Feriengedanken

Die Sommerferien haben längst angefangen und ich habe mich erst einmal in mein Schneckenhaus verkrochen. Nun strecke ich meine Fühler wieder etwas heraus, mit Blick auf das neue Schuljahr. Ganz bewusst nehme ich mich zurück. Damit schaffe ich für meine dann 8. Klasse einen begleiteten Übergang in die Oberstufe. Gleichzeitig gehe ich eigene gesundheitliche Baustellen an und öffne Räume für Herzensthemen, die einen Raum außerhalb von Schule brauchen.

Ja, es gibt also viele Themen und Gedanken, an denen ich Euch natürlich weiter teilhaben lasse. Nach zwei Wochen Ferien bin ich tatsächlich noch immer etwas müde. Mit unserem kleinen Familienurlaub und etwas Abstand darf sich dies dann wandeln, hin zu neuer Energie.

Das nächste Schuljahr wird

besonders. Denn ich darf loslassen und dennoch Anteil haben.

Ganz neu wird sein

dass ich als Gesundheitspädagogin und Resilienztrainerin für Kinder Kurse mit Krankenkassenzuschuss geben werde. Damit kann ich einen neuen Raum aufmachen, einen Support bieten, der so im Schulalltag keinen Platz hat – besonders auch für

Neurodivergente und hochsensible Kinder

Diese haben ja ohnehin einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, denn sie gehen sooo oft eine für andere unsichtbare Extrameile. Und diese Extrameile möchte ich sichtbar machen und auch in meiner Kurswelt mini Kurse für Eltern anbieten.

Meine Gedanken in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Eltern

sind übrigens auch, dass ich ganz klar jederzeit auf liebende, mitfühlende Eltern stoße – zugleich aber auch auf deren „innere Schulkinder“. Versteht Ihr, wie ich das meine? Da gibt es nämlich manch alte Wunden oder Narben aus der eigenen Schulzeit und diese können durchaus noch eine Rolle spielen in der Schulzeit der eigenen Kinder. Hier möchte ich gern etwas weiter forschen, Ihr dürft mir gern auch Mails mit eigenen Erfahrungen schicken.

Von der Praxis zur Vision

Was sich dahinter verbirgt, erfahrt Ihr als nächstes! Also stay tuned.

Gelegenheit macht Pädagogik – oder: Der Fichtensirup

Stell Dir vor, es ist Jugendwaldeinsatz. Du fährst mit einem Trüppchen 13-jähriger in den Wald, um ihnen etwas über Forstwirtschaft, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit beizubringen – und plötzlich stehst du da, etwa knöcheltief im Moos, mit klebrigen Fingern und einer Brotdose voll grünem Gold in der Hand. Pädagogik? Passiert im besten Falle ganz von selbst. Wenn man sie lässt.

So geschehen bei unserem letzten Jugendwaldeinsatz, mitten bei der Arbeit: die leuchtend hellgrünen Triebe der Fichten – Maiwipfel genannt – blitzten uns entgegen wie kleine grüne Waldlichter. Da nahm das Abenteuer seinen Lauf.

Wir pflückten also die zarten Triebe. Achtsam, nie zu viele von einem Baum, und nur die ganz jungen. Wer einmal mit Kindern im Wald unterwegs war, weiß: das ist gleichzeitig Meditation und Chaos. Und das Beste? Sie lernen dabei ganz viel und einfach so. Über Nachhaltigkeit. Über Verarbeitung. Über Wertschätzung. Und ja – auch über Geduld.

Denn Fichtensirup kocht man nicht mal eben schnell zusammen. Ich habe den ganzen Prozess immer mal wieder gefilmt, um später ein Reel daraus zu schneiden. Wie so oft: Die Kamera fängt zwischendurch kleine Ausschnitte der Arbeit ein. Am Ende habe ich das Video gemeinsam mit den Kids geschnitten und das Reel produziert, denn alle waren neugierig, wie es eigentlich hinter den Beiträgen meiner medialen Präsenz so aussieht.

Und weil so viele von euch gefragt haben, hier kommt mein ganz persönliches Rezept für Fichtensirup – wärmend im Winter, stärkend im Frühling, lecker sowieso.

Rezept für Montagskind – Fichtensirup

Lecker auf Joghurt, Müsli, im Tee oder auf Pfannkuchen, dazu besonders wirksam bei Erkältungen in der kühleren Jahreszeit.

Die Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 2 Hände voll frische, junge Fichtentriebe (Maiwipfel)
  • 1 Bio-Zitrone (in dünne Scheiben geschnitten)
  • 300 g Rohrzucker
  • 2–3 EL Honig (je nach Geschmack)
  • 1 sauberes Gefäß, am besten mit Schraubdeckel

Die Zubereitung

  1. Die Fichtentriebe kurz in kaltem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen
  2. Die gewaschenen Triebe mit Zitronenscheiben in einen Topf geben und mit Wasser bedecken
  3. Langsam erhitzen
  4. 1 – 2 Stunden köcheln lassen, immer wieder umrühren. Die Flüssigkeit wird dunkler und dicklicher.
  5. Nach dem Köcheln alles in einem feinen Sieb abgießen.
  6. Den Sud zurück in den Topf geben, den Zucker einrühren und nochmal langsam aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Je nach gewünschter Konsistenz kannst du den Sirup noch etwas einkochen lassen.
  7. Nach dem Abkühlen, bei einer Temperatur von ca. 40°, nach Geschmack Honig einrühren.

Wenn ihr das Rezept ausprobiert, taggt mich gern oder schickt mir eure Ergebnisse. Ich liebe es zu sehen, wie aus spontanen Lernmomenten echte Schätze entstehen.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Schulhofkonflikte oder: Was hat ein Kind zu sagen, das wütend schimpft?

Es ist große Pause. Nach zwei Stunden der Aktivität, des Zuhörens und Arbeitens sieht man kaum ein Kind gemütlich in Richtung Schulhof schlendern. Ganz im Gegenteil: Man sieht die meisten Kinder rennen, oftmals miteinander schreien statt zu reden. Warum ist das so?

Das aktuelle Bild hat keinen Alternativtext. Der Dateiname ist: pexels-photo-8457717.jpeg

Der Bewegungsdrang und die laute Stimme sind oft ein Zeichen dafür, dass nun erst einmal ein überreiztes Nervensystem reguliert werden muss. Schreien und Rennen lässt den eigenen Körper spüren, schottet auch etwas nach außen ab und natürlich suchen angestaute Energien ihren Weg nach draußen.

Und es geht noch weiter

Im Eifer des Gefechts hat man keine der freien Schaukeln mehr erwischt. Durch die Luft sausen, dieses Kribbeln im Bauch, die Fliehkräfte – das alles soll jetzt warten? So ein Ärger aber auch! Dabei ist Schaukeln ebenso wichtig. Das Kind, das gerade schaukelt, mag da natürlich den heiß ergatterten Schaukelsitz nicht direkt räumen. Da wird es auch schon angeschrien: „Du blöde Kuh! Ich hasse Dich! Nie wieder werde ich mit dir spielen und dich auch nie mehr auf die Schaukel lassen!“

Die Pausenaufsicht kommt hinzu

… und greift ein mit den Worten: „So gehen wir aber nicht miteinander um! Stell Dir mal vor, so etwas würde man Dir sagen. Das ist nicht in Ordnung! Jeder darf einmal schaukeln. Bitte entschuldige dich.“ Die Pausenaufsicht möchte den Konflikt herunterkochen, für gegenseitiges Verständnis werben und natürlich die Regeln für ein gutes Miteinander vermitteln.

Was die Pausenaufsicht dabei nicht bedenkt

Hinter dem Schimpfen steckt kein böser Wille, sondern Überforderung. Ein überfordertes Kind befindet sich auf der Ebene der Selbstoffenbarung.

  • „Du blöde Kuh“ heißt nicht „Ich möchte Dich beleidigen“, sondern „ich bin überfordert.“
  • „Ich hasse Dich“ heißt nicht „ich will Dich abwerten“, sondern „ich bin so voller Gefühl, dass mein Verstand gerade nicht erreichbar ist.“
  • „Ich lasse Dich nie wieder schaukeln“ heißt nicht „ich wünsche dir eine gemeine Strafe“, sondern „ich verliere gerade selbst die Sicherheit.“

Was können denn Erwachsene sonst tun, um die Situation zu entschärfen?

Dazu möchte ich gern meine Gedanken in den Raum stellen.

  • Ein erstes Einschreiten mit dem Wort „Stop!“ unterbricht das Geschehen.
  • Wir Erwachsenen müssen an der Stelle nicht für äußerliche Gerechtigkeit sorgen, sondern dafür, dass die Kinder in dem Moment höchster Aufregung wieder einen Anker finden, sich selbst zu spüren. Erst dann können sie sich wieder regulieren und im Nachhinein durchaus auch zu der Einsicht kommen, sich ihnen der Ausraster leid tut.

Was ist denn der Anker?

Beide Kinder sollen gesehen und anerkannt werden. Da reicht es zu sagen: „Mäxchen, dir ist gerade scheinbar alles zu viel. Du bist ja ganz wütend.“ Zu dem Kind auf der Schaukel: „Da hast Du Dich bestimmt ganz schon erschrocken.“

Und um beide zu entlasten: „Ich verstehe, dass ihr beide die Schaukel gerade braucht. Da bleibe ich am besten hier kurz stehen und achte gemeinsam mit euch darauf, dass abgewechselt wird.“ Dann aber auch im Gespräch bleiben.

Und die Realität?

  • Da ploppen in solchen Situationen auch alte Streitigkeiten wieder hoch, die eigentlich schon vergessen schienen
  • Sollte man bestimmte Schimpfwörter oder Handgesten nicht direkt tadeln, weil sie Grenzen überschreiten?
  • Das Kind auf der Schaukel ärgert vielleicht auch gern, indem es extra lange sitzen bleibt?
  • Mäxchen wird auch schnell handgreiflich und muss doch dringend gestoppt werden
  • Solche Situationen wiederholen sich doch immer und immer wieder….
  • und vielleicht kann man gar nicht länger bei den beiden bleiben, weil fünf Meter weiter ein anderer Streit ausgebrochen ist.

Fakt ist

  • beide Kinder brauchen akut eine Hilfestellung.
  • Erst, wenn man mit beiden wieder unaufgeregt sprechen kann, bringt es wirklich etwas, die Schimpfwörter und Handgesten anzusprechen.
  • Solche Situation wiederholen sich nur dann immer wieder, wenn man auf sie immer wieder nur oberflächlich reagiert. Ja, einige Kinder verlieren schnell die Verbindung zu sich und brauchen länger, um sie wiederzufinden – ihr Nervensystem fährt zu schnell hoch. Dennoch bringt eine Hilfestellung aus Anerkennung der unsicheren Lage auf lange Sicht garantiert eine Besserung.
  • Sollte es nebenan noch doller brennen, lässt man die Kinder nicht einfach stehen, sondern sagt: „Ich werden dort drüben gebraucht. Ruft mich, wenn Ihr abwechselt.“

Ob ich das im Schulalltag auch immer so schaffe?

Ganz ehrlich: Eine 100 % kann ich nicht geben. Aber je häufiger ich mir die eigentliche Situation der Kinder wieder vor Augen führe, desto besser gelingt es. Mein ganz subjektiver Eindruck ist, dass die Fähigkeit, mit sich selbst in Verbindung zu bleiben, eine immer größer werdende Herausforderung für die Kinder der heutigen Zeit ist. Denn in unserer schnelllebigen Welt voller Außenreize, die auf das junge Nervensystem wirken, ist eine 1. Hilfe in Form von Co-Regulation immer wichtiger.

Ein Huhn für Leonie: Über einen ganz besonderen Herzenswunsch

Danke an den Verlag WachsmalBlöckchen, dass ich dieses Buch lesen und rezensieren durfte. Danke an die Künstlerin Fee Badenius, die nicht nur eine tolle Liedermacherin, sondern auch Malerin und Geschichtenschreiberin ist. Und danke an Leonie, die einmal Fees Schülerin war (Fee ist nämlich auch Waldorflehrerin) und ihre Geschichte mit diesem Buch erzählt.

Ein Kind, ein Herzenswunsch

Wenn man selber Kinder hat, weiß man, dass es durchaus auch einmal Herzenswünsche gibt, die uns Erwachsenen – sagen wir mal – „ferner“ sind. So war es auch bei Leonie.

Zu ihrem 11. Geburtstag stehen weder Rollschuhe, noch ein schönes Buch, noch ein neues Springseil auf ihrer Wunschliste. Dafür gibt es aber den einen ganz besonderen Wunsch: Leonie möchte ein Ei ausbrüten und anschließend ein Hühnerküken großziehen.

Das (Lese-) Abenteuer beginnt

Mit einem Ei im Pullover, das Hühner-Paul aus einem Gelege geholt hat, kommt Leonie nach Hause. Sie weiß ganz genau, was zu tun ist, um das zarte Lebewesen zu schützen und zu verhindern, dass der Embryo nicht an der Schale festklebt. Und auch bei mir als Leserin steigt das große Gefühl des Hoffens und Daumendrückens: Leonie muss es einfach schaffen. Die Temperatur bei 38,2 Grad halten. die Luftfeuchtigkeit bei 60 %, das Ei regelmäßig drehen – und 21 Tage warten. Es entwickelt sich mein persönlicher Hühner-Krimi…

Das Buch ist auf eine ganz bezaubernde Art lehrreich und spannend. Küki im Kreise der Menschenfamilie, Kükis erster Regenwurm, Kükis erstes Sandband – Kükis erstes Ei.

Und was Küki auch noch mitbringt:

  • Glaube an Dich und Deinen Herzenswunsch
  • Gehe los, wenn Dein Herz Dich führt
  • Auch eine Familie, die nicht sofort begeistert ist, kann ihrem Herz folgen und an der richtigen Stelle Halt bieten.
  • Das Wesen eines jeden Tieres ist einzigartig, liebens- und schützenswert.

Küki in Deinem Osternest

Wenn Ihr Euch die Osterzeit mit einer ganz wundervollen Geschichte zum Vorlesen oder Selberlesen – inklusive zahlreicher schöner Illustrationen – versüßen wollt, dann sollte dieses Buch auf keinen Fall im Osternest fehlen.

Ganz große Herz-Empfehlung!

„Ein Huhn für Leonie“ im Shop von WachsMalBlöckchen

(kein Affiliatelink)

Naturerlebnisse und mehr für die ganze Familie: Familienbande im Jahreskreis

Ich möchte Euch heute das erste von zwei wundervollen Familienbüchern vorstellen, erschienen bei einem großartigen Verlag: Familienbande im Jahreskreis ist ein Mitmachbuch, das unsere Jahreszeiten, ja jeden einzelnen Monat des Jahres, fühl- und erlebbar macht. Also ganz nach meinem Geschmack.

Das Buch ist ein Hardcover, das Format ist ein wenig größer als A4. Die Titelseite ist ein liebevoll illustriertes Wimmelbild mit allem, was so ein Jahr zu bieten hat.

Über den LebensGut Verlag

Der LebensGut Verlag an sich holt mich persönlich schon sehr ab: Er ist ein wirklich einzigartiger Buchverlag mit dem Ziel, Literatur zu veröffentlichen, die Frauen und Familien stärkt. Unter der Leitung der lieben Walentina Sommer fokussiert sich der Verlag auf Bücher, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Die Werke setzen sich intensiv mit Themen wie Weiblichkeit, Intuition und emotionaler Intelligenz auseinander und fördern eine nachhaltige Produktion. Alle Bücher werden auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt und größtenteils in Deutschland hergestellt, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Genug der Schwärmerei, schaut gern beim Verlagsprogramm vorbei. Und jetzt ist Zeit für die

Familienbande im Jahreskreis

Das Vorwort hat Simone Streif, Ethnologin und Ritualgestalterin geschrieben. Sie hebt hervor, warum Kinder Rituale gerade heutzutage dringend brauchen. In einer Zeit, die immer schnelllebiger wird und zudem sehr konsumorietiert ist.

Das Buch beginnt im Herbst

Na klar, man kann zu jeder beliebigen Zeit mit diesem Buch starten. Die Autorin Verena Wagner hat den goldenen Oktober gewählt. Eine Zeit, in der man draußen noch einmal Sonne tanken kann, die aber auch schon zum Kürbisschnitzen einlädt. Und wer draußen einfach eine schöne Vorlesezeit genießen möchte, kann die Geschichte von Berta, Birk und die Blutbuche genießen.

Jeden Monat ganzheitlich und weltoffen erleben

Das Buch hat so viele Inspirationen und Sinneserlebnisse zu bieten: Die Wahrnehmung der Natur steht immer an erster Stelle, es folgen jahreszeitliche, leckere Rezeptideen – Holunderküchlein, Kräuter-Stockbrot, veganer Erdbeerkuchen, um nur weniger zu nennen. Auch jeden Monat dabei: Eine märchenhafte, jahreszeitliche Geschichte: Mal geht es um einen Kirschbaum im Februar, mal um ein Erdmännlein im April oder um den Tanz der Feuerwichtel im Juni zur Sonnenwende.

Rituale aus aller Welt – Vom Lichterfest der heiligen Luzia in Schweden über Osterfest und Ramadan bis hin zum jüdischen Laubhüttenfest im September sind nicht nur voller Inspirationen, sondern man lernt wirklich noch so einiges dazu.

167 Seite voller Kindheitserinnerungen, Inspiration und Weltwissen

Ziel dieses Buches ist es also, mit sinnstiftenden Naturerlebnissen das Umweltbewusstsein im Familienalltag zu fördern – und dabei über den Tellerrand zu schauen. Dabei werden auch bei Erwachsenen so einige Kindheitserinnerungen geweckt. Die Weitergabe spiritueller Lebensweisheiten öffnet manchen Horizont. Ein wahrer Schatz für Familien!

Wer allerdings erwartet, dass es mit bunten Illustrationen wie auf der Titelseite im Buch weitergeht, wird von Ausmalbildern und kleineren schwarz-weiß-Elementen etwas überrascht sein. Was meiner Meinung nach aber nicht stört, da die inhaltliche Qualität wirklich groß ist und sich das Buch auch vom Schreibstil her wunderbar lesen lässt.

Bestellen

Die 24,00 Euro sind für dieses Werk ein sehr guter Preis.

Hier könnt Ihr es bei meinem Partner Thalia bestellenoder auch bei Buecher.de. Der Versand ist jeweils kostenlos.

Zeugnissprüche für Zukunftgestaltende

Immer, wenn ich Zeugnissprüche schreibe, verbinde ich mich innerlich mit jedem Schüler und jeder Schülerin, bedenke ihre Lebensphase und -aufgaben während des anstehenden Schuljahres und sehe zugleich Bilder mit bestimmten Themen vor dem inneren Auge. It´s Magic! Doch wenn ich im Laufe des Schuljahres die Sprüche Woche für Woche höre, bekommen sie noch einmal mehr Bedeutung (das ist auch der Grund, warum jeder Spruch ein Unikat ist). Aktuell haben wir wilde Zeiten – und so kam mir der Gedanke, dass ich Euch gern einige Sprüche meiner aktuell siebten Klasse vorstellen möchte, die Mut machen und sich gerade jetzt auch sehr bedeutsam anfühlen.

Mosaik der Menschheit

Photo by Alexander Grey on Pexels.com

In einer Welt, so bunt und weit,
lebt Vielfalt, die uns stets erfeut.
Gleich einem Mosaik aus vielen Teilen,
worin wir uns so gern verweilen.

Talente, Träume, Hoffnung, Gaben,
die wir gemeinsam weiter tragen.
Es wächst der Mut und man versteht,
dass es im Leben um Vielfalt geht.

Vielfalt ist unser größter Schatz,
der uns verbindet, Platz an Platz.

Aotearoa

„Das Land der langen, weißen Wolke“
Aus unserer Sicht am Ende der Welt,
liegt Neuseeland, das uns erzählt:

Erschaffe Neues, bewahre Kultur,
erhalte unberührte Natur.
Schütze ein jedes besondere Tier,
Gemeinschaft und Frieden wohnen hier.

Im Bewusstsein, Raum und Zeit.
Schätze für die Ewigkeit.

Altes Wissen

Wer lernt, Geschichte zu durchschauen,
kann für die Zukunft Brücken bauen.
Wo früher großes Unrecht war,
dachten auch Menschen weise und klar,
standen ein für des Lebens Recht
und machten so die Zukunft echt.

Erfinder, Künstler, Denker:
Die wahren Zukunftslenker.
Sie zeigen uns, was möglich ist,
wenn Mensch mit Mut die Zukunft misst.

So ist`s  auch unsere Zukunftspflicht,
Freiheit zu wahren, in Frieden und Licht.

Leonardo da Vinci

Ein Geist so reich, ein Herz so klug.
Die Welt war für ihn ein großes Buch.
Das wollte er lesen und verstehen,
dabei weit in die Zukunft gehen.

Mit Augen, die die Welt durchdringen,
Gedanken, die forschend Neues erringen.

Da Vinci zeichnete durchdacht und genau,
von der Flugmaschine zum Körperbau.

Ein Denker, Künstler und Genie,
Zukunftsmensch voll Energie,
war seiner Zeit so weit voraus.

Entfesseltes Denken macht Zukunft aus!

Die Stimme erheben

In uns ruht eine ruhige Macht,
die freundlich lächelnd zu uns sagt:
„Erhebe mutig deine Stimme,
sie sei im Dunklen stets Dein Licht.“

Mit Worten kannst Du Brücken bauen,
Vertrauen, Hoffnung, Frieden säen.
Lass deine Stimme Leitstern sein,
um frei und aufrecht nur zu gehen.

So beeinflussen Lernbedingungen den Lernerfolg

Eigentlich lernen Kinder von Natur aus. Man muss sie gar nicht dazu bringen – sie lernen einfach immer. Allerdings geraten auch Kinder in ein Ungleichgewicht mit ihren Lernbedingungen, dem größeren Lebenszusammenhang. Und auch das muss bei der Förderung im ganzheitlichen Sinne berücksichtigt werden. Slow living is the new rich!

Eine kleine Übersicht

Ich war mal kreativ und habe dieses Schaubild erstellt. Wenn all diese Dinge und Themen in einer guten Balance sind, gelingt das Lernen im wahrsten Sinne spielend.

Das jeweilige Vorwissen und die Gelgenheiten, regelmäßig zu üben, sind auf einer weiteren Ebene für den Lernerfolg wichtig.

Was sind die Gegenspieler der heutigen Zeit?

  • wechselnde oder mental abwesende Bezugspersonen
  • Reizüberflutung
  • Bewegungsmangel
  • verplante Freizeit, viele von außen gesteuerte Aktivitäten
  • zu wenig Gelegenheit, die Fantasie zu wecken und wirklich frei zu spielen
  • sich unbeobachtet ausprobieren
  • statt dessen: Viele kopflastige, fertige Informationen
  • schwer zu regulierende Gefühle
  • Schlafmangel
  • blaues Licht
  • Lautstärke
  • Fast Food

Wahrscheinlich fällt Euch noch mehr dazu ein.

Unsere Zeit ist atemberaubend schnell – die kindliche Entwicklung hat sich diesem Tempo noch nicht angepasst.

Aus diesem Grund darf ganz bewusst SLOW LIVING einziehen: In die Familien, in die Kitas und Schulen – und ganz besonders in den geschützten Förderorten.

Mit neuen Glücksbotschaften durch den Advent

Ihr wisst, ich mag die Themen Glück und Achtsamkeit sehr, besonders an wuseligen Schultagen. Jetzt ist schon wieder die Adventszeit, wir sind im siebten (!) Schuljahr und ich habe mir auch in diesem Jahr so einige Gedanken gemacht, womit ich den Klassen-Adventskalender füllen kann.

40 Glücksbotschaften für 33 Kids, bald Teens: Das Los entscheidet

ich habe wie all die Jahre zuvor für jeden Schüler, jede Schülerin ein Jutesäckchen am Adventskalender. Anfangs waren goldene Wachsblöckchen darin, später auch mal schöne Bleistifte oder selbst gemachte Sternenseife. In diesem Jahr war mir nach einem Glücksbringer für das neue Jahr und einer Glücksbotschaft.

Die Glücksbringer zeige ich hier, sobald meine Klasse sie auch gesehen hat.

Für die Botschaften gilt: Lass Karma wirken. Ich bin gespannt, wer welches Säckchen bekommt (und natürlich wen welche Nachricht erreicht).

Ich teile wieder gern mit Euch

Ist es nicht so, dass Glück sich vervielfacht, wenn man es teilt? Deshalb könnt Ihr auch diese Botschaften wieder kostenlos downloaden. Ich halte es diesmal aber recht schlicht: Schneidet einfach Papierstreifen, faltet mehmals – und schon könnt Ihr sie verschenken. Oder das Glücksglas neu befüllen.

Ich wünsche Euch viel Freude und eine schöne Adventszeit

Vom Zauber der Woche

Wie so oft in den Ferien, kremple ich mein Arbeitszimmer um. Sortiere neu, miste aus…. was man eben so macht, um den Überblick zu bewahren. Diesmal sind mir die Wochentagssprüche in die Hände gefallen, auch das Buch von Wolfgang Held „Der siebenfache Flügelschlag der Seele“ (Verlag Freies Geistesleben) rückte dabei mal wieder in den Mittelpunkt.

Wochentage fühlen sich an

Wenn man Kinder fragt, welcher Wochentag heute ist, kommt die Antwort entweder aus dem Kopf – da wird kurz abgezählt – oder aus dem Gefühl. Da lauscht man einfach mal in sich hinein, wie sich der Tag gerade anfühlt. Findet Ihr nicht auch, dass sich ein Samstag ganz anders anfühlt als ein Freitag oder ein Mittwoch? Die menschliche Seele ist mit dem rhythmischen Empfinden der Woche verbunden. Ein Wochentag bildet eine Art Charakter aus, den wir empfinden.

Und warum haben wir unsere Wochentage mit den Planeten verbunden?

Seit Jahrtausenden beobachten und dokumentieren Menschen, wie ihre Seele von Tag zu Tag in sieben verschiedenen Grundstimmungen schwingt (Wolfgang Held, S.17/18). Die Zuordnung zu den Eigenschaften der sieben klassischen Planeten wurden laut Held im alten Babylon vor etwa 4000 vorgenommen. Das liest sich immer faszinierender, oder?

Die überlieferten Sprüche knüpfen daran an

Ich habe einige der Wochentagssprüche auf Instagram veröffentlicht mit der Frage, ob jemand weiß, wer sie geschrieben hat. Es kamen einige Reaktionen von Menschen, die die Sprüche durchaus auch kannten – aber leider ergab sich keine sichere Antwort auf meine Frage nach der Urheberschaft. Daher habe ich mich nun entschlossen, die Sprüche doch nicht weiter selbst zu veröffentlichen. Ihr könnt mich bei Interesse oder näherem Wissen sehr gern anschreiben, das Kontaktformular ist unten.

Bis dahin empfehle ich Euch (unbeauftragt) das kleine, sehr feine Büchlein „Der siebenfache Flügelschlag der Seele“ und forsche selbst auch weiter.

Euer Montagskind Nadine 🙂

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Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Ein kleines, aber feines Gewinnspiel anlässlich des Weltkindertages

Lasst die Kinder erzählen, ladet sie von Herzen dazu ein und hört ihnen zu – nicht nur am Weltkindertag. Den feiern wir am heutigen Sonntag (auch wenn er offiziell schon am Freitag war) und ich möchte hier auf meinem Blog ein Exemplar meines Kartensets Sprechen und Zuhören im Erzählkreis unter Euch verlosen.

Über das Kartenset

Wenn verschiedene Erzählanlässe spielerisch und liebevoll ihren Raum bekommen, fördert das auf sooo vielen Ebenen. Die Karten sind eine Inspiration für Euch, das Erzählen bewusst in den Alltag zu integrieren und hilft dabei

  • ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen und gleichzeitig
  • sich gegenseitig einzeln wahrzunehmen
  • sich besser kennenzulernen und
  • somit eine vertrauensvolle Atmosphäre zu erschaffen
  • den Wortschatz zu erweitern
  • Sprachblockaden abzubauen
  • Ereignisse zu reflektieren
  • Erlebtes nachvollziehbar zu strukturieren
  • Wertschätzung zu erfahren
  • mit Sprache kreativ zu werden
  • und so viel mehr!

Die Verlosung

Unter meinen Followern auf Istagram (@montagskind.blog, @waldorf.lehrerin) verlose ich insgesamt zwei Exemplare, hier auf meinem Blog ein weiteres Exemplar der Kartensets.

Kommentiere einfach, wie oder für wen Du die Karten einsetzen würdest und Dein Los ist im Topf.

Die Verlosung endet am 27.9.24, die Gewinner werden am 29.9.24 benachrichtigt.

Das Kleingedruckte

Das Gewinnspiel ist eine Aktion des Montagskindblogs und steht in keinem Zusammenhang mit Instagram. Die Teilnahme ist ab 18 in Deutschland oder dem EU-Ausland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung nicht möglich. Ihr werdet NUR von meinem Instagram Profilen oder meiner Montagskind-Emailadresse benachrichtig.

Ich wünsche allen Teilnehmenden viel Glück!