Was ist eigentlich „waldorf“?

Immer wieder begegnen mir Sätze wie „das ist ganz waldorf“ oder „da ist aber nicht viel waldorf“. Daher habe ich vor kurzem mal das Schwarmwissen bei Instagram gefragt, welche Erfahrungen es bei Euch mit dem Adjektiv „waldorf“ gibt.

Fast alle kannten das „Adjektiv“

Sätze, in denen „Waldorf“ als fester Begriff vorkam, kannten deutlich über 90 % derjenigen, die an meiner Umfrage teilgenommen hatten. (Okay, das ist bei meinen Abonnenten eigentlich nicht sehr verwunderlich.)

Und was bedeutet es?

Die Frage war also, was Ihr genau mit „Waldorf“ verbindet und da gab es viele individuelle Antworten, die ich Euch gern hier vorstellen möchte:

  • Ein Bildungssystem
  • kindorientiert
  • Sinn für Ästhetik
  • Ruhe, Verständnis, Kreativität, Freiheit
  • Bullerbü
  • Die ganzheitliche Betrachtung des Menschen
  • Naturverbundenheit und Respekt
  • Teil der anthroposophischen Bewegung
  • Lernen macht Spaß, Elternarbeit, Rhythmus, im Einklang mit der Natur
  • die Tatsache, dass von 255 Waldorfschulen in Deutschland nur 10 inklusiv arbeiten.
  • Öko, altbacken
  • nah am Kind, nah am Bedürfnis
  • bestimmte Atmosphäre von Räumen
  • öko, anders, esoterisch, natürlich
  • bestimmte Sachen, die nur in der Waldorfschule getan oder gedacht werden
  • keine Rechten Winkel, bestimmte Gestaltung von Räumen
  • draußen spielen
  • Denken, kreative Lösungen für Probleme finden
  • ein Ort mit Zuhause, der friedlich ist
  • etwas, das der Waldorfpädagogik entspricht, aber tendenziell abwertend
  • öko, alternativ, esoterisch, versponnen
  • naturverbunden, altersgerecht, dem Jahreskreis entsprechend
  • ökologisch angehaucht, keine grellen Farben
  • Einstellung zum Lernen und Leben
  • sämtliche Klischees
  • Schlichtes, Selbstgemachtes, pädagogisch Wertvolles
  • Holz, Filz, Wolle
  • anthroposophisch
  • öko, oft negative Konnotation
  • mit Aufmerksamkeit in den eigenen Händen etwas Individuelles herstellen
  • oft im Sinne von altmodisch verwendet
  • Anthroposophie

Fazit und Danke 🙂

Also die Vielfalt der Antworten deutet schon darauf hin, dass jede:r im Zusammenhang mit „Waldorf“ anscheinend ein Erleben von (hauptsächlich) Schulen und Kindergärten und sehr persönlichen Eindrücken verbindet, eben individuelle Erfahrungen macht und empfindet. Dies muss ja auch so sein, da jede Einrichtung eine eigene Gründungsgeschichte und ihr eigenes Umfeld hat. Zu dieser individuellen Wirkung der verschiedenen Einrichtungen kommt oft auch noch eine Außenansicht, die von anderen gespiegelt wird.

Für mich heißt es, dass ich tendenziell vorsichtig mit „Waldorf“ als Umschreibung oder Bezeichnung umgehe, da man ja nicht weiß, was das Gegenüber damit verbindet bzw. ob wir auf einem Nenner sind.

Ich danke allen für die Teilnahme an meiner kleinen Umfrage und für Eure Offenheit!

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