5 Klangkugelspiele für Euch

Klein und allseits beliebt

Einige von Euch haben mich bei Instagram gefragt, wenn ich denn da Schönes mit der Klangkugel mache. Die Klangkugel ist für kleine Spiele da, die Aufmerksamkeit, Konzentration und auch das Gemeinschaftsgefühl fördern – das einfache, gemeinsame Lauschen verbindet und hilft, sich auf die Stunde einzulassen. Es sind ja oft die einfachen Dinge, die bei den Kinder sehr gut ankommen. Die Klangkugel ist jedenfalls sehr beliebt und wenn man sie einmal eine Zeitlang nicht herausgeholt hat, wird auch nachgefragt.

Ich habe Euch mal 5 Klangkugelspiele aufgeschrieben, die man gut mit kleinen Gruppen spielen kann. Ich wünsche viel Spaß dabei und freue mich natürlich auch sehr über Eure Rückmeldungen oder eigene Ideen dazu 🙂

Wenn Ihr die Spiele teilt, vergesst den Link zu mir bitte nicht.

Die Klangkugel in meinem Shop.

Bonus für den Podcast

Jeden Montag erscheint in meiner Podcastreihe „Märchen mit Klang“ ein neues Märchen, das ich erzähle und mit Klängen begleite. Einmal im Monat stelle ich Euch zusätzlich eine Fantasiereise vor. Die erste Fantasiereise wird mit Klangschalen begleitet und heißt „Der Flug zum Regenbogen“. Da ich sie selbst geschrieben habe, kann ich sie Euch hier zum kostenlosen Download anbieten, für all diejenigen, die selbst eine Fantasiereise geben möchten. Bitte seid so fair und nennt die Quelle, wenn Ihr sie benutzt.

Der Flug zum Regenbogen

Meinen Podcast „Märchen mit Klang“ gibt es überall, wo es Podcasts gibt.

Diese Fantasiereise ist die erste Bonusfolge des Podcasts und eine ganz besondere Premiere: Sie hat nämlich sogar ein wenig mit einem Zeugnisspruch zu tun, den ich einer Schülerin für dieses Schuljahr geschrieben habe. Meinen bunter Alltag mit den Kindern liefert so viele schöne Ideen und Inspirationen!

Text und Klang

Der Text der Fantasiereise ist hier zum Download, ich habe auch aufgeschrieben, wann ich welche Klangschale verwende.

Der Podcast ist gespielt mit den Klangschalen Nada Yoga XS, S und M aus unserem
Asteya Shop.

Ich wünsche viel Spaß beim Entspannen, Lauschen und Ausprobieren!

Ich freue mich über Euer Abo oder Sternchen zur Bewertung 🙂

Mehr dazu: Der Klang der Sonnenstrahlen

Das Hörbuch „der Klang der Sonnenstrahlen“ von meiner Schwester und mir bietet eine Fülle von Klängen und Übungen, z.B. aus dem Kinderyoga, dem autogenen Training und mehr. Ein Herzensprojekt und Tipp, nicht nur für Weihnachten.

So klingt die Märchenwelt

Augen schließen, innere Bilder erleben, angenehme Klänge hören – so lässt es sich eintauchen in die Welt der Märchen, Sagen und Legenden.

Mein Projekt für die Herbstferien war der Beginn eines Märchen-Podcasts für Kinder – Märchen mit Klang erzählt.

Im Tonstudio mit „Aurelino“ – der Keim einer Idee

Eins und eins….

Ich erzähle in der Schule gern den besonderen Erzählstoff des Schuljahres – Märchen, Legenden, Sagen – mit Klangbegleitung. Mit entspannenden Klängen lässt es sich gleich besser eintauchen in das Reich der Fantasie.

Und ich höre gern zwischendurch Podcasts, das habe ich in der Coronazeit zu Hause angefangen und mich dabei auch für technische Dinge drum herum interessiert. Mit meinem Sohn habe ich für das Homeschooling ja in dieser Zeit auch schon den YouTube-Kanal „Waldorflehrerin“ angefangen.

Für unser Projekt „Der Klang der Sonnenstrahlen“ war ich dann Anfang Juni 2020 erstmals selbst in einem Tonstudio, wo ich alle Instrumente eingespielt habe. Das war dann wohl der Funke, der das Feuer entfacht hat bzw. den Wunsch, mehr Geschichten mit Klängen für alle zugänglich zu machen und selbst zu produzieren.

Im Rahmen meiner Weiterbildung als Gesundheitspädagogin habe ich mich auch viel mit Entspannungspädagogik befasst und dabei auch begonnen, selbst kleine Fantasiereisen zu schreiben.

All das durfte einige Zeit reifen, als Wunsch weiter wachsen und jetzt in den Herbstferien habe ich – das war dann wohl mein persönlicher Urlaub – meinen Podcast „Märchen mit Klang“ begonnen. Natürlich habe ich zu Hause kein professionelles Tonstudio und kann keine eigene Produktion à la „Klang der Sonnenstrahlen“ auf die Beine stellen. Und doch bin ich sehr zufrieden und glücklich mit meinem neuen kleinen Podcast-Projekt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Coronazahlen ist es auch wieder noch ein kleiner Vorrat an „Erzählteil“, falls man einmal zu Hause bleiben muss. Homeschooling sollte ja nicht nur aus einem Sammelsurium von Arbeitsblättern bestehen, aber das ist jetzt ein anderes Thema.

Ein bisschen Seelenfutter in dieser Zeit….

Das soll es sein, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Beim live Vorlesen erlebe ich es hautnah, wie die Kinder zur Ruhe kommen und in die Geschichten eintauchen.

Einige Eltern meiner Klasse haben mir berichtet, dass die Kinder meinen YouTube Kanal während des Homeschoolings auch sehr mochten, weil sie da endlich mal wieder meine Stimme hören konnten. Doch ich hoffe, dass es nicht nur bei den Kindern wirkt, die mich kennen. Es gibt so viele Hörspiele, die voll sind mit künstlichen Soundeffekten und Stimmengewirr. Da ist ein ruhig erzähltes Märchen, begleitet mit Klängen besonderer Instrumente, ein kleines Kontrastprogramm für alle kleinen und auch großen Menschen 🙂

On Air

Die erste Folge des Podcasts ist „Die Bienenkönigin“, unser Einschulungsmärchen. Das weckt natürlich nochmal ganz besondere Erinnerungen. Klanglich wird es begleitet vom Windspiel Koshi Terra und der kleinen Kalimba B5 von Hokema (schaut gern unter http://www.asteya-shop.de nach den Instrumenten oder wendet Euch an mich bei Fragen).

Als Montagskind schicke ich ab jetzt jeden Montag eine neue Folge raus, einmal im Monat kommt dann auch noch eine selbst geschriebene Fantasiegeschichte hinzu, die Ihr auch hier im Blog als Text im pdf-Format herunterladen könnt.

Ich habe dazu in einem Blog eine Podcast-Seite mit Player eingerichtet, der Podcast ist aber auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen zu finden: Apple, Spotify, Deezer, Podcast Republic usw.

Ich freue mich sehr, wenn Ihr ihn abonniert und mir ein paar Sternchen hinterlasst. Herzlichen Dank!

Gedanken zum Thema Inklusion

Danke, liebe Aktion Mensch, für dieses schöne T-Shirt!

Das T-Shirt wurde 100 mal verschickt, ich habe auch eines bekommen. Das freut mich sehr, denn ich möchte Inklusion von Herzen gern möglich machen. Kleine, aber feine rechtliche Einschränkung: Ich bin keine Förderlehrerin und habe auch keine*n Förderlehrer*in im Schulalltag an meiner Seite. Aber wenn es mir mein vorgegebener Rahmen möglich macht, bin ich für Inklusion jederzeit bereit. Ich habe viele Fort- und Weiterbildungen gemacht – Lerntherapie, inklusiv unterrichten, AD(H)S-Beraterin. Das alles macht mich zwar nicht zur Förderlehrerin, weitet aber zumindest den Blick.

Jeder Mensch hat etwas, das er gut kann

Das ist in einer Schulklasse deutlich wahrzunehmen. Ja, es gibt Unterschiede. Manchmal auch große. Das eine Kind kann besser lesen, das nächste ist ein*e tolle*r Maler*in, ein anderes Kind wächst mehrsprachig auf, dann kommt der Blitzrechner und dann wieder ein Kind, das sich durch große Hilfsbereitschaft auszeichnet und für andere stets zur Stelle ist. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Es ist schön, die verschiedenen Qualitäten aneinander wahrzunehmen. Jeder hat etwas, das er gut kann! Je mehr Vielfalt, desto besser, oder? Die Welt ist schließlich groß und bunt.

Worauf es ankommt

So wie jeder Mensch seine individuellen Qualitäten hat, braucht er einen Ort, an dem er all dies gut entwickeln kann. Unser Tagesablauf lässt viel Raum für gemeinsames Tun und Arbeiten. Lernen mit Kopf, Herz und Hand, das ist unser Programm. Neben lesen, schreiben und rechnen werkeln wir auch viel im Klassenverband, lernen in Bewegung, sind oft draußen. Da kann man viel lernen, von sich zeigen, andere beobachten, mitmachen. Wir sind eine große Klasse. Im Klassenraum gibt es aber keine besonderen Bereiche für Auszeiten und dergleichen. Wir müssen uns manchmal auch aushalten und dabei Konflikte miteinander lösen. Ein einziger Schultag bei uns liefert so viele Eindrücke, die jedes Kind anschließend für sich zu verarbeiten hat.

Der tägliche Anker bin ich als Klassenlehrerin, ich bin jeden Tag da und gebe dem Schultag, der Epoche, dem ganzen Schuljahr eine Struktur und bin somit eine feste Bezugsperson für die Kinder. In dieser starken Position muss und will ich allen mir anvertrauten Kindern gerecht werden. Manchmal brauche ich dabei auch Hilfe, in Form von kollegialen Gesprächen, beratenden Experten, die ein Kind außerschulisch fördern. Oder in Form von anderen Helfern vor Ort – Integrationskräften. Mindestens so wichtig ist der vertrauensvolle Dialog mit den Eltern. Es ist also alles ein sehr komplexes Zusammenspiel, das sich finden und wachsen muss, um eine schöne und gedeihliche Schulzeit möglich zu machen. Gemeinsam kann man viel erreichen.

Erfahrungswerte?

Inklusion ist ein fortlaufender und auch sehr individueller Prozess. Ich lerne auch jeden Tag von den Kindern dazu. Ich habe bis jetzt viele tolle Entwicklungen bei Schüler*innen gesehen und war froh, dass ich etwas für sie tun konnte. Ich musste aber auch schon mal einsehen, dass ich an Schulalltag doch nicht das bieten konnte, was ein Kind brauchte. Meine Klasse, ich als Klassenlehrerin allein, kann sicherlich auch nicht immer jede Aufgabe stemmen. Man sollte aber stets das einzelne Kind im Blick haben.

Was ich mir wünsche, zum Thema Inklusion

Je mehr Angebote, desto besser. Inklusion ist grundsätzlich eine Frage der Haltung und sollte daher auf vielen, am besten auf allen Schultern getragen werden, damit wir vielfältigste Möglichkeiten für Kinder schaffen können, sich zu begegnen, miteinander aufzuwachsen und sich dabei gut zu entwickeln. Jedes Kind sollte seinen Ort finden, an dem es gut aufwachsen kann. Packen wir` s an!

#ÖkoChallengeWoche: Ich mache mit

Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

aus Afrika

Im Alltag bewusst und nachhaltig zu handeln, ist eine private Entscheidung, die ich mehr oder weniger nach außen trage. Ich meine damit nicht, dass ich jede*n zu einer nachhaltigeren Lebensweise bekehren muss und will. Ich meine, dass man mir eine gewisse Veränderung ansieht und dass der Wille, diesen Weg zu gehen, nach außen strahlt, ohne dass ich mehr dazu erklären oder sagen muss.

Der Weg zu einer ökologischen Lebensweise ist ein Prozess mit gewissem Vorbildcharakter, denn man kann an mir sehen, dass ich an mir arbeite und dadurch Dinge verändere. Eine Prozess, dessen Anfang ich nicht mehr genau kenne und der garantiert kein Ende findet. Vieles entwickelt sich und ich nehme es an. Neues kommt hinzu, Altes wird verändert oder weggelassen.

Hier in meinem Blog und auf Instagram spreche ich darüber, denn ich teile auch Inhalte nach außen. Die #ÖkoChallengeWoche ist noch einmal eine besondere Aktion dazu,

Über die #ÖkoChallengeWoche

Bei Instagram gehöre ich einer Community an, dem ÖkoLoop, bei der es um genau diesen Veränderungsprozess geht. Man teilt Inhalte, holt sich wiederum Ideen von anderen und kann so Schritt für Schritt einen nachhaltigen, ökologischen Weg gehen.

Im Oktober wollen wir allen zeigen, wie einfach ein nachhaltiges Leben ist! 🌼🍂 Wir gehen dabei mit einem guten Beispiel voran und wollen motivieren und inspirieren.

Ob ÖkoLoop-Mitglied oder nicht, ob ÖkoProfi oder ÖkoAnfänger*in, im Rahmen unserer #ÖkoChallengeWoche sind alle herzlich eingeladen, bei unserer spannenden Aktion teilzunehmen! 🌈 und jeden Tag einen Beitrag zu einem bestimmten Thema zu posten. Bei mir wird es diesen großen Bericht im Blog geben, den ich über einen etwas längeren Zeitraum zu den Themen überarbeite. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass sich für Dich auch die eine oder andere Inspiration findet.

Die Themen der Woche

Montag: Mein Weg zum Öko-Leben
Dienstag: Nachhaltig im Badezimmer
Mittwoch: Nachhaltig in der Küche
Donnerstag: Nachhaltig essen
Freitag: Nachhaltiger Kleiderschrank
Samstag: Nachhaltig Feste feiern
Sonntag: Meine Öko-Inspirationen

Montag: Mein Weg zum Öko-Leben

So lange ich mich zurück erinnere, war das Thema Umweltschutz in meiner Familie präsent und meine Aufmerksam irgendwie darauf gerichtet. Es hat sich dennoch über die Jahre Eingies entwickelt. Als ich über das Thema „Mein Weg zum Öko-Leben“ nachdachte, war mein erster Gedanke: „Heute schaffe ich mehr. Die Kinder sind größer, ich mache zu Hause viel mehr selbst.“ Aber das stimmt so nicht. Auch wenn ich früher kein Waschmittel usw. selbst gemacht habe, ging es ökologisch zu. Meine Kinder hatten Stoffwindeln und Feuchttücher gab es nur unterwegs. Zu Hause gab es schließlich Wasser und Handtücher. Second Hand war mir auch immer sehr willkommen und da gibt es noch viele Beispiele zum Thema Nachhaltigkeit, die manchmal fast unbemerkt sind. Und genau das ist ja auch die eigentliche Botschaft: Viele kleine Dinge, viele kleine Schritte bedarf es für mehr Nachhaltigkeit im Leben. Ich habe mir daher überlegt, auf genau diese vielen Kleinigkeiten einzugehen, die als Aufwand im normalen Alltag kaum spürbar sind, aber doch ihre Wirkung zeigen.

Dienstag: Nachhaltig im Badezimmer

Weniger ist mehr: Wieviel Plastik spart man, wenn man ein Stück Seife statt Flüssigseife verwendet. Wenn man in der Dusche ein Seifensäckchen nutzt, statt Shampoo- und Duschgelflaschen. Wenn man statt Wattepads auf gehäkelte Baumwollpads zurückgreift. Wenn Zahnbürste, Nagelbürste & Co. aus nachhaltigem Bambus sind – das ist übrigens von Natur aus antibakteriell und ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff. Und dann noch mein Tipp für Badreiniger: Einfach Apfelsinen- oder Zitronenschalen aufbewahren, mit Tafelessig übergießen und ein paar Tage ziehen lassen. Essig Essenz sollte übrigens verdünnt werden, 1:4. Das war´ s schon. Fertig ist der Badreiniger, spart jede Menge Plastik, Chemie im Grundwasser und auch Geld.

Mittwoch und Donnerstag: Nachhaltig in der Küche, nachhaltig essen

Diese beiden Themen hängen ja doch irgendwie zusammen. Alles, was in der Küche ist und zubereitet wird, muss irgendwie dahin kommen und aufbewahrt werden. Hier kommt es also auch auf den ökologischen Fußabdruck an. Der Bioapfel ist nicht sinnvoll, wenn er mit dem Schiff aus Neuseeland kommt und ich ihn mit dem Auto vom Supermarkt abhole. Also hier meine Liste mit sieben kleinen Dingen, auf die man achten sollte und die man mit der Zeit gut in seine Abläufe integrieren kann:

  • Kaufe regional
  • Kaufe möglichst unverpackt oder zumindest ohne Plastikverpackung
  • Fahre mit dem Fahrrad zum Supermarkt oder gehe zu Fuß, Bewegung ist sowieso gesünder
  • Führe eine Einkaufsliste, so dass sich die Fahrten zum Einkaufen reduzieren und effektiv genutzt werden.
  • Lagere Deine Vorräte in Vorratsgläsern anstelle von Plastikdosen
  • Verzichte auf Lebensmittel, die in der Fabrik hergestellt wurden und aus mehr als 2 Zutaten bestehen. Heißt: Stelle Vieles selbst her.
  • Thema Schulfrühstück: Wie oft knistern die Bäckertüten beim gemeinsamen Frühstück in der Schule und es kommen belegte Brötchen zum Vorschein, die auf dem Schulweg schnell gekauft wurden. Das ist nicht nur teuer, sondern auch gar nicht nötig. Wenn es morgens zu stressig ist, für die ganze Bande einzeln das Schulfrühstück herzurichten, kann man auch das gemeinsame Abendessen dazu nutzen, schon Brote zu schmieren – warum nicht gemeinsam – und Frischkost zu schneiden. In einer guten Brotdrose (Blechdosen sind da hervorragend) und aufbewahrt im Kühlschrank ist das Frühstück auch am nächsten Morgen noch ganz frisch.

Die Temperamente (2) Im Erzählkreis

Eine gute, offene Arbeitsform, bei der Raum für jedes einzelne Kind ist, stellt der Erzählkreis dar. Dort wird nicht nur geübt, einander zuzuhören und selbst für alle hörbar, zusammenhängend und interessant zu erzählen. Auch verschiedene Gemütslagen werden hier bedient – und jedes Kind darf sich wahrgenommen fühlen. Am Beispiel des Erzählkreises möchte ich nun zeigen, was Kinder brauchen.

Im Erzählkreis ist für alle etwas dabei

Stellt die Sicht auf Temperamente eine „Schublade“ dar?

Ebenso wie das Gedicht im ersten Teil wird hier einzeln auf jedes der vier Temperamente geschaut. Dies bedeutet aber keinesfalls, dass sich ein deutlich sanguinisches Kind in allen Lebenslagen sanguinisch zeigt. Es ist an dieser Stelle überaus wichtig, im Blick zu behalten, dass in jedem Menschen alle vier Gemütslagen wirken, zu verschiedenen Anteilen. Bei Kindern zeigen sich mal zwei, mal ein Temperament etwas deutlicher. Das bedeutet aber nicht: Schublade auf – Temperament in Stein gemeißelt, Verhalten x ist zu Erwarten. Ganz im Gegenteil. Mit einem umsichtigen Blick auf das Kind können wir dazu beitragen, dass ein Kind mit seinem Temperament gut zurecht kommt oder es auch harmonisiert.

Der Erzählkreis – Szenen einer Schulklasse 🙂

Im fiktiven Klassenzimmer sitzt man morgens im Kreis zusammen. Einige Kinder haben schon länger im Schulhaus gewartet – die Eltern mussten früh zur Arbeit und haben ihre Sprösslinge schnell abgeliefert – , andere Kinder haben lange Zeit im Bus gesessen und wieder andere eine größere Strecke mit dem Fahrrad hinter sich gebracht. Zwei Kinder kommen verspätet und völlig außer Atem in die Klasse, ein anderes Kind muss schnell noch einen Schluck Wasser trinken. Und jetzt sitzen alle beisammen und müssen sich an diesem neuen Schultag erst einmal richtig wahrnehmen.

Die Lehrerin begrüßt die Kinder und schickt dann bald den Erzählstein auf die Reise. So kommt jedes Kind an die Reihe, darf erzählen, wie es den gestrigen Tag verbracht hat oder was es heute noch vor hat.

Kind 1 erzählt ohne Punkt und Komma, was in den Sinn kommt: „Wir haben gestern erst meinen Bruder zum Gitarrenunterricht gebracht und dann war ich mit Mama ein Eis essen. Auch letztes Jahr in Spanien gab es so eine tolle Eisdiele und ich habe immer Erdbeer, Zitrone und Schokolade gegessen, das war besonders lecker. Und außerdem war ich nicht nur in Spanien, auch schon einmal in Italien und wenn ich das nächste mal bei Oma bin, wollen wir ins Kino gehen.“ Auf die Frage der Lehrerin, ob Kind 1 den Erzählstein nun weitergeben möchte, nickt es und gibt freudig den Stein an Kind 2 weiter.

Kind 2 berichtet: „Ich habe gestern in unserem Garten einen Regenwurm gerettet. Das war knapp! Denn sonst hätte Papa ihn beim Umgraben mit dem Spaten erwischt. Ich habe überhaupt den ganzen Nachmittag mitgeholfen im Garten. Später war ich noch beim Turnen und habe zwei Flickflaks hintereinander geschafft.“

Kind 3 hat interessiert zugehört, möchte heute aber – wie so oft – selbst nichts sagen und gibt den Stein wiederum interessiert weiter.

Kind 4 ist jetzt an der Reihe, schaut aber noch immer zu Kind 2 und fragt mit dem Stein in der Hand: „Geht es denn dem Regenwurm jetzt gut?“

Da meldet sich Kind 1 schnipsend. Da es ja schon an der Reihe war und der Erzählstein von Kind zu Kind wandert, fragt die Lehrerin: „Ist es etwas Dringendes?“ Kind 1: „Ja, nächstes Jahr fahren wir wieder nach Spanien in den Urlaub.“

Wer ist wer?

Die Auflösung ist nicht schwer, da die Darstellung recht überspitzt war. Kind 1 erzählt freudig, spricht pausenlos und kommt – wie man im Ruhrgebiet so schön sagt – von Höcksken auf Stöcksken. Hier kommt das sanguinische Temperament deutlich zum Vorschein.

Kind 2 ist erkennbar aktiv und erzählt gern von seinen Abenteuern und Heldengeschichten. Das tun Choleriker sehr gern.

Kind 3 hört hervorragend zu, äußert sich selbst aber nur selten: Daran erkennt man auch Phlegmatiker. Doch meldet sich ein Phlegmatike zu Wort, erfahren wir tiefgründige, facettenreiche und auch fantasievolle Geschichten.

Kind 4 sinnt derweil noch immer über das Leid des Regenwurms nach und erzählt erst einmal nichts von sich selbst – eine melancholische Eigenschaft, die sich hier zeigt. Dass der Wurm fast mit dem Spaten erwischt wurde, beschäftigt das Kind nachhaltig.

Wer braucht was?

Die wirklich spannende Frage, wer hier was braucht, zeigt sich ebenso deutlich. Und warum ein Erzählkreis eine gute Gelegenheit dazu ist.

Sangunische Kinder brauchen nicht nur Zuhörer, sondern aufrichtige Zuwendung, sie lernen im Übrigen besonders in Beziehung – je warmherziger diese ist, desto besser. Einem sangunischen Kind lässt sich nichts eintrichtern und es muss manchmal seinen Gedanken freien Lauf lassen können. Da kann der kurze Moment im Erzählkreis, bei dem viele zuhören, schon ein kleiner Balsam für die Seele sein.

Choleriker wünschen sich Achtung und Wertschätzung. Und genau das wollen sie ihrer Bezugsperson auch entgegenbringen. Geraten sie an einen Lehrer mit ruhiger Autorität und klarer Linie, lernen sie am besten.

Phlegmatische Kinder hingegen brauchen ein vielseitiges und anregendes Umfeld. Auch wenn man ihnen es oft nicht ansieht: In der Ruhe liegt die Kraft und eine äußere Vielfalt wirkt sich positiv auf das Lernverhalten und die Entwicklung von phlegmatischen Kindern aus.

Auf melancholische Kinder hingegen wirken Lebenserfahrung und Geschichten aus dem Leben, die auch die Schattenseiten nicht auslassen. Sie sind oft „Kümmerer“ und nehmen Anteil. Wenn sie spüren, dass ein*e Mitschüler*in oder ein*e Lehrer*in auch schon Leid und Krisen durchgestanden hat oder durchsteht, ist ihre Antennen besonders wachsam.

Auf die Lehrer kommt es an

Die Mischung macht`s. Rudolf Steiner wünschte sich von Waldorflehrern, dass sie selbst stark an der Harmonisierung ihrer „Temperamentsmischung“ arbeiten, um auf jede der vier Arten die Kinder anzusprechen. Das Prinzip „Erziehung ist Selbsterziehung“ steht hier also im Vordergrund. Das wäre die Arbeit der Lehrperson an sich selbst.

Die Temperamente (1)

Ein großes Thema in der Waldorfpädagogik ist die Temperamentenlehre. Es geht um Kenntnisse und Erkenntnisse der vier wesentlichen Gemütslagen des Menschen: Sanguinisch, melancholisch, cholerisch, phlegmatisch.

In jedem von uns stecken alle vier Temperamente – die Mischung ist individuell und ändert sich im Laufe des Lebens.

Warum schaut man auf das kindliche Temperament?

Gerade auch in den ersten Klassen spielt das Erkennen und die Pflege des kindlichen Temperaments eine größere Rolle für uns Lehrer. Sie hilft uns, die Kinder besser zu verstehen und sie in der richtigen Weise anzusprechen. Letztendlich ist das Erkennen der Temperamente eine weitere Hilfe, zu einer ganzheitlichen Sicht auf das Kind zu kommen. Es mit seinen Begabungen und individuellen Entwicklungsaufgaben in der geeigneten Weise zu fördern.

Jedes Temperament bringt also auch eine gewisse Lern- und Arbeitsweise mit sich, die wir auch berücksichtigen können. So ist Vieles möglich.

Wer ist was? Eine literarische Übersicht

Heinrich Peitmann hat die vier Gemütslagen, von denen jeder Mensch etwas in sich trägt, in einem wunderbaren Gedicht zusammengefasst:

Die Vier Temperamente und der Stein im Weg

Leicht springt über den Stein der
Sanguiniker, keck und mit Anmut
stolpert er trotzdem darob, macht er
sich wenig daraus

Grimmig stößt ihn beiseit´ des
Cholerikers kräftiger Fußtritt
und sein funkelndes Aug´ freut sich
des guten Erfolgs

Kommt das Phlegma daher, so hemmt
es gemäßigt die Schritte:
„Gehst du mir nicht aus dem Weg,
gehe ich eben herum.“

Aber grübelnd vor ihm bleibt der
Melancholischer stehen,
unzufried´nen Gesichts über sein
ewiges Pech.

Das Goldene Tor – ein Klangschalenritual

Ein Spiel, das eine schöne erste Anwendungsmöglichkeit mit Klangschalen zeigt, ist „das goldene Tor“. Es kann mit kleineren Kindergruppen jeder Altersklasse bis etwa 2. Schuljahr als Begrüßungsritual gemacht werden.

Das goldene Tor

Zwei kleine oder große Menschen halten gemeinsam eine Klangschale und bilden dadurch das goldene Tor, durch die anderen Kinder in den Kreis gehen können. In der Schule bringt dies einen ruhigen Stundenbeginn, insbesondere wenn vorab eine Pause war und die Kinder viel getobt haben.

Ebenso wäre es auch möglich, einen liebevollen Tagesabschluss zu Hause mit der Klangschale zu kreieren: Durch das goldene Tor geht es dann ins kuschelweiche Bett.

Klangschalenempfehlung: Die Universalschale (Hess) – unbeauftragte Werbung.

Keine Angst vorm Singen

Steht das Tor, wird gesungen. Singen scheint manchmal für Nicht-Sänger*innen ein kleines Hindernis zu sein. Damit dies so entspannt wie möglich klappt, denkt man sich einfach eine eigene Melodie aus, die man selbst gut singen kann. Das Lied geht so:

Komm(t) herbei, komm(t) hervor,
trete(t) durch das goldene Tor.
Himmlisch klingt es,
golden singt es,
lässt mit seinem Klang jetzt ein
den/die……. in den Kreis/ das kuschelweiche Bett
hinein.

Text: N.Mescher

Gesehen werden

So bekommt jedes Kind seinen Klang und darf sich einmal gesehen und wahrgenommen fühlen. Wenn es mehr als etwa fünf Kinder sind, kann man das ganze Lied auch nur einmal singen und dann nur noch die Klangschale erklingen lassen: Einmal anschlagen, Namen nennen und das jeweilige Kind im Klang ruhig und bedächtig in den Kreis eintreten lassen.

Zur Ruhe kommen

Wenn die Kinder die Möglichkeit haben, sich hinzulegen oder in der Schule den Oberkörper auf das Bänkchen oder den Tisch aufzulegen, kann die Klangschale nach dem Eintritt des letzten Kindes auch einmal von Rücken zu Rücken wandern und eine mini Klangmassage schenken.

So kann es weitergehen

Die Kinder sind da, zur Ruhe gekommen und erwarten, was als nächstes kommt. Ein Lied? Ein Fingerspiel? Sie sind aufgeschlossen.

Zu Hause kann die Klangmassage auch noch etwas ausgedehnt werden und dann die Gute-Nacht-Geschichte folgen.

Ich wünsche viel Freude mit diesem schönen Klangritual!

Die Klangschalenliebe – Teil 1

Ich setze sehr gern Klangschalen in der Arbeit mit Kindern ein. Darüber möchte ich gern mehr berichten, denn es kamen auch auf Instagram viele Fragen zu dem Thema.

Links sind die drei „Erzählklangschalen“ (ich nenne sie so), rechts ist die Universalschale.

Erzählklangschalen und Universalschale

Ich verwende vier Klangschalen: Drei kleinere, etwas dickwandige Schalen mit hohem Bronzeanteil aus der Reihe Nada Yoga, die aufgrund ihrer verschiedenen Größen drei verschiedene Klänge bieten. Sie können zwischen Zeugnissprüchen oder während Geschichten erklingen. Wenn man etwa ein längeres Märchen erzählt, können an bestimmten Wendepunkten kleinere Erzählpausen mit Klang eingelegt werden. Mit der kleinsten, am hellsten klingenden Klangschale markiere ich den Beginn und den Schluss der Geschichte. Die mittlere und die große Klangschale setze ich zwischendurch ein. Beispiele folgen! Es gibt auch eigene Klanggeschichten, die ich ebenfalls hier vorstellen werde.

Die Universalschale eignet sich für viele schöne Sinnesspiele und hat eben die schon genannte Massagewirkung, was einfach sehr angenehm ist – schon wenn man sie in der Hand hält.

Wie führt man die Klangschale ein?

Bei Kleinkindern und Kindergartenkindern kann man sie in die Mitte eines Kinderkreises stellen und mit einem Tuch verdecken. Dazu wird gemeinsam überlegt, was sich denn da Schönes verbergen könnte. Wenn man die Klangschale dann enthüllt, ist schon Interesse geweckt. Dann geht man herum, schlägt die Schale an und die Kinder dürfen lauschen, evt. auch mit den Fingern schon sehr nah an die Klangschale herankommen und bereits die Schwingung fühlen.

Ältere Kinder haben oft schon in bestimmten Zusammenhängen Klangschalen kennengelernt. Man kann von der Einzigartigkeit einer jeden handgefertigten Klangschale erzählen und von der Schmiedearbeit.

Zur Ruhe kommen – Dos und Don´ts

Klangschalen strahlen Ruhe aus, wenn man sie behutsam anschlägt oder mit dem Reibholz umfährt. Letzteres braucht etwas Übung, gelingt aber dann zuverlässig. Eine geriebene Klangschale zeigt deutlich, warum man im Englischen „Singing Bowl“ sagt. Es ist ein besonderer Klang, der viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Kein*e Schüler*in ignoriert ihn lange.

Mit dem Schlägel so lange und fest auf die Klangschale einzuhämmern, bis eine unaufmerksame Schülergruppe übertönt wird, ist allerdings nicht angesagt. Wenn ich meine Universalschale hochhebe und durch die Klasse gehe, wissen meine Schüler, dass ihre Chancen gut stehen, eine kleine Klangmassage zu bekommen. Wenn man ruhig auf seinem Platz sitzt und den Oberkörper nach vorn beugt, stelle ich vielleicht gleich die Klangschale kurz zwischen den Schulterblättern ab und das ist eine nette kleine Klangmassage. Auch hierbei wird es automatisch ruhig und der schöne Klang der Schale erfüllt irgendwann den ganzen Raum, während sie von einem Kind zum anderen wandert. Wer keine Klangmassage möchte – was eigentlich nicht vorkommt – bleibt einfach aufrecht sitzen, weiß aber, dass Ruhe angesagt ist.

Anschaffung von Klangschalen und Zubehör

Die kleineren Klangschalen Nada Yoga sind günstig und ein netter Einstieg mit Erzählklangschalen.

Wer sich für die Universalschale von Hess für pädagogische Zwecke interessiert, sollte auf die Himalaya-Qualität zurückgreifen.

Ist Interesse für Klangmassagen geweckt und besteht auch ein therapeutischer Zweck, gibt es von Hess auch Klangschalen in Therapiequalität.

Ein Klangschalenkissen braucht man nicht unbedingt. Man kann eine Klangschale einfach gut auf etwas Stoff stellen oder in der Hand halten. Handarbeitsfreudige Waldis fertigen sich einen selbst gefilzten Untersatz an 🙂

Für die Erzählschalen würde ich ein Reibholz mit Filz oder Leder nehmen, da man damit sowohl die Schalen anschlagen, als auch reiben kann.

Mein Favorit unter den Schlägeln ist bei der Universalschale der doppelseitige Schlägel. Mit der weißen Seite kann man die Schale bei verschiedenen Spielen anschlagen, die dunkle Seite leistet gute Arbeit bei Klangmassagen

Zu guter Letzt freue ich mich, wenn Ihr die Klangschalen im Asteya Shop kauft, mit dem Gutscheincode „Montagskind“ erhaltet Ihr 5 % Rabatt auf Klangschalen und teilweise auch auf Zubehör.

Das war unsere Ackerbau-Epoche im Herbst

Es war einfach nur schön, mit den Kindern gemeinsam im Schulgarten zu arbeiten und zu sehen, wie wichtig und förderlich diese Epoche im 3. Schuljahr ist. Die Kinder haben so toll gelernt und auch sehr gern in ihren Epochenheften gearbeitet.

Die folgenden Impressionen sagen alles aus

Im Sommer geht es weiter mit der Ernte des Korns. Dann wird gedroschen, Mehl gemahlen und Brot gebacken. Auch darauf freue ich mich schon sehr!

Hier auch noch einmal meine Eltern-Info, warum das 3. Schuljahr so besonders ist an der Waldorfschule.