Zungenbrecher mit Brain Gym

Zungenbrecher und Brain Gym sind schon jeweils einzeln starke Übungen, um Konzentration, Aussprache und Geschicklichkeit zu schulen. Brain Gym fördert das Zusammenspiel beider Hirnhälften und die Handübungen lassen beide Hände in der Bewegung unabhängig voneinander werden. Meine Klasse kennt sowohl Zungenbrecher, als auch Brain Gym Übungen. Als neue Herausforderung habe ich nun beides kombiniert: Während des Sprechens werden die Handbewegungen gemacht.

So geht es los

Die Zungenbrecher werden von Anfang an chorisch gesprochen. Man kann daran anschließend die Handbewegungen gemeinsam „stumm“ ausführen oder erst nach einigen Tagen, wenn die Sprüche schon gut gesprochen werden, die Handbewegungen zusätzlich gleich während des Sprechens langsam einführen.

Die folgenden drei Übungen haben verschiedene Schwierigkeitsgrade. Man kann es binnendifferenziert so halten, dass alle mit Übung 1 anfangen und die Übungen 2 und 3 von den Kindern selbst begonnen und mitgemacht werden – jedes Kind im eigenen Tempo.

Übung 1: Für den Anfang

Schneiders Schere schneidet scharf,
scharf schneidet Schneiders Schere.

Übung 2: Für Fortgeschrittene

Auf den sieben Robbenklippen
sitzen sieben Robbensippen,
die sich in die Rippen stippen,
bis sie von den Klippen kippen.

Übung 3: Für Geübte

Zwanzig Zwerge zeigen Handstand,
zehn im Wandschrank,
zehn am Sandstrand.

Mehr aus dem Rhythmischen Teil

Ich werde oft gefragt, ob ich Übungen aus dem Rhythmischen Teil vorstellen würde und gleichermaßen freue ich mich, wenn andere Waldorflehrer:innen ihre Ideen auch mit mir teilen. Daher werde ich in meinem Blog das Eine oder Andere auch in Zukunft gern zeigen.

Hier habe ich auch schon einmal eine Brain Gym Fußübung mit „Kreuzung“ vorgestellt.

Ferienküche: Kürbis-Zimt-Waffeln

Auch in diesen Ferien habe ich wieder etwas experimentiert, nachdem unser kleiner Garten noch zwei mini Hokkaido Kürbisse hergegeben hat. Doch anstelle des üblichen Kürbiskuchens sollten es diesmal Waffeln sein. Ich liebe Waffelduft im Herbst! So hat sich ein schönes Rezept ergeben.

Nachdem ich den Kürbis geschnitten, gewogen und geraspelt hatte, ging es los, habe ich die üblichen Zutaten eingefügt: Öl, Apfelmus (als Eiersatz), etwas (Vanille-)Zucker, (Hafer-)Milch und Mehl, Natron und Zimt. In der unten stehenden Zusammensetzung hatte der Teig eine gute Konsistenz, brauchte aber deutlich länger im Waffeleisen als eine „einfache“ Waffel. Ich muss aber dazu sagen, dass mein Waffeleisen auch nicht verstellbar ist, was die Temperatur betrifft.

Die Waffeln waren sehr, sehr lecker, aber auch sättigend. Wer das Rezept mit Kindern ausprobiert, sollte die kleinen Herzchen am besten einzeln anbieten.

Wenn es draußen ungemütlich wird, gibt es aber auch kaum etwas Schöneres als frischen Waffel- und Teeduft im Haus und ein gemütliches Beisammensein. Es ist ja auch wieder Kerzenzeit 😉

Ich wünsche Euch eine schöne Herbstmomente!

Herbstferien: Halbzeit!

Es ist gerade einmal die erste Woche der Herbstferien vorbei und es kommt mir vor, als wäre schon viel mehr Zeit vergangen: Wir haben zu Hause renoviert und schon Vieles geschafft, ein langes, erholsames Wochenende liegt hinter uns. In der kommenden Woche steht aber auch noch so Einiges an.

Das Wochenende war sehr erholsam

Mein eigenes Arbeitszimmer

Durch unsere „Zimmerumzüge“ habe ich jetzt ein eigenes Arbeitszimmer bekommen, das aber auch gleichzeitig das Gästezimmer für unser großes Kind ist. Hier werde ich in den nächsten Tagen mein kleines Tonstudio für die Podcasts noch weiter ausbauen und darauf freue ich mich schon sehr.

Ich habe natürlich auch für die Schule viele Vorbereitungen zu erledigen, etwa die neue Rechenrallye, Wendediktate und Wörterbuchübungen erstellen und in den Erzählstoff der nordischen Mythologie weiter eintauchen. Die unteren Klassen werden nach den Ferien im Fach Musik wieder St. Martin, das Adventsgärtlein und die Vorweihnachtszeit mit Klängen und Liedern begleiten, das wird eine besonders schöne Zeit, die ich auch wieder für die diesjährigen Klassen neu und passend gestalte.

Mein Montagskindblog wird in nächster Zeit auch noch etwas überarbeitet, aber das wird wohl erst nach den Ferien etwas, seid gespannt.

Zeit für Besuch

Die kommende Woche ist auch für Familie und Freunde reserviert. Wir werden viel Besuch bekommen und sind auch mit Freunden verabredet. So lässt es sich weiter auftanken.

Abstand und gute Vorbereitung

Das ist also mein Ferienrezept. Etwas Ausbruch aus dem gewohnten Alltag, Zeit für Schönes genießen und den Rücken ein Stück weit frei machen für alles, was noch ansteht: Eine gute Planung für das zweite Quartal des Schuljahres lässt doch zuversichtlich in die Herbst-/Winterzeit starten.

Entspannung für die Kleinen

Ich freue mich, Euch mit dieser Herzempfehlung auch einmal Fantasiereisen vorstellen zu können, die bereits ab einem Alter von etwa 3 Jahren für Entspannung und Beruhigung sorgen. Mit diesen Karten könnt Ihr schon Eure Kleinen in anstrengenden Zeiten liebevoll begleiten.

Die Autorin dieser 30 Karten ist meine Schwester Daniela, die seit über 20 Jahren als Yogalehrerin arbeitet. Sie hat die beiden Bücher „Yoga, Mond & Sterne“ und „It‘s Buddha Time“ geschrieben. Gemeinsam haben wir das Hörbuch „Der Klang der Sonnenstrahlen“ geschrieben und aufgenommen.

30 Karten voller entspannender Vielfalt

Die kleinen Fantasiereisen sind Szenen aus der Natur oder dem Tierreich. Sie laden Euch ein, kleine Yoga- und Entspannungspausen mit Euren Kleinen einzulegen. Dabei dauert jede Übung etwa 10 Minuten.

Die Sammlung ist angereichert mit einfachen Einstimmungsübungen, Spürimpulsen und Kurzmassagen.

Die verschiedenen Auszeiten ermöglichen es auch unruhigen Kindern, leicht in den eigenen Körper einzutauchen und abzuschalten. Alle Fantasiereisen können ohne Vorwissen oder besondere Fähigkeiten durchgeführt werden.

Ihr könnt hier auch gern Eure Fragen dazu stellen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr bei Interesse in meinem kleinen Shop bestellt und damit den Montagskindblog unterstützt.

Meine Fantasiereisen für Kinder ab Vorschulalter findet Ihr hier auf dem Blog oder bereits vertont in meinem Podcast „Märchen mit Klang“. Ich wünsche Euch einen gemütlichen und entspannten Herbst.

Die große Stapelsteinliebe

Dieser Sommer steckte voller Überraschungen: Dank einer neuen Kooperation sind die Stapelsteine erst bei uns zu Hause, dann in meinem Klassenraum eingezogen – und es war Liebe auf den ersten Blick. Aber lest selbst.

Die Ankunft

Die Steine kamen bereits in den Sommerferien zu mir, ich habe sie kostenlos zum Testen bekommen. Verpackt waren sie in vorbildlicher Weise komplett plastikfrei und da sie zu 100 Prozent in Deutschland und klimaneutral hergestellt werden, hatten sie auch nur einen relativ kurzen Weg hinter sich. Allein das ist schon ganz nach meinem Geschmack, wie Ihr wisst.

Ausgepackt und Angepackt

Wer glaubt, dass mein Kind hier einen schweren Stapel Steine schleppt, der irrt sich: Die acht bunten Stapelsteine wiegen gerade einmal etwas mehr als ein Kilogramm. Dass sie kinderleicht zu tragen und frei von spitzen Kanten, Weichmachern und Schadstoffen sind, macht sie in praktisch allen Altersgruppen für Spiele und leichtes Aufräumen interessant. 

Mit seinen 180 g Gewicht ist so ein Stapelstein aber alles andere als zerbrechlich: Tragen kann er nämlich 180 kg und dabei ist er noch stoß- und bissfest. 

Stapelsteine sind also wahre Multitalente, so genannte Open Ended Toys, die die Fantasie enorm beflügeln, lest auch gern meinen Blogbericht dazu: 

Blogbericht zum Thema Fantasie:

Jedenfalls hatten nicht nur Zwei-, sondern auch Vierbeiner bei uns viel Spaß mit den Stapelsteinen!

In der Schule: Sogar Einsatz ohne Einsatz

Nachdem die Steine also zu Hause auf vielfältigste Art bespielt und getestet wurden, sind sie inzwischen in meinen Klassenraum eingezogen und zeigten dort ebenso vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Dabei nimmt der Stapel keinen Platz weg, sondern ist auch nützlich, selbst wenn er gerade nicht als Spiel- und Arbeitsmaterial im Einsatz ist: 

 Bequemes Sitzen

Vor der Tafel ist der Stapel nun mein mobiler Erzählhocker. Und wenn ich nicht gerade dort sitze, sieht so ein Türmchen Stapelsteine immer noch dekorativ aus.

Bei unserer Einmaleinsrallye haben wir mit den Stapelsteinen auch blitzschnell ein Siegertreppchen hergestellt:

Erden

Die acht Steine bieten übrigens gerade am Schuljahresanfang auch achtfach die Möglichkeit, einen (noch) etwas zu hohen Stuhl ausgleichen zu können. Ein neuer Klassenraum bedeutet ja auch immer etwas größeres, mitwachsendes Mobiliar. Wir haben zwar auch verschiedene Tisch- und Stuhlgrößen im Klassenzimmer, doch dank Stapelstein reicht es in diesem Jahr oftmals schon aus, wenn die Füße bei der Arbeit am Platz auf einem Stapelstein stehen können. Jedenfalls, solange sie noch nicht den Boden berühren. Dann ist bei Eigenarbeitsphasen der notwendige Halt an Tisch und Stuhl gegeben und das wird von den Kindern gern angenommen.

Statt Pylonen

Bei Spielen, die Markierungen und Abgrenzungen erfordern, kann man am Spielfeldrand auch gewisse Punkte mit Stapelsteinen markieren. Ebenso kann man auf sehr einfache Art und Weise die Steine für Parcours verwenden: Für Slalom oder den Bau einfacher Hürden.

Als ich in der Schule die Stapelsteine einfach mal in eine Reihe gelegt habe, um ein Spiel zu beginnen, fingen die Kinder schon direkt von selbst an, von Stein zu Stein zu springen, über die Steine zu hüpfen oder Slalom zu laufen. So anregend und einladend wirkt es jedenfalls auf meine 4. Klasse.

Eine Fülle von Spielideen

Das Spielkind in mir war also gleich geweckt – und so ging es auch noch einigen Anderen vor mir. Von daher gibt es bereits auf der Homepage von Stapelsteinen und auch in der gleichnamigen App eine Fülle von Spielideen, auf die ich gern zurückgreife: Von Gleichgewichtsübungen über Wurfspiele mit dem Bohnensäckchen bis hin zu vielen anderen Bewegungsspielen.

Für meinen Einsatz im Unterricht habe ich mir weitere Lern- und Gruppenspiele einfallen lassen. Dabei kamen auch viele Impulse von den Kindern selbst. Fazit also zu Beginn der Herbstferien: Klare Spiel- und Lernempfehlung.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit den bunten Steinen!

Hier geht es zum Stapelstein-Shop – und Ihr unterstützt mit Eurer Bestellung über diesen Link gleichzeitig den Montagskindblog.

Download: Meine 15 Spiele mit den Stapelsteinen:

Erntedank

Heute ist Erntedankfest. Das schöne Getreidefeld, das ich mit meiner Klasse im letzten Spätsommer angelegt hatte und das an Johanni schon sehr hoch stand, hat das Unwetter in den Sommerferien leider nicht überstanden. So haben wir die Erfahrung einer Missernte gemacht – und dabei wiederum gelernt, wie dankbar wir für jede Frucht sein dürfen, die gereift ist und jetzt geerntet werden kann.

Unser Feld Ende Juni

Erdenspeise, Erdenbrot,

unserem Leibe bist du not.

Wenn wir dich mit Freuden essen,

sei der Himmel nicht vergessen,

der in aller Erdenkraft

Wunder wirkt und Leben und schafft.

Heinz Ritter

Erntedankbrot

Passend zum Erntedankfest backe ich ein sehr leckeres Brot und teile gern mit Euch das Rezept.

Zur Vorbereitung werden die Kartoffeln mit Salz gekocht und anschließend mit einer Gabel zerdrückt. Außerdem werden ein großer oder zwei kleine Äpfel gerieben oder geraspelt. Dann verrührt man die Hefe mit dem lauwarmen Wasser und verknetet es mit dem Mehl und Salz. Auch die Kartoffeln und Äpfel werden mit verknetet. Anschließend ruht alles für mindestens eine halbe Stunde.

Ist der Teig gut aufgegangen, knetet man nochmals mit etwas Mehl durch, so dass man eine gut formbare Kugel bekommt. Daraus formt man dann das Brot und legt es auf ein Backblech mit Backpapier. Es wird mit einem Baumwolltuch zugedeckt und ruht weitere 20 Minuten.

Zu guter Letzt wird das Brot für etwa 40 Minuten – je nach gewünschter Bräunung – im Ofen gebacken. Der Ofen wird nicht vorgeheizt und auf 200 Grad eingestellt. Zudem besprüht man ihn großzügig mit Wasser.

Meine Familie liebt dieses Brot, für das ich mir sehr gerne samstags Zeit nehme.

Ich wünsche guten Appetit!

Fantasiereise „Mein Krafttier“

Mut und Stärke sind der Michaeli-Impuls, der uns in die dunkle Jahreszeit trägt und auch meine neue Fantasiereise macht stark. Begegne Deinem inneren Krafttier, das Dir als Seelenbegleiter Mut und Stärke schenkt.

Eine wundervolle, innere Begegnung

Die Fantasiereise „Mein Krafttier“ stärkt für die kommenden dunklen Monate und signalisiert: Ich werde begleitet und kann mit Kraft und Zuversicht der Dunkelheit entgegen gehen. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass sich bei Wiederholung der Fantasiereise das Tier auch ändert, denn jedes Tier hat seine eigenen Gaben für Dich, die Dir in diesem Moment gut tun.

Ich wünsche viel Freude und einen gestärkten Herbstbeginn

Link zur Fantasiereise als Audio

Bitte unbedingt beachten

So eine Fantasiereise eignet sich am besten am Ende eines Tages, um zur Ruhe zu kommen. Wird sie als Auszeit für „zwischendurch“ ausgeführt, gilt zu beachten: Bei anschließenden Tätigkeiten sollte man wieder ganz wach sein, daher unbedingt eine Regenerationsphase einplanen mit Bewegung, frisches Wasser – am besten mit einem Spritzer Zitrone – trinken etc.