Rosenkuchen an Pfingsten mit echten Rosenblüten

Zu den drei bekanntesten Symbolen an Pfingsten zählen Tauben, Feuer und Rosen. Und so ist es ein schönes Brauchtum an Pfingsten, einen Rosenkuchen zu backen. Woher kommt die Rose? Einer Überlieferung nach weinte eine Frau am Grab von Jesus über die Kreuzigung. Dann bemerkte sie, dass die Rosen auf einmal keine Dornen mehr besaßen. Die Pfingstrose ist also das Symbol der Umwandlung von Trauer in Freude.

Daher ist auch bei vielen Familien ein Rosengebäck Tradition: Rosenbrot, Rosenkuchen in süß oder herzhaft. Ich habe heute einen Rosenkuchen mit Marzipan-Mandel-Füllung und getrockneten Rosenblüten gebacken – sehr, sehr lecker. So einen Kuchen kann man auch mit Kindern sehr schön backen und es mag ihn sowieso die ganze Familie. Ich habe für Euch hier die Zutatenliste und Kurzanleitung als Download bereitgestellt, für eine ausführliche Backanleitung lest einfach weiter 🙂

Dieser schöne und sehr leckere Rosenkuchen stand heute auf unserem Kaffeetisch.

Es sind verschiedene Arbeitsschritte und Pausen, in denen der Teig gehen oder backen muss, nötig. Gerade, wenn Kinder noch nicht sehr ausdauernd sind, ist dieses „Backen in Etappen“ sehr praktisch. Für mich war es auch gut, denn ich schreibe momentan die Zeugnisse und da waren mir die Backpausen heute eine willkommene Abwechslung.

Erster Arbeitsschritt: Der Hefeteig

Hierfür brauchst Du:

  • 250 ml (Pflanzen-) Milch
  • 50 g Butter oder Margarine
  • 1 Würfel Hefe
  • 500 g Dinkelmehl
  • 1 Prise Salz

Zunächst werden (Pflanzen-) Milch, 100g Marzipanmasse und ca. 50g Butter oder Margarine in einem Topf langsam erwärmt und dann darin ein Würfel Hefe aufgelöst.

Langsam wird die Mischung auf dem Ofen erwärmt und gerührt.

Wenn alles aufgelöst und verrührt ist, wiegt man 500g Dinkelmehl ab und gibt es zusammen mit einer Prise Salz in eine Rührschüssel, wo man dann das Mehl mit der Flüssigkeit verknetet.

Zuerst rührt man mit dem Knethaken, dann knetet man von Hand nach.

Ist der Zeit schön rund verknetet, darf er in einer Schüssel mindestens 30 Minuten, gern länger, ruhen.

Zeugnisbedingt ging mein Teig heute über 1 Stunde.

Schritt 2: Die Marzipan-Mandel-Masse zubereiten

Hierfür benötigst Du:

  • 100 g Marzipanmasse
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 75 g Puderzucker
  • 75 ml Sahne (oder Pflanzencreme)
  • 1 Ei (oder Ei-Ersatz)
Die Zutaten für die Marzipan-Mandel-Masse werden verrührt

Diese Masse hat es in sich: Man rührt sie am besten mit einer Gabel, dabei zerdrückt man das Marzipan immer wieder. Zugegeben, es dauert eine kleine Weile, bis man die Masse richtig glatt hinbekommt. Ich habe durchaus auch einige Stückchen zugelassen, was dem Kuchen am Ende nicht geschadet hat!

Schritt 3: Teig ausrollen und die Masse darauf verteilen

Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Man rollt den Teig dünn aus, verstreicht die Masse und schneidet Streifen: Etwa 4-5 cm breit und 15 – 20 cm lang. Diese rollt man dann zu Rosen auf und legt sie in die vorbereitete Kuchenform. Ich habe eine mittelgroße Herzform genommen, das passt wunderbar. Eine kleinere Springform tut es auch.

Streifen zu Rosen aufrollen: Das machen Kinder auch sehr gern!

Sind die Rosen fertig, sollen sie wiederum in der Kuchenform noch 10 – 15 Minuten gehen. In dieser Zeit kann man problemlos den Ofen vorheizen: Umluft 175 Grad, Ober-/Unterhitze 180 Grad.

Die Teigrosen gehen noch eine Weile in der Form.

Die Backzeit beträgt 30 – 40 Minuten, man muss schauen, dass die Rosen nicht zu kross werden.

Nachdem man den Kuchen aus dem Ofen geholt hat, kann man schon einen gehäuften Esslöffel Puderzucker mit einem Schuss Wasser vermischen und den heißen Kuchen damit bestreichen. Zu guter Letzt streut man getrocknete Rosenblüten darauf – fertig.

Ich wünsche Euch einen guten Appetet!

Mit allen Sinnen !

Die Sinneslehre ist ein Themenbereich innerhalb der Waldorfpädagogik, der mir besonders am Herzen liegt.

Auf meinem Instagram Account @waldorf.lehrerin habe ich von Februar bis Mai 2020 eine kleine InfoReihe über die 12 Sinne geschrieben, um die Sinnesschulung im Rahmen der Waldorfpädagogik weiter zu beleuchten. Die Reihe ist auf großes Interesse gestoßen und so stelle ich die Inhalte als Zusammenfassung hiermit zum Download auf meinem Montagskind-Blog (waldorflehrerin.art.blog) zur Verfügung.

Eine Vertiefung dieser Informationen ist in Planung: Nicht nur inhaltlich, sondern auch praktische Spiele und Übungen werden folgen. 

Ich würde mich freuen, wenn Ihr meinen Blog und/oder mein Instagramprofil abonniert 🙂

Herzlichen Dank

Sinneserlebnisse sind Seelennahrung!

Willkommen zurück

Da war er: Der erste Schultag seit der Schließung. Viele neue Regeln, viele neue Abläufe. Ganz viel Neues, lange nicht gesehen – und doch so vertraut.

So war unser erster Unterrichtstag mit Gruppe 1 aus Klasse 2: Mein Bericht

Die Ankunft der Kinder

  • Wie eine Schülerlotsin stand ich auf dem Schulhof, mit Visier und Ulknudel (unser Lieblingsgimmick für Spiel und Spaß -eine Poolnudel, die wir seit der 1. Klasse bei uns haben. Besonders praktisch, da 1.50 m groß)
  • So konnte ich die Schüler von Anfang an begleiten und ihnen zeigen, wo der neue Wartebereich der Klasse ist. Die Wiedersehensfreude war natürlich groß 🙂
  • Als alle Kinder da waren, ging es erst im Gänsemarsch zum Händewaschen, dann in den Klassenraum.

Endlich wieder im Klassenraum

  • Die Kinder gingen zu ihrem jeweiligen Bänkchen und dort durften sie dann die Masken endlich abnehmen.
  • Es gab Goldtröpfchenöl für die Hände – die Kinder genossen erst einmal den Duft. Da lebte ein altes Ritual neu auf. Bei so viel Händewaschen sollte die Kinderhaut natürlich auch gepflegt werden. Wieder etwas Neues, dazu Vertrautes.
Hygieneregeln und Goldtröpfchenöl: Pflicht und Kür!
  • Wir begrüßten uns mit unserem Morgenspruch und die Kinder freuten sich auch riesig, ihre Zeugnissprüche mal wieder zu sprechen. Es war gleich eine sehr schöne Stimmung.

Der Erzählkreis

  • Wir machten unsere Erzählrunde und die war, als wären nicht 2 1/2 Monate, sondern nur 2 Tage vergangen: Die meisten Kinder berichteten hauptsächlich von dem, was sie am Vortag erlebt hatten und nicht von Dingen, die irgendwann in dieser langen Zeit zuvor passiert waren. Sei es aus Gewohnheit – „Neues von Gestern“ – oder doch deshalb, weil sie ja weder Ausflüge noch Besuche, noch Spielkontakte hatten.
  • Natürlich wurden auch die Geburtstagskinder gefeiert, wir summten „viel Glück und viel Segen“, weil ja nicht gesungen werden darf und unser aktuelles 2.Klass-Geburtstagslied sehr lang ist und einen größeren Tonumfang hat – etwas kompliziert zum Summen. Anstelle des üblichen Geburtstagskuchens, der ja nun nicht mehr verteilt werden darf, bringen die Geburtstagskinder nun der Klasse eine Geschichte mit, die ich während der Frühstückszeit vorlese. Auch dieser neue Brauch wurde sehr gern angenommen.

An Homeschooling anschließen

Die Franziskusepoche, die wir mit täglichem YouTube Homeschooling bisher erlebt hatten, konnte nun doch live beendet werden. Jedes Kind durfte einmal seine liebste Seite im Epochenheft am Platz hochhalten und den anderen Kindern zeigen. Wir sprachen über die Geschichte, das Besondere an Franziskus. Mit einer Erzählung beendete ich die Geschichte, der Epochenhefteintrag dazu ist wiederum Hausarbeit. Die Kinder hörten, wie der Sonnengesang seine letzte Strophe bekam und anschließend aquarellierten die Kinder zum Sonnengesang, die Farben der Welt.

Aquarellbilder als Collage aus erster Gruppe

Der Abschlusskreis

Den Tagesabschluss verbrachten wir im großen Kreis, draußen auf dem Schulhof. Um ohne Masken zu sein und gemeinsam leise das Abschlusslied zu singen, standen die Kinder zuerst armweit auseinander und gingen anschließend noch mindestens einen großen Schritt zurück. So konnten wir noch ein kleines Wahrnehmungs- und Yogaspiel spielen und dann den Schultag schön abschließen. Im Gänsemarsch ging es wieder zum Schultor, wo ich dann mit den Kindern wieder auf ihre Eltern gewartet habe – oder den Schulbus

Fazit eines besonderen Schultages

Alles in allem war es trotz der vielen ungewohnten Dinge so gar nicht schwer, das Beste aus der gemeinsamen, sehr wertvollen Zeit zu machen . Die Kinder kamen gut zurecht, waren sehr aufmerksam und haben es mir als Lehrerin wirklich sehr einfach gemacht. An alles haben sie sich problemlos gehalten und sich auch gegenseitig unterstützt.

Morgen erlebt die andere Hälfte der Klasse ihren ersten Schultag nach der SChließung – und ich freue mich schon sehr darauf!

Fußübung „Liegende Acht“

Heute stelle ich Euch die Fußübung „Liegende Acht“ vor. Als Sinnesschulung und zur vielfältigen Förderung hat sie es wirklich in sich. Man braucht dazu zum Vorzeichnen der liegenden Acht ein Seilchen, Schneckenband oder auch Kreide. Die Übung selbst macht man am besten barfuß, auf Socken oder in dünnen Gymnastikschläppchen. Ein kleiner Ball muss auch noch her.

Für meine Klasse habe ich sie im Homeschooling auf YouTube gezeigt:

Lernen – aber bitte in Bewegung!

Zur Schule, zum Lernen gehört Bewegung. Wenn dabei die körperlichen Impulse passen, kann sich dies auch positiv auf die geistige Leistung auswirken.

Kinder erleben heute häufig weniger Bewegungsvielfalt, die das Zusammenspiel der beiden Hirnhälften aktiviert: Klettern, Seilspringen, Balancieren, Radfahren, Hinkelspiele – nicht immer sind die Nachmittags mit vielfältigen Bewegungsspielen gefüllt. Das kann dann dazu führen, dass auch viel geistiges Potential nicht richtig ausgeschöpft werden kann. Dies ist inzwischen vielfach wissenschaftlich belegt. Die Bewegungsabläufe im Yoga sind hier hilfreich und fördernd, aber auch Kinesiologie in Form von Brain Gym kann wunderbar und gezielt in den Ablauf des Schulalltags mit einfließen.

Wer hören will, braucht Füße

Eine Fußübung am Tag – das das Fokussieren auf einen Körperteil, der am weitesten weg ist vom Kopf – steigert die Konzentration und die Fähigkeit, zuzuhören. Fußübungen gibt es viele. Diese hier ist mit der Verwendung des Bällchens und in der Form der liegenden Acht besonders aktivierend und fördernd.

Was diese Übung kann – auf einen Blick

Was wird alles hierdurch gefördert? Eine Übersicht

  • die Konzentrationsfähigkeit
  • der Gleichgewichtssinn
  • die Feinmotorik
  • der Tastsinn
  • der Bewegungsspiel
  • das Zusammenspiel der Hirnhälften

Coronatauglich

Dieses Spielchen kann man mit verschiedenen Bällen – von der Murmel bis zum Luftballon – variieren. Im Homeschooling ist es ebenso praktisch wie in vor Ort in der Schule, auch unter Corona-Bedingungen: Man muss ja seinen Platz nicht verlassen und kann so den Abstand halten.

Einzelübung! – Einzelübung??

Was einfach nicht zu unterschätzen ist: Als Gruppengeschehen ist die Übung nochmal effektiver, denn geistige Fitness hängt nicht nur an der körperlichen Bewegung. Gerade das gemeinsame Spiel führt durch die gegenseitige Wahrnehmung und Anregung zu einem stärkeren Belebungseffekt für das Gehirn.

Also: Beim Homeschooling Groß und Klein, alle die mit im Haushalt leben, mit einbeziehen. Es tut schließlich jedem gut.

Viel Spaß beim Üben und Ausprobieren.

Schere, Stein, Papier mal anders

Neue Varianten eines Fingerspielklassikers in 3 Schritten

Wir kennen es alle – Schere, Stein, Papier. Manch einen hat es schon die eine oder andere langweilige Autofahrt gerettet. Doch irgendwann ist auch hier die Luft raus. Etwas Neues muss her. Eine Variante tut es aber auch. Damit keine Langeweile aufkommt, sind Phantasie und Kreativität gefragt. Denken wir uns als erstes eine Geschichte aus.

Schritt 1: Eine Geschichte gemeinsam ausdenken…

Meine Idee war: Der Wettlauf der Tiere. Drei sehr unterschiedliche Tiere wollen einen Wettlauf machen. Der Größte gewinnt sowieso? Wohl kaum! Aber erst einmal alles von Anfang an. Der kleine Hase hat eines Tages große Langeweile. Er hat einfach keine Lust mehr, mit den anderen Hasen durch die Wiesen und Büsche zu hüpfen. Er möchte gern etwas Neues, Aufregendes erleben. Da fällt ihm ein, dass er ja der wahrscheinlich beste Läufer – oder eher Hüpfer – weit und breit ist und das möchte er auch anderen Tieren unter Beweis stellen. So fordert er die kleine Spinne heraus, die sich immer vom Apfelbaum abseilt. Diese freut sich auch auf etwas Abwechslung und hält sich mit ihren 6 Beinen ohnehin für eine klasse Läuferin. Außerdem erinnert sich der Hase an die gemütliche, freundliche Schnecke, die der täglich beim Hoppelspiel mit den anderen Hasen überholt. Auch sie wird zu diesem besonderen Wettlauf der Tiere eingeladen. Der kleine Hase ist siegessicher. Aber weit gefehlt: Beim Wettlauf kann er wohl die Spinne überholen, doch er rutscht gehörig auf der Schleimspur der Schnecke aus. Aber auch die Schnecke kann nicht gewinnen – sie ist so langsam, dass die Spinne sie sogar mit einem Netz einfängt. Und so kann das Fingerspiel beginnen….

Schritt 2: Drei Handzeichen für Hase, Spinne und Schnecke

Man überlegt sich, wie der Hase als schnelles Handzeichen – wie bei Schere, Stein, Papier – wohl aussehen könnte. Gar nicht so schwer…Gleiches gilt natürlich auch für Spinne und Schnecke. Es geht los:

  • Spinne und Schnecke: Spinne wickelt Schnecke ein
  • Spinne und Hase: Hase überholt Spinne
  • Hase und Schnecke: Hase rutscht auf Schleimspur aus

Schritt 3: Spielen, spielen, spielen – ohne Spielzeug!

Kinder lieben es, ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen zu können. Mit so einfachen Mitteln kann ein Spiel viele Varianten haben und unendlich weiter gespielt werden. Dabei muss man nicht immer ganz von vorn anfangen und sich neue Protagonisten ausdenken. So kann man die Geschichte mit den Dreien auch mal ganz anders erzählen: Spinne überholt Hase, klebt aber plötzlich auf Schleimspur fest, weil….. ja warum eigentlich? Vielleicht hat unsere Schnecke in der Zwischenzeit ein geheimes Schneckenschleimrezept entdeckt, um das Rennen doch noch für sich zu entscheiden. Da gibt es so viele tolle Möglichkeiten, man kann sich viele lustige Dinge erzählen und verbringt eine schöne Spielezeit ganz ohne Spielzeug. Ich wünsche viel Spaß dabei!

Schuljahresendspurt in der Coronazeit

Wenn man seine Klasse vor den Sommerferien schon so lange nicht gesehen hat wie die Jahre zuvor nach den Sommerferien nicht. Und die Klasse als ganze Gruppe auch nicht mehr vor den Ferien zusammen sein wird…..

Meine Zeugniszeit

Die letzten Jahre hatten auch bei mir privat ihren ihren festen Ablauf, mit festen Zeugnisschreibezeiten, an denen mein Mann und auch meine Eltern und Schwiegereltern mit den Kindern viel unternommen haben, um mir den Rücken frei zu halten. Dieses Jahr schreibe ich mit Familie um mich herum. Das ändert meine eigenen Abläufe sehr.

Ja, die Kinder werden größer und brauchen mich nicht für ihr Entertainment. Aber wirklich ruhiger wird es dadurch auch nicht. Ungestört ist anders.

Das Gute ist: Die Zeugnissprüche, die ich in diesem Jahr schreibe, fühlen sich genauso reich an wie im letzten Jahr. Also ist die Verbundenheit mit den Kindern meiner Klasse unverändert da und das macht mich wirklich sehr, sehr froh.

Die Familien meiner Klasse

Die letzten Elternabende des Schuljahres sind ja auch immer etwas Besonders. Wenn man zurückblickt auf das, was die Kinder alles geschafft haben. Und ausblickt auf das, was im nächsten Schuljahr alles kommen wird. Wenn die Eltern die gefüllten Schuljahresmappen mit nach Hause nehmen und dort weiter schwelgen können… Dieses Jahr finden die Elternabende online statt und es muss noch irgendwie organisiert werden, wie diese großen, schweren Mappen zu den Familien kommen.

Ja, irgendwie ist alles anders. Wie wird der diesjährige Klassenumzug laufen? Wie die Zeugnisübergabe? Es bleibt spannend – doch ich bin mir sicher: Wir machen das Beste draus!

Yoga in der Schule: Auf geht`s

Mein Instagram-Beitrag zum Yoga-Mondengruß soll Auftankt eines besonders schönen Themas sein. Der Mondengruß selbst eignet sich übrigens auch sehr gut für zu Hause, als kleines Ritual beim Zubettgehen.

Ja, es hat einige Zeit gedauert, bis ich zum Yoga gefunden habe. Aber dann hat es mich gepackt und in meinem Alltag ist Yoga inzwischen nicht mehr wegzudenken. Yoga ist ein wichtiger Baustein für meine Gesundheit und so bin ich unter anderem meine doch recht häufigen und nervigen Nackenschmerzen dadurch losgeworden.

Auch in der Schule, mit meiner Klasse, gehört es seit dem 1. Schuljahr dazu: Denn Yoga, das sind harmonisierende, ganzheitliche Bewegungsabläufe, zusammen mit guten Gedanken und vielseitiger Sinnesschulung. Einfach ideal, um sie in den gemeinsamen Alltag mit einzubinden! Es gibt viele schöne Yoga-Sequenzen, die man mit Schulkindern im Klassenraum machen kann, ohne dass gleich überall die Matten ausgerollt werden müssen. Auch beim Spielturnen ist vieles möglich.

Da es zu diesem Thema einige Nachfragen an mich gibt und gab, werde ich auf jeden Fall noch mehr dazu schreiben und zeigen, versprochen. Wer jetzt schon Inspirationen sucht, dem empfehle ich natürlich sehr gern die Yoga-Bücher meiner Schwester Dr. Daniela Heidtmann: „Yoga, Mond & Sterne“ und „It´s Buddha-Time“ – in jedem Buchhandel lokal erhältlich oder online shoppen unter http://www.asteya-shop.de

Schneckenbänderliebe

Schöne, vielseitige Schneckenbänder sind ein wunderbares Spielzeug: Eine Anleitung gibt es bei Sandra. Häkeln kann man sie als Zweitklässler schon selbst!

Allseits beliebt sind Schneckenbänder.

Schulkinder können beim Ein- und Ausrollen das „Gespräch einer Schnecke mit sich selber“ von Christian Morgenstern sprechen.

Gespräch einer Haus-Schnecke mit sich selber

Soll i aus meim Hause raus? 
Soll i aus meim Hause nit raus? 
Einen Schritt raus? 
Lieber nit raus?
Hause nit raus –
Hauseraus
Hausenitraus
Hausenaus
Rauserauserauserause … 

Chr. Morgenstern

Ist das Schneckenband erst einmal ausgerollt, lassen sich viele schöne Dinge damit machen. Hier nur 5 Ideen, Kinder kommen von selbst auf so viel mehr.

  • im freien Spiel: Pferdeleine, Haustür, Murmelspielfeld, Stirnband oder Hundeschwanz beim Verkleiden und so viel mehr.
  • „Montagsmaler“ spielen, indem man Bilder legt.
  • Hilfe beim Formenzeichnen: Die Form zuerst mit dem Schneckenband legen, dann mit dem Finger immer wieder abfahren und schließlich malen.
  • Spiegelspiel für mindestens 2 Spieler: Das Band wird zum Spiegel, ein Kind stellt sich vor den Spiegel, das andere Kind ist das Spiegelbild
  • Start oder Ziellinie beim selbst gebauten Parcours

Viel Spaß mit den unzähligen Möglichkeiten des Schneckenbands!

Warum Kinder nicht (zu-)hören

Sooo wahre Worte von Jesper Juul. Und eine der Antworten auf die Frage: Warum hört mein Kind eigentlich nicht zu? Meine Gedanken dazu:

  • Kindern wird so unendlich viel „verkopft“ erklärt – selbst der „Erklärbär-Style“ ist dabei nicht kindgerecht, denn: In den ersten Lebensjahren lernen die Kleinen am besten durch Nachahmung. Einfach auch tun, mit tun, selbst ausprobieren. Und wenn sie etwas wissen wollen, dürfen sie gern auch erst einmal Vermutungen anstellen und ihre kindliche Phantasie bewegen – oder schlichte, einfache Antworten bekommen.
  • Moralische Themen – was sich gehört und was nicht – erlernt man ebenso durch positive Vorbilder, die zeigen, wie es geht. Ehe man einem Kind direkt sagt, was es falsch gemacht hat und was es tun soll, schaut man, ob es nicht auch über eine Erzählung und Geschichte klappen kann. In der Waldorfpädagogik wird auf sinnige Geschichten, Fabeln und Märchen zurückgegriffen.
  • Manchmal ist die Ansprache auch zu „erwachsen“, insbesondere Ironie und bestimmte Anspielungen verstehen Kinder nicht.
  • Viele Erwachsene neigen dazu, im Sinne einer demokratischen Erziehung die Kinder im Alltag immer wieder vor kleinere Entscheidungen zu stellen: Welches T-Shirt möchtest Du anziehen? Möchtest Du zum Frühstück lieber Tee oder Kakao trinken? Sollen wir lieber im Park oder am See spazieren gehen? Auch, wenn man es den Kindern nicht direkt anmerkt: Es überfordert sie. Sie sehnen sich nach klaren Vorgaben. Und nicht selten stellen sie irgendwann auf „Durchzug“.
  • Letztendlich ist das Hören und Zuhören mehr als biologischer Vorgang, sondern hier sind gleich mehrere Sinne gemeinsam aktiv. Und so endet es bei meinem Steckenpferd und dem zentralen Thema der Kindlichen Entwicklung: Die Schulung der 12 Sinne. Auf Instagram habe ich bereits eine Serie dazu veröffentlicht. Ich werde im Laufe der nächsten Wochen die Inhalte noch etwas ausführlicher und mit Übungungen zur Sinnesschulung hier auf meinem Montagskindsblog ebenfalls veröffentlichen.

Stellungnahme zur Situation von Kindern in der Coronakrise

Die pädagogisch-medizinische Arbeitsgruppe Witten/Herdecke hat eine Stellungnahme zur Situation von Kindern und Jugendlichen in der Coronakrise erarbeitet. Als ich das Papier zum ersten mal gelesen habe, war ich sehr bewegt. Denn es gibt gute Impulse für diesen Spagat, den wir alle verantwortungsvoll miteinander leisten müssen: Gesundheitsschutz und Kinderschutz. Ich stelle es daher hier in den Downloadbereich.

Stellungnahme.