Die Grenzen und der Tastsinn

Ich schaue gern auch über den Tellerrand. Beim allgemeinen „Herumstöbern“ ist mir zum Thema `Grenzen setzen´ bei Kindern mit der Zeit aufgefallen, dass so einige Literatur dabei auf erzieherische Grenzen setzt, die Psychologie gefragt wird und mehr. Es gibt auch manche Kinderbücher über „dein und mein“ und Geschichten, in denen es um die Grenzen der anderen geht und die die Empathie anregen sollen. Doch wie entwickelt sich eigentlich Empathie, die Wahrnehmung des anderen?

Eine Perspektive aus der Waldorfpädagogik:

Die Haut als „Grenzorgan“

In der Waldorfpädagogik haben wir gerade bei jüngeren Kindern stets die Sinneslehre im Blick und hier gibt es 12 Bereiche. Nach einem Jahr Montagskindblog schließt sich nur ein Kreis, denn die Sinneslehre war eines meiner ersten Themen hier. Und gerade bei grenzüberschreitendem Verhalten ist es hilfreich, das Kind nicht zu bestrafen, verurteilen oder lange Erklärungen über Grenzen abzuliefern, sondern: Man sollte hier gezielt mit dem Tastsinn arbeiten.

Vom Tastsinn zum Ich-Sinn

Über den Tastsinn werden die Empfindungen der Haut und mit ihr wiederum die eigene körperliche Grenze nach außen wahrgenommen. Durfte das Kind vielseitige Erfahrungen in dem Bereich machen, wirkt sich dies auch später auf die Entfaltung des Ich-Sinns aus und somit darauf, wie es im weiteren Leben anderen Menschen begegnet. Bis hin zur Empathiefähigkeit für andere und dem Fühlen von Selbstwert.

Ein Kind, das Grenzen sucht, braucht

  • Menschen, die es von Herzen gern in den Arm nehmen oder auch tragen
  • überhaupt verbindliche, zuverlässige Erwachsene
  • Gewichte zum Tragen, etwa eine schwere Puppe (z.B. mit Sand gefüllt), einen gefüllten Rucksack beim Spazierengehen usw.
  • Finger- und Klatschspiele mit vielen starken und auch zarten Berührungen
  • Ölbäder und -massagen, intensive Körperpflege
  • Kleidung, die nicht nur weich ist, sondern verschiedene Materialien auf der Haut bietet
  • Tastspiele wie „Rückenmalen“, Fühlmemory oder Fühlsäckchen
  • Blickkontakte
  • Nähe und Begegnung

BEENDET: Kleine Verlosung für Euch

Als kleinen Dank an meine immer weiter wachsende Leserschaft verlose ich in der Montagskind-Geburtstagswoche ein Fühlmemory. Teilnahmebedingung: Hinterlasst in den Kommentaren, dass Ihr teilnehmen möchtet. Eure Email-Adresse wird nicht veröffentlicht, Ihr werdet bei Gewinn aber darüber kontaktiert. Teilnahme ab 18, Teilnehmer*innen sind für die Richtigkeit, insbesondere von E-Mail- und/oder Postadresse, selbst verantwortlich. Bei mehreren Teilnehmer*innen entscheidet das Los. Die Verlosung endet am Samstag, den 8.5.2021, um 22 Uhr, der/die Gewinner*in wird am Sonntag benachrichtigt. Ich wünsche Euch viel Glück! (Inzwischen wurde ausgelost und das Memory hat Milena gewonnen. Allen anderen danke ich ganz herzlich für die Teilnahme)

12 Gedanken zu „Die Grenzen und der Tastsinn

  1. Der Tastsinn ist meiner Meinung nach einer der Sinne, die wir am meisten fördern und im Bewusstsein haben sollten. Ich würde mich sehr über das Fühlmemory freuen für den Unterricht. Liebe Grüße!

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  2. Herzlichen Glückwunsch!
    Ich lese gerne deine Beiträge und lasse mich auch inspirieren.
    Ich sehe das die Kinder davon nur profitieren und sich freuen wenn Mama mal wieder etwas neues oder abgewandeltes hervorkramt.

    Das Gewinnspiel ist klasse und ich mache gerne mit. Mein fast 3 Jähriger hätte sicherlich ganz viel Spaß beim ertasten…🤩♥️

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  3. Happy Birthday Montagskindblog 🥳 ich mag die Texte hier sehr und lasse mich gern inspirieren! Über den Gewinn würden wir – also ich und meine kleine Tochter, uns natürlich auch sehr freuen!!! Viel Spaß und Inspiration beim Schreiben weiterhin, liebe Grüße Tina

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  4. Ein wirklich schöne Seite. Klasse geschrieben, vielen Dank für deine Mühe und das Herzblut, das du hier investierst.
    Gerne würde ich an der Verlosung teilnehmen.

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  5. Wie wunderbar es wäre, das Fühlmemory zu gewinnen. Danke für diese schöne Verlosung und deine Einblicke in die Waldorfpädagogik! Sie inspirieren mich immer sehr.

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  6. Ich würde mich sehr über den Gewinn freuen (den ich weiterverschenken würde, da mir spontan mehrere Leute mit Kindern einfallen, die sich darüber sehr freuen würden).

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  7. Halli Hallo, als Waldorflehrerin freue ich mich immer wieder über neue Inputs und „networking“😊und das schnuckelige Tast Memory würde super für meine kommemde 1.Klasse passen. Lg vom See, Caroline

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