und einen gestärkten Herbstbeginn

Link zur Fantasiereise als Audio

Bitte unbedingt beachten

So eine Fantasiereise eignet sich am besten am Ende eines Tages, um zur Ruhe zu kommen. Wird sie als Auszeit für „zwischendurch“ ausgeführt, gilt zu beachten: Bei anschließenden Tätigkeiten sollte man wieder ganz wach sein, daher unbedingt eine Regenerationsphase einplanen mit Bewegung, frisches Wasser – am besten mit einem Spritzer Zitrone – trinken etc.

Aurelino – als sich der kleine Sonnenkönig auf den Weg machte

Aurelino feiert Geburtstag. Vor gut einem Jahr ist mit „Der Klang der Sonnenstrahlen“ das erste gemeinsame Hörbuch von meiner Schwester und mir erschienen, zunächst rein „physisch“ auf CD, inzwischen auch im Streaming. Unser Sonnenkönig „Aurelino“ erfreut sich mit seiner entspannenden Erdenreise seitdem wachsender Beliebtheit. Und hier erzähle ich Euch, wie diese ganz besondere Geschichte entstanden ist.

Wie alles begann

Entspannung für Kinder, in der Schule und zu Hause, ist seit Langem schon ein Thema, das mich begleitet und an dem ich aktiv arbeite, wie Ihr wisst. So fing ich dann im Rahmen meiner Weiterbildung zur Gesundheitspädagogin an, kleinere Geschichten zu schreiben, in die ich verschiedene Entspannungstechniken für Kinder und natürlich auch die Qualität der wunderbaren Audiopädie (Klangpädagogik) einfließen ließ. Das war Anfang 2018. Irgendwann wurde dabei der kleine König „Aurelino“ zum Hauptakteur. Doch meine ersten Geschichten waren eher noch einzeln zu sehen und alles andere als ein Gesamtwerk. Ich stand also vor der Aufgabe, den berühmten roten Faden zu finden.

„Wir machen das gemeinsam“

Meine Schwester Daniela hatte gerade ihren Asteya Verlag gegründet und ihr wundervolles Buch „Yoga, Mond & Sterne (Blogbeitrag) herausgebracht“, das es ebenfalls als Hörbuch, auch im Streaming (z.B. hier ), gibt. Außerdem hat sie mein Büchlein „Rosinas Wolle„, die liebevolle Schafgeschichte mit den praktischen Ideen zum Wollhandwerk mit Kindern, wunderbar verfeinert und entscheidend mit überarbeitet.

Als nächstes wollten wir dann also eine gemeinsame Geschichte rund um den kleinen Sonnenkönig Aurelino schreiben. Als erfahrene Yogalehrerin war meine Schwester ohnehin eine Bereicherung für Aurelinos Abenteuer.

Bei der Arbeit an Rosinas Wolle hat es uns sehr gut getan, tagelang am Stück an dem Büchlein zu arbeiten, begleitet von kleinen gemeinsamen Auszeiten. Und genau das nahmen wir uns jetzt auch wieder für den „Klang der Sonnenstrahlen“ vor. Wir suchten uns also einen ruhigen Rückzugsort, um wieder gemeinsam in unsere Geschichten eintauchen zu können. Das heißt für uns: Schreiben, an der frischen Luft unterwegs sein, Yoga, Hörraum und Meditation…. einfach raus aus dem Alltag sein und uns intensiv mit allem verbinden, das unsere Geschichte ausmacht. Und diese Auszeit gönnten wir uns zum Jahresanfang 2020.

„Es wird eine Heldenreise“

Die Geschichte zusammenzuführen, das war nun die große Kunst. Ziemlich schnell stand fest: Eine Heldenreise soll es werden – und so fingen wir an zu schreiben und das Puzzle zu lösen. Daniela entwickelte den Yoga- Erdengruß für die Geschichte, ich ließ die Klänge einfließen, gemeinsam fügten wir Elemente des autogenen Trainings, Achtsamkeitsübungen und andere Entspannungstechniken kindgerecht in die Geschichte ein.

Anschließend erzählten und spielten wir die Geschichte mit all ihren Klängen und Übungen, nicht mehr nur zu zweit, sondern auch mit unseren eigenen Kindern. Dabei wurden auch kleinere Details noch verfeinert. Die Geschichte wurde anschließend von Igel Records in der Reihe „Kids in Balance“ produziert und so waren wir im Juni 2020 im Tonstudio: Daniela sprach die Geschichte ein, ich spielte die Instrumente, meine kleine Nichte gab dem kleinen Sonnenkönig Aurelino ihre Stimme und sang die Lieder. Was für ein Familien-Abenteuer!

Happy Birthday, Aurelino!

Inzwischen ist ein Jahr vergangen, in dem Aurelino bei vielen Kindern für mehr Entspannung und besseres Einschlafen gesorgt hat. Wir haben so liebe und positive Rückmeldungen in den letzen Monaten erhalten, dass Ihr mit Sicherheit in Zukunft noch mehr von uns lesen und hören werdet.

Seit einigen Monaten ist auch das Hörbuch zu „Der Klang der Sonnenstrahlen“ im Streaming verfügbar. Unter diesem Link kannst Du es kostenlos hören, als unverbindlicher Probemonat bei Audible:

Der Klang der Sonnenstrahlen

Ich wünsche viel Spaß, besseres Einschlafen und entspannte Kinder!

Die Fantasie, ein Schatz in uns

In diesem Artikel geht es um unsere Fantasie – und zwar in jedem Lebensabschnitt: Wie die Fantasiefähigkeit von Kindern bewahrt und gefördert werden kann und wie wir als „verkopfte“ Erwachsene die eigene Fantasiefähigkeit wiederfinden. Denn unsere Fantasie sorgt auch dafür, dass wir gesund bleiben.

Alles, was an Großem in der Welt geschah, vollzog sich zuerst in der Fantasie der Menschen.“

Astrid Lindgren

Wie wahr ist dieses Zitat und als es mir mal wieder begegnete, beschloss ich, mal einen Blogartikel über diesen Schatz in uns zu schreiben. Denn all zu häufig ist er uns durch viele äußere Eindrücke auch „verbaut“.

Die Fantasie auf Reisen

Wie Ihr wisst, habe ich ja auch schon hier auf meinem Blog und in meinem Podcast „Märchen mit Klang“ eigene Fantasiereisen veröffentlicht, weil ich die Kraft der Imagination für eine wichtige, gesundheitsfördernde Ressource halte. All unsere Ideen, Wünsche und Hoffnungen haben hier ihren Ursprung. Positive innere Bilder sind heilsam. Lassen wir die Fantasie in uns wachsen!

Die kindliche Fantasie in Gefahr?

Auch wenn es mitunter Augenrollen verursacht, so möchte ich auch diesmal nicht unerwähnt lassen, dass heutzutage Kinder so vielen optischen und akustischen Reizen ausgesetzt sind, die auf sie einwirken und die sie oft schwer zu verarbeiten haben. Dieser ganze äußere „Input“ blockiert zunächst die kindliche Fantasiefähigkeit, denn das Verarbeiten bindet zunächst einige Kräfte, bevor wir uns ganz ins eigene Innere begeben können. Wie kann man also gegensteuern, um die Fantasiefähigkeit von Kindern zu bewahren und zu fördern?

Hier nur einige Beispiele, die bereits viel bewirken:

  • Märchen erzählen. Heißt: Sie frei erzählen oder im Ruhigen vorlesen, ohne äußere Bilder mitzuliefern oder besonders zu betonen. Wenn so die Bilder der Märchen recht frei im Inneren entstehen dürfen, wirken sie weit im Seelischen und fördern die Fantasiefähigkeit.
  • Vielseitiges, unbestimmtes Spielmaterial: Hier geht es um die sogenannten „Open Ended Toys“ wie Sand, Bausteine, Schneckenbänder, Seilchen, Tücher – eben Dinge, die sich in den Augen spielender Kinder zu allem verwandeln und vielseitig genutzt werden können.
  • Freies Malen statt vorgefertigte Ausmalbilder.
  • ebenso Kneten und Plastizieren ohne Förmchen.
  • jede Art von Basteln und Werkeln mit wenig Anleitung. Devise: Ideen Raum geben, ausprobieren, Neues schaffen, auch mal scheitern, Erfahrungen sammeln….
  • Kindliche Fragen nicht gleich mit Daten und Fakten beantworten, sondern gemeinsam quer Beet philosophieren, was die Antwort sein könnte. Was für schöne Gedanken dort entspringen können! Auch wenn man als Erwachsene natürlich weiß, dass manch ein kindlicher Gedankengang noch nicht sachlich korrekt ist, so dürfen doch Vorstellungen, gemachte Erfahrungen und bisher Gelerntes frei in verschiedene Richtungen bewegt werden, denn Astrid Lindgren sagte zurecht: Nur so kann Neues, Großes entstehen.

Und Deine Fantasie?

Auch Du kannst sie lebendig halten und wecken durch Fantasiereisen und Märchen, Kunstbetrachtung und natürlich dadurch, dass Du selbst kreativ tätig wirst.

Kunstbetrachtung?

Ja, genau. Schaue Dir ein Kunstwerk an und überlege Dir beispielsweise, wie es entstanden ist. Welche Ideen stecken dahinter oder welches Erlebnis, welche Geschichte könnte dazu inspiriert haben, es zu erschaffen? Gerade an Kunst kann die Fantasie sich gut entfalten.

Kleine Übung: Wie wäre es, wenn….?

Nimm Dir täglich eine kleine Auszeit für ein Gedankenspiel. Dabei denke Dir ein bestimmtes, positives Szenario aus: Wie wäre es, wenn ich eine ganz besondere Reise machen würde? Wie wäre es, wenn ein lang gehegter Traum wahr werden würde? – Wichtig ist hierbei, dass Du Dich ganz auf einen positiven Gedanken konzentriert und ihn nach und nach bis ins kleinste Detail für Dich ausmalst. Am besten, Du vertiefst diese Übung, indem Du an drei aufeinander folgenden Tagen das eine Bild immer wieder aufgreifst und weiter fortführst.

Der Mix aus Bewegung, Kopfarbeit und freien Gedanken

Gerade Menschen, die viel im Sitzen und mit dem Kopf arbeiten, sollten sich einen täglichen Spaziergang vornehmen und diesen bewusst wahrnehmen. Auch dabei kann man nicht nur Kraft tanken, sondern auch einmal die Gedanken und Vorstellungen schweifen lassen.

Am Ball bleiben

Letztendlich zählt die Regelmäßigkeit, in der wir unsere Vorstellungskräfte aktivieren und auch lenken. So wird man mit der Zeit immer geübter, entwickelt positive Routinen und erschließt sich eine neue Kraftquelle.

Ich habe übrigens selbst die Erfahrung gemacht, wie es ist, die eigene Fantasiefähigkeit wieder neu zu wecken und zu pflegen. Dieser große Schatz kam durch die Waldorfpädagogik und den täglichen Umgang mit Kindern zurück – nachdem ich nach dem Abitur zunächst jahrelang und völlig verkopft an der Uni studiert hatte. Dass man mit dem eigenen Wissen kreativ arbeitet und dabei neue Wege entdeckt, ist eine schöne, verbindende Sache.

Mut zur Fantasie

Achten wir also mehr auf unser Inneres, damit hier viel Schönes, viel Neues entstehen kann. Welche Wege haben sich bei Dir bewährt, Deine Fantasiefähigkeit zu pflegen? Kommentiere gern.

Fantasiereise mit Klang und Duft

In meinem Podcast „Märchen mit Klang“ veröffentliche ich jeden Monat eine neue Fantasiereise. Diesmal kommen auch ätherische Öle zum Einsatz, ein kleines Steckenpferd von mir.

Vorbereitung dieser besonderen Fantasiereise

Ihr braucht etwas Basisöl (beispielsweise Mandel- oder Jojobaöl) und einige Tropfen ätherisches Öl. Zum Entspannen und Harmonisieren eignen sich Düfte wie Rose, Lavendel, Kamille, Rosengeranie, Ylang Ylang oder Melisse. Es gibt auch schöne Duftkompositionen.

Eine Mischung aus etwa einem Esslöffel Öl und drei Tropfen ätherischem Öl könnt Ihr auf einem Unterteller mischen oder in einen kleinen Ölkrug füllen.

Duft auf der Hand

Die Duftmischung wird in den Handinnenflächen verrieben, dann könnt Ihr es Euch bequem machen und die Fantasiereise genießen oder selbst geben.

Download

Für alle, die die Fantasiereise gern selbst geben möchten, habe ich sie hier zum kostenlosen Download. Über meinen Podcast „Märchen mit Klang“ kann sie auch gehört und direkt genossen werden – überall, wo es Podcasts gibt oder hier.

Ich wünsche eine erholsame Zeit

Kleiner Sicherheitshinweis

Bei anschließenden Tätigkeiten sollte man wieder ganz wach sein, daher unbedingt eine Regenerationsphase einplanen mit Bewegung, frisches Wasser trinken etc. Am besten, man genießt die Fantasiereise am Tagesende zum besseren Einschlafen. Bitte nicht direkt nach der Fantasiereise aktiv am Straßenverkehr teilnehmen!

Fantasiereisen als Ritual

Wir können uns und unsere Kinder mental stärken und Kraft tanken mit wohltuenden Auszeiten oder Einschlafritualen.

Auf die besonderen Momente kommt es an.

Das Geniale ist: Groß und Klein tanken dabei gleichermaßen neue Energie auf und stärken sich. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr es Euch gemeinsam gut gehen lasst und Du auch einfach mal entspannst oder Du für Dein Kind die Fantasiereise sprichst und dabei einen entspannenden Klang spielst – es wird Euch hinterher besser gehen.

Energiespender auch in der Schule

Wenn sich die Möglichkeit bietet oder ich merke, dass es einfach notwendig ist, gibt es ja sogar in der Schule mal für meine ganze Klasse so eine Auszeit – und wenn man auf dem ersten Blick meinen würde, dass ich dabei einen erheblichen Teil meiner Energie den Kindern gebe, so muss ich widersprechen: Ich verliere dadurch eben keine Kraft. Genau das macht Fantasiereisen im Alltag mit Kindern meiner Meinung nach so interessant und hilfreich. Bleiben wir aber bei den Ritualen im vertrauten Zuhause.

Möglichkeit 1: Auszeit gemeinsam genießen

Baut Euch ein gemeinsames Kuschelnest aus Decken und Kissen. Wichtig ist, dass Ihr dort gemütlich liegen könnt und jeder noch genug Platz für sich hat, um sich auch einmal ausstrecken zu können. Vorab kann gemeinsam ein Tee gekocht werden und frisches Obst geschnitten werden für die Erholungszeit nach der Fantasiereise. Schaltet elektrisches Licht aus, zündet gern auch irgendwo im Raum eine schöne Kerze an. Ein kleines Goldtröpfchen zur Einstimmung ist auch wunderbar. Schon seid Ihr perfekt vorbereitet. Manchmal ist es auch ratsam, vorab nochmals auf die Toilette zu gehen. Liegt alles bereit und Ihr bequem? Dann hört jetzt einfach eine Fantasiereise aus meinem Podcast „Märchen mit Klang“ an. Dort klingen meine schönsten Klangschalen und erholsamen Klänge. Der Podcast ist für jeden kostenfrei verfügbar.

Möglichkeit 2: Groß gibt die Fantasiereise für Klein

Auch hier kann man die Vorbereitungen gemeinsam treffen oder Du bereitest alles liebevoll für Dein Kind vor. Der Vorteil beim gemeinsamen Vorbereiten ist die Vorfreude, die Euch auf die Fantasiereise einstimmt. Du kannst Deinem Kind auch eine kleine Handmassage geben, um es zur Ruhe zu führen. Hast Du eine eigene Klangschale, ein Koshi Windspiel oder einen anderen Klang, den Dein Kind liebt? Dieser sollte auf jeden Fall mit einfließen. Da ich meine Fantasiereisen aus dem Podcast auch als Download zur Verfügung stelle, kannst Du hier einfach eine Fantasiereise auswählen und so die Erzähl- und Klangzeit für Dein Kind so gestalten, wie es sich für Euch beide in diesem Moment gut anfühlt.

Fantasiereisen sind bedingungslos

Fantasiereisen sind wundervoll und Kinder lieben sie sehr. Das macht sie besonders, selbst wenn sie als Ritual regelmäßig erlebt werden. So ein Schatz ist bedingungslos sollte daher mit keiner erzieherischen Maßnahme verknüpft werden: Keine Belohnung – „wenn du…. dann machen wir eine Fantasiereise“ und erst recht keine Bestrafung „…. sonst gibt es heute keine Fantasiereise“. Es ist ja auch so: Wenn Dein Kind neben der Spur läuft, braucht es eine solche Auszeit doch am meisten. Daher ist und bleibt sie ein liebevoller Helfer und fällt Dir nicht als etwaige Inkonsequenz in den Rücken.

Die neue Fantasiereise macht stark

Meine neue Fantasiereise, „Die Schatzinsel“ hat ganz besondere Qualitäten. Sie lenkt auf das, was stark macht: Die eigenen Stärken, liebenswerten Eigenschaften und die schönsten, kraftspendenden Erlebnisse.

Hier ist sie als Podcast:

https://montagskindblog.libsyn.com/die-reise-zur-schatzinsel

Und als Download – nur für den privaten Gebrauch:

Ich wünsche eine schöne, erholsame Zeit!

Hinweis: Die Verlinkungen in diesem Artikel führen nur zu meinen Projekten: montagskindblog.de und asteya-shop.de

Meditative Flötentöne

Die monatliche Fantasiereise in meinem Podcast „Märchen mit Klang“ wird ausnahmsweise diesmal nicht mit Klangschalen begleitet, sondern mit der meditativen Flöte Siyotanka. Jede Flöte dieser privaten Flötenwerkstatt ist ein Unikat und handgefertigt (unbeauftragte Werbung!). Es ist ein Instrument der American Natives.

Zur Fantasiereise

Die Fantasiereise führt diesmal in einen frühlingshaften Park, wo ein kleiner Baum-Bewohner dich mit bis in die hohe Baumkrone einer alten Kastanie nimmt. Dort genießt ihr gemeinsam die Frühlingssonne und die Rückkehr der Kraniche.

Hier geht es direkt zum Podcast:

Podcast-LINK

Und hier ist der Text als Download, wenn Du diese Fantasiereise selbst jemandem geben möchtest. Die Fantasiereise ist nur für den privaten Gebrauch gestattet.

Fantasiereise als Text:

Und der Link zu den Flöten

http://www.siyotanka.de

Das Kuscheltier reist mit

Für den Monat Januar habe ich mir eine Fantasiereise überlegt, bei der ein Lieblingskuscheltier mitgenommen werden kann und natürlich auch mit angesprochen wird.

DAS Kuscheltier und seine große Bedeutung für Kinder

Unter allen Spielzeuge ist es das Auserwählte. Der besondere Begleiter, der einzigartige Trostspender, die Quelle von Vertrautheit und Geborgenheit. Manchmal ist es einfach ein Tuch, manchmal ein Erb- oder Fundstück. Immer aber „one in a million“. Häufig sieht man an ihm auch Spuren einer besonderen Beziehung.

„Das eine“ Kuscheltier ist auch deshalb so wichtig, weil es ein selbst gewählter Vertrauter ist. Meist der erste Vertraute nach den Eltern, vor der ersten Kindergartenfreundschaft. Social Distancing gibt es mit dem Kuscheltier nicht und so hat es in diesen Zeiten als „Fels in der Brandung“ noch mehr Bedeutung. So kam mir die Idee, für den Januar eine Fantasiereise zu schreiben, bei der das Kuscheltier als Begleiter herzlich eingeladen ist.

Einmal im Monat …..

… nehme ich eine Fantasiereise zum Entspannen und besseren Einschlafen für Euch auf.

Gemeinsam geht es diesmal auf Schlittenfahrt mit einem zotteligen Pony. Dabei erklingen wieder meine Therapieklangschalen von Hess.

Die Fantasiereise hört und genießt Ihr in meinem Podcast „Märchen mit Klang“, hier und überall, wo es Podcasts gibt. Den Text dazu dürft Ihr hier für den eigenen Gebrauch downloaden, das Urheberrecht liegt bei mir.

Heilung durch Fantasie

Innere Bilder, aus der eigenen Vorstellungskraft entsprungen, sind Balsam für die Seele. Deswegen ist das Reich der Fantasie, das in jedem Menschen und besonders den Kindern lebt, ein sehr kostbares, schützenswertes Gut.

Unsere Innenwelt wird schnell durch eine steigende Vielzahl von Reizen und Einflüssen verdrängt. Was haben Kinder nicht alles zu verarbeiten. Insbesondere Bilder, die auf sie gewirkt haben, sie aber noch gar nicht richtig „verdauen“ können, bleiben ihnen lange im Gedächtnis und verschwinden nur allmählich vor dem inneren Auge. Damit wird auch ihre Fantasie gehemmt. Dabei ist Fantasie so gesund und heilsam.

Schafft man also mehr Raum für die Entstehung innerer Bilder, hat dies auch eine gesunde Wirkung auf das seelische Gleichgewicht. Im Schulalltag haben wir hierfür den täglichen „Erzählteil“, der die Kinder dazu einlädt, in Geschichten, Märchen, Sagen und Legenden einzutauchen. Die meisten Kinder lassen sich auch sehr gern darauf ein.

Bekommen Kinder allerdings bestimmte vorherige Eindrücke und Bilder nicht aus ihrem Kopf, zeigt sich das dann unter Umständen auch durch Unruhe beim Zuhören oder auch beim späteren Spielen. Wenn dann eben durch Handlungen und Bewegungen überfordernde Bilder nach außen gelangen. „Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann“, meinte übrigens auch Rudolf Steiner. Doch zurück zur Fantasie.

In meinem Podcast „Märchen mit Klang“ möchte ich einen weiteren Raum für diese Bilder schaffen. Begleitet von wohltuenden, natürlichen Klängen, soll ein kleiner innerer Rückzugsort entstehen. Märchen wirken ebenso weit im Seelischen. Dies ist aber ein eigenes, großes Thema. Bei diesem Artikel geht es mir insbesondere um die Fantasiereisen, die ich ja auch einmal im Monat aufnehme. Die Fantasiereise für den Januar erscheint in Kürze.

Über Fantasiereisen

Fantasiereisen sind längst vom Wellness-Sektor als Mittel der Entspannung entdeckt worden. Auf dem Markt gibt es inzwischen eine Vielzahl von Fantasiereisen, leider auch mit erheblichen Qualitätsunterschieden. Sie werden arglos vorgelesen oder abgespielt, weil sie als Fantasiereise ja gut sein müssen. Doch bitte bedenkt bei der Auswahl und Durchführung von Fantasiereisen mindestens diese drei Dinge:

  • Der Raum für innere Bilder ist heutzutage begrenzt wie nie. Jede Fantasiereise ist deshalb eine große Chance! Ist das dargestellte Bild eine liebevolle Szene, in der man sich wirklich sehr wohl fühlt und in der man seine Fantasie im wahrsten Sinne spielen lassen möchte?
  • Es braucht gar nicht häufig wechselnde Fantasiereisen. Wiederholung ist gefragt, nicht nur bei kleinen Kindern. Je häufiger und intensiver man in ein vertrautes Bild eintauchen kann, desto detaillierter lässt es sich innerlich ausgestalten und erleben.
  • Führe eine Fantasiereise nur durch, wenn sie einen geschützten Rahmen haben kann. Damit meine ich: Ist genug Zeit auch im Nachgang vorhanden? Eine Fantasiereise sollte kein Punkt unter vielen auf dem Tagesplan sein und wenn der Tagesplan voll ist, legt eine Fantasiereise am besten an die letzte Stelle. Nach ihr darf und soll Ruhe einkehren, am besten sogar die Nachtruhe. Ist das nicht möglich, sollte zumindest im Anschluss noch Zeit sein, um im Stillen für sich noch ein Bild zu malen oder zu betrachten, Handarbeiten usw. Nach einer Fantasiereise sollte man es also im Idealfall ruhig und künstlerisch angehen lassen und insbesondere auch den Straßenverkehr meiden.

Wie der Titel meines Beitrages schon sagt, haben harmonische Fantasiebilder auch eine heilende Wirkung im Seelischen. Fantasiereisen sind daher nicht nur gern wählte Mittel im Entspannungs- und Wellnessbereich, sondern auch bei psychotherapeutischen Ansätzen.

Ich hoffe, ich konnte ein Bewusstsein und eine Sensibilisierung dafür schaffen, wie wichtig die Auslebung der Fantasie für Klein und Groß ist und dass diese eigenen, inneren Bilder geachtet und geschützt werden sollten. Für Kinder wünsche ich mir: Weniger Medienaction von außen, mehr eigene, innere Bilder.