Die Welt ist schön, wahr und gut

Das pädagogische Handeln in unseren Waldorfkindergärten und -schulen ist geprägt von den drei Urbedürfnissen – dem Guten, dem Schönen, dem Wahren. Eine Herausforderung in der heutigen Zeit, der man bewusst begegnen sollte.

Seit 10 Tagen läuft bei uns in NRW der Schulbetrieb wieder – mit den strengsten Regelungen bundesweit. Weder unsere schulleitenden Gremien noch wir Lehrer können uns aussuchen, ob wir die Verordnungen so annehmen wollen. Auch als freie Schule nicht. Wir müssen sie umsetzen, wenn wir unser Schulhaus für Präsenzunterricht öffnen.

Maskenpflicht, Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen. Die Sorgen sind groß. Nicht zuletzt um das Bild und die Atmosphäre, die ja die drei Urbedürfnisse erlebbar machen sollen. Die große Frage in diesen Tagen ist: Was macht es mit uns und unseren Kindern, diese Regeln mit ihren Einschränkungen einhalten zu müssen.

So ist es in meiner Klasse

Die Kinder kamen freudig zurück in die Schule. Sie sind erkennbar gut von ihren Eltern auf die schulische Situation vorbereitet worden. Ich habe bislang weder sehr ängstliche noch zu unvorsichtige Kinder erlebt. Alle geben sich viel Mühe, in dieser Situation gut mitzumachen und die Stimmung ist insgesamt noch von der großen Wiedersehensfreude nach der langen Zeit des Lockdowns und rollierenden Schulbetriebs geprägt. Dadurch, dass die Drittklässler an ihren Plätzen den Mundschutz abnehmen dürfen und das Sprechen nicht beeinträchtigt ist, wird auch viel von den Kindern in der Klasse erzählt und mein Unterricht ist mit all seinen Gesprächen und Übungen doch sehr lebendig.

Feste Plätze, viel Warterei

Dadurch, dass die Kinder ihre festen Plätze bekommen und nicht wie sonst helfend durch den Raum wirbeln können, ist einige Wartezeit im täglichen Ablauf vorprogrammiert. Alle Instrumente im rhythmischen Teil verteile ich selbst, ganz zu schweigen von den Handtüchern, Malbrettern, Malkitteln, Farben, Wassergläsern usw. beim Aquarellmalen. Oder Arbeitsblätter. Zum Glück helfen die beiden Integrationskräfte sehr tatkräftig mit und wir drei sind inzwischen ein eingespieltes Team.

Ich überlege mir zudem meist einen kleinen Arbeitsauftrag für`s Warten, aber nicht immer funktioniert es, dass alle gleichermaßen bei der Sache und eben bei sich bleiben. Man hat sich ja auch noch immer viel zu erzählen… Am einfachsten ist es, wenn morgens die Instrumente kommen. Dann heißt es: Jeder darf leise seine Klänge ausprobieren und wir lauschen gemeinsam. Dadurch, dass jedes Kind einen Klang – seinen Klang – bekommt, entspannt sich Vieles.

Wir schauen auf das, was wir dürfen!

Ich bin sehr bemüht darum, einerseits auf die Einhaltung der Regeln gründlich zu achten, andererseits mich und die Kinder aber nicht auf die Verbote, sondern darauf zu fokussieren, was wir noch alles Schönes machen können – und das ist zum Glück gar nicht so wenig.

Positiv bleiben – in der Schule und zu Hause.

Mindestens 10 schöne Dinge im Fokus

  • Wir können endlich wieder alle zusammen sein
  • Wir malen viele schöne Bilder
  • Wir erzählen uns täglich von unseren Erlebnissen und hören Geschichten
  • Wir spielen und lauschen jeden Tag wundervollen Klanginstrumenten
  • Wenn wir draußen Spielturnen haben, können wir im großen Kreis schöne Laufspiele machen, Seilchen springen, eine Yogazeit haben oder Hinkelspiele spielen
  • Wir handwerke(l)n so Einiges
  • Viele Kinder frühstücken auch gern im Freien
  • Auch an unserem Platz können wir zumindest kleinere Bewegungen machen: Fuß- und Fingerspiele oder Rhythmusübungen
  • Wir lachen auch jeden Tag miteinander, das ist sowieso das Beste 🙂
  • Überhaupt erleben wir uns als Gemeinschaft und nehmen Anteil aneinander

Positiv und authentisch bleiben

So hoffe ich sehr, dass wir diese positive Grundstimmung erhalten können und ich bin mir sicher, die Kinder haben ohnehin längst verstanden, dass diese neuen strengen Regeln nicht auf meinem Mist gewachsen sind. Es steht ihnen nicht plötzlich Lehrerin Oberstreng gegenüber, sondern noch immer ihre Lehrerin, in der gewohnten und vertrauten Beziehung, mit aufrichtigem Interesse an ihnen.

So möchte ich es schaffen, die drei Urbedürfnisse weiterhin im Mittelpunkt meiner Arbeit zu haben – und nicht die Coronaregeln von außen.

Der erste Schultag…

So schnell vergehen Sommerferien. Das neue Schuljahr begann für uns Lehrer*innen mit vielen Dingen, die beachtet werden mussten: Nachdem NRW vor den Ferien ja vorgeprescht ist mit zahlreichen Lockerungen, sind wir nun das Bundesland mit den schärfsten Coronaregeln an Schulen. Es gibt daher ein überarbeitetes Hygienekonzept mit vielen neuen Kleinigkeiten im Unterrichtsablauf, Einschränkungen von Unterrichtsaktivitäten wie Singen, chorisch Sprechen und Flöten oder dem bewegten Klassenzimmer. Das hat weite Einschnitte in die waldorfüblichen Abläufe und verlangt viel Kreativität.

Hauptsache positiv denken 🙂

Ich kann für meinen Fall nur sagen, ich war zwar sehr angespannt, ob ich auch an alles denke. Gleichzeitig habe ich mich aber auch unheimlich darauf gefreut, nach 5 (!) Monaten meine Klasse wieder als ganze, gemeinschaftliche Gruppe in Empfang nehmen zu dürfen. Und diese Freude überwog eindeutig – auch bei den Kindern. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Kinder heute sehr gerne kamen und die Eltern ihnen mit auf den Weg gegeben hatten: Es wird ein schöner Tag. Und so spiegelte die Atmosphäre wider: Hier besteht eine sehr vertrauensvolle Basis, auf allen Seiten. Wie so etwas beflügelt! Gerade in Zeiten wie diesen.

Die Eröffnungsgeschichte

Ich hatte zum Einstimmen auf das neue Schuljahr eine Geschichte geschrieben, die zu dem passt, was in den nächsten Monaten auf die Kinder zukommt: 3. Klasse Waldorfschule, das heißt in besonderem Maße wachsen, sich entwickeln und die Dinge in die Hand nehmen. Lebenspraktisch werden. Einen Acker bestellen, ein Bauprojekt angehen, Handwerksberufe erleben. Rechnen, messen, wiegen, planen, gestalten, beobachten, beschreiben, erkennen.

Also ging es in meiner Geschichte darum, dass zwei Bauern einen schönen neuen Stall für ihre Tiere bauen möchten, dabei unterschiedliche Arbeitsweisen an den Tag legen und Erfahrungen sammeln. Die Geschichte könnt Ihr hier nachlesen.

Als ich die Geschichte vorlas, war es mucksmäuschenstill. Einer der wenigen Momente heute übrigens. Ansonsten hatte man sich natürlich viel zu erzählen und einigen fiel es schwer, sich daran zu erinnern, dass man bei der Arbeit auch einfach mal nur an die Arbeit denkt … Es sei ihnen verziehen, nach so langer Zeit der Trennung.

Die Dinge selbst in die Hand nehmen!

Für Kinder ist es wichtig – gerade in diesen Zeiten – selbstwirksam zu sein. Die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Und das ging heute schon damit los, dass jedes Kind seinen Stundenplan selbst aufgeschrieben hat. Wir haben besprochen, wie die Schultage in Zukunft aussehen werden und parallel dazu wurde schon mitgeschrieben. Die Klasse wird teilweise in zwei Gruppen unterrichtet, diese heißen in diesem Jahr übrigens die Bäcker und die Müller.

Was war noch zu tun? Viel Organisatorisches: Elternpost entgegen nehmen und austeilen, neue Busfahrkarten wurden verteilt, Zeugnisunterschriften geprüft und was man noch so erledigen muss.

Die Geburtstagskinder der Ferien wurden beschenkt und schön besungen – nein, besummt, denn Singen ist ja verboten. Aber schön summen geht ja auch. Und dann war es endlich so weit: Der erste Epochenunterricht der 3. Klasse stand an.

Die erste Epoche des neuen Schuljahres

Wir begannen mit dem Alten Testament und der Schöpfungsgeschichte. Es ging los mit dem großen Gong, einem schönen Gedicht und der Frage, was denn übrig bleibt, wenn man alles wegdenkt, was der Mensch selbst erschaffen hat. War das ein schönes, lebendiges Unterrichtsgespräch! Wie schön es ist, dass die Kinder sich doch noch ganz leicht eine solche, ursprüngliche Welt vorstellen können und dabei auch die kleinsten Tiere zu Wasser und zu Lande, den Wind, den Mond und selbst die kleinsten Kräuter nicht vergessen.

Anschließend habe ich vom Urbeginn erzählt und die Kinder haben passende Klänge gefunden. Als Gott die Welt noch in seinem Herzen und das Wort in seinen Gedanken trug, wurde die Herzklangschale gespielt. Die Engelsklänge der göttlichen Welt wurden von den Kindern eindeutig im Koshi-Klangspiel erkannt. Die Finsternis über der Urflut war im Gong zu erlauschen. Immer wieder haben die Kinder den Klängen im Nachgang der Geschichte gelauscht und durften auch am Platz das eine oder andere Instrument selbst spielen (natürlich mit Handdesinfektion vorab).

Morgen geht es weiter

Morgen wird weiter geklungen, gelauscht, erzählt und der Anfang der Welt aquarelliert. Viel Kunst, viel Seelennahrung, so soll es sein. Ein Mädchen fragte am Ende der Stunde noch mehrmals, ob ich nicht heute schon noch mehr erzählen könne. Es ist schön, wenn es passt.

Für morgen bin ich noch entspannter. Als ich die Kinder heute verabschiedet habe, fiel eine große Last von mir ab. Doch, es hat gut geklappt! Die Kinder haben sich auch bei aller Wiedersehensfreude ganz viel Mühe gegeben, alles richtig zu machen. Vom fröhlichen Wiedersehen, über die vielen Organisationsdinge bis zum Unterrichtseinstieg war es ein guter Neustart. Es wird. Nein, es wird gut!

Sommerhit Cookie Dough Eis

Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, ist ein gesundes, nachhaltiges Alltagsleben. Ich stelle gern meine eigenen Haushaltsreiniger her und gerade was Essen betrifft, versuche ich, so viel wie möglich selbst herzustellen. Dann weiß man, was enthalten ist – die Auswahl und Qualität der Zutaten liegt schließlich in meiner Hand. Außerdem spart es eine Menge Müll, wenn man immer wieder seine eigenen Gläser befüllt, am besten noch im Unverpacktladen.

Darum lieber selbst gemachtes Eis

Gerade jetzt im Sommer, ist ja das Eisessen ein großes Thema. Wieviel Ei und Milch, wie viele künstliche Aromastoffe usw. stecken in gekauftem Eis? Die Eisdielen nerven mit ihren Plastiklöffeln und teilweise sogar -bechern, im Supermarkt gibt es auch kaum Eis, das nicht im Plastikbehälter angeboten wird.

Der Hit bei meinen Kids

In diesem Jahr steht bei meinen Kinder Cookie Dough Eis extrem hoch im Kurs und beim Herstellen hatte ich große Konkurrenz namens B.&J.`s

Und ich habe ein Rezept gefunden und verfeinert, das es mit B. & J.`s aufnehmen kann. Da ich die Zutaten selbst auswähle, sind sie in Bioqualität. Trotzdem ist die gewonnene Eismenge insgesamt günstiger als das Original und in meiner Backform produziere ich keinen Müll. Auch die Herstellung geht relativ schnell.

Wem die Kuchenform zu groß ist, der kann auch direkt in kleineren Gläsern portionieren, soass man einen Vorrat einzelner Portionen bekommt. Ich habe mal alles für Euch aufgeschrieben:

Hier ist das Rezept zum Download

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

Klasse 3 – es kann losgehen!

Die letzten Ferientage sind schnell vergangen und bereits in der letzten Woche war ich jeden Tag in der Schule, um unseren neuen Klassenraum herzurichten und zu planen. Mit 28 Kindern werden wir am Mittwoch starten, zum ersten Mal seit 5 (!) Monaten als ganze Klasse aufeinander treffen. Das braucht Vorbereitung – und das bringt ganz viel Vorfreude mit sich.

Als Klasse wieder neu zusammenwachsen.

Wie werden wir starten?

Wir werden mit einem hohen Anteil künstlerischen Schaffens starten, mit Klang und Malerei, dabei das soziale Miteinander pflegen und inhaltlich mit der Schöpfungsgeschichte gleich eine besondere Seelennahrung aufnehmen. Ich freue mich schon so auf diese Epoche. Trotz aller Corona-Einschränkung möchte ich aus pädagogischer Sicht einen maximalen Gewinn für die Kinder erreichen. Die Epoche der Schöpfungsgeschichte wird dann ab nächste Woche hier in meinem Blog wie ein Tagebuch geführt.

Eröffnung des Schuljahres

Am Mittwoch geht das neue also Schuljahr los. Und wenn man wieder ganz am Anfang eines neuen Weges steht, gibt es viele Fragen. Die größte Frage: Was liegt denn in diesem Schuljahr alles vor uns? Dazu werde ich den Kindern eine Geschichte erzählen, die ich bereits in den letzten Tagen geschrieben habe. Anschließend gibt es für die Kinder einen kindgerechten Epochenplan zum Nachlesen.

Zeit für Wiedersehensfreude

Die vier Stunden am Mittwoch werden schnell vergehen. Wir nehmen uns Zeit für die Wiedersehensfreude und werden bestimmt vielen schönen Ferienerlebnissen lauschen. Wir frühstücken gemeinsam und besprechen das neue Schuljahr.

Nach der gemeinsamen Pause auf dem Schulhof beginnt dann die Epoche über das Alte Testament, von der Schöpfungsgeschichte bis zur Arche Noah. Und Euch, liebe Leser, nehme ich auch ein Stückweit mit.

Auf ein gutes neues Schuljahr,

Euer Montagskind

Wenn die Lehrerin anklingelt…

Der Hausbesuch von Waldorflehrern….

Es scheint eine exotische Ausnahme zu sein, dass ein Lehrer oder eine Lehrerin ihre Schützlinge auch einmal außerhalb der Schule besucht und bewusst Zeit mit ihnen verbringt. Immer wieder überrascht es auch neue Waldorfeltern, dass so etwas bei uns üblich ist und der Kontakt zu den Kindern und ihren Familien gepflegt wird. Auch bei Instagram gab es einige Fragen und Interesse an diesem Thema. Hier meine Zusammenfassung.

„Schauen Sie, ob Staub gewischt ist?“

Diese und ähnliche – natürlich nicht ernst gemeinte – Fragen zielen ab auf das WARUM. Warum sollte ein Lehrer zu einem Schüler nach Hause kommen? Welchen Anlass braucht es dazu? Die Antwort ist völlig simpel: Der Grund für einen Besuch ist das Interesse am Kind. Wenn ich mit einem Kind arbeiten möchte, es unterstützen, voranbringen möchte, dann muss ich es immer besser kennenlernen und es verstehen. Und jedes Kind hat ja nicht nur ein „Schulgesicht“, sondern die zweite Seite ist das Zuhause, das Familienleben. Und dabei wird überhaupt nicht gewertet, wie ordentlich, chaotisch, steril oder sonst wie es bei den Familien zugeht.

Wie läuft so ein Hausbesuch denn ab?

Hier gibt es natürlich keinen Leitfaden und keine Vorgaben. Meistens ist es so, dass ich anklingele, die Kinder mich selbst hereinlassen und mir ihr Zuhause zeigen. Ich lerne dabei manchmal Großeltern, manchmal Haustiere kennen, besondere Hobbies und Werkstätten und und und. Es ist so faszinierend zu sehen, was ein Kind wirklich morgens mit zur Schule bringt!

Manchmal haben die Kinder mit ihren Eltern meinen Besuch gemeinsam vorbereitet und dafür Kuchen oder Waffeln gebacken, das muss aber natürlich nicht sein. Manche Familien integrieren meinen Besuch auch einfach in den normalen Alltag und so erlebe ich, wie es normalerweise bei ihnen zu Hause zugeht, nachdem die Eltern gerade von der Arbeit wieder zurück sind, Geschwister abgeholt wurden usw.

Nachdem mir die Kinder also Vieles gezeigt haben, möchten sie meist etwas mit mir spielen oder unternehmen. Das Lieblingsspiel wird herausgeholt, in einigen Fällen haben wir auch zusammen musiziert. Es ergibt sich alles vor Ort – es sei denn, die Kinder haben sich im Vorfeld schon etwas überlegt.

Wer lädt denn ein? Die Lehrerin sich selbst oder die Kinder ihre Lehrerin?

Ich kann da nur für mich sprechen und es ist nicht mein Ding, mich aktiv bei irgendjemandem einzuladen. Ich werde aber nicht müde, bei Elternabenden oder -gesprächen darauf hinzuweisen, dass ich sehr gern Hausbesuche mache 😉 Wenn Eltern mich fragen, wie sie denn einen Termin zum Hausbesuch bekämen, antworte ich meist: „Laden Sie mich doch einfach ein!“ Und schon stehen wir da mit Terminkalender in den Händen.

Ist es ein mobiler Elternsprechtag?

Definitiv nein! Denn wie der Name „Elternsprechtag“ schon sagt, passt es nicht zu dem Anliegen, einem Kind bewusst Zeit zu schenken, wenn man mit Eltern Themen der Erwachsenen zu besprechen hat. Auch Probleme und Konflikte aller Art haben auf einem Hausbesuch meiner Meinung nach nichts zu suchen. Die Atmosphäre sollte unbeschwert sein. Schließlich betrete ich in besonderem Maße die Privatsphäre von Familien. In schwierigen Fällen macht es Sinn, sich im Vorfeld in der Schule zu treffen und die Dinge zu bereden, so dass der Hausbesuch seine schöne Seite behält.

Sicher – wenn man gemeinsam am Tisch sitzt, wird viel erzählt und man erfährt dabei auch viel Neues, manchmal auch besondere Geschichten. Und manchmal gibt es auch noch Fragen. Oder in dem geschützten Rahmen möchten Kinder mir vielleicht auch einmal etwas Schulisches berichten, für das vor Ort noch nicht die Gelegenheit war. Das darf dann selbstverständlich sein. Doch was man an Problemen im Vorfeld auf der Erwachsenenebene klären kann, sollte man auch vorab klären.

Wie oft kann man als Kind besucht werden?

Das hängt von den Einladungen der Familien und natürlich auch meinem Terminkalender ab. In der Vergangenheit gab es durchaus Kinder, die ich mehrfach besucht habe – aber auch Familien, bei denen ich nie war. Es ergibt sich.

Wie gut sollte ein Lehrer ein Kind kennen, bevor er es besucht?

Grundsätzlich geht es ja darum, das Kind kennenzulernen oder noch besser kennenzulernen. Ich habe in meinen Klassen nicht selten auch Kinder besucht, bevor sie ihren ersten Schultag in meiner Klasse hatten. Besonders wenn Quereinsteiger ängstlich oder verunsichert sind, tut es ihnen gut, schon zu wissen, dass ihre Lehrerin sie bereits einmal richtig wahrgenommen hat – was übrigens auch für mich sehr gut ist. Es gibt also auch hier keine Frist.

Und wann findet der nächste Hausbesuch des Montagskindes statt?

Wahrscheinlich noch in den Sommerferien 🙂

Erziehung ist Beziehung ist Erziehung

Ein neuer Spruch! Wer mich kennt, weiß, dass ich normalerweise gern sage: „Erziehung geht nur mit Beziehung.“ Dieser Spruch kam mir ehrlich gesagt inzwischen etwas abgenutzt vor und auch irgendwie etwas unvollständig. Tadaaa – ein neuer „Slogan“.

Wie funktioniert es?

Warum das Ganze? Wir können einem Kind nur etwas beibringen, wenn es das Neue mit einem Gefühl verbindet. Gefühle sind wie ein Bote und sie entstehen durch Beziehung. Lehrer, die immer wieder ausgetauscht werden und wechseln, können gleiche Inhalte nicht in derselben Weise vermitteln wie ein einzelner, vertrauter Lehrer, der die Schüler bestens kennt und den die Schüler ihrerseits bestens kennen. Und mal ganz abgesehen von schulischen Inhalten: Die Kinder lernen so viel mehr als bloße Inhalte.

Lernen ist immer sozial

Sie nehmen ebenso auf, was gleichzeitig in der Lernsituation herum, im sozialen Kontext, passiert. Dabei fühlen sie etwas und das speichert sich ab.

An der Waldorfschule ist es im Idealfall so, dass ein Klassenlehrer „seine“ Kinder vom Tag der Einschulung an acht Jahre lang begleitet. Dabei entsteht auch eine Verbindung mit den Eltern und man steht Seite an Seite zusammen und begleitet einen sehr langen Entwicklungszeitraum im Leben der Heranwachsenden. Zum Alltag von Waldorflehrern und -erziehern gehört es daher auch, die Familien mal außerhalb von Schule zu Hause zu besuchen – ein Thema für sich.

Was braucht es?

Hier meine Gedanken dazu, was wichtig ist für die Qualität der Beziehung zwischen Kindern und ihren Bezugspersonen

  • Die Erwachsenen sind in diesem Miteinander jederzeit für die Kinder der sichere Hafen, die verlässliche, unterstützende Instanz.
  • Die Kinder wollen dabei einfach an unserem normalen Leben teilhaben und müssen gar nicht so viel extra bespaßt werden, wie wir Erwachsenen annehmen. Wir allein, mitten im Alltag, sind schon spannend genug.
  • Die Kinder schauen sich Alltägliches aufmerksam von uns ab und lernen dabei alles, was sie später einmal selbst im Leben brauchen. Daher nur Mut, wenn es mal nicht die heile Welt ist!
  • Die Kinder lernen nämlich dann von uns, wie wir unseren täglichen Verpflichtungen nachgehen, wie wir mit und über andere reden, wie wir Stress oder Krisen bewältigen – oder auch mal einfach nur etwas Gutes für uns tun oder Fünfe grade sein lassen! Denn:
  • Kinder brauchen authentische Erwachsene, um selbst ins wahre Leben zu finden. Wichtig ist nur, dass wir nicht den Anschein erwecken, nicht mehr ganz der sichere Hafen zu sein.
  • Und wir Erwachsene sollten unsererseits ebenso am kindlichen Leben Anteil nehmen,
  • uns anerkennend und aufrichtig für ihr Spiel und ihre Erlebnisse interessieren
  • ihnen bewusst und liebevoll bei den vielen Dingen des Alltags zuschauen, sie machen und forschen lassen und so begleiten.

Viel geschafft

Dadurch ist schon richtig viel gewonnen und wir können dabei selbst auch viel von den Kleinen lernen. Zum Schluss mal wieder ein Zitat von Jesper Juul, dessen Arbeit ich sehr schätze:

Erziehung ist ein Prozess zwischen Kindern und Erwachsenen und beide werden dabei gegenseitig erzogen

Jesper Juul

Oder: Beziehung ist Erziehung ist Beziehung 🙂

Drei ganzheitliche Sprechstunden

Es sind Sommerferien, es regnet, mein Mann arbeitet noch, die Kinder schlafen lange. Also nutze ich die Zeit im Haus, um hier und dort etwas zu räumen. Schließlich muss ich mein zweites Schuljahr noch ordentlich in Kisten verpacken, um dann demnächst wieder Platz für all die Bücher, Hefte und Arbeitsmaterialien des dritten Schuljahres zu haben. Und beim Umräumen fielen mir mal wieder diese drei „Sprechstunden“ in den Händen.

Damals… die Hebammensprechstunde

Mit dieser „Sprechstunde“ fing alles an, vor 19 Jahren, mit meiner ersten Schwangerschaft: Die Hebammensprechstunde von Ingebord Stadelmann. Dieses Buch war wirklich Gold wert und ich kann auch nach drei Schwangerschaften sagen, dass nicht eine meiner Fragen in dieser Zeit unbeantwortet blieb. Durch dieses Buch habe ich Zugang zur Naturheilkunde bekommen und so viel gelernt, dass es mich auch mental gestärkt hat.

Ein Evergreen: Die Kindersprechstunde

Dieses Buch ist ein Begleiter auf Jahrzehnte, daher habe ich mir kürzlich erst die neueste Ausgabe gegönnt, um auch wieder auf dem aktuellen Stand zu sein. Es wurde von den drei Autoren Dr. Michaela Glöckler, Dr. Wolfang Goebel und Dr. Karin Michael verfasst und wird von ihnen laufend aktualisiert.

Auch hier blieben mir bislang keine Fragen in Bezug auf Kinder- und Familiengesundheit offen. Ich lese hier immer mal wieder nach, zuletzt im Zuge von „Corona“ oder der Masernimpfpflicht, für die eigene Familie, aber auch mal in Gedanken an Schüler*innen. Denn auch die Gesundheitsprävention und die ganzheitliche Kindesentwicklung haben in diesem Buch viel Raum bekommen. Also: Klare Empfehlung.

Die Elternsprechstunde für uns Eltern

Hier hat Dr. Michaela Glöckler einen ganzheitlichen Blick auf die Elternebene, gesunde Kindesentwicklung und Erziehung, Verhaltensfragen sowie die Paarbeziehung gelegt. Auch dieses Buch hatte ich erst kürzlich wieder in den Händen, als ich mit meiner Schulassistenz gemeinsam das Thema „nonverbale Erziehung“ vertieft habe.

Man lernt ja nie aus und es gibt auch in älteren Büchern immer noch etwas Neues zu entdecken – nämlich genau dann, wenn es dran ist!

Diese 3 Bücher begleiten mich und ich empfehle sie gerne. 🙂

Kurze Info: Es handelt sich hier um Werbung, da Namennennnung – diese ist unbeauftragt und die Bücher habe ich selbst angeschafft.

Kopfrechnen mit Mathi und Ziffikus

Jetzt haben die beiden auch Ferien – und eigentlich ist es auch Zeit für den Ruhestand, so kurz vorm 3. Schuljahr: Ziffikus und Mathi, der Zahlenzauberer und der Mathefuchs. Viele Unterrichtsstunden fingen mit ihren Geschichten und Abenteuern an. Meist hat Ziffikus mit den Zahlen und Mengen herumgezaubert und Mathi hat mit den Kindern gemeinsam seine Tricks durchschaut. Mathi hat die Kinder auch gern Mengen schätzen und erleben lassen. Er war seit der ersten Klasse dabei.

Zwei lustige Wichte verbreiten Freude am Kopfrechnen

Viele wichtige Grundlagen haben die zwei an die Kinder herangetragen und täglich mit ihnen geübt. Das war auf jeden Fall ein sehr freudiger Beginn der gemeinsamen Arbeitsphase!

Darum ist das Rechnen schnell mit Angst besetzt

3 + 5 = 8. Das ist die einzige, die richtige Lösung dieser Aufgabe. Nur knapp daneben, 7 oder 9, ist falsch, auch nicht ein bisschen.

In keinem anderen Schulfach ist ein Arbeitsergebnis daher so eindeutig richtig oder falsch. Ein falsches Ergebnis zu liefern, kann die Lernfreude dämpfen. Wer gefühlt zu häufig eine falsche Antwort parat hat, der fühlt Versagen, wird gehemmt, frustriert und blockiert im schlimmsten Fall. Damit müssen wir Lehrer umgehen.

Diese 3 Dinge müssen stimmen

Zum einen ist es wichtig, eine Lernatmosphäre zu schaffen, in der falsche Antworten vorkommen dürfen und die Kinder nicht etwa ausgelacht werden. Und es ist wichtig, das Zustandekommen eines Ergebnisses, das nicht richtig ist, nachvollziehen zu können. Nur dann kann man dem Kind helfen und es letztendlich schaffen, einen Weg zu finden, dass ein Kind auch ein Erfolgserlebnis beim Rechnen verspürt. Auch Kinder mit Rechenschwäche sollten in jeder Stunde auf positive Weise zum Zuge kommen, ebenso wie kleine „Matheprofessoren“ – eine wahre Kunst, die immer wieder neu aufgegriffen werden muss.

Kopfrechnen mit Mathi und Ziffikus

Für mein Homeschooling, das auch bei Präsenzunterricht zur weiteren Förderung gern hinzugezogen werden darf, bereite ich gerade eine kleine YouTube Reihe mit verschiedenen Kopfrechenübungen vor. Was immer in den nächsten Wochen und Monaten passiert – ich will vorbereitet sein.

Die Materialien, Videos und pdfs, werde ich in meinem Blog nach und nach veröffentlichen – es lohnt sich also, ihn zu abonnieren 🙂

Liebe Grüße vom Montagskind

Hilfe, Freizeit! Oder: Wie Kinder richtig spielen

Ein kleiner Ferienimpuls für Eltern

Wie oft sind wir Erwachsenen etwas getrieben von der Herausforderung, dass die Kinder in den Ferien doch sinnvoll beschäftigt werden müssen oder aber: Es doch unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass die Kinder auch in ihrer Freizeit noch irgendwie gefördert werden.

Die Antwort ist beruhigend

Um Kinder zu fördern und sinnvoll zu beschäftigen, braucht es nicht viel. Denn die beste Beschäftigung und gleichzeitig Förderung ist das freie Spiel.

Für den Erwachsenen ist das Spiel Spaß, eine Lust, die hinzu kommt zum Leben. Für das Kind ist das Spiel der ernste Inhalt des Lebens.

(Rudolf Steiner, GA 304a)

Tatsächlich ist das kindliche Spiel wesentlich für die gesamte Entwicklung. Im Spiel verarbeitet ein Kind seine Erlebnisse und lernt dabei, die Welt nach und nach für sich zu erobern. Beispiel: Auf einem Spaziergang beobachtet ein kleiner Junge interessiert eine Baustelle. Zu Hause sucht er sich dann etwas, das der Bagger sein kann, stellt für sich die Szene nach und be-greift im wahrsten Sinne, was er gesehen hat. So erschließen sich Kinder die Welt!

Was braucht ein Kind daher für sein Spiel, damit es sich gesund entwickeln kann ?

☀️Erwachsene Vorbilder: Kinder begreifen die Welt durch Nachahmung. Sie verarbeiten in ihrem Spiel das, was sie bei ihren Vorbildern gesehen haben. Den besten Spielimpuls, den wir einem Kind geben können, ist daher unser sinnvolles Tun. Dies wirkt ordnend auf die kindliche Gefühls- und Gedankenwelt. Leider kann damit auch unüberlegtes Handeln ein Kind ebenso prägen.

☀️ Das beste Spielzeug ist einfach, also nicht vollständig ausgestaltet: Klassiker wie Steine, Tücher oder Stöckchen können einfach alles sein – sogar ein Bagger. Einfache Fundstücke oder Gegenstände beflügeln die Phantasie und stärken das kreative Denken und damit auch das spätere Finden von Problemlösungen. Ältere Kinder finden sich nicht mehr ganz so leicht mit „nur“ einem Stöckchen ab: Sie bauen schon gern und setzen dabei Werkzeuge wie Schnitzmesser, Bindfäden usw. ein

☀️ Spielen braucht Zeit und Raum: So wenig Pflichttermine, externe Angebote und AGs wie möglich, so viel Rückzugsort und echter Freiraum – bitte auch einmal unbeobachtet – wie möglich.

Welche Rolle spielen also wir Erwachsenen? Was können wir unseren Kindern Gutes tun?

☀️Wir sind bei allem, was wir tun, Vorbild. Das sei bewusst.

☀️wir nehmen bewusst und mit ganzem Herzen Anteil kindlichen Spiel, mischen uns aber nicht ein

☀️wir geben Zeit und unterbrechen möglichst nicht

☀️ wir geben Raum, ertragen dabei auch Chaos und achten auf Gefahrenquellen.

☀️ Schulkinder brauchen etwa gleichaltrige Spielpartner, da ihr Spiel schon viel dynamischer ist und sich gegenseitig beflügelt ❣️

und damit ist schon Vieles gewonnen! Kein Ferienstress mit zig Action Programmpunkten, sondern eher freies Spiel in einer sicheren, freien Umgebung mit Gleichaltrigen – so werden die Ferien schön.

Angst vor Langeweile?

Langeweile spornen die Kreativität an. Und das sollte man nicht mit YouTube, Playstation & Co. abtöten, nur damit es betäubt wird. Bitte Langeweile aushalten. Meist dauert es auch gar nicht so lang und die ersten Ideen fließen. Nur Mut!

Ich wünsche allen schöne Ferien!

Johanni Ideen

Sommerferien, lange Tage, kurze Nächte. In diese wunderbare Stimmung fällt das Johannifest.

Das Johannifest im Jahreslauf

Über das ganze Jahr hinweg gibt es in jeder Jahreszeit ein schönes Fest, das man feiern kann. So begrüßen wir die dunkle Jahreszeit im Herbst mit dem Michaelifest an St. Michael, an dem wir uns mutig wie der heilige Michael zeigen. Im Winter steht das Weihnachtsfest, die Geburt Jesu, im Mittelpunkt und im Frühling ist Auferstehung mit dem Osterfest und dem Aufwachen der Natur ein schönes Fest, das Kinder lieben. Im Sommer, am 24. Juni, wird bei uns Johanni gefeiert. Es ist der Geburtstag von Johannes dem Täufer und gleichzeitig steht es im Jahreslauf genau dem Weihnachtsfest gegenüber. Das ist ein schönes Sommerfest, wenn draußen alles bunt blüht!

Der Johanni Spruch

Es gibt natürlich mehr als einen Spruch. Mir persönlich gefällt dieser Spruch von Johann Wolfgang von Goethe am besten

Wir öffnen die Herzen,
wir heben die Hände,
wir grüßen des Jahres
fruchtbringende Wende.
Wir grüßen des Lichtes
gesegneten Lauf.

Sonnenwendfeuer,
flamm´ auf, flamm´ auf!

Der ganze Sinnspruch lautet wie folgt (Herzlichen Dank an meine Leserin Elisabeth!) :

So standen in grauer Vorzeit die Ahnen,
so stand einst die Jugend auf nächtlicher Fahrt.
So stehen wir heute – ein einziges Mahnen –
fest und geschlossen ums Feuer geschart.

Wir öffnen die Herzen,
wir heben die Hände,
wir grüßen des Jahres fruchtbringende Wende,
wir grüßen des Lichtes gesegneten Lauf:
Sonnwendfeuer flamm auf nun, flamm auf !

Die Flamme lodre durch den Rauch,
Begeht den alten heiligen Brauch,
So wird das Herz erhoben.
Die Flamme reinigt sich von Rauch,
So reinig’ unsern Glauben;
Dein Licht, wer kann es rauben!”

Die Wunschblume

Die Kinder haben verschiedenste bunte Blumen mitgebracht und am Ende des Schultages durften sie sich ein kleines Sträußchen mitnehmen, das mit einem Wunsch bedacht wurde. Das Sträußchen wird getrocknet und aufgehängt, so dass es das Kind über die ganzen Sommerferien mit dem Wunsch begleiten kann.

Am letzten Schultag vor den Ferien haben die Kinder meiner Klasse viele schöne Blumen aus dem Garten und Feldern mitgebracht, so dass wir einen tollen bunten Strauß bekommen haben.

Das Feuerglas

Viele Johannibräuche sind auch mit der Sommersonnenwende verknüpft, insbesondere das Feuer. Als Vorbereitung für den schönen Sommertag – oder auch Sommerabend – kann man mit Kindern auch ein „Feuerglas basteln“ und dekorieren.

Die „Feuerstelle“ mit einfachen Steinen drum herum.

Für meine Klasse muss in diesem Jahr das geplante Johannifest in der Schule leider ausfallen, wir haben aber die kleinen Feuergläser gebastelt, um am Johannitag bei Kerzenschein aneinander zu denken. Für die Feuergläser benötigt man jeweils 1 altes Glas, etwas gelbes, orangenes, rotes oder braunes Transparentpapier, 1 Klebestift, 1 Schere, 1 Teelicht. Wie es geht, zeige ich im Video. Besonders schön wird es, wenn die Kinder am Johannitag noch Naturmaterialien wie Steine, Zweige, Moos usw. suchen und um das Glas herum eine „Feuerstelle“ dekorieren.

Beeren Tarte und Stockbrot

Vielleicht gibt es in der einen oder anderen Familie auch ein kleines Lagerfeuer mit Stockbrot oder schon nachmittags Johannisbeerentorte. So kann man gemütlich beisammen sitzen und den langen Sommerabend genießen.

Am besten frisch gepflückt, doch gefrorene Beeren kann man genau so gut verwenden.
Fertig ist die Johanni Tarte!

Mein Lieblings Stockbrot-Rezept geht auch ganz schnell. Man nehme:

  • 400 g Dinkelmehl 630
  • 2 TL Kräutersalz
  • 1 Würfel Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 3 EL Olivenöl kaltgepresst
  • 230 ml lauwarmes Wasser

Die Zutaten werden zu einem Teig verkneten, der anschließend 30 Minuten lang ruht. Danach formt man ca. 20 cm lange Rollen, die wiederum 10 – 15 Minuten lang ruhen. Anschließend kann man die Rollen um einen Stock wickeln und am Lagerfeuer backen. Dazu passt ganz wunderbar Bärlauchbutter.

Ich wünsche einen schönen Johanni-Abend!