Rechenbingo – Das Verdoppeln und Halbieren üben

Das zählende Rechnen überwinden

Eine große Herausforderung im Unterrichtsfach Mathematik besteht darin, die Kinder auf ihrem Weg zum denkenden Rechnen zu unterstützen. Ein wesentlicher Schritt dazu ist die Abkehr vom zählenden Rechnen. Wer für jedes Ergebnis erneut abzählen muss, verbraucht viel Zeit, Konzentration und macht im Schnitt mehr Fehler.

Automatisieren fördern

Ziel ist es, dass die Kinder Zahlenstrukturen und -zusammenhänge für sich erkennen und ergreifen. So entwickelt sich ein echtes Zahlenverständnis. Zahlen sollten als zusammengesetzte Mengen erkannt und vorteilhaft genutzt werden.

Daher findet man als Aufgabentypen so häufig die Zahlenhäuser (Ergebnis im Dach), Zahlenmauern (zusammengesetzte Mengen) oder arbeitet in den unteren Klassen mit Rechenketten, Perlenschiebern oder dem Montessorimaterial.

Doch nach der Veranschaulichung der Rechenschritte mit dem Material sollte der nächste Schritt sein, die „Automatisierung“ zu fördern.

Ein Schritt dahin ist das Halbieren und Verdoppeln

Hier wird die Entwicklung von Zahlenzusammenhängen gefördert. Um dies spielerisch zu unterstützen, habe ich dieses kleine Bingospiel entwickelt:

Ihr könnt das gezeigte Spiel hier kostenlos downloaden:

Um die Zahlbeispiele mit eigenen Aufgaben zu erweitern, habe ich auch eine blanko Vorlage für Euch:

Ich wünsche viel Erfolg beim spielerischen Üben!

Verspannte Finger beim Arbeiten

An der Waldorfschule arbeiten wir in den ersten Schuljahren
besonders viel mit Wachsstiften und -blöckchen.

Ein Problem bei Schreibarbeiten, gerade in den ersten Schuljahren, sind verspannte Finger beim Schreiben. Meist gehen sie mit einer „Krakelschrift“ einher und die Kinder äußern, dass ihnen die Finger oder Hände nach einiger Zeit wehtun.

Woran kann das liegen?

  • Die Hände und Finger verfügen über zahlreiche kleine Muskeln, die auch trainiert werden sollten.
  • Ist die Feinmotorik insgesamt gut geschult?
  • Es kann am Schreibgerät liegen: Liegt es griffig in der Hand?
  • Die ganze Körperhaltung sollte beim Schreiben gerade und entspannt sein.
  • Es können natürlich auch einfach Ermüdungserscheinungen sein, wenn das Arbeiten zu lange gedauert hat.

Was sind Lösungen?

  • Nicht umsonst gibt es an der Waldorfschule zunächst Wachsblöckchen und -stifte. Beim Malen und Schreiben mit Wachsstiften werden die Finger und Hände gekräftigt.
  • Kleine Fingerspiele, -übungen und natürlich Arbeiten des alltäglichen Lebens wie Obst schneiden, Brote schmieren, das Waschbecken putzen, stricken, häkeln usw. trainieren Feinmotorik und kräftigen ebenfalls.
  • Man sollte einen Stift nicht danach als Schreibgerät auswählen, ob er die Lieblingsfarbe oder ein bestimmtes Motiv aufgedruckt hat, sondern danach, wie griffig er in der Hand liegt. Für den Anfang gilt: Je dicker, desto besser. Zu dünne Bleistifte eignen sich nicht für Schreibanfänger, evt. hilft aber eine Griffhilfe, die man über den Stift zieht. Dies sollte aber unbedingt getestet und nicht blind gekauft werden.
  • Gerade jetzt im Homeschooling sitzen die Kinder häufig einmal am Küchentisch samt Küchenstuhl. Es wäre aber wichtig, dass es zumindest ein Fußbänkchen gibt, auf dem beim Schreiben die Füße gestellt bequem gestellt werden können. Auch sollte die Tischkante nicht zu hoch sein.
  • Und es gilt: Auf Pausen achten, zwischendurch die Hände schonen und generell verschiedene Tätigkeiten mit ihnen verrichten, um nicht zu einseitig zu sein.

Kleine, interessante Ballspiele

Fünf kleine Spiele mit dem Igelball habe ich hier für Euch: Sie funktionieren natürlich auch mit anderen Bällen, z.B. einem Tennisball. Allerdings haben Igelbälle die Eigenschaft, dass sie als Massageball die Handreflexzonen stimulieren, entspannen und auch „griffig“ sind. Man bekommt sie auch im Lockdown für kleines Geld, in jeder Drogerie.

Waldorf Homeschooling, die Zweite

Wir brauchen langen Atem. Seit 9 Monaten ist Schule nicht mehr so, wie sie früher war. Nach einer langen ersten Homeschoolingzeit, die uns mehr oder weniger kalt erwischt hat, kamen Phasen des gruppenweisen, wechselnden Distanz-/Präsenzunterrichtes und eingeschränkten Präsenzunterrichtes. Jetzt ist es bekanntlich wieder so, dass alle Kinder von zu Hause aus unterrichtet werden. Wir haben Erfahrungen gesammelt, wir bleiben flexibel, wir machen das Beste daraus – auch wenn es fordert. Die Kinder haben nur diese Kindheit und nur diese Schulzeit. Da ist ein Jahr eine lange Zeit und sollte deshalb trotz allem so positiv und freudig sein wie Kinder es verdienen.

Wenn die Entscheidung fällt…. geht`s los

Am Dienstag haben die Ministerpäsidenten mit Kanzlerin Merkel getagt, am Mittwoch haben wir lange gewartet, wie es nun konkret für unser Bundesland NRW laufen wird. Dann stand fest: Die ganze Klasse bleibt zu Hause und zwar bis zum 31.1. Das sind 3 Wochen Unterrichtszeit. Mittwochabend: Überlegen und entscheiden, was für meine 3. Klasse im Homeschooling geeignet ist, Epoche im Distanzunterricht konzipieren. Dazwischen: Dreikönigskuchen backen, mit der Familie die Mandel suchen und eine Spielezeit einlegen – ganz so, wie vom König gewünscht. Donnerstag: Material heraussuchen und zusammenstellen. Freitag: Lernpakete erstellen, „eintüten“ und mit Verteilung beginnen. Samstag: Drehbuch für YouTube-Begleitung fertig. Planung rhythmischer Teil, Erzählteil kann Podcast sein. Auf geht`s!

Warum nochmal YouTube?

Ich könnte selbstverständlich jede Erklärung zu den Materialien auch verschriftlichen, doch dies würde von den Eltern verlangen, dass sie viel zu lesen haben, um es wiederum ihren Kindern anschließend zu erklären, größtenteils noch selbst im Homeoffice. Auch wenn alle Aufgabentypen bereits bekannt sind, brauchen die Kinder für den Einstieg Erinnerungshilfen. Per Video spreche ich die Kinder in gewohnter Weise an, so wie es bereits angelegt ist. Die Eltern können entscheiden, ob sie ihre Kinder dies selbst ansehen lassen oder es anschauen und wiedergeben. Es ist aber allemal nicht so anstrengend und aufwändig wie „lesen und übersetzen“. Das tägliche Video dauert nur wenige Minuten und viele Elternhäuser haben rückgemeldet, dass die Kinder es sehr mochten, meine Stimme zu hören -> Lernen mit Beziehung. So durfte im Frühjahr jedes Kind meine Videos schauen und das führte mich jetzt zum Homeschooling mit Hund….

Das Lernpaket für Kopf, Herz und Hand

Rechnen ist Kopfsache. Kopfsache? Nun ja, es wird in dieser Epoche gerechnet und dabei auch viel wiederholt: Das Einmaleins ist eine zentrale Grundlage für den Mathematikunterricht. Es ist in unserem Lernpaket jeden Tag dabei, mit Aufgaben Querbeet, auch Division und eine Vertiefung in Richtung gemeinsame Vielfache, gemeinsame Teiler, Einmaleins mit Zehnern oder Hundertern.

Mit dem vertrauten Montessorimaterial wird nochmals gründlich der Übergang zu den halbschriftlichen Rechenverfahren durchgenommen. Dieses Thema haben wir im letzten Schuljahr coronabedingt schon nicht geschafft und als es dieses Jahr an der Reihe war, musste die Epoche abgebrochen werden, da von 28 Kindern 18 in Quarantäne kamen. Wo knüpft man da an?

Es geht zunächst weit zurück, damit auch die rechenschwachen Kinder sicher ins Boot kommen. Und damit es nicht langweilig für die Stärkeren wird, ist das Herz gefragt.

Unser „Klassenhund“ Idefix rechnet diesmal in den Videos aktiv mit. Und dass er dabei ist und wie er es anstellt, macht es allemal interessant. Dies motiviert die Kinder auch auf Distanz. Jedes Kind der Klasse kennt Idefix. Ist schon mit dem Gassi gegangen, hat ihn gestreichelt, Leckerchen gegeben oder ein Pfötchen als Gruß von ihm bekommen. Im ersten Schuljahr hat er uns bei der Einführung der Buchstaben das X gebracht. Er wird so sehr gemocht wie das Schaf Rosina, mit dessen Wolle wir im Dezember so schöne Dinge aus dem Wollhandwerk kennengelernt haben.

Auch das praktische Tun gehört ins Homeschooling, Lernen mit Hand. So gibt es kleine Logikaufgaben, die nicht nur „Gehirnjogging“ sind, sondern auch motorisches Geschickt fordern und fördern. Außerdem hat jedes Kind einen Kalender bekommen, 12 Mandalas gilt es zu gestalten, für jeden Monat eines. Es wird ein Geburtstagskalender kreativ gestaltet, am Ende die Geburtstage aller Kinder und mir eingetragen. Somit bleibt auch der gedankliche Bezug zur Klassengemeinschaft.

Nun hoffe ich, von Mittwoch bis Freitag einen Weg gefunden zu haben, die Kinder gut zu erreichen – ohne dass es für die Familien eine zu große zusätzliche Belastung wird. Und eben so, wie ich es mir als Waldorflehrerin wünsche. Es bleibt spannend.

Das Jahr 2020

Am letzten Schultages im Jahr 2019 habe ich meine Klasse mit der Montessori Jahreskette überrascht. Wir wollten das neue Jahr 2020 mit einer „Jahresepoche“ beginnen und die Kette hatte nicht nur eine Perle für jeden einen Tag des neuen Jahres, sondern veranschaulichte auch farblich die Monate und Jahreszeiten.

Wir betrachteten also die Kette und überlegten uns viele schöne Dinge und Wünsche zu jeder Perle, jedem Tag, jeden Monat. Wir suchten und fanden die Geburtstage der Klasse, schauten auf anstehende Epochen…. Mit dieser Kette wurde gleich sehr viel Vorfreude verbunden.

Doch dann kam Vieles anders

Das Leben passiert, während wir Pläne schmieden – ein oft zitierter Satz. Doch für 2020 trifft er ganz klar und deutlich zu. Plötzlich musste ich mir überlegen, wie man eine 2. Klasse im Homeschooling, auf Distanz, unterrichtet. Wenn man bedenkt, dass Waldorfpädagogik über Beziehung funktioniert, ist Distanz ja alles andere als förderlich. Doch es gelang, mit den meisten Familien in gutem Kontakt zu bleiben. Über unsere App und auch einzelne Treffen auf Distanz kam es zu einem guten Austausch. Unser Hund Idefix hatte viele Gassi-Kilometer mit Kindern meiner Klasse am anderen Ende der Leine! Unser Terminkalender war oft sehr voll mit Verabredungen zum Spaziergang – zwar mit etwas Abstand, aber dennoch Zeit füreinander, zum Zuhören und Erzählen, sich wieder wahrnehmen. Wie waren doch die Kinder gewachsen!

Ich selbst habe hunderte Kilometer mit dem Rad hinter mir. Mein Mann hatte Routen für uns ausgetüftelt, um das Lernmaterial zu verteilen. Und manchmal konnte man dem einen oder anderen Kind aus der Entfernung auch einmal durchs Fenster zuwinken.

Über YouTube konnte ich selbst zeigen, wie und was gearbeitet werden soll, so dass die Eltern nicht selbst vor der Herausforderungen standen, wie sie die verteilten Arbeitsmaterialien nun an ihre Kinder herantragen sollten.

Kurz: Viele neue Wege mussten gefunden und gegangen werden, um miteinander in Kontakt zu bleiben.

Das Wiedersehen nach 5 Monaten

Im August war es dann so weit: Nach 5 Monaten war die Klasse wieder als Gemeinschaft zusammen. Das war rückblickend eine sehr intensive, schöne Zeit mit tollen Epochen. Endlich wieder Klänge, Geschichten, Aquarellmalen – die Schöpfungsgeschichte war geprägt von großer Wiedersehens- und Lernfreude. Dies war sogar in der Erziehungskunst nachzulesen.

Unsere Ackerbauepoche ist mit Sicherheit ausufernder geworden, weil auch ich es in vollen Zügen genossen habe, mit den Kindern die vielen schönen Gartenaktionen zu erleben. Mir fällt auch auch heute nichts ein, was da noch gefehlt hätte. Nun wurden also Dinge, die sonst selbstverständlich waren, noch einmal bewusster wahrgenommen – auf beiden Seiten übrigens.

Nach den Herbstferien

Die Zeit nach den Herbstferien zeigte dann, dass nun nach viel praktischer Arbeit und künstlerischem Erleben mehr Kopfarbeit anstand: Rechnen und erste Grammatik standen auf dem Plan, unterbrochen von einer Quarantänezeit, in der wir das Formenzeichnen vorzogen.

Als sich dann noch über den „Lockdown light“ abzeichnete, dass es eng werden könnte mit der Epochenplanung zum Jahresende, haben wir die Epoche zu den Wortarten mit „Rosinas Wolle“ durchgenommen und noch gemeinsam unsere weihnachtliche Wollwerkstatt genossen. Gerade, als jedes Kind seinen kleinen Moosgarten mit selbst gefilztem Schaf fertiggestellt hatte, wurde der nächste Lockdown angekündigt. Die gemeinsame Weihnachtsfeier musste verschoben werden. Das Thema Wortarten wird uns noch weiter beschäftigen.

Jetzt sind Weihnachtsferien

Ruhig wie nie, noch immer im Lockdown. Wir müssen warten, wie es im Januar weitergeht. Trotzdem meine ich: 2021 kann kommen! Wir nehmen diese Herausforderung an und bleiben weiterhin positiv. Mein größter Wunsch für das neue Jahr: Positiv und kreativ mit den Gegebenheiten umgehen, Spaltung verhindern, aufeinander achten. Angst und Wut waren schon immer die schlechtesten Berater.

Ich wünsche allen Leser*innen einen erholsamen Jahreswechsel und viel Optimismus.

Lockdown II – absehbar und doch so plötzlich

Nun ist er beschlossen, der erneute Lockdown. Am Freitagmittag hieß es, in der kommenden Woche werde die Präsenzpflicht ausgesetzt und Eltern dürften selbst entscheiden, ob ihre Kinder zum Präsenzunterricht kommen oder ins Lernen auf Distanz wechseln.

Für uns Lehrer heißt das „zweigleisig fahren“. Darauf bin ich, darauf ist meine Klasse bereits eingerichtet. Wir hatten zudem im November eine Quarantänephase, in der ebenfalls ein Teil der Klasse vor Ort, der andere Teil von zu Hause aus unterrichtet wurde. So weit, so möglich.

Ab dem 14.12.20 ist es wieder so weit. Was wird sich ab dem 15.12.20 ändern?

Als Sozialwissenschaftlerin weiß ich sehr genau, wie politische Entscheidungen zustande kommen und kann die Schritte dieser Krise auch nachvollziehen. Als Lehrerin kann ich mich darauf einstellen, als Mutter dreier schulpflichtiger Kinder auch. So weit, so sachlich.

Was mich aber stört ist, dass die Beschlüsse immer erst dann fallen oder gefallen sind, wenn Unterrichtsschluss war – jedenfalls in meinem Fall, da meine Klasse nur bis mittags unterrichtet wird. Ich hatte also weder vor Lockdown I noch vor Lockdown II die Gelegenheit, mich richtig von der Klasse oder einigen Kindern zu verabschieden. Klar, wer die Medien verfolgt, konnte damit rechenen. Aber ich sage den 8- bis 9-jährigen Kindern ja nicht auf gut Glück: „Vielleicht sehen wir uns Montag nicht wieder.“ Das führt doch zu zusätzlicher Verunsicherung.

Die Weihnachtsfeier, die wir für Freitag geplant haben, wird in eine Neujahrsfeier umgewandelt, kein Problem. Das Schreiben mit der Gänsefeder – es sollten Weihnachtskarten werden – kann auf Januar verschoben werden – Neujahrsgrüße. Wir machen eben immer das Beste draus, auch das ist eine Botschaft, die ich gern vermittle.

Trotzdem ist es schade, wenn die Kinder und wir Lehrer so plötzlich mit den neuen Beschlüssen umgehen müssen. Hätte das Ganze nicht auch schon Donnerstagnachmittag oder Freitag um 10 Uhr kommuniziert werden können? Es war doch abzusehen, dass die Coronazahlen nicht mehr deutlich sinken. Mit diesen plötzlichen Abbrüchen bekommt der Schulalltag bald einen Beigeschmack. Da fehlt ein Stück vom sicheren Hafen für die Kinder in dieser Pandemie. Ich würde gern meine Klasse zumindest auch etwas mit vorbereiten auf die anstehende Veränderung und auch zu Hause muss ich meinen Kindern klar machen, dass sie sich nicht mehr von ihren Freunden und Lehrern für dieses Jahr verabschieden können.

Ich hoffe, dass ich meine Klasse trotzdem noch mit guten Wünschen erreichen kann – ob vor Ort oder aus der Ferne.

Die Einmaleinsreihen mit Fingerübungen

Fingerübungen fördern feinmotorisches Geschick und Konzentration. Man kann sie im Klassenraum gut am Platz machen und dabei finden die Kinder sehr gut zur Ruhe und bleiben ganz bei sich.

Ich habe eine Zeitlang die verschiedenen Übungen erst nach und nach angeleitet und die Kinder für sich ausprobieren lassen. Mit der Zeit gelang es dann, dazu zu sprechen.

In der letzten Rechenepoche haben wir dann anstelle der bisherigen Bohnensäckchenübungen unsere Einmaleinsreihen mit Fingerübungen begleitet.

Wichtig: Wir sprechen immer die Aufgaben mit. Also nicht 2 -4 -6 – 8…. sondern einmal zwei ist zwei. Zwei mal zwei ist vier. Drei mal zwei ist sechs….

Viel Spaß beim Üben und Ausprobieren!

So haben wir die Einmaleinsreihen mit Fingerübungen begleitet.

Bonus für den Podcast

Jeden Montag erscheint in meiner Podcastreihe „Märchen mit Klang“ ein neues Märchen, das ich erzähle und mit Klängen begleite. Einmal im Monat stelle ich Euch zusätzlich eine Fantasiereise vor. Die erste Fantasiereise wird mit Klangschalen begleitet und heißt „Der Flug zum Regenbogen“. Da ich sie selbst geschrieben habe, kann ich sie Euch hier zum kostenlosen Download anbieten, für all diejenigen, die selbst eine Fantasiereise geben möchten. Bitte seid so fair und nennt die Quelle, wenn Ihr sie benutzt.

Der Flug zum Regenbogen

Meinen Podcast „Märchen mit Klang“ gibt es überall, wo es Podcasts gibt.

Diese Fantasiereise ist die erste Bonusfolge des Podcasts und eine ganz besondere Premiere: Sie hat nämlich sogar ein wenig mit einem Zeugnisspruch zu tun, den ich einer Schülerin für dieses Schuljahr geschrieben habe. Meinen bunter Alltag mit den Kindern liefert so viele schöne Ideen und Inspirationen!

Text und Klang

Der Text der Fantasiereise ist hier zum Download, ich habe auch aufgeschrieben, wann ich welche Klangschale verwende.

Der Podcast ist gespielt mit den Klangschalen Nada Yoga XS, S und M aus unserem
Asteya Shop.

Ich wünsche viel Spaß beim Entspannen, Lauschen und Ausprobieren!

Ich freue mich über Euer Abo oder Sternchen zur Bewertung 🙂

Mehr dazu: Der Klang der Sonnenstrahlen

Das Hörbuch „der Klang der Sonnenstrahlen“ von meiner Schwester und mir bietet eine Fülle von Klängen und Übungen, z.B. aus dem Kinderyoga, dem autogenen Training und mehr. Ein Herzensprojekt und Tipp, nicht nur für Weihnachten.

Ein Schaf und seine Wolle – Rosina

Auf Instagram habe ich kürzlich erst von meinem letzten Besuch bei Schaf Rosina berichtet. Rosinas kleine Herde hat die Reste vom Saftpressen mit meiner Klasse bekommen (der ganze Bericht über unsere Ackerbauepoche folgt noch). Es haben mich seitdem einige Fragen erreicht und ich möchte bei der Gelegenheit gern noch einmal mehr über das „Rosinaprojekt“ berichten, dazu auch Downloads zur Verfügung stellen.

Zu Besuch bei Rosina und ihrer Herde

Die Idee: Lesen und mittun

Auch wenn ich nicht wirklich zur Fraktion Handarbeit gehöre, genieße ich sehr die Wollwerkstatt von Rosinas Besitzerin, die ich auch privat gut kenne und die in meiner Klasse i-Kraft ist. Sie führt Groß und Klein auf liebevolle und naturverbundene Weise an die Schafwolle heran – von der frischen Schur bis zur Verarbeitung der Wolle – Waschen, kämmen, kardieren, verspinnen, färben, filzen und mehr. Und: Sie hat in ihrer Herde dieses ganz besondere Schaf 🙂 Das Charakterschaf mit dem schwarzen Fleck an der Seite, der aussieht wie eine Rosine. Also genug Stoff für ein Kinderbuch zum Mitmachen!

Das Familienprojekt

Meine Schwester Dr. Daniela Heidtmann und ich haben unser gemeinsames Asteya-Projekt, entstanden aus der Gründung von Danielas Asteya Verlag und unserer gemeinsamen Leidenschaft für Geschichten zum Mitmachen. Somit ist Daniela für Rosinas Wolle Lektorin, Co-Autorin und Verlegerin. Die Bücher und das Asteya-Projekt sind also vor allem ein leidenschaftliches Herzprojekt zweier Schwestern.

Von rechts nach links: Meine Schwester, ein weiteres Wolltier und ich

Damit ist auch die Frage beantwortet, in wie weit ich neben meiner Lehrertätigkeit Reichtümer anhäufe – ähem, welche Reichtümer..? Durch den kleinen Asteya Shop wollen wir einen Teil der Produktionskosten refinanzieren und passende Artikel anbieten, die ökologisch und fair hergestellt wurden. Das Buch ist übrigens klimaneutral und in Deutschland gedruckt. Und sollten Überschüsse entstehen, gilt unser Asteya-Prinzip, dass gute Zwecke mit profitieren werden.

Für meine Klasse

Zurück zu Rosina. Ich habe das Buch auch ganz besonders für die Kinder meiner Klasse geschrieben. Es sollte wie eine Fabel geschrieben sein und somit gut ins zweite Schuljahr passen, begleitend dazu viele Übungen für die Sinne in Form der Wollwerkstatt, mit Flötenliedern und mehr. Corona kam dazwischen. Nun sind wir bereits im dritten Schuljahr – das macht aber nichts, weil die Wollwerkstatt immer noch sehr passend für die Kinder ist. Und das nicht nur für die Sinnespflege. Schließlich stehen die alten Handwerke und Urberufe thematisch im Mittelpunkt der dritten Klasse. Also ist das Wollhandwerk weiterhin ganz hervorragend für meine Klasse geeignet und wir können uns auch noch anhand des Büchleins mit den Wortarten befassen.
Lena Fischer, Waldorflehrerin und freie Künstlerin aus Mannheim, hat übrigens die schönen Aquarellbilder zu der Geschichte gemalt. Das soll nicht unerwähnt bleiben!

Downloads für Euch

Ich stelle hier kostenlos einige Downloads zur Verfügung, für alle, die das Buch schon haben und damit arbeiten wollen. Wer das Buch noch nicht hat, kann einen Eindruck bekommen über den Blick ins Buch. Ich freue mich über Eure Rückmeldungen und Berichte dazu. Lieben Dank!

Kopfrechnen mit Mathi und Ziffikus

Jetzt haben die beiden auch Ferien – und eigentlich ist es auch Zeit für den Ruhestand, so kurz vorm 3. Schuljahr: Ziffikus und Mathi, der Zahlenzauberer und der Mathefuchs. Viele Unterrichtsstunden fingen mit ihren Geschichten und Abenteuern an. Meist hat Ziffikus mit den Zahlen und Mengen herumgezaubert und Mathi hat mit den Kindern gemeinsam seine Tricks durchschaut. Mathi hat die Kinder auch gern Mengen schätzen und erleben lassen. Er war seit der ersten Klasse dabei.

Zwei lustige Wichte verbreiten Freude am Kopfrechnen

Viele wichtige Grundlagen haben die zwei an die Kinder herangetragen und täglich mit ihnen geübt. Das war auf jeden Fall ein sehr freudiger Beginn der gemeinsamen Arbeitsphase!

Darum ist das Rechnen schnell mit Angst besetzt

3 + 5 = 8. Das ist die einzige, die richtige Lösung dieser Aufgabe. Nur knapp daneben, 7 oder 9, ist falsch, auch nicht ein bisschen.

In keinem anderen Schulfach ist ein Arbeitsergebnis daher so eindeutig richtig oder falsch. Ein falsches Ergebnis zu liefern, kann die Lernfreude dämpfen. Wer gefühlt zu häufig eine falsche Antwort parat hat, der fühlt Versagen, wird gehemmt, frustriert und blockiert im schlimmsten Fall. Damit müssen wir Lehrer umgehen.

Diese 3 Dinge müssen stimmen

Zum einen ist es wichtig, eine Lernatmosphäre zu schaffen, in der falsche Antworten vorkommen dürfen und die Kinder nicht etwa ausgelacht werden. Und es ist wichtig, das Zustandekommen eines Ergebnisses, das nicht richtig ist, nachvollziehen zu können. Nur dann kann man dem Kind helfen und es letztendlich schaffen, einen Weg zu finden, dass ein Kind auch ein Erfolgserlebnis beim Rechnen verspürt. Auch Kinder mit Rechenschwäche sollten in jeder Stunde auf positive Weise zum Zuge kommen, ebenso wie kleine „Matheprofessoren“ – eine wahre Kunst, die immer wieder neu aufgegriffen werden muss.

Kopfrechnen mit Mathi und Ziffikus

Für mein Homeschooling, das auch bei Präsenzunterricht zur weiteren Förderung gern hinzugezogen werden darf, bereite ich gerade eine kleine YouTube Reihe mit verschiedenen Kopfrechenübungen vor. Was immer in den nächsten Wochen und Monaten passiert – ich will vorbereitet sein.

Die Materialien, Videos und pdfs, werde ich in meinem Blog nach und nach veröffentlichen – es lohnt sich also, ihn zu abonnieren 🙂

Liebe Grüße vom Montagskind

Zehnerübergang: Das Freundespiel

Beim Rechnen ist der Zehnerübergang häufig gefürchtet. Um es zu üben, gibt es verschiedene Ansätze und Möglichkeiten. Letztendlich ist es der Plan, jede Strategie an die Kinder spielerisch heranzuführen. Meist kristallisiert sich dann bei jedem Kind heraus, was es am liebsten einsetzt.

Auf jeden Fall: Schluss mit zählendem Rechnen

Das Abzählen beim Rechnen ist eine Angewohnheit, die immer weniger weiter hilft, je größer der Zahlenraum und je komplexer die Aufgaben werden, denn

  • Zählen kostet viel Zeit
  • Zählen braucht viel Konzentration, nur kleine Ablenkungen stören massiv
  • Zählen verhindert das eigenständige Denken

Eine YouTube-Folge zum Thema Zehnerübergang ist schon in Vorbereitung.

Verdoppeln und Halbieren

Verdoppeln und Halbieren ist eine Strategie, an den Zehnerübergang heranzugehen. Dabei geht es um „Zahlenfreunde„, das sind sind sehr verschiedene Freunde, die sich trotz aller Unterschiede sehr mögen 🙂 Bei ihnen ist nämlich die eine Zahl doppelt so groß ist wie die andere oder eben halb so groß wie die andere – je nachdem, wie herum man es sieht.

Die Idee ist: Wenn man auswendig weiß, dass die doppelte 7, also 7 + 7 = 14 ist, dann kommt man schnell darauf, was 7 + 8 ist.

  • 8 ist 7+1 und dann ist 7+ 8 = 14 + 1 = 15
  • Oder auch: 7 ist 8-1 und dann ist 7 + 8 = 16 – 1= 15

Ich hoffe, das ist in der Kürze verständlich. Kinder, die insbesondere die „Zahlenfreunde“

  • 6 und 12
  • 7 und 14
  • 8 und 16
  • 9 und 18

auswendig kennen und die Zahlbeziehungen mit den Vorgängern bzw. Nachfolgern sicher beherrschen, können sie mit der Zeit auch bei anderen Zahlen auf den nächsten Zehner übertragen. Doch das braucht Übung, dazu habe ich mir das Spielen „Zehnerübergang mit Zahlenfreunden“ überlegt.

Zehnerübergang mit Zahlenfreunden

Bei dem Spiel gibt es blaue und rote Karten. Bei mir sind die roten Karten für die „kleinen Freunde“ und die blauen Karten für die „großen Freunde“. Immer ein kleiner und ein großer Freund bilden ein Paar. Jedes Pärchen gibt es 3 mal im Spiel und jedes dieser Pärchen hat noch ein eigenes Zeichen, eine Form, bekommen. Die Vorlagen haben ich Blanco – für eigene Zahlen und Formen – und mit „fertigen“ Zahlen und Formen zum Download:

Ihr müsst dann nur noch die Vorlagen ausschneiden, auf eine Tonpapierfarbe Eurer Wahl kleben und kleine Kärtchen basteln. Tonpapier deshalb, damit nichts durchscheint und man die Kärtchen in zwei Farben hat.

Variante 1: Pärchen ist, wer die gleiche Form trägt

Diese Variante eignet sich für den Anfang oder auch, wenn ein Kind sich selbst mit den Kärtchen beschäftigt und eine Erfolgskontrolle braucht – ob die Zuordnung richtig ist. Ja, man könnte sagen, dass die Kinder sich dann nur auf die Form konzentrieren, statt auf die Zahlen. Doch ich bin mir sicher, dass die dazu gehörigen Zahlen trotzdem bemerkt werden und es mit der Zeit einen Lerneffekt gibt.

Die Form zeigt an, ob es auch Freunde sind.

Variante 2: Pärchen ist, wer eine unterschiedliche Form trägt

Das ist natürlich nochmal besonders knifflig, wenn man einen weiteren Unterschied hat, auf den man achten muss. Üblicherweise ist man ja beim Memory darauf fixiert, etwas Identisches zu finden, aber hier ist eben alles anders.

Stapelmemory

Beim Stapelmemory werden nicht alle Karten verdeckt ausgebreitet, sondern die Karten der einen Farbe liegen als Stapel daneben. Die Spieler decken eine Karte vom Stapel auf und dürfen dazu eine Karte der Fläche aufdecken – also jeweils die Karte einer Farbe.

Nach Farben sortiert: Die Karten der einen Farbe werden gestapelt, die der anderen in der Fläche verdeckt verteilt.

Passt die Flächenkarte zur Stapelkarte – verdoppelter oder halbiert Wert und verschiedene Zeichen – ist ein Pärchen gefunden, das der Finder behalten darf. Dann erst darf eine neue Karte vom Stapel gezogen werden. Passt die aufgedeckte Karte nicht zur Stapelkarte, muss sie wieder umgedreht werden. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe, der auch eine Karte umdrehen darf.

Hier wurde ein Pärchen gefunden!

So entsteht hoffentlich ein kurzweiliges Spiel, bei dem mit der Zeit das Verdoppeln und Halbieren insgesamt ein Klacks wird.

Ich wünsche viel Spaß beim Spielen!